Frage von Till87, 214

Warum leben wir nicht in einer veganen Gesellschaft?

Würde das nicht eine unglaubliche Entlastung für die Menschheit, die Umwelt und auch die Tiere bedeuten? Und eigentlich wäre das auch nicht so schwer umzusetzen. Man könnte im Supermarkt ja auch einfach vegane Gerichte anbieten. Warum wird dies nicht getan? Und jemanden der nie Fleisch gegessen hat, ein Schnitzel vorzusetzen, wäre für ihn wohl ähnlich verstörend als würde man uns einen Teller mit Hundefleisch vorsetzen. Wahrscheinlich noch verstörender. Ich tippe eher auf Menschenfleisch. Also warum leben wir nicht einfach in einer besseren und friedvolleren Welt?

Antwort
von Stellwerk, 108

Weil wir eine andere kulturelle Tradition haben - vieles ist im Wandel und es kann gut sein, dass die vegane Ernährungsweise in Zukunft noch zunimmt. Aber solche Prozesse brauchen einfach Zeit - und nicht jeder Mensch ist willens oder fähig, sich jeden Tag beim Einkaufen Gedanken über die globale Konsequenzen seines Tuns zu machen.

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Ich gebe dir recht - denke jedoch, dass sich viele Menschen vor den Gedanken über die globalen Auswirkungen auch ihres Handelns erstmal keine über die ihres eigenen Gewissens machen wollen...

Denke, der erste Schritt beginnt vor der Haustür, wahlweise am Esstisch oder im Einkaufswagen...

Ich meine das keineswegs verurteilend, wie du auch in meiner Antwort ersehen kannst.

Kommentar von Omnivore13 ,

Denke, der erste Schritt beginnt vor der Haustür, wahlweise am Esstisch oder im Einkaufswagen...

Genau. Und vegan ist die schlechteste Lösung von allen

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Klaro - weil deine von kleinauf konditionierten Scheuklappen ebenso festgeschweißt sind wie die vermeintlichen Erkenntnisse der Tierleidlobby:

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" und "Milch macht starke Knochen"...

Hast schon irgendwie recht: Nur nicht selber denken und dadurch mündig werden - geht gar nicht...

Kommentar von Omnivore13 ,

Hast schon irgendwie recht

Na endlich siehst du es ein!

Antwort
von wickedsick05, 17

Weil Vegan schklecht für Tier, Mensch  und Umwelt ist.

zum Vegetarismus gibt es eine SEHR gute alternative. Eine regionale ökologisch nachhaltige Mischkost. Auch zum teil Slowfood genannt.

denn Vegetarismus macht kein sinn weder für Umwelt, Tiere, gesundheit
noch für den Mensch. Es ist ein Hype der hauptsächlich der profilierung
der eigenen Persöhnlichkeit dienst als der Gesundheit, Umwelt oder Menscht.

das Bild was Vegetarier/veganer meist propagieren ist lediglich ein
Ausschnitt denn es ist viel kopmlexer als die Frage ob mit oder ohne
Fleisch.

WAS aber sinn macht ist Regional zu kaufen und industriell
verarbeitete Produkte meiden. Das schließt der Fleisch/Tierprodukteverzicht aber nicht mit ein daher unnötig.

Umwelt:

Wer sich streng vegetarisch ernährt, beansprucht besonders wenig
hochwertiges Ackerland für die Produktion seiner Lebensmittel. Wer aber
geringe Mengen an Fleisch und Milchprodukten in seinen Speiseplan
einbaut, geht noch effizienter mit der verfügbaren landwirtschaftlichen
Fläche um. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der
amerikanischen Cornell-Universität.


Für jede tierische Kalorie im Fleisch müssen bis zu 14 pflanzliche
Kalorien verfüttert werden. Trotzdem gehen Mischköstler bei moderatem
Verzehr von tierischen Lebensmitteln noch effizienter mit dem Ackerland
um als Vegetarier. Der Grund dafür liegt in der Qualität der benötigten
Fläche. Getreide, Kartoffeln und Gemüse können nur auf besonders
hochwertigen Böden angebaut werden, deren Fläche begrenzt ist.
Wiederkäuer,
wie Rinder, Kühe und Schafe, lassen sich dagegen auch auf Weiden
halten, die nicht als Ackerland nutzbar sind. So benötigen Mischköstler
zwar absolut gesehen mehr Fläche, aber ihr Bedarf an hochwertigem
Ackerland ist geringer als bei Vegetariern.

umweltjournal.de/AfA_naturkost/13315.php

VIEL wichtiger ist auf die Herkunft ALL seiner Lebensmittel zu achten als die Frage ob mit oder ohne Fleisch

jede Ernährungsweise beinhaltet den Tod von Lebewesen. Das lässt sich
nicht vermeiden. NICHT die Frage ob mit oder ohne Fleisch sollte dich
beschäftigen sondern Die wichtige Frage lautet: Was schadet weniger?
Wenn Lebensmittel nachhaltig produziert werden, ist es für die Umwelt
beinahe egal, ob man Fleisch/Milchprodukte oder Pflanzen isst.Sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte können schaden. Es
kommt auf den Zusammenhang an, in dem sie hergestellt werden. möglichst
auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten (z.b Tofu,
Fertiggerichte, Tiefkühlware mit ihrem hohen energieaufwand) Fleisch
nicht im Supermarkt kaufen sondern beim Bauer in der Nähe der den Tieren
nur Gras und Heu zu fressen gibt und sie Artgerecht hält ABER auch kein
Obst und Gemüse im Supermarkt kaufen denn das dort zu kaufende ist mit
Pestiziden verseucht was für Umwelt sehr schädlich ist und Tiere tötet
und leiden lässt. daher nur Vegetarier werden bringt nix denn man ist
schon Vegetarier wenn man nur auf Fleisch verzichtet.
ökologisch Nachhaltig ernähren und leben bringt bei weitem mehr denn das
schließt solche Dinge aus. Ohne funktionierende Umwelt überlebt kein
Tier/Mensch daher ist Umweltschutz bei weitem wichtiger.

Frau Wiener hat das mal gut erklärt:

Was mich aber stört, ist die Haltung vieler, die glauben, allein der
Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort. Vegane
Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems! So mancher Veganer baut
sich da schlicht eine Parallelwelt auf. Er lässt zwar keine Tiere
melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht
verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der
Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die
Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region.
Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der Fleischproduktion. Natürlich gibt es auch unter Veganern Menschen, die auf Fertigprodukte und industrielle Lebensmittel verzichten, die sich biologisch und regional ernähren. Aber auf dem Trendmarkt Veganismus boomen eben auch all die Kunstprodukte von Seitan-Truthahn bis zum Soja-Hamburger.

