Warum leben wir? Gibt es da einen bestimmten Grund, weswegen wir Menschen existieren?
Hallo ;) Mich hat mal die frage beschäftigt warum wir eigentlich leben. Wir werden geboren, kommen auf die Welt und dann kommt der schicksal und lässt uns gehen. Also, warum sind wir eigentlich geboren, wenn man sowieso nach einer Zeit stirbt? Warum existieren wir überhaupt? Wir machen eigentlich immer so gut wie das gleiche (fat allen), gehen in den Kindergarten, gehen dann zur Schule und und versuchen unseren Abitur zu machen. Gehen arbeiten und versuchen neue Dinge kennenzulernen. Also warum existieren wir überhaupt noch ?
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Warum-Fragen sind in vielen Fällen sinnvoll und bringen uns weiter. Manchmal allerdings führen sie ins Leere. In solchen Fällen, wie bei der Frage "warum leben wir?" hilft die Überprüfung, ob diese Frage überhaupt sinnvoll ist. Wir leben, das ist ein Fakt und kein warum ändert daran etwas. Wir sind, wie z.B. Heidegger und dann auch die Existentialisten sagen, in die Welt geworfen mit einem endlichen Leben. Wenn wir an dem "geworfen sein" nichts mehr ändern können, daran, dass irgendwann Schluss ist, auch nicht, stellt sich die Frage, wie wir das DAZWISCHEN sinnvoll gestalten können. Das können ja immerhin bis zu 80 und mehr Jahre sein mit an die 30.000 Tagen und über 720.000 Stunden, in denen wir ein erfülltes, glückliches Leben führen können oder in Selbstmitleid und Tatenlosigkeit versinken. Darum sollte die Frage sein: Wie wertvoll ist mir jede Stunde und wie gestalte ich sie, und nicht, warum ich sie habe.
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wir existieren durch ein reihe von zufällen, ein höheren sinn gibts da nicht auch wenn manchen das nicht gefällt ich denke aber dir sollte die Geschichte von Urknall über erste lebende Organismen auf der Erde bis hin zum Menschen wenigstens schemenhaft bekannt sein. Den "Sinn des Lebens" gibt es somit nicht, es gibt höchstens den Sinn bzw. die Aufgabe einer Art, diese ist eben Sicherung des Fortbestandes dieser Art
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Zwei Aspekte:
Wie schon von anderen beschrieben, liegt der Zweck allen Lebens in der Weitergabe von Erbgut. Warum das so ist, kann allerdings keiner so recht beantworten.
Grundsätzlich sind Warum-Fragen eher wenig sinnvoll, weil sie immer ins Spekulative führen. Viel wichtiger ist immer die Frage "Wie?"
Anderer Aspekt.
In Deiner Frage schwingt der Tenor mit, daß Du glaubst, der Tod würde das Leben entwerten. Durch den Tod würde das vorher zu lebende Leben abgewertet.
Das sehe ich nicht so. Das Leben findet für jeden Einzelnen seinen Sinn in dem, was er/sie damit anfängt. Auch ein ewiges Leben könnte völlig nutzlos sein. Und ein kurzes Leben prall gefüllt mit Sinn.
Jeder trägt für sein Leben Verantwortung. Und diese wahrzunehmen im Wissen um die eigene Endlichkeit ist mir Verpflichtung und Ansporn.
Es gibt kein höheres Ziel, dem alles Leben zustrebt, es gibt keinen Preis, den man gewinnen könnte.
Nirgendwo anders als hier gilt die Weisheit:
Der Weg ist das Ziel.
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Es gibt Leben. Es gibt natürliche Selektion. durch sich ständig ändernde Umwelteinflüsse. enstanden eben unter Anderem Menschen.
Kommentar von TigrilloTigrillo 10.08.2012"Es gibt Bücher. Es gibt Auslese unter den Bücher. durch sich ständig ändernde Geschmäcker, Moden, Ideen. enstand eben unter Anderem die Literatur."
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 10.08.2012Ach, soll ich etwa jeden einzelnen Selektionsdruck aufzählen?
