Frage von OpenEyeSignal, 118

Warum leben, wenn man wirklich nicht mehr will?

Hey ich hatte mal vor Jahren irgendwo eine Frage gelesen aber die Antworten dazu waren nicht Hilfreich deswegen frag ich das selbe nochmal weil ich mich einfach wort für wort dasselbe Frage...ich bin w/18 & ich habe weder Träume noch Ziele oder sonst was, ich hasse Menschen & diesen Planeten wie verrückt, und werde zu dingen gezwungen die ich garnicht möchte, aber wofür? Wenn ich wählen könnte zwischen ALLES was ich mir wünsche und das pure nichts, würde ich das NICHTS wählen einfach weil es nichts gibt was ich mir wünsche...traurig, aber es gibt nichtmal etwas in meiner Fantasie was ich gerne hätte...Vielleicht ist Leben einfach nicht jedermanns sache.

-''Wieso wird ständig versucht, Leuten, die nicht mehr leben wollen, einzureden dass sie

nur dieses eine Leben haben und es ja vielleicht Möglichkeiten gibt, etwas gegen seinen schlechten Zustand zu tun und dass das Leben ja auch ganz schön sein kann, bla, bla, bla..., und dass es eine endgültige Entscheidung "ohne zurück" ist und dass es vielleicht noch Sachen gibt, an denen man "hängt" (abgesehen vom Strick), bla, bla, bla...

Jeder wurde durch die Geburt zum Leben gezwungen. Es gibt ein Recht auf Leben, es ist auch die freie Entscheidung eines Jeden, sein Leben zu beenden.

Leben ist nur etwas für Menschen, denen es auch gefällt, zu leben!!!

Wenn mir mein Leben Qualen bereitet, wieso sollte ich mich dann bis zum Tod quälen?

Wieso kämpfen, wenn man gar nicht mehr kämpfen will, wenn es einem schon egal ist, weil man nichts mehr erwartet.

Wenn man zu nichts mehr Lust hat und das Ende herbei sehnt, wieso soll man es nicht verkürzen?

Lieber gar kein Leben als ein depressives Leben! Ich hasse mich und mein Leben!

Warum muss man Leben wollen??? Nur weil es der "Norm" entspricht??? Oder Staat ein Interesse hat, zumindest "arbeitsfähige" "Bürger" am Leben zu erhalten und sie in den "Verwertungsprozess" zu intergrieren???

Oder, weil irgend eine Moral die Pflicht zum Leben fordert??? Niemand traut es sich auszusprechen, es "gehört sich nicht" so was zu schreiben, aber:

Ja, "es" ist eine Möglichkeit, und zwar keine verachtenswerte! Da ist absolut nichts verwerfliches dabei, wenn jemand so eine "rationale" Entscheidung fällt. ''

Antwort
von ShinyShadow, 42

Ich muss ganz ehrlich sagen... Ich kann dir auf die Frage keine sinnvolle Antwort geben. Ich kann blos aus der Sicht einer Suizidhinterbliebenen sprechen:

Weißt du, wie sehr es wehtut, wenn ein geliebter Mensch sein Leben auf diese Weise beendet? Weißt du, wie sehr es schmerzt, wenn einem bewusst wird, dass ein geliebter Mensch so sehr gelitten hat und man es nicht gemerkt hat? Wenn man dann an ein fröhliches Kind zurück denkt und sich fragt, wann er diese Einstellung zum Leben bekommen hat?

Ich frage dich: Gab es nie Zeiten, in denen du glücklich warst? Als Kind? Wenn ja: Wäre es nicht schön, wieder so zu fühlen? Das KANNST du wieder. Es ist arbeit, aber du kannst den Zustand wieder erreichen.

Und ich frage dich auch: Gibt es nicht Menschen, die du liebst? Familie? Freunde? Indem du dein Leben beendest, beendest du ihr Leben, so wie sie es kennen, gleich mit. Viele erholen sich nach so etwas nie wieder...

Hast du jemals etwas versucht, um diesen Zustand zu ändern? Wenn nein: Wieso?

Ich bin mir 100% sicher, dass es dir besser gehen KANN und dass du nicht jede Hoffnung verloren hast... Sonst würdest du solch eine Frage nicht stellen... Denn das zeigt, dass dir die Meinung von anderen nicht egal ist.

Zu deinem letzten Satz: Ich stimme dir bedingt zu... Es ist nicht verachtenswert... Ich verachte auch meinen Bruder nicht, der diesen Schritt gegangen ist. Aber ich würde den Satz niemals genau so unterschreiben. Wieso? Weil ich Angst davor hätte, noch mehr Menschen zu verlieren. Ich finde seine Entscheidung auch nicht "verwerflich" oder dergleichen... Aber ich finde es unendlich traurig, dass er darin den einzigen Weg gesehen hat, ohne andere Wege richtig auszuprobieren. Ich bin nicht wütend auf ihn oder so, ich bin wütend auf diese Besch... Krankheit, auf seine sch.. Depressionen. Und deshalb wünsche ich jedem Menschen, der auch darunter leidet, dass er sie bekämpft. Sie LÄSST sich nämlich bekämpfen.