Bis zu 70 Prozent der Äcker in China verseucht

Laut einer Studie sind die Äcker des Landes größtenteils mit Giften
und Herbiziden verseucht. Die gesundheitlichen Folgen sind dramatisch.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article115177291/Bis-zu-70-Prozent-der-A...

Daran wird Vegan nichts ändern es wird eher schlimmer.

Obst, Gemüse, Pilze oder Kräuter aus China landen
zunehmend in den Regalen der Supermärkte - eine Folge der
Globalisierung. Doch dem Verbraucher hierzulande ist oft nicht bewusst,
dass auch die Zutaten für Marmelade oder Joghurt häufig von dort
stammen.
Der zunehmende Import von Lebensmitteln aus Fernost birgt auch Risiken
für den Verbraucher. Denn Chinas Landwirtschaft setzt großzügig
Pestizide ein und die Umweltverschmutzung ist enorm.

feelgreen.de/pestizide-in-marmelade-saft-und-joghurt-stecken-oft-chinafruechte/id_69433032/index

auch hier:

Für den Anbau von Ölpalmen wird massiv der Regenwald gerodet - auf Kosten von Klima, Artenvielfalt und indigener Bevölkerung.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/palmoel-regenwald-rodungen-fuer-den-supermarkt...

Die Globalisierung der Märkte ermöglicht uns den ganzjährigen Einkauf
von Obst und Gemüse. Der Import von Lebensmitteln, die auf der
Südhalbkugel der Erde erzeugt wurden, lässt uns das Wissen „was wächst
wann“ vergessen. Da gibt es Erdbeeren zu Weihnachten, Spargel im März
und Weintrauben zu Pfingsten.

http://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/D58A32E6A3826437C125772700472...

Für 1 kg Gemüse aus Übersee könnten 11 kg innerhalb Deutschlands
transportiert werden, im Vergleich zum Transport mit dem Flugzeug sind
es sogar fast 90 kg.

https://www.ugb.de/forschung-studien/hohe-umweltbelastung-durch-lebensmitteltran...

oder Spargel. Es dauert 3 Jahre bis er geerntet werden kann. Er hat
wenig Nährstoffe. Er besteht zu 95% aus Wasser. ABER es werden 22% der
Deutschen Nutzflächen dafür verschwendet. Ein Luxusgemüse.

Gleiches gilt für Salat. Hauptsächlich Wasser keine Nährstoffe aber verschwendestes Ackerland und Wasser.

Für Vegetarier/Veganer leiden und sterben also nur mehr ANDERE Tiere. Wichtig ist  Naturschutz also Artenschutz (das sind die Tiere die NICHT nachgezüchtet werden) und da hilft der alleinige Fleischverzicht/tirprodukteverzicht kein bischen.

Sinnvoll wäre also eine Mischkost mit Produkten von Hofläden, Direktvermarktern regional. ohne Pestizide oder Kunstdünger angebaut wurden sondern mit Tierischem Dünger. industriell hoch verarbeitete
Produkte meiden sondern Mahlzeiten selbst zubereiten.

warum siehste hier:

http://www.ardmediathek.de/tv/odysso-Wissen-im-SWR/Wie-viel-kostet-ein-Brot/SWR-...

Antwort
von Honeysuckle08, 14

Das wär wohl schön, da geb ich dir recht...:)

Bezeichnend aber, dass auch hier bei den Usern die überwältigende Mehrheit nicht grade veganfreundlich daherkommt - liegt überwiegend daran, weil sie "ihr" Fleisch, "ihre" Milch, "ihre" Eier usw. verteidigen wollen und eine Rechtfertigung dafür suchen...

Verständlich jedoch und irgendwo menschlich nachvollziehbar:

Die meisten von uns wurden von kleinauf konditioniert auf das Essen von Tieren und deren "Produkte" - das ging schon los mit den Fleisch-Pampe-Gläschen, dann weiter mit der lächelnden Bärchenwurst, den goldigen Fruchtzwergen und der Scheibe Gelbwurst von der netten Fleischfachverkäuferin etc...

Wir wurden und werden tagtäglich manipuliert und gekauft - im wahrsten Wortsinn - von der Tierprofitlobby und ihren Mittätern, die da wären: 

Die Werbung, die Medien, die Pharmalobby, die sog. Schulmedizin, die Politik und der Staat und allen, die davon profitieren, dass sie über Leichen gehen, auch die der Menschen, die daran erkranken und dafür verarmen und an Hunger und Durst sterben...

Hinzu kommen die liebe Gewohnheit, die Bequemlichkeit, Traditionen in Familie, Freundeskreis, Kirche usw... Geschmack soll angeblich auch ein Argument pro Fleisch und Co. sein - ich konnte den nie erkennen, als ich noch Fleisch gegessen habe, als Kind...

Klar wäre es eine Entlastung für die Erde, die Menschen und nicht zuletzt auch für die Tiere...

Bioveganer Landbau und Veganismus werden leider immer noch von den Lobbies kleingeredet - aus gutem Grund !

Gewohntes zu hinterfragen und aufzugeben, ist kein leichter Prozess und für viele ein langer Weg - für manche reicht jedoch ein Aha-Erlebnis, um seinen Weg im Leben sofort und unumstößlich zu ändern.

So unterschiedlich sind wir Menschen - jeder geht seinen Weg in seinem Tempo...

Dabei war und ist der Mensch als Frugivore = Fruchtesser nicht für das Essen von Tieren gemacht. Beweise dafür kann finden, wer sie ehrlich sucht...

Schau: Vegetarier und Veganer werden immer mehr und tagtäglich kommen neue hinzu und das weltweit...

Ich freue mich über jeden noch so kleinen Schritt und die kleinen Erfolge, denn sie geben täglich Hoffnung auf eine bessere, gerechtere und liebevollere Welt - für alle !

Kennst du die Seiten von

"Der Graslutscher" und

"Der Artgenosse" ?

Wenn nicht, schau mal rein, wenn du magst...:)

Außerdem empfehle ich dir das Buch

"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen - Karnismus. Eine Einführung" von Melanie Joy.



Antwort
von kayo1548, 48

"Würde das nicht eine unglaubliche Entlastung für die Menschheit, die Umwelt und auch die Tiere bedeuten? "

Für die Tiere möglicherweise dahin das sie eben nicht geschlachtet (zumindest nicht so werden); ob dann das Leben in der freien Natur unter den dortigen Bedingungen und den dortigen Feinden besser ist, ist Ansichtssache.

Viele heutigen Nutztierarten würden allerdings in der Natur kaum noch überleben.

