Ich stelle mir das Leben immer so wie ein großes Wartezimmer vor. Man wartet eigentlich nur auf den Tod. Man weiß doch ganz genau, dass man irgentwann stirbt. So ist das in einem Wartezimmer auch, man weiß ganz genau, das man gleich dran ist.
Da stell ich mir die Frage: Warum leben wir eigentlich?
Ich mein das Leben ist ja schön aber warum müssen wir dann irgentwann sterben?

Stelle Dir vor, es kommen immer neue Leute ins Wartezimmer. Irgendwann kannst Du nicht mehr treten, dann ist es auch nicht mehr schön. Also müssen wieder ein paar raus aus dem Wartezimmer.

Aber im wartezimmer vertreibt man sich manchmal auch sinnvoll die Zeit. Manche denken da dabei.
Im leben vertreibt man sich auch manchmal sinnvoll die zeit

Letztendlich ist es die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Du stellst. Ja, Leben ist Freude ...aber nicht nur, es ist auch (manchmal mühsames) lebenslanges Lernen... Das Leben hört nicht auf, wenn ich sterbe, davon bin ich überzeugt. Es ist also auch eine Glaubensfrage...wie Du Dir also den Tod vorstellst. Ich glaube an das Weiterleben nach dem Tod. Und Du? Vielleicht gibt es ja auch Reinkarnation (Wiedergeburt)...wer weiß? Leben und Tod ist ein Kreislauf, wie wir es in der Natur erleben. Das Sterben und der Tod ist ein Tor , das Geheimnisse verbirgt, die wir Menschen seit Beginn an zu erforschen und zu ergründen suchen. Wir leben nicht, um zu "warten" sondern um unsere Zeit hier schön und sinnvoll auszufüllen...jeder auf seine individuelle Weise - denn kein anderer Mensch ist wie Du , DICH gibt es nur EIN einziges mal! Nur EINMAL!!
Highlight am 15. Oktober 2007 00:17 Zur Ergänzung: Du lebst, weil Du hier auf der Erde "gebraucht" wirst...

Warum putzt Du Dir jeden morgen die Zähne? Warum wäscht Du Dich- Du wirst ja auch wieder schmutzig.... welchen Sinn das Leben hat, wenn Du so eine Frage stellst? Sei froh das es Dir gegeben ist und geniesse es in jedem Augenblick der Dir so bewusst ist wie das Leben!

ich würd halt versuchen, in der Wartezimmerzeit soviel wie möglich von dem zu tun, was du gern machst und gut kannst, denn so wie Du macht es keiner, und dann wars doch nicht umsonst? Klingt außerdem so, als hättest Du noch paar Jährchen vor Dir? ;-)
Das Ziel des Lebens ist Glück. Wer dieses nicht auch in der Gegenwart sucht, sondern nur auf irgendein Ende in der Zukunft wartet, hat kein schönes Leben. Ein in der Natur begründetes irgendwann bevorstehendes Ende sollte nicht dazu führen, ausschließlich darauf fixiert zu sein. Im normalen Leben ist ein Aufenthalt im Wartezimmer ja auch nur eine gewisse Unterbrechung (die oft für andere Dinge als bloßes Warten genutzt wird) und nach dem Aufruf und der Behandlung geht es weiter.