Kommentar von strandpartystrandparty 13.08.2012Tigrillos ironischer Hinweis zielte auf Folgendes ab:
Frage: Warum gibt es die Literatur?
Mögliche Antwort von DarkSepia aus seiner derzeitigen Antwort abgeleitet: "Es gibt Bücher. Es gibt Auslese unter den Bücher. durch sich ständig ändernde Geschmäcker, Moden, Ideen. enstand eben unter Anderem die Literatur."
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 13.08.2012Da fällt mir auf: Die Analogie wäre besser, hieße die Frage entweder "warum gibt es Leben?" oder die Frage, mit der sie verglichen wird "Warum gibt es bestimmte Literatur (z.B. Krimis)". Natürlich gibt es unter Kunst eine kulturelle Evolution und ab und zu können die Entstehungsgeschichte eines Genres rekonstruieren, inklusive deren Gründe. Sofern wir natürlich zuerst festlegen, woraus das Genre entstanden sein soll.
Menschen entstanden graduell aus Lebensformen, die keine Menschen waren. Bereits deshalb wäre eine genaue Antwort unmöglich. Hinzu kommt aber, dass es so viele verschiedene Selektionen gab. Deshalb fragte ich ja zurück:
Ach, soll ich etwa jeden einzelnen Selektionsdruck aufzählen?
Kommentar von NinetiesResultNinetiesResult 11.08.2012Was für hohle Vergleiche ...
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Ich existiere, weil meine Eltern (mindestens ;-)) einmal mächtig viel Spaß miteinander hatten. Sie schufen die Voraussetzung für mein Leben. Auf dieses Leben hat man einen gewissen Einfluss. Man kann es nicht komplett selber bestimmen, aber in eine Richtung steuern (zumindest als Europäer / Deutscher). Je älter man wird, desto mehr Möglichkeiten hat man.
Kommentar von Ehestut6Ehestut6 09.08.2012möglich!
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Vermehrung und Artenerhaltung, das ist der wahre Sinn des Lebens, sollen doch alle Philosophen was anderes behaupten
Kommentar von Ehestut6Ehestut6 09.08.2012Artenerhaltung o.k. aber Vermehrung, da bin ich skeptisch, denn der blaue Planet beherbergt mehr Menschen als er verkraften kann!
Kommentar von SagEsBarneySagEsBarney 09.08.2012Weil wir uns falsch verteilt haben, das war nicht so vorgesehen aber ist nunmal so
Kommentar von NinetiesResultNinetiesResult 09.08.2012Jedes Tier, was die Möglichkeit hätte sich so stark zu vermehren wie wir, würde dieses tun, allerdings gibt es ein Gleichgewicht, das es bei allen Tieren eine Populationsgrenze gab. Wir jedoch entziehen uns durch Technologie, Medizin den verschiedene Selektionsdrücken wie Krankheiten, Nahrungsmangel etc. und haben deshalb die Möglichkeit uns so stark zu vermehren. Die Aussage, das lediglich der Mensch sich so verbreitet wie die Pest ist Blödsinn, wir sind nur die einzigen die es können.
Kommentar von TigrilloTigrillo 10.08.2012"Verschleiss von Ressourcen, Erzeugung von Lärm, Verursachung von Unfällen, das ist der wahre Sinn des Autoverkehrs, sollen doch alle Verkehrspsychologen was anderes behaupten."
Verwechselt einer Ursache und Wirkung?
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 10.08.2012Endlich mal ein Vergleich von dir, der passt. Einer von 3.
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Du existierst weil Deine Mama und Dein Papa sich mal ganz doll lieb gehabt haben.
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Die Frage nach Sinn oder Unsinn ist auf unsere Existenz nicht anwendbar.
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Leben, auch menschliches Leben, ist eine chemische Notwendigkeit, so wie die Sonne aus physikalischer Notwendigkeit scheint.