Für die Umwelt und Menschen ist es nicht kausal eine Entlastung

"Man könnte im Supermarkt ja auch einfach vegane Gerichte anbieten."

wird ja auch getan; und auch viele die Fleisch essen, essen ja oft auch vegetarische oder vegane Dinge, da braucht es nicht einmal  "besondere" Gerichte dafür.

Was wie wo verkauft wird ist natürlich von der Nachfrage abhängig; generell gibt es hierzulande aber sehr vieles für den "veganen Markt"; in sehr vielen anderen Ländern ist eine vegane Ernährung fast unbekannt.

" Und jemanden der nie Fleisch gegessen hat, ein Schnitzel vorzusetzen,
wäre für ihn wohl ähnlich verstörend als würde man uns einen Teller mit
Hundefleisch vorsetzen"




Für uns ist es nur deshalb verstörend weil wir das kulturell eben anders "gelernt" haben;

Aber selbst bei den Kulturen und Gruppen bei denen Fleisch fast nicht gegessen bzw entsprechend zur Verfügung steht wird gilt es oft als Luxus und etwas für "besondere Ereignisse".

D.h. von dem was du da schreibst sind nur Gesellschaften betroffen die sich bewusst so ernähren und kulturell den Fleischkonsum ablehnen und das sind gesellschaftlich betrachtet (also die bewussten Veganer mal außen vor) sehr wenige.

Zur Frage warum wir nicht in einer veganen Gesellschaft leben muss man auch sagen, dass Fleisch bei uns eine gewisse "Tradition" hat, wie bei vielen anderen Kulturen auch.

Das liegt natürlich auch daran, dass Fleisch für unser Gehirnwachstum in sehr früher Zeit absolut entscheidend war;

Die Ernährung die danach kam hat sich natürlich auch durch den Lebensraum geformt:  dort wo es kaum oder wenige pflanzliche Lebensmittel gab waren Fleisch und unter Umständen auch Milch (so hat sich diese Mutation dann in den entsprechenden Gegenden etabliert) selektiv sehr vorteilhaft um nicht zu sagen je nach Gebiet absolut notwendig.

Generell sind wir Allesfresser und Fleisch hat eigetlich überall, mal mehr mal weniger, Einzug in die Ernährung gefunden.

"Also warum leben wir nicht einfach in einer besseren und friedvolleren Welt?"

Wer definiert "besser"?

Und friedvoll ist so eine Sache:  natürlich wäre das subjektiv schön aber die ganze Natur funktioniert nicht so.

Der am besten angepasste überlebt und überall gibt es einen harten Kampf um Ressourcen:  Pflanzen die sich gegenseitig (insbesondere dann wenn nicht verwandt) die Nährstoffe versuchen zu entziehen;  Hai Nachwuchs der sich schon im Mutterleib bekämpft;  andere Primatenarten die kaum weniger brutal Kriege führen als wir.

Also friedvoll ist in der Welt nichts, aber diese Konkurrenz scheint evolutionär einfach sehr entscheidend gewesen zu sein.

Ist ja auch nachvollziehbar: ein Individuum das so "eingestellt" ist wird natürlich immer die besseren Karten haben;  d.h. natürlich kaum das man sich auf Schritt und Tritt bekämpft - ganz im Gegenteil:  man wägt sehr genau die eigene Chancen und den Bedarf an der Ressource ab;

innerhalb einer Art gibt es dann oft auch noch das System das Status, das ebenfalls hilft schwere Verletzungen vergleichsweise einzudämmen

Kommentar von Till87 ,

Für die Tiere möglicherweise dahin das sie eben nicht geschlachtet (zumindest nicht so werden); ob dann das Leben in der freien Natur unter den dortigen Bedingungen und den dortigen Feinden besser ist, ist Ansichtssache.

Sorry, aber die Aussage ist ja schon so absurd, schau dir mal die Zustände in der Massentierhaltung an. Wie viele Hühner da auf einem Haufen dahin vegetieren.

"Man könnte im Supermarkt ja auch einfach vegane Gerichte anbieten."

wird ja auch getan; und auch viele die Fleisch essen, essen ja oft auch vegetarische oder vegane Dinge, da braucht es nicht einmal  "besondere" Gerichte dafür.

Langsam wird ein bisschen was in der Hinsicht angeboten. Aber das ist meistens vegetarisch. Vegan wird an Fertigprodukten wenig angeboten und die Leute greifen halt (leider) gern zu einem Fertigprodukt, weil es schneller geht.

Das liegt natürlich auch daran, dass Fleisch für unser Gehirnwachstum in sehr früher Zeit absolut entscheidend war;

Ist eine reine These. Und zum kulturellen: Ja, wenn wir es uns angewöhnen Hundefleisch zu essen oder sogar Menschenfleisch, würde uns wohl nicht mehr davor grausen.

Noch zu friedvoll ... Wir streben ja generell nach einer friedvollen Gesellschaft. Das wird dir ja schon aufgefallen sein. Sicher könnte ich jetzt meinem Nachbarn im Zorn den Schädel einschlagen und sagen es gilt einfach das Recht des Stärkeren, da die Natur auch nicht friedvoll ist, aber so wollen wir ja nicht leben. Tier zu töten macht ja was mit einem Menschen. Es stumpft ihn ab. Somit wäre die Welt natürlich friedvoller, wenn wir auch Tiere entsprechend respektieren würden.

Abgesehen davon merke ich, dass ich es mit einem intelligenten Menschen zu tun hab, also ist mir nicht klar, warum du versucht den Fleischkonsum zu rechtfertigen.

Es wird ja auch dir klar sein, dass es viel besser wäre, wenn wir den Fleischkonsum zumindest auf ein Minimum runter fahren und dann kann man darüber diskutieren, in wie weit Fleisch als Genussmittel eine Berechtigung hat.

Kommentar von Till87 ,

Edit: Das mit dem Gehirn hat übrigens wirklich nichts mit Fleisch zu tun, sondern eher damit, dass der Mensch das Feuer in seine Gewalt gebracht hat und damit die Nahrung leichter verwerten konnte. Das siehst du ja auch daran, dass carnivore Tiere jetzt nicht unbedingt die Quantenphysiker im Tierreich sind.

Kommentar von kayo1548 ,

"Sorry, aber die Aussage ist ja schon so absurd, schau dir mal die Zustände in der Massentierhaltung an"

gibt es in einigen Ländern sicherlich, ist aber nicht überall der Fall

"Langsam wird ein bisschen was in der Hinsicht angeboten."

also bei mir im Supermarkt gibt es eine Menge und vor allen Dingen wird vieles was per se vegan ist entsprechend angepriesen, d.h. das da sicher ein gewisses Interesse vorhanden ist.