Ich habe auch mal einen Bericht über einen Menschen gelesen, der unter schweren Depressionen inkl. Suizidgedanken litt. Er sagte, er hat daraus ein Spiel gemacht. Sein Leben war ein Spiel und sein Ziel war das Glücklichsein. Er sagte, jeden Schritt, den er von nunan macht, macht er um glücklich zu werden. Was hat er schon zu verlieren? Und er sagte, es hat ihm geholfen. Jede Therapie, die er versucht hat, war ein Zug in seinem Spiel... Vielleicht mag dir das lächerlich erscheinen, aber hier sieht man, dass jedem was anderes hilft.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute der Welt und hoffe, dass du versuchst, wieder glücklich zu werden.

Antwort
von NorwinSchneider, 40

Ich habe mir nicht den ganzen Text durchgelesen aber erlaube mir trotzdem zu antworten.

Das du die Menschheit und dein Leben hast ist nicht unsere Schuld oder die des Planeten sondern ganz allein deine!

Ich kann dir nur meine Meinung ans Herz legen: Ich selber stand sehr oft vor dem Selbstmord. Ich habe mir zwar nie die Frechheit raus genommen andere Menschen zu hassen. Du bist anscheinend Depressiv (oder spät Pubertierend aber das schließen wir mal aus) was wirklich kein Spaß ist da ich es auch mal war.

Aber es gibt Hoffnung! In meinem Fall habe ich einfach mal gesagt "ich kann nicht mehr" Diese ständigen kämpfe die in meinem Kopf stattgefunden haben leerten mich aus und machten mich kaputt! Eines Tages sagte ich einfach:

Wenn es keinen Gott gibt und wir nur aus Zufall hier sind warum sollte ich dann denn noch hier bleiben? Warum muss ich mir die Mühe machen bei diesen Animalischen Grundsätzen zu überleben? Warum muss ich Sozial mit Menschen interagieren die genau wie ich keine Zukunft haben da wir alle so wie so irgendwann mal staub und erde sind?

Also habe ich das erste mal versucht so richtig zu Gott zu beten. Ich kannte mich nicht mit Religion aus, deswegen habe ich mal zu Jesus Christus gebetet. Ich habe mal von einem Christlichen Bekannten gehört das man zu Gott reden kann, also praktisch wie zu einem Vater. Das habe ich getan und er hat tatsächlich geantwortet. Aber das ist meine persönliche Erfahrung und ich kann dir nur ans Herz legen nicht aufzugeben!

Jetzt scheint alles noch Sinnlos! Aber denke mal nach, wenn du dich jetzt umbringst hat diese Welt dich besiegt oder? Wenn du Menschen hast und dir alles egal ist dann versuch doch mal aufzustehen und zu kämpfen, denn nur wenn du diese Depression besiegt hast kannst du glücklich werden!

Komme aus deinem Selbstmitleid heraus und fange an netter zu anderen Menschen zu sein, du wirst merken das man mit einem Lächeln oder mit einer netten Geste viel mehr zurückbekommt. Wenn du ständig nur auf dich fixiert bist wirst du nur depressiver...

Entscheide dich willst du Leben, also so Leben das es sich lohnt? Oder willst du weiterhin einsam sein und in selbstmitleid ertrinken bis du dir den Schlussstrich ziehst? Es liegt alles an dir!

Kommentar von NorwinSchneider ,

Falls du fragen hast schreibe mich bitte an. Ich verurteile dich nicht, ich weiß wie es dir geht! du kannst mit mir reden ich habe immer ein offenes Ohr...

Antwort
von N3kr0One, 25

Mädel, laber doch nicht die Leute dicht mit so einem Unfug. Hast du Spaß daran Leuten einzureden, dass das Leben sch**e ist und nichts schlimmes daran ist sich selbst umzubringen?