Jedes Lebewesen braucht eine Biospäre. Das primitivste Lebewesen ist eine Molekülart, die in ihrer Biosphäre die Reaktion von Edukten zu dieser Molekülart katalysiert. Man nennt das chemische Autokatalyse.
http://de.wikipedia.org/wiki/Autokatalyse
"Autokatalyse" heißt wörtlich übersetzt "Selbstauflösung" und meint die Zerstörung der Biosphäre durch sich selbst. Ein schon etwas höher stehendes Lebewesen ist binäre RNA, die zugleich als Informationsspeicher dient und auch als Enzym zur eigenen Vermehrung. Als die ersten Informationsspeicher vorhanden waren, konnten die Mechanismen der Evolution greifen. Es entwickelten sich Reaktionen auf Lockstoffe und Schadstoffe - der Lebenserhaltungstrieb. Es entwickelte sich eine erste Intelligenz, ganz allgemein ausgedrückt als sinnvolle Verarbeitung von Informationen. Um diese sinnvolle Verarbeitung von Informationen bzgl. verschiedener Anforderungen generalisieren zu können, entwickelte sich ein Bewusstsein. Bewusstsein ist ein Sinnesorgan für die Aktivität des eigenen Nervensystems.
Irgendwann wird die Evolution eine Art hervorbringen, die weder Hunger leidet noch ihre eigene Biosphäre zerstören wird. Vielleicht sind wir Menschen diese erste Art. Einen Grund das zu tun, gibt es nicht, aber es gibt logische Argumente, dass das früher oder später passieren wird.
Kommentar von strandpartystrandparty 13.08.2012Leben ist im philosophischen Sinn selbstbestimmte Aktivität. Darum ist der "höhere" Sinn des Lebens sich von dem Einfluss von Genen, Umwelt, Erziehung und Gesellschaft möglichst unabhängig zu machen, es nur so weit zuzulassen, wie es meinem Selbst entspricht, und zu tun was ich will. "Tue was DU willst.", das ist das ganze Gesetz.
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Um nun noch einen Ansatz aus der theoretischen Physik zu betrachten, sollte man sich bewusst werden, dass das Auftreten der verschiedenen Faktoren, die zusammenspielen, um unser Leben zu ermöglichen, also die kosmologische Konstante von Albert Einstein, der genaue Wert der Sommerfeld'schen Feinstrukturkonstante (~1/137), das Alter unseres Universums, der Abstand von der Sonne, die Temperatur der Sonne, die stoffliche Zusammensetztung unserer Erde, etc. eine SEHR niedrige Wahrscheinlich aufweisen (etwa 10^-17, natürlich nur angenommen). Wenn man aber von dem stringtheoretischen Multiversum ausgeht, in dem es eine unendliche Anzahl an expandierenden und kontrahierenden Universen gibt, dann kommt man natürlich auf die Wahrscheinlichkeit 1, dass es uns gibt.
Dieser Ansatz kann zwar die Warum-Frage nicht wirklich beantworten, stellt aber auch eine interessante Herangehensweise dar.
mfg,
phi243
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Gibt es da einen bestimmten Grund, >
Nein!
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Wenn hier teilweise gesagt wird, der Sinn sei etwa die Arterhaltung, so ist das natürlich nur ein Zirkelschluß. Deine Frage zielt ja eben weiter. Ich selbst beantworte sie mir mit der Tatsache, daß die Welt nur virtuell ist - etwa so, wie es in dem bekannten Film 'Matrix' dargestellt wird. Und in diesem Sinn haben natürlich die 'monadischen' (siehe Wiki) Projektoren bzw. Perzeptoren als unverzichtbare Komponente einen exemplarischen Sinn. Das ist auch ein Denkmodell des Universums, das uns heute durch die diversen interaktiven Computerspiele verständlich gemacht wird. Aber schon Plato hat das lange vorausgenommen und dazu gesagt:
"Auch das Teilchen, das du darstellst, ist immer mit seinem Blick, so winzig es ist, auf das All hin gerichtet. Du aber bemerkst es gar nicht, daß alles Werden um jenes willen da ist, auf daß dem Leben des Alls selige Wesenheit eigne, aber nicht um deinetwillen; nein, du wirst um seinetwillen." (Platon: Gesetze 903.)