Also im Vergleich zu einigen Jahren ist das schon mehr geworden

". Vegan wird an Fertigprodukten wenig angeboten und die Leute greifen
halt (leider) gern zu einem Fertigprodukt, weil es schneller geht."

auch da gibt es einiges, aber ich sehe da kaum den Nachteil: viele Fertigprodukte sind aufgrund der Zusammensetzung ohnehin nicht als Dauerernährung geeignet.

"Ist eine reine These."

richtig, die naturwissenschaftlich untermauert ist und im Rahmen der Biologie und Anthropologie als Standard gilt und gut belegt ist.

"oder sogar Menschenfleisch,"

wobei es da biologisch, aufgrund der eigenen Art, sicher unterschiedlich wäre, obgleich es natürlich auch kannibalische Stämme gab und gibt

 

"Das wird dir ja schon aufgefallen sein"

natürlich und sicher können wir da auch Einfluss nehmen indem wir die Bedingungen anschauen und daraus Kontextfaktoren erschließen die das reduzieren; wenn wir beispielsweise sehen wie die Anzahl der Kriege zurückgegangen ist (ja, das was momentan ist ist zwar auch nicht schön aber in Relation zu früheren Jahrhunderten sehr wenig)

Aber wir Menschen sind und bleiben halt trotzdem Tiere und Gewalt und Aggressvität gehört ein stückweit zu unserer Natur und wird es immer geben.

"Tier zu töten macht ja was mit einem Menschen. Es stumpft ihn ab"

Das ein Metzger ein höheres Gewaltpotential hat ist eine Aussagen, die statistisch nicht belegt ist.

Das man sich an die Tätigkeit gewöhnt ist natürlich richtig.

Und wenn jetzt jemand Tiere grundlos quält muss man sich ja die Frage stellen ob das Ursache oder Symptom ist; das ist sicher nicht ganz einfach.

"warum du versucht den Fleischkonsum zu rechtfertigen."

tue ich nicht; ich gehe da völlig unvoreingenommen an die Sache heran; ich bin da weder für noch gegen irgendwas.

"Es wird ja auch dir klar sein, dass es viel besser wäre, wenn wir den Fleischkonsum zumindest auf ein Minimum runter fahren"

Ich würde sagen es wäre besser wenn wir generell die gesamte Überproduktion reduzieren und nicht so viele Lebensmittel verschwenden.

Das der Durchschnittsdeutsche sich oft relativ ungesund ernährt (und da gehört in der Gesammtheit sicher auch zu viel Fleisch dazu) ist richtig.

Aber das dann einfach zu ersetzen wäre auch kaum sinnvoll finde ich: generell müsste man mehr Bezug zu einer gesunden Ernährung und Lebensmittel haben, dann dürfte sich das automatisch einpendeln.

"Das mit dem Gehirn hat übrigens wirklich nichts mit Fleisch zu tun, "

Das durch das Fleisch das Gehirn gewachsen ist, ist natürlich nicht richtig.

Vielmehr war Fleisch da aber ein wichtiger und entscheidender Energielieferant.

"das Feuer in seine Gewalt gebracht hat und damit die Nahrung leichter verwerten konnte."

das hat natürlich auch eine Rolle gespielt, obgleich der Mensch Fleisch schon zuvor konsumiert hat

Kommentar von Till87 ,

Wenn diese These so gut untermauert ist und belegt, wäre sie ja keine These mehr. Aber den Punkt, dass die carnivoren Tiere wirklich nicht die klügsten im Tierreich sind, hast du schön gemieden. Warum sollte dann ausgerechnet der Mensch durch Fleischkonsum klüger werden oder es bei ihm die Entwicklung des Gehirns anregen?

Im Endeffekt könnte ich mir mit dir die Finger wund schreiben, aber unterm Strich bleibt nur die Frage, warum man versucht den Fleischkonsum in Schutz zu nehmen.

Und das jemand der Tiere tötet, abstumpft ist einfach logisch, auch wenn man keine Untersuchungen dazu gemacht hat. Untersuchungen kosten Geld und wen sollte es interessieren, ob es Metzgern leichter fällt jemanden zu töten als Durchschnittsbürgern.

Kommentar von Omnivore13 ,

Aber den Punkt, dass die carnivoren Tiere wirklich nicht die klügsten im Tierreich sind, hast du schön gemieden. 

Schon mal Löwen bei der Pirsch gesehen? Schon mal versucht einen Marder zu fangen?

Fleischfresser und Allesfresser sind klar deutlich klüger als pflanzenfressende Rehe oder Hasen!

Im Endeffekt könnte ich mir mit dir die Finger wund schreiben, aber unterm Strich bleibt nur die Frage,

jaaaaa bitte. Ich freue mich schon auf weitere absurde behauptungen àla 10kg Getreide xD Bitte schreibe dir die Finger wund. Es wird mir ein Schmunzeln bereiten :-)

warum man versucht den Fleischkonsum in Schutz zu nehmen.

Weil am Konsum von Fleisch nichts schlecht ist. Veganismus dagegen ist schlecht für Gesellschaft, Freiheit des Menschen und Ökologie

Und das jemand der Tiere tötet, abstumpft ist einfach logisch

Also stumpfen alle Kartoffelzüchter ab, weil sie Kartoffelkäfer töten? Dinkelzüchter stumpfen ab, weil sie haufenweise Ackerbewohner mit Traktor, Grubber, Pflug, Walze, Egge und Ernter tötet?

wen sollte es interessieren, ob es Metzgern leichter fällt jemanden zu töten als Durchschnittsbürgern.

Sozialforschern!

Kommentar von Till87 ,

Also jenseits dieser ganzen Argumente, geht es einem Menschen, der sich pflanzlich ernährt natürlich immer darum, dass er es instinktiv einfach sche1ße findet, andere Lebewesen zu töten, die sich auch ihres Daseins erfreuen wollen, wenn er das nicht muss.

Kommentar von Omnivore13 ,

Ach....und seit wann werden für dein Essen keine Tiere getötet?

Kommentar von Till87 ,

Aber weniger, du musst auch bedenken, wie viele Tiere getötet werden, um die Futtermittel für die Nutztiere zu ernten.

Kommentar von FuCat ,

Um genug Vegane Nahrung für alle herzustellen würde ein vielfaches an Tieren getötet werden, wie es mit einer Regionalen Ernährung nötig wäre.

Kommentar von Till87 ,

Nein ... Außerdem ist so eine Behauptung ohne Quelle (Link) auch wirklich sehr gewagt.

