Warum lassen wir uns Populismus als etwas schlechtes verkaufen?

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18 Antworten

"Populismus" ist ein reiner Propagandabegriff, alle Parteien sind populistisch. Den etablierten Parteien geht es alleine um ihre Pfründe, das Problem ist, dass jede Partei, sobald sie etabliert ist, zu einem Teil des Systems degeneriert, siehe Grüne und Linke die längst Teil des Politkartells in Deutschland sind, die Grüne allerdings mehr als die Linke.

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Kommentar von vitus64
12.09.2016, 22:04

Stimmt nicht.

Gerade Parteien am rechten und linken Rand gehen mit Scheinlösungen auf Stimmenfang.

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Naja. Populismus hat meist einen eher emotionalen als sachlich/rationalen Hintergrund. Sprich, wenn ich etwas aufgreife, von dem ich weiß, dass es den Leuten gefällt, dann mache ich das meist damit, dass ich mir irgendwie ein Thema schnappe, welches eigentlich einen relativ komplizierten rechtlichen/gesellschaftlichen Hintergrund besitzt und versuche es so plakativ wie möglich an den Mann zu bringen, damit sich das "richtig" anhört.

Die Praxis ist natürlich auch nicht so leicht und da kommt man zu dem von dir beschriebenen Problem. Was unterscheidet Populismus von berechtigter Kritik und wann ist eine Politik rational mit populistischen Zügen und wann ist sie einfach "reisserisch", um sie an den Mann zu bringen.

Hier liegt es natürlich an jedem selbst zu entscheiden, wann er/sie was für sich als richtig oder falsch einstuft.
Prinzipiell ist es meist nicht so schwer sich ein Bild zu machen (auch wenn ich nicht behaupte, dass man das immer kann bzw. man zum richtigen Schluß kommt). Aber was mir hilft ist eigentlich die Tatsache sich mit der Gegenseite vertraut zu machen.

A) Hat die Gegenseite