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Antwort von D3LUXX3 09.08.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
man lebt um zu sterben wofür denn sonst <.< xd
Kommentar von Ehestut6Ehestut6 09.08.2012könnte Sinn machen, sonst würde der Berufsstand des Leichenbestatters aussterben!
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Wiederholt wird hier als Sinn des Lebens die Weitergabe des Erbgutes genannt. Ist mit Sinn Absicht oder Bedeutung gemeint? Falls ja, ist die Behauptung spekulativ. Es gibt keine hinreichende Bedingung zu jener These. Bisher wurde kein allgemeingültiger Maßstab entdeckt. Keine Absicht, da kein Absender. Sexualität kann als Mittel der Kommunikation betrachtet werden.
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Gibt es da einen bestimmten Grund, weswegen wir Menschen existieren?
Es gibt keinen "Sinn" dafür aber der Grund ist einfach.
Es ist einfach chemisch physikalische bedingt, daß sich unter den entsprechenden Voraussetzung zwingend Leben entwickelt bis hin zum Menschen.
So wie unter bestimmten Voraussetzungen Sauerstoff mit Wasserstoff zu Wasser verbrennt, so entsteht unter den entsprechenden Voraussetzung zwangsläufig Leben. Unter noch spezielleren Voraussetzungen eben auch der Mensch.
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Du stellst m.a.W. die Sinnfrage. Atheisten und Agnostiker geben dir sofort zur Antwort: einen Sinn des Lebens gibt es nicht bzw. er ist von niemandem zu erkennen. Wer zu dieser Gruppe gehört, sollte meinen Kommentar nicht zur Kenntnis nehmen. Wer an Gott glaubt, hat die Antwort auf deine Frage schon gefunden. Mein Kommentar richtet sich nur an diejenigen, welche die religiösen Lehren anzweifeln: Man darf nicht vergessen, dass wir eine Vernunft mitbekommen haben, die uns möglicherweise eine „vernünftige“ Antwort auf die ewige Rätselfrage geben kann. Wer z.B. den Rat gibt, einfach nur das Leben weiter zu genießen oder das Leben zu leben, weil das Leben an sich ein Wert sei, oder wer sagt, man müsse sich mit der Geworfenheit des Lebens abfinden und mit Hilfe eines eigenen Lebensentwurfs das Beste aus seinem Leben machen (Existenzialismus!) - wer also keinen Anspruch, keine Bestimmung, keine Zielsetzung nennt, nach denen man sich ausrichten soll (allenfalls eine Zielsetzung irgendwohin, nach eigenem Gutdünken), der fordert quasi dazu auf, ein Nihilist oder ein Agnostiker zu sein. Das mag die Materialisten zufrieden stellen, nicht aber diejenigen, die im Materialismus nichts weiter sehen als sinnlosen, vergänglichen Genuss. Auch die Tiere tun nichts anderes: sie fressen, pflanzen sich fort, kämpfen um einen guten Platz im Rudel oder in der Herde, äugen ängstlich nach den Gefahren für Leib und Leben und wollen sich im übrigen wohlfühlen. Unmöglich kann empfohlen werden, dass auch der Mensch sein Leben nur auf dieser „Ebene“ leben soll. Da wir eine Vernunft haben, sind wir eindeutig aus dem rein tierischen Dasein herausgehoben: es muss also bei uns um eine höhere Zielsetzung gehen, als nur das Leben zu leben! Was das für eine Zielsetzung ist, kann uns nur die Vernunft sagen. Eins steht jedenfalls fest: Wir haben die Vernunft mitbekommen, damit wir sie auch anwenden oder wie es bei Shakespeare heißt: „Gewiss, der uns mit solcher Denkkraft schuf, vorauszuschaun und rückwärts, gab uns nicht die Fähigkeit und göttliche Vernunft, um ungebraucht in uns zu schimmeln.