Ist das Leben wirklich nur ein Wartezimmer?
Ich verstehe das Leben als genau das Gegenteil von einem Wartezimmer.
In einem Wartezimmer sind wir doch eher passiv. Doch das Leben lädt uns ein, aktiv zu sein.
Es gibt uns die Möglichkeit und lädt uns ein, unser Leben zu gestalten, mein Leben, die Umwelt.
Das Leben lädt uns ein, zu lieben: mich, die Menschen, die Welt. Das Leben lädt uns ein, Menschen zu finden, die wir ganz besonders lieben. Das Leben lädt uns ein, in dieser Liebe einen einzigartigen Sinn unseres eigenen Lebens zu entdecken.
Das Leben lädt uns ein, diese Spanne, die uns hier auf der Erde gegeben ist, zu nutzen und zu genießen. Und da wir nicht wissen, wie lange diese Spanne bemessen ist, lädt das Leben uns ein, uns nicht in irgendwelche Wartezimmer zurück zu ziehen und das Leben zu verwarten.
Für mich ist das Leben eine einzige große und tolle Chance, was daraus zu machen.
Und wenn ich die Früchte dieses Lebens dann auch noch in eine neue Form meines Lebens nach dem irdischen Leben ernten und genießen kann, dann weiß ich, dass es noch einen Grund mehr gibt, dieses Leben eben nicht zu verwarten.
Einen schönen guten neuen Tag mit den unzähligen Chancen, die das Leben uns gibt.
Es gibt da viele Theorien. Religiös sagen einige, das Leben ist die Zeit Gott zu finden. Vielleicht stimmt das auch.
am besten zählst du die Sekunden rückwärts, dann wirds dir nicht langweilig.

Solche Fragen stellen sich von allen Lebewesen nur die Menschen. Und verhalten sich trotzdem so, als seien sie unsterblich. Aber auch banale Fragen wie: "Wieso putze ich eigentlich? Es wird ja sowieso alles wieder dreckig", hindert uns nicht ernsthaft daran, den Staubsauger rauszuholen. Ich denke, es hat viel mit Verdrängung und Nichtwahrhabenwollen der Realität zu tun. Anderenfalls könnten wir ja auch nicht leben, wenn wir unsere ganze Zeit auf Erden wie paralysiert vor Todesangst wären.

Sage mir, in wessen Wartezimmer du wartest - und ich sage dir den Sinn...

im gehässigen teil der Antworten, schlage ich Dir vor dich eventuell bei deinen Eltern zu bedanken, denn wegen ca. 5 Minuten Spaß der beiden, musst du nun heute im Wartezimmer sitzen und deinem Ende entgegensehen...

Vor unserer Geburt nehmen wir uns für die anstehende Inkarnation einiges vor.
Wenn das dann erledigt ist oder wenn manche Dinge aufgrund unseres fortgeschrittenen Alters nicht mehr zu erledigen sind, dann treten wir wieder ab, ziehen Bilanz und bereiten uns auf die nächste Inkarnation vor.

Keine Ahnung, weshalb ich auf die Welt kam!
Habe mich aber fest vorgenommen, einen Sinn an der Sache zu geben, damit ich gen Abends meines Lebens zufrieden mit mir selbst rückblicken und abtreten kann.
Ich lebe übrigens mein Leben sehr bewußt und warte (noch) nicht auf den Tod. Dafür ist das Leben zu schön!

Egal wohin es mich verschlägt, ob ins "Wartezimmer" oder sonstwohin im Leben, ich versuche das beste daraus zu machen: Spaß haben, Spaß bringen, nette Leute kennen lernen, helfen, Freude bringen. Man kann ja auch ganz aktiv warten. Und dann warten wir auf die Wiedergeburt - oder wir warten nicht, sondern leben einfach. So mach ich das. Macht Spaß, probier es aus. Nicht warten, tun!

Um den Sinn des Lebens zu finden, musst du erstmal das Wort "Sinn" definieren. Für einen Menschen machen verschiedene Sachen Sinn. Zum Beispiel Essen, Altersvorsorge, Schokoriegel, Bügeleisen... Das alles macht für den Menschen Sinn, weil sie alle dazu beitragen, dass er sich besser fühlt.
Aber für wen macht der Mensch Sinn? Oder für wen machen alle Lebewesen einen Sinn ausser füreinander? Da es ausser Lebewesen niemanden gibt, komme ich so zu dem Schluss, dass unser Leben keinen Sinn hat ausser für uns selbst. Also genießt euer Leben, denn ausser euch (uns) hat keiner was davon.