Kommentar von Omnivore13 ,

Stell dich an ein Acker und zähl die toten Tiere, wenn der Bauer mit seinem New Holland um die Ecke kommt!

Kommentar von kayo1548 ,

"Wenn diese These so gut untermauert ist und belegt, wäre sie ja keine These mehr."

Das generelle Problem ist, dass in der Naturwissenschaft Theorien niemals bestätigt werden können, sondern nur widerlegt, da man ja nie weiß ob diese Theorie 100%ig stimmt kann man sich nur beliebig genau annähern;

Theorien werden ja aus verschiedenen Beobachtungen heraus gemacht.

Und diese 100% gibt es nichtmals in Bereichen in denen man das im Labor gut nachstellen und isolieren kann.

Und bei solchen Sachen die einen Verlauf beschreiben ist das sicher nochmals etwas "schwieriger";

Diese Möglichkeit zur Widerlegung ist das, was die moderne Wissenschaft ausmacht und eine Theorie oder Überlegung gilt nur solange wie sie nicht widerlegt ist.

"aber den Punkt, dass die carnivoren Tiere wirklich nicht die klügsten im Tierreich sind, hast du schön gemieden. "

Definiere "klug";

Ist ein Reh klüger als ein Löwe? Schwer zu sagen; letztendlich hat jedes Lebewesen eine inidivuelle "Enstehungsgeschichte" und eine Anpassung an die jeweilige Situation.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen das so abstrakt denken kann.

Wenn man unsere nächsten Verwandten die Schimpasen zum Vergleich heranzieht wird man feststellen, dass diese auch Tiere fressen (Insekten, kleinere Säugetiere) und gerade letzteres regelrecht in Gruppen jagen.

In Sachen "Verstand" kommt uns der Schimpanse sicher am nächsten.

Und ob ein Tier Fleisch, Alles oder Pflanzenfresser ist steht natürlich nicht in kausalem Zusammenhang zur Intelligenz.

"Warum sollte dann ausgerechnet der Mensch durch Fleischkonsum klüger werden oder es bei ihm die Entwicklung des Gehirns anregen?"

genau das habe ich ja betont: das ist nicht so;

Fleisch war aber damals notwendig um den notwendigen Energiebedarf zu decken damit sich diese Entwicklung durchsetzen konnte.

Fleisch war nicht die Ursache oder Anregung dieser Entwicklung

" warum man versucht den Fleischkonsum in Schutz zu nehmen."

warum versucht man ihn zwangsläufig zu verteufeln? Das ist das andere Extrem.

Das du das nicht gut findest kann ich verstehen und akzeptieren, aber dafür musst du ja nicht mit Zwang objektive Gegebenheiten so umformen das die dazu passen.

Ich finde auch nicht alles gut aber es ist halt wichtig (wenn auch schwierig) zwischen subjektiver Meinung und einer unvoreingenommenen objektiven Sichtweise zu unterscheiden.

Das das nicht immer funktioniert ist natürlich klar.

"ist einfach logisch, auch wenn man keine Untersuchungen dazu gemacht hat. "

So wird die Wissenschaft schon lange nicht mehr betrieben.

Früher war es mancherorts tatsächlich so, dass die "eigene Logik"  ausreichend war - es war nicht notwendig die Aussagen tatsächlich zu prüfen.

Da gab es dann sehr viele, aus heutiger Sicht fragwürdige, natrurwissenschaftliche Lehrmeinungen als auch beispielsweise die Aussage, dass Frauen generell weniger intelligent und dem Mann in jeder Hinsicht unterlegen sind.

Das war aus damaliger Sicht völlig logisch und damit richtig.

Das also als Beispiel, dass eine rein logische Betrachtung nicht ausreichend ist um eine Vermutung zu "bestätigen".

"und wen sollte es interessieren,"

genug; in der Wissenschaft sind solche Grundlagen sehr interessant und würden viele weitere Modelle ermöglichen die darauf aufbauen.

Antwort
von deBaal, 102

Es wird dafür wohl mehrere Gründe geben: nicht jedem wird einleuchten, wieso er sich vegan ernähren soll und zum anderen wird durch die Einschränkungen eine ausgewogene Ernährung schwieriger sein. Zumindest ungewohnt; man muss sich sicher einiges Wissen drüber aneignen.

Antwort
von Omnivore13, 47

Warum leben wir nicht in einer veganen Gesellschaft?

1) weil danach nicht die Nachfrage besteht

2) weil es unökologisch ist, da dadurch Futtermittel verschwendet werden und der Nährstoffkreislauf unterbrochen wird

3) weil es ungesund ist. Insbesondere für Kinder, Alte, Kranke, Stillende und Schwangere

4) weil wir in einer freien Gesellschaft leben, wo jeder das essen kann was er mag und nicht zu Tofu gezwungen wird

5) Weil wir in einer freien Gesellschaft leben, in der jeder Bauer selbst entscheiden kann, ob er Kartoffeln züchtet oder Rinder schlachtet

6) Weil dadurch keine Waldpflege durch Bestandsregulierung stattfinden kann

7) Weil die Menschen keine Lust haben seit Geburt an mit Pillen sich zu ernähren.

Würde das nicht eine unglaubliche Entlastung für die Menschheit, die Umwelt und auch die Tiere bedeuten?

Nein. Für die Umwelt erst recht nicht. Es belastet eher die Umwelt, weil Futtergetreide, Zellulose und Koppelprodukte verschwendet werden.

Und eigentlich wäre das auch nicht so schwer umzusetzen. 

Doch das wäre es. Es wäre schließlich kompletter Raubbau. Wie willst du bitteschön Kartoffeln züchten, ohne sie ordentlich mit Stickstoff zu versorgen? Sollen 2/3 aller Felder hier 2 Jahre lang brach liegen? Oder doch Kunstdünger?

Eine vegane Landwirtschaft funktioniert nicht und ist komplett unökologisch.

Man könnte im Supermarkt ja auch einfach vegane Gerichte anbieten. Warum wird dies nicht getan?

wird es doch. Im Supermarkt gibts immer so ein Regal mit "veganem Käse" und Tofu und so. Warum sollte ich das kaufen, wenn es vom Tier tausend mal natürlicher ist und besser schmeckt?

nd jemanden der nie Fleisch gegessen hat, ein Schnitzel vorzusetzen,
wäre für ihn wohl ähnlich verstörend als würde man uns einen Teller mit
Hundefleisch vorsetzen.

Seit wann wird man denn im Supermarkt gezwungen XYZ zu kaufen? Das wäre mir aber neu.

Also warum leben wir nicht einfach in einer besseren und friedvolleren Welt?