“ (Hamlet, 4. Akt). Mit dem Geschenk der Vernunft ist aber gleichzeitig ein weiterer Anspruch verbunden: Wir sollen unser Leben unter die Herrschaft des vernünftigen Denkens stellen. Vernünftiges Denken heißt aber nicht nur, klug oder clever zu handeln, sondern es schließt auch das Denken und Handeln in moralischen Kategorien mit ein. Unmoralisches Handeln stellt auf jeden Fall ein Abweichen von der Vernunft dar. Denn als vernünftiger Mensch muss ich anerkennen, dass es Gesetze gibt, an die sich jeder halten muss. Andernfalls müsste ich wollen, dass Anarchie und Faustrecht herrschen, was unvernünftig wäre. Auch das von den Gesetzen nicht erfasste unmoralische Handeln, z. B. Intrigen, Heimtücke, Bösartigkeit, Ellbogenmentalität, weicht von der Vernunft ab. Es mag vielleicht clever und schlau sein, in dieser Weise „unmoralisch“ vorzugehen, aber es widerspräche jeder Vernunft, derartiges für gut zu erklären und eine solche Praxis anzuerkennen. Keiner möchte vernünftigerweise wollen, dass er selbst Opfer eines derartig unmenschlichen Handelns wird, dass man also böse, rücksichtslos heimtückisch gegen einen selbst handeln darf. Die Vernunft gebietet uns also, dass ein solches Verhalten gebrandmarkt wird. So sollte man also sein Leben unter den von Kant formulierten ethischen Imperativ stellen: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ Aus der Vernunftbegabung des Menschen ergibt sich somit: der Mensch ist auf dieser Welt, um gemäß der Vernunft, also klug und moralisch zu handeln. So hat auch Kant gesagt: „Man kann dem höchsten Wesen nicht anders gefällig werden, als dadurch, dass man ein besserer Mensch werde.“ Natürlich ruft der Gedanke an den Tod bei uns Ängste hervor, denn man sieht ja das Nichts vor Augen und geht von dieser Welt in dem Bewusstsein, dass man in dieses Nichts hineinsinkt. Außerdem fragt man sich: wer steht hinter dem Nichts, und was wird er mit mir anstellen, wenn ich bei ihm ankomme? Hier kann man nur folgenden Rat geben: man sage zu diesem „Jemand“, der eventuell hinter dem Nichts auf uns wartet: In meinem Leben war ich von allem Wissen über den Sinn meines irdischen Daseins abgeschnitten, aber eines habe ich doch durchschauen können: da mir die Vernunft mitgegeben war, habe ich erkennen können, dass zum vernünftigen Handeln auch moralisches Handeln gehört; so habe ich mich zumindest bemüht, mein Leben unter die Vorherrschaft der Vernunft (mit Einschluss der Moral) zu stellen. Ich glaube, dieser „Jemand“, der uns fragt, was wir aus unserem Leben gemacht haben, müsste mit einer solchen Rechtfertigung einverstanden sein (wie gesagt: diese Ausführungen eignen sich nicht für Atheisten und Agnostiker!).
Kommentar von BigTumblerBigTumbler 11.08.2012im Materialismus nichts weiter sehen als sinnlosen, vergänglichen Genuss. >
Du hast keine Ahnung vom Materialismus im wissenschaftlichen Sinne!
Was Du meinst, dürften die Epikuräer sein.
Immerhin sind die meisten "Materialisten" ehrlicher zu sich und ihrer Umwelt als so manche Christen, die Moral und Ethik erfunden haben wollen und sich dann einen Teufel um ihre christlichen Gebote und den Kant´schen kategorischen Imperativ scheren!
Kommentar von macvicimacvici 11.08.2012Ich finde deine Atwort sehr verwirrend. Nicht nur das Umherwerfen von Kategorien wie Atheist, Agnostiker oder Existenzialismus verunsichern mich, sondern auch der Widerspruch in manchen Sätze. Die Begriffe kann ich noch googlen, aber bei manchen Sätzen musst du mir auf die Sprünge helfen!
Atheisten und Agnostiker geben dir sofort zur Antwort: einen Sinn des Lebens gibt es nicht bzw. er ist von niemandem zu erkennen. Wer zu dieser Gruppe gehört, sollte meinen Kommentar nicht zur Kenntnis nehmen.