Warum wir leben? Ich habe mir nie diese Frage gestellt! Ich bin froh darüber, zu leben! Ich hätte sonst niemals meinen wunderbaren Vater kennengelernt, niemals meine 2 Töchter, und ich hätte niemals so viele Menschen getroffen, die mich in meinem Leben begleiten! Ich genieße also jeden Tag den ich habe, nicht in einem Wartezimmer sitzend, und bin dankbar dafür ;-)

stell dir mal vor, es gibt einen erheblichen prozentsatz der menschen auf dieser erde, die sind ganz sicher, dass unser leben auf dieser erde nur ein kleinerer teil unserer existenz ist, dass wir nach diesem leben - und vor einem nächsten leben auf dieser erde - auf der "anderen seite" sind, und die leute, die das denken oder glauben oder auch wissen, die sehen eher die andere seite als das wartezimmer, während das leben auf dieser seite, auf der erde, mit materie und körper und anderen menschen und und - das leben hier ist der aktive part. nur hier kannst du wirklich an etwas arbeiten, zb an dir selbst, weiterkommen, fähigkeiten entwickeln, toleranz lernen, womöglich gar liebe lernen. das ist zur zeit das hauptziel. und dann noch etwas: freiheit lernen. nur der mensch kann sich die freiheit erobern, kein engel, kein gott, niemand sonst, alle sind völlig festgelegt und bleiben wie sie sind, nur der mensch ist frei, aufzubrechen wohin er will.
wenn dieser ganz kleine ausblick aus deinem bisherigen gesichhtskreis heraus dich erschrecken oder ärgern sollte, dann bitte ich dich um entschuldigung, mach weiter wie bisher...
Nicht darüber nachdenken,daß man angeblich "gleich"stirbt,grübeln tun schon Dichter und Denker genügend (Politiker auch?),warum muß daß der "einfache"Mensch dann auch noch tun?Sehen wir dem Tode doch locker entgegen,Motto:"Es geht irgendwie weiter".

gib jedem Tag die chance, dein schönster im Leben zu sein.
Harvey Cox, ein Harvard-Professor für Ethik und Soziologie hat in seinem Buch: "Stirb nicht im Warteraum der Zukunft" (Kreuz Verlag, 1.Ed.1970)genau die richtige Antwort auf deine Frage gegeben. Auf dem Back-Cover findet sich ein Fazit seines Buches. Zitat: "Wer (passiv)auf die Zukunft wartet, wird vergeblich warten. Wer auf Godot (= Gott) wartet, der muss am Ende sehen, dass Godot nicht kommt. Wer sich der Verantwortung des Menschen für die Menschheit entzieht, begeht die (wahre) Sünde Adams und Evas: Er vernachlässigt seinen Auftrag, Macht über die Erde auszuüben und damit Verantwortung für die Schöpfung und zu guter Letzt auch für sein eigenes Leben zu übernehmen" Wenn es dir mit deiner Frage wirklich ernst ist, besorg dir dieses Buch!
Ich sehe es ganz nüchtern folgendermaßen: Unser Leben ist wie der Auftritt eines Staffel-Läufers, wir bekommen den Stab, rennen eine Weile damit und geben ihn dann weiter an den nächsten, danach können wir von der Bildfläche wieder verschwinden. Wir sind nur das Glied in einer Kette. Auch in der Natur ist es nicht anders: ein ewiges Werden und Vergehen. Das ist doch vollkommen ok. Ich glaube nicht daran, nach meinem Tod noch ein Bewusstsein zu haben, oder mich noch als Individuum zu definieren. Mein Körper wird zerfallen, sich auflösen, die Moleküle werden sich in andere Moleküle, Ionen oder Atome umwandeln. Irgendwann werden diese Bausteine vielleicht wieder in anderen Lebewesen auftauchen, warum nicht? So ungefähr stelle ich mir das Leben nach dem Tode vor. "Und Ihr werdet verwandelt werden.......", um hier auch mal ein Bibelwort zu zitieren.
Das ist mal eine gute Antwort. Ich danke dir, darüber hab ich garnicht nachgedacht.
DH