Wir leben in einer besseren Welt, da wir nicht vegan leben! Vegane Ernährung ist ein absolutes Wohlstandsproblem. Den Menschen geht es einfach nur zu gut und sie schätzen die Nahrung und Nahrungsmittelproduktion nicht wert.

Und friedvoller ist es noch viel weniger: Kein Vieh bedeutet massenhafte Krankheiten bei Wildbeständen. Dazu kommen noch extreme Ernteeinbußen bei Getreide und Gemüse. Außerdem fördert es den Import von Obst und Gemüse. Nahrung die wo anders wieder fehlen würde.

Vegan ist der dogmatische Verzicht auf Fleisch, Milch, Fisch und Eier. Ich bin froh, dass ich nicht so ideologisch dazu gezwungen werde mich gegen die Natur zu ernähren. Das könnte ich ethisch nicht gutheißen. Ich bin froh, dass ich in einem nahezu freien Land lebe und mich frei entfalten darf.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruß Omni.

(BG)

Kommentar von FuCat ,

Sehr gut gesagt :D

Antwort
von Katzenreiniger, 91

Weil es von den Menschen nicht gewünscht wird. Die meisten Leute drehen komplett durch, wenn man ihnen vegane Gerichte vorschlägt.

Die Grünen hatten mal vorgeschlagen, einen vegetarischen Tag pro Woche in Kantinen einzuführen. Das gab einen Volksaufstand erster Güte.

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Oh ja, da sagst du was...:)

Weil viele lieber einen Tag in der Woche auf ihr Auto verzichten würden, dafür mit dem Rad fahren, zu Fuß gehen oder daheim bleiben würden, als an einem Tag auf ihr geliebt/gewohntes Schnitzel oder die Wurst...

Was dieses (erklärbare) Phänomen noch fragwürdiger macht, ist die Tatsache, dass das Angebot ja auf freiwilliger Basis geschah - keiner wäre gezwungen oder gar verhaftet worden, wenn er an diesem Tag doch Fleisch gegessen hätte.

Fleisch ist halt etwas, das ans Gewissen rührt - wo kämen wir denn hin, wenn man das Gewissen auch noch hinterfragen sollte ? :)

Hoffe, die Ironie dahinter ist einigermaßen offensichtlich...

Antwort
von Pulsar2001, 62

Das frage ich mich auch schon  lange! :(

Natürlich ist es besser für alle, in einer veganen Welt zu leben. Jeder Fleischesser weiß das, aber kaum jemand ist bereit dazu, die Ernährung umzustellen. Solange die Menschen dazu nicht bereit sind, wird die Welt auch nicht 'veganisiert' werden. Denn die Konsumenten - und nur die Konsumenten - entscheiden, was im Supermarkt im Regal steht. Wenn niemand mehr Fleisch und andere tierische Produkte kaufen würde, dann würden sie, logischerweise, auch aus dem Sortiment genommen werden und die Welt würde vegan werden! :)

Kommentar von Till87 ,

Jein, den Konsumenten wird ja über die Werbung (und Werbung ist vor allem in Filmen und Sitcoms zu finden) erklärt, was sie gut finden sollen und was nicht, weil der Protagonist in dem Film es auch gut findet und mit dem fiebert man ja mit. Es ist das Gleiche wie mit der Waffenlobby. Ein Amoklauf jagt in den USA den nächsten und trotzdem ändert sich nichts an den Waffengesetzen. Warum? Weil Menschen (die sehr sehr mächtig sind) Geld damit verdienen. Warum sind sie so mächtig? Weil sie so viel Geld haben. Ist ein Teufelskreis. Eigentlich müssten diese Leute kapieren, das Geld nicht glücklich macht, das tun sie aber leider nicht.

Kommentar von Jonas711 ,

Denn die Konsumenten - und nur die Konsumenten - entscheiden, was im Supermarkt im Regal steht

So allgemein würde ich das nicht sehen. In meinen Augen hat auch die Politik eine gewisse Verantwortung.

Diese nimmt sie ja auch wahr, wenn sie ökologische Landwirtschaft subventioniert oder bestimmte Praktiken im Bereich der Tierhaltung unterbindet. Ich würde allerdings wünschen, dass weitere ernsthaftere Schritte hin zu einer Welt, die besser mit Tieren umgeht, unternommen würden - Zum Beispiel durch ein Tierschutzgesetz, dass seinen Namen auch verdient.

Letztendlich hast du aber dann doch recht. Eine so gravierende Umstellung wird nicht ohne den Verbraucher gehen.

Antwort
von Top1000, 78

Weil Fleisch gut für den Körper ist, wenn man es nicht übertreibt. Und weil veganer Bacon nicht so geil ist wie normaler Bacon

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Hast recht:

Fleisch ist gut für den Körper - vor allem, wenn es wohlproportioniert an den richtigen Stellen sitzt...;)

Nicht falsch interpretieren:

Ich mag auch und gerade Menschen, bei denen es ein wenig anders verteilt ist als es uns die Medien ala GNTM vorgeben - die inneren Werte zählen schließlich am meisten ! :)

Also ich finde kross gebratenen Räuchertofu schon mehr als geil - da gibt es für mich kein Halten mehr...:)

Fleisch von Tieren mag ich am liebsten, wenn es auf 2 oder 4 Beinen rumläuft oder munter im Wasser schwimmt.


Antwort
von GanMar, 104

Und eigentlich wäre das auch nicht so schwer umzusetzen.

Menschen sind von Natur aus Allesfresser. Und ihnen das Recht auf Fleischgenuß per Gesetz zu verbieten verstößt gegen das Grundgesetz.

Kommentar von Bobcatlynx ,

Welcher Paragraph besagt das denn?

Kommentar von Omnivore13 ,

1) Das Grundgesetz hat keine Paragraphen, sondern ausschließlich Artikel

2) Artikel 2 GG: Freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Zwangsveganisierung wäre eine grundgesetzwidrige Persönlichkeitseinschränkung!

Kommentar von Bobcatlynx ,

Die Frage war eigentlich ja nicht, wieso man den Fleischkonsum nicht verbietet, sondern warum nicht mehr Leute von selbst umsteigen.

Kommentar von FuCat ,

Weil es wider der Natur wäre.

Kommentar von Bobcatlynx ,

Dieses Argument ist eines der dümmsten. Verhütung ist wider der Natur. Medikamente sind wider der Natur. Massentierhaltung ist wider der Natur. Damit kannste nicht kommen.

Kommentar von Omnivore13 ,

Ja...aber Vegan ist erst recht wider der Natur! Und ernähren möchte ich mich gesund.....das schließt eine vegane Ernährung also aus!