Hier sagts du, dass Menschen die vom Glauben abgewand leben deinen Kommentar nicht lesen sollen.
Mein Kommentar richtet sich nur an diejenigen, welche die religiösen Lehren anzweifeln:....
Hier widerrum willst du, dass Menschen, die vom Glauben abgewand leben deinen Kommentar lesen sollen.
Ich befinde mich im Zwiespalt soll ich oder soll ich nicht?
Kommentar von HaldorHaldor 12.08.2012Hallo macvicimacvici! Nichts für ungut! Natürlich möchte ich Widersprüche und Verwirrung, die mein Kommentar ausgelöst haben könnten, vermeiden. Selbstverständlich kannst du meinen Kommentar lesen, nur - meine ich – können die Atheisten und Agnostiker mit meinem Kommentar, wegen ihrer Grundhaltung, nichts anfangen. Ich unterscheide zwischen Agnostikern (gemäßigte Atheisten) und eigentlichen Atheisten (radikale Gottesleugner). Zu den Agnostikern zählen übrigens auch der bekannte Dawkins und Charles Darwin. Dawkins sagte ja, es gebe „wahrscheinlich“ keinen Gott; d.h. also, die Agnostiker schließen die Existenz eines (Schöpfer-) Gottes nicht völlig aus. Die eigentlichen Atheisten schließen die Existenz eines Gottes „völlig“ aus (was wissenschaftlich genauso wenig zu beweisen ist wie die Annahme der Gläubigen, es gebe einen Gott). So weit ist also alles klar. Zum Existenzialismus siehe den Kommentar von Berkersheim. Existenzialisten sind oft auch Atheisten (z.B. Sartre, Heidegger), können aber auch Christen sein (z.B. Kierkegaard). Bei Philosophen muss man mit dem Begriff „Atheist“ vorsichtig sein. Ich meine, die sind, wenn sie sich zum Atheismus bekennen, fast immer Agnostiker (z.B. Heidegger, dessen Lehre vom „Sein“ ja bedeutet, dass er ein Letztes, Unerklärliches - und das ist das „Sein“ - nicht ausschließt). Auch wenn Philosophen (z.B. Schopenhauer) vom „Nichts“ sprechen, heißt das nicht, dass für sie dort, wo sich die Kausalreichen oder die Zeit im Unendlichen verliert, „nichts“ ist (s. mein ausführliches Zitat von Schopenhauer unten). Radikale Atheisten müssen nach meiner Ansicht notgedrungen Materialisten sein. Für sie sind die Dinge auf dieser Welt „an sich“ da, eine Metaphysik, d.h. ein Ding an sich, lehnen sie ab (s. auch hier das genannte Schopenhauerzitat). – Mit Menschen, die an den religiösen Lehren zweifeln, meine ich nicht die „vom Glauben abgewandt“ leben, das sind ja wieder die Agnostiker und die Atheisten; sondern ich meine solche, welche die Glaubenslehren nicht unkritisch übernehmen. Wer seine Vernunft „einschaltet“, muss ja vieles z.B. an der christlichen Lehre in Frage stellen (z.B. die Allgüte Gottes, Gerechtigkeit Gottes, hat der Buddhismus nicht eher - logisch betrachtet - recht? Warum wird ein Verbrecher am Kreuz von Jesus genauso behandelt wie einer, der ein Leben lang mit seinem Glauben ringt – s. Bericht des Lukas; warum stellen die anderen Evangelisten diesen Vorgang völlig anders dar? – beide Verbrecher am Kreuz schmähten den gekreuzigten Jesus! u.a.m.)
Kommentar von macvicimacvici 14.08.2012Ich finde die Begriffe hast du ziemlich gut erklärt auch wenn ich darauf bestehe, dass du dich in einem Widerspruch verstrickt hast.
Ich komme aber gar nicht klar Richard Dawkins als Agnostiker zu bezeichnen. Er ist wohl der stärkste Gegner und zugleich ebenbürtigste Gegner der heiligen Lehre. Nicht das er nur die Beweise für Gottesexistenz enkräftet, sondern er setzt noch eins drauf. Er glaubt nicht an Gott und er könnte sich vorstellen, dass die Gläubigen sogar einen Teufel anbeten könnten.