Zum Einen: Du hast dein Leben selbst in der Hand, du bist 18, musst nicht seit du 5 bist im Kohlebergwerk 12h malochen oder auf einer Mülldeponie Metallnägel suchen, damit du einen erbärmlichen Tag weiter lebst...ich hab manchmal das Gefühl es geht den Leuten hier zu gut, sonst würden sie nicht über solch eine Grütze so lange und intensiv nachdenken.
Das Leben bietet viele schöne Seiten und JA auch richtig viele hässliche Seiten. Aber es gibt nur Gutes, wenn es auch schlechtes gibt, es gibt nur Liebe, wenn es auch den Hass gibt, nur Schatten, wenn es auch Licht gibt. Das Leben besteht aus Kontrasten und wäre sonst monoton.
Rasier dir die Haare, fahr nach Berlin, leb dort auf der Straße...keiner der dir irgendwie was aufzwingt, keine Arbeit, keiner der dich irgendwie belabert...einfach frei.
Es gibt auch etliche Selbstversorger...jeder ist sein eigener Herr, keine Zwänge, keine Verpflichtung, nur für deine Grundbedürfnisse musst du sorgen.

Deine Möglichkeiten sind so vielfältig und jeder hat die Möglichkeit etwas tolles am Leben zu finden.
Gerade das Wunderwerk Natur fasziniert immer mehr Menschen, man muss nur hin schauen. Geh mal raus und beobachte die Natur, so manch einem ist der Verstand dabei aufgeklart.

Also: mach das Leben anderen nicht madig...du bist 18 und hast nun dein Leben komplett selbst in den Händen. Mach was draus!

Antwort
von FelinasDemons, 17

Mich würde interessieren, da du ja schon angedeutet hast,dass du schon seit Jahren so denkst :
Wieso bist DU dann noch am Leben?Was hält DICH davon hab,diese keineswegs verwerfliche,rationale Entscheidung zu treffen?
Oder ist da noch Hoffnung in dir,die du dir selbst nicht eingestehen möchtest?

Antwort
von ShitzOvran, 28

Ja, ich unterstütze dich dabei. Jeder sollte über sich selber (und zwar nur über sich selber) entscheiden dürfen. Nur leider ist nicht immer ganz klar, ob es tatsächlich eine rationale Entscheidung ist. Ich hatte einen Bekannten, der hat sich an einem Sonntagabend erhängt. Er litt an Depressionen. Als man Ihn gefunden hat, hat man in seinem Schlafzimmer unter anderem auch einen gepackten Koffer gefunden. Dieser Koffer war gepackt, weil er eigentlich am Montagmorgen eine dreitägige Geschäftsreise antreten wollte. 

Und jetzt wird es Kniffelig. Er hat durch die Depression immer wieder merkwürdige Schübe bekommen, Angstzustände und und und. Wenn es also seine freie Entscheidung war sich umzubringen, warum hat er dann vorher noch seinen Koffer für Montag gepackt? Kann es dann nicht auch sein, dass es nicht seine Entscheidung war, sondern die der Depression? Wenn sein krankhafter Schub vorbei gewesen wäre, hätte er es vielleicht für eine absolut blöde Idee gehalten, sein Leben zu beenden. Vielleicht hat in diesem Moment die Depression für ihn entschieden.

Und genau so ist in unserer Gesellschaft. Du wirst zum Psychologen geschickt, evtl sogar eingewiesen, nicht weil deine Meinung nicht respektiert wird. Es muss nur absolut - 100%ig - sichergestellt werden, dass auch wirklich du da denkst, und nicht irgendeine Psychose... 

Antwort
von manyotherthings, 34

Ich gebe dir einigermaßen recht, aber für jemandem bedeutet man immer etwas, wenn du deine Familie `verlässt´ ruinierst du deren Leben. Also sollte man an so einem Punkt nicht nur an sich selber denken. Klar ist es deine Entscheidung und wenn man es tut,  dann tut man es halt. Aber überlegen sollte man es sich trotzdem sehr gut. Wie John Lennon gesagt hat: 



“Everything will be okay in the end. If it's not okay, it's not the end.”



Antwort
von LetsPlays, 28

Du scheinst sehr depressiv, bevor du wirklich deinLeben wirklich dich darum, noch einmal zu kämpfen, einmal richtig gas zu geben, einmal alles geben, um noch einmal die chance zu haben, eine leben als leben zu leben und nicht ein leben als nichts zu leben. Du denkst du bist nicht, ein niemand, das stimmt nicht, du bist wertvoll, so wertvoll wie jedes andere lebewesen aus, ich bitte dich, kämpfe darum, diese gedanken zu beenden, nur damit du lebst, richtig lebst. Hol dir Hilfe, wo auch immer du Hilfe herbekommen kannst. Ich bitte dich, tu es einfach, kämpfe ums leben.

Antwort
von Lance3015, 16

hast du früher ne zeit lang ritalin oder ähnliches genommen und jetzt nicht mehr?

Antwort
von liquorcabinet, 51

Wenn du wirklich nicht mehr leben wollen würdest, würdest du hier nicht diese Frage stellen. Ganz einfach.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Eine depressive Person so zu provozieren ist ziemlich dumm und falsch von dir.

Antwort
von VicixO, 53

Exact genaudas hab ich mir schon tausendmal gedacht. 

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