Kommentar von wickedsick05 ,

Der Stoffwechsel und die Verdauung hat sich technologisch NICHT weiter entwickelt. Der technologische Frotschritt dass wir Kondome erfunden haben heisst also nicht dass wir auf Fleisch verzichten müssen. Der Körper benötigt Nährstoffe um gesund zu leben. Nicht jeder will sich industriefraß und Tabletten rein pfeiffen. Denn eine Vegane ernährung ist OHNE supplemente NICHT möglich.

Kommentar von Omnivore13 ,

Die Frage war eigentlich ja nicht, wieso man den Fleischkonsum nicht verbietet, sondern warum nicht mehr Leute von selbst umsteigen.

Weil es sinnlos, unökologisch und ungesund ist, deswegen!

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Sprichst du hier gerade das Grundgesetz an, das das Recht auf ein Leben in Würde festlegt und das  Töten aus niederen Beweggründen als Mord deklariert ?

So gesehen und recht überlegt, kannst du nur das Recht für privilegierte Menschen meinen, denn Arme, Mittellose und am falschen Ort lebende Menschen sind davon ausgeschlossen...

Erst recht ausgeschlossen sind die Tiere, denn das vielgepriesene sog. "Tierschutzgesetz" ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt ist...

Kommentar von Omnivore13 ,

Sprichst du hier gerade das Grundgesetz an, das das Recht auf ein Leben in Würde festlegt und das  Töten aus niederen Beweggründen als Mord deklariert ?

Das Grundgesetz handelt überhaupt nicht von Mord.

Erst recht ausgeschlossen sind die Tiere, denn das vielgepriesene sog. "Tierschutzgesetz" ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt ist...

genauuuu...am besten jeder hält die Tiere wie er gerade Bock hat

Kommentar von GanMar ,

Töten aus niederen Beweggründen

Der Zwang zur Nahrungsaufnahme ist kein niederer Beweggrund. Siehe dazu http://www.jura-studium.net/definitionen/definitionen-strafrecht/niedrige-bewegg...

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Dein Einwand kommt nur ziemlich irrelevant daher, weil man hierzulande mittels Nahrungsaufnahme kein Fleisch benötigt  

und wenn man sich einbildet, liebes,- empfindungsfähige und leidende Mitlebewesen zur Tilgung vermeintlicher Gaumenfreuden killen lassen zu müssen oder zu dürfen...

Vielleicht solltest du mal die Mauer um dein Herz einreißen und die Liebe zulassen, die auch nichtmenschliche Tiere - außerhalb der Kuscheltierfront - dir geben könnten, wenn sie denn dürften...

Kommentar von GanMar ,

das  Töten aus niederen Beweggründen als Mord deklariert

  1. Es ist nicht das GG, sondern das StGB
  2. Was "niedere Beweggründe" sind, ist durch die Rechtsprechung definiert.
  3. § 211 StGB spricht von der Tötung eines Menschen.

Deine Ausführungen sind ein Argumentum consensu gentium, welches hier nicht zielführend ist.

Wir sind uns durchaus darüber einig, daß industrielle Massentierhaltung nicht das "Gelbe vom Ei" ist. Allerdings liegt die Lösung des Problems nicht in unseren Ernährungsgewohnheiten. Möglicherweise essen wir in den Industrienationen ein wenig zuviel Fleisch. Aber seit es Tiere auf diesem Planeten gibt, gibt es welche, die fressen und andere, die gefressen werden. Und es gibt welche, die fressen zuerst und dienen später anderen Tieren als Nahrung. Das ist vollkommen natürlich.

Das tatsächliche Problem ist, daß es aufgrund der enormen Zunahme von Menschen eben mehr und mehr Lebewesen am Ende der Nahrungskette gibt. Und dieses Problem muß gelöst werden. Wenn alle Menschen Vegetarier wären, müßten wir vielleicht weniger Rinder halten. Aber irgendwann gäbe es so viele Menschen, daß sie alles Grüne wegfressen würden. Nicht nur das: Sie würden auch alle anderen Ressourcen verbrauchen. Also muß zunächst das Wachstum der Weltbevölkerung verringert werden und im Anschluß daran auch die absolute Zahl. Da ist die Politik gefragt. Aber wenn da mal drüber diskutiert werden würde,

  1. dann würde ein Teil unserer Mitmenschen aufheulen, weil sie ein Aussterben der Deutschen befürchten und das muß ja zwingend vermieden werden.
  2. Und andere wieder würden auf das Grundgesetz pochen und erklären, nur noch ein Kind pro Ehepaar haben zu dürfen, wäre eine Einschränkung der freien Entfaltung der Persönlichkeit.

Zwei Gruppen also, die sich vehement zu Wort melden würden.

Meiner Meinung nach dürfte die unter 1) genannte Gruppe bereits morgen mit dem Aussterben beginnen - vollkommen freiwillig, sozialverträglich und ohne daß man es in irgendeiner Weise juristisch würdigen müßte. Es genügt also, wenn diese Gruppe keinen Nachwuchs mehr bekommt, also weder Zulauf noch durch eigene vermehrungspraktiken.

Die unter 2) genannte Gruppe möge bitte überlegen, in welche Richtung sich zu entfalten noch lohnenswert sein könnte, wenn ein allgemeiner Mangel an so ziemlich allem das Leben bestimmt.


Vielleicht solltest du mal die Mauer um dein Herz einreißen

Glaub mir, so hoch ist die Mauer garnicht. Und nicht selten habe ich für die übrigen Tiere mehr Herz als für die Art Homo sapiens. Denn oft genug bezweifle ich, daß uns das Epitheton auch gebührt, welches wir in Anspruch nehmen ;) Kleiner Tipp: https://de.wikipedia.org/wiki/Epitheton#Biologie

Antwort
von Peppi26, 72

Und die nutzriere? Gibt's dann garnicht mehr? Weil Vegan heißt ja auch auf Käse und Milch und Eier verzichten? Ich bin einverstanden weniger Fleisch zu essen und für Fleisch die Preise Viel höher zu setzen, aber einen kompletten Verzicht finde ich unnütz!

Kommentar von Till87 ,

Die Nutztiere und die Nutztierzucht würde es nicht mehr geben, dafür würden sich neue Berufsfelder in der Landwirtschaft auftun.

Das ist sowieso alles utopisch, wenn du bereit bist, weniger Fleisch zu essen und vielleicht mal ein oder zwei vegetarische Tage in der Woche einzuschieben, dann ist das eine ganz tolle Leistung.