Ich habe selbst sein Buch "Der Gotteswahn" gelesen. Auf dem Buchumschlag steht "Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.
Die erste Seite beginnt mit einem eben so feindseligen Zitat. "Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?"
Ich vermute du bist schlau genug um den Inhalt zu deuten.
Kommentar von HaldorHaldor 12.08.2012Hallo Big Tumbler! Lies mein ausführliches Schopenhauer-Zitat!
Kommentar von deeMacdeeMac 07.09.2012@Haldor_...Vernunft mitbekommen...Nicht ganz, Denken und Gehirn haben sich miteinander entwickelt, bedingen einander.
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da könnte man auch fragen: Warum leben Pflanzen, Tiere, der Ozean, die Berge usw.... Warum existiert die Welt? Das Universum mit all ihren Planeten, warum sind sie da und welchen Nutzen haben sie? Die einfache Antwort ist: Es sind simple Bausteine die sich zufälligerweise zusammen getan haben und eine Vielfalt entwickelt haben. Der Mensch ist nur ein Produkt von all dem. Sein Gehirn wächst schneller weiter als sein Verstand. Das geht auf die Dauer nicht gut. Aber: Keiner kann die Natur aufhalten. Sie zerstört sich irgendwann selbst, wenn das System nicht mehr funktioniert. Der Mensch lebt, weil er ein Lebewesen ist welches die Natur erschaffen hat. Die Frage nach dem Warum erübrigt sich....
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Der Optimist würde sagen, dass wir dazu da sind um die Welt ein Stückchen besser zu machen indem wir das Potenzial der Erde vollkommen ausschöpfen um großartige Werke zu vollbringen.
Der Pessimist würde behaupten, dass wir existieren, damit wir ohne Rücksicht auf Verluste die Ressourcen ausbeuten, die Natur zerstören und unsere Spezies bekämpfen können, um daraus den größten eigen Kapital zu schlagen.
Der Opportunist würde dem zustimmen, was ihm am meisten nützt.
Der Realist würde der Tatsache ins Auge blicken, dass es auf eine solche Frage keine Antwort gibt.
Der Theist würde behaupten, dass es Gott gewollt ist oder von mehreren Göttern erschaffen wurde, weil sie sahen, dass es gut war.
Der Verschwörer würde flüsternd von sich geben, dass es ein Komplott gegen die Menschheit geben würde und wir ein Experiment von grüner Wesen seien oder in einer Traumwelt leben, die von Matrix gesteuert wird. Der sciencfictionist würde sich dem übrigens anschließen.
Der Atheist oder auch Wissenschaftler würde es auf den Urknall und auf die zufällig kombinierter Komplexität des Zufalls tippen, dass die Moleküle Bakterien usw. nach einer langen Evolutionsgeschichte den Homo sapiens geformt hat, da es die Natur so wollte.
Der Philosoph würde nachdenken und am ende eine zu komplizierte These entwickeln, demnach wir erschaffen wurden, weil........ (Jetzt müsste ich auf hunderten von Standpunkte eingehen und 100 Seiten darüber verfassen, damit ich an eine einigermassen korrekte Philosophische Antwort komme, doch diese Antwort müsste ich infrage stellen, da es keine richtige Antwort gibt. Da die Kapazität auf dieser Plattform nicht ausreicht erspare ich mir und euch diese Antwort.)
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 11.08.2012Was machst du mit atheistischen Philosophen?
Kommentar von macvicimacvici 11.08.2012Ich habe Philosoph auf alle Philosophische "Arten" bezogen. Jeder Philosoph egal ob gläubig oder nicht vertritt seinen eigenen Standpunkt, der (wie ich schon zuvor gesagt habe) ziemlich verworren ist.
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Ey,
weil die Schöpfung uns beobachtet, um zu testen ob wir würdig sind, wiedergeboren zu werden, oder nach unserem Ableben im Astralsumpf schmoren! Bislang ergab die Menschheit nur wenig Sinn, wenn man bedenkt, wie sie mit Mutter Erde umspringen, reine Gier und Ausbeutung!