Kommentar von Peppi26 ,

ich esse gerne mal nur Salat oder vegetarisch, es schmeckt und ist sehr gesund! Aber komplett auf Fleisch möchte ich nicht verzichten! ich bin eher bereit Viel mehr für Fleisch zu zahlen,damit die Tiere vernünftig gehalten werden! Wenn es nach mir ging müsste der Preis für Fleisch doppelt so hoch sein, damit die Leute wieder mehr bewusst Fleisch kaufen und eben nicht jeden Tag,weil es so billig ist! ich kenne das so von früher! Da gab es nur sonntags Fleisch, weil es teuer war! fand ich super!

Antwort
von leon3221, 79

menschen brauchen fleisch... das ist schon immer so gewesen, selbst in der steinzeit, ich finde nur das man weniger fleisch essen sollte und nicht jeden tag 500g.... die große fleischindustrie ist halt belastend

Kommentar von Bobcatlynx ,

Menschen brauchen kein Fleisch. Wenn das so wäre, würden Vegetarier und Veganer nicht überleben. Aber hoppla, sie sind ja noch da.

Kommentar von Omnivore13 ,

Menschen brauchen kein Fleisch. Wenn das so wäre, würden Vegetarier und Veganer nicht überleben.

Ja, aber nur weil sie sich parallel dazu Pillen einwerfen!

Kommentar von Bobcatlynx ,

Nix da. Das, was du meinst ist wahrscheinlich Vitamin B12. Das kommt nicht in Pflanzen vor, das stimmt. Allerdings wird es Schlachttieren ins Futter gemischt und nur deshalb nehmen es Omnivoren durch Fleisch auf. Würden sich also alle Fleischesser nur von "Tieren ohne Zusatzstoffen" ernähren, müssten sie auch B12 supplementieren.

Alle anderen wichtigen Nährstoffe kann der Körper durch Pflanzen aufnehmen. Von Natur aus ist er nämlich ein Frugivore (=Fruchtfresser) und kein Omnivore.

Kommentar von FuCat ,

Bullshit. Ohne Fleisch hätte der Mensch nicht den Intellekt den er nun mal besitzt.

Kommentar von Bobcatlynx ,

Das mag wohl stimmen, aber dieser Intellekt ist jetzt da. Der wird sich nicht wieder zurückentwickeln, nur weil man Vegan lebt. Ausserdem führte dieser Intellekt in der Vergangenheit nicht immer nur zu Gutem.

Ausserdem ist es erwiesen dass Veganer und Vegetarier im Schnitt länger leben.

Kommentar von Omnivore13 ,

Nix ist erwiesen! Beweise folgen Kausalzusammenhänge und die gibt es nicht bei dieser Mangelernährung!

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Oha - der menschliche "Intellekt" - wohin genau uns der bzw. "unsere" Erde gebracht hat, ist wohl nicht zu verleugnen...

Immer diese rein menschliche Überheblichkeit und Arroganz ! :(

Kommentar von Omnivore13 ,

Immer diese rein menschliche Überheblichkeit und Arroganz ! :(

Meinst du dich selbst?

Kommentar von Omnivore13 ,

Das, was du meinst ist wahrscheinlich Vitamin B12. Das kommt nicht in Pflanzen vor, das stimmt. 

Ich meine nicht nur B12, sondern auch D und bei Kindern noch mehr.

Allerdings wird es Schlachttieren ins Futter gemischt und nur deshalb nehmen es Omnivoren durch Fleisch auf.

1) nicht alle, sondern NUR Allesfressern, weil man nämlich Nutztieren seit 2001 verboten hat sich artgerecht zu ernähren. Daher müssen sie genauso supplementiert werden wie IHR.

2) Bei Rindfleisch, Kaninchen, Wildschwein, Gans, Schaf, Ziege wird NIX supplementiert.

Aber sowas wissen nur Menschen, die Ahnung haben!

3) Von mir aus kann man das Tiermehlverbot sofort kippen. Ist eh sinnlos!

Würden sich also alle Fleischesser nur von "Tieren ohne Zusatzstoffen" ernähren, müssten sie auch B12 supplementieren.

FALSCH! Wenn ich den ganzen tag Rindfleisch esse benötige ich nicht ein Gramm B12 als Supplement! Und das sind Tiere "ohne Zusatzstoffe"

Alle anderen wichtigen Nährstoffe kann der Körper durch Pflanzen aufnehmen.

Seit wann kann man D durch Pflanzen aufnehmen?

Von Natur aus ist er nämlich ein Frugivore (=Fruchtfresser) und kein Omnivore.

LOL...ja nee ist klar. Biologie setzen 6! Wenn dem so WÄRE, was aber nicht ist, dann kannst du mir sicher verraten wie sich die Natur das mit dem B12 und D denn vorgestellt hat?

Übrigends isst der Mensch seit mindestens 3mio Jahren Fleisch. Wann soll er also bitte ein Fruchtesser sein?

Tue mir ein Gefallen, aber veräppel mich nicht mit solcher Propaganda. Auf solchen ungebildeten Quark falle ich nicht rein!

Kommentar von GanMar ,

Würden sich also alle Fleischesser nur von "Tieren ohne Zusatzstoffen" ernähren, müssten sie auch B12 supplementieren.

Das ist so nicht vollständig korrekt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine#Cobalaminquellen

Hin und wieder eine ordentliche Portion Leber von freilaufenden Rindern genügt.

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Ja klar, weil gerade Leber nebst anderen Innereien auf der High-Five- Liste der bevorzugten Nahrungsmitteln steht...;)

Gibt außerdem kaum mehr wirklich gesunde Böden, auf denen Rinder frei laufen, da würde es eher schwer werden mit der Leber...

Davon abgesehen stammen 98 % des Fleisches in BRD aus Massentierhaltung !

Aber wenn Tante Wiki das sagt - die muss es ja wissen...:)

Kommentar von Omnivore13 ,

Gibt außerdem kaum mehr wirklich gesunde Böden, auf denen Rinder frei laufen, da würde es eher schwer werden mit der Leber...

Was für ein Unfug!

Davon abgesehen stammen 98 % des Fleisches in BRD aus Massentierhaltung !

Komisch, wenn 35% der Fleischrinder und 43% der Milchkühe saisonal in Weidehaltung gehalten werden. Das unterstreicht wie sinnlos dieser Laienbegriff ist!

Aber wenn Tante Wiki das sagt - die muss es ja wissen...:)

Na besser als ihr Veganer!

Kommentar von Honeysuckle08 ,

Sinnlos ist vielmehr das, was du hier betreibst, Omni alias....

Du tust mir nicht mal mehr leid und das will bei mir echt was heißen ! :(

Kommentar von Omnivore13 ,

Also ignorierst du auch noch objektive Fakten. Das spricht nicht gerade für dich.

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