LG
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Du vermischest 'Wir' mit 'Ich'. Das 'Wir' wird 'Mich' überleben. Aber ohne 'Ichs' kein 'Wir'.
Die Menschen und ihr Bewusstsein haben grossen Anteil innerhalb der
de.wikipedia.org/wiki/Drei-Welten-Lehre.
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 10.08.2012"Die Antwort auf die Frage, warum es regnet ist Poppers Drei-Welten-Lehre."
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Wir existieren weil wir das Glück hatten, dass bestimmte äußere Faktoren Leben auf unserem wunderbaren Planeten möglich gemacht haben. Und unsere Anpassungsfähigkeit hat dafür gesorgt, dass wir auch längere Zeit überleben können.
Kommentar von deeMacdeeMac 07.09.2012Glück als günstige Gelungenheit ohne Wertung verstanden? Ja.
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Ey,
weil die Schöpfung einmal eine Idee hatte, woran sie aber inzwischen zweifelt!!!!!!!!!!
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Antwort von TomThief 09.08.2012
NEIN!
"Wie schon von anderen beschrieben, liegt der Zweck allen Lebens in der Weitergabe von Erbgut."
Vulgär-Philosophie und -Wissenschaft. "Wie von Halbidioten beschrieben, liegt der Zweck allen Verkehrs in der Weitergabe von Auto-Marken."
Vulgär-Trollerei.
Aber ich bin gespannt, zu lesen, was Dein Fundus an Profund-Philosophie und Substanz-Wissenschaft zur Korrektur meines Irrtum beizutragen hat.
Ich seh da keinen Zusammenhang zu "Wie schon von anderen beschrieben, liegt der Zweck allen Lebens in der Weitergabe von Erbgut."
entschuldige bitte, aber aus astrophysikalischer Sicht gibt es keinen Zweck bzw. Sinn. Biologie ist aber ein Teil der Physik, so wie Chemie eigentlich auch ein Teil der Physik ist. Somit stellt sich mir die Frage nicht nach dem Zweck. Bei dem Leben werden einfach nur von Generation zu Generation eben auch Erbinformationen weiter gegeben. Das ist Sinnfrei aber steht in Wechselwirkung. (Kausalität)
Es ist also höchstens notwendig, daß für das Weiterbestehen bestimmter Lebensformen Erbinformationen weiter gegeben werden.
Dem möchte auch ich widersprechen. Es ist einfach eine Selbstverständlichkeit dass Leben weiter existiert, wenn es erhalten bleibt. Und der Erhalt des Lebens ist notwendigerweise an die Weitergabe von Erbgut geknüpft, weil jedes Individuum früher oder später sterben muss. Im übrigen muss auch jede Art früher oder später (aus)sterben - nur in anderen Zeitmaßstäben als das Individuum. Ob auch das Leben selbst früher oder später sterben muss, wissen wir noch nicht. Dein Statement kommt mir so vor, wie " ... liegt der Zweck allen Lichts in der Weitergabe von Wärme".
Auf der anderen Seite zwei Beispiele: Wenn du einen Hund hast der niemals sein Erbgut weitergeben wird, ist dann dessen Leben sinnlos? Und wenn du selbst dein Erbgut niemals weiter gegeben hast, war dann dein Leben sinnlos oder zwecklos? Ich finde nicht.
So war das nicht gemeint. Natürlich ist die Sinnfrage eine ausschließlich anthropozentrische. Es gibt keinen Sinn, es gibt keinen Zweck, es gibt kein Ziel, dem das alles zustrebt.
Aber im Sinne des "Egoistischen Gens" laut Dawkins in Bezug auf die konkrete Fragestellung finde ich das den einzigen Ansatz, überhaupt über schlichte physikalische Kausalität hinaus etwas von "Sinnhaftigkeit" zu beschreiben.
"Biologische Einheiten existieren zum Zwecke der Weitergabe ihrer Gene."
Damit wird natürlich der Kern der Frage nur auf die nächste Ebene gehoben: Warum gibt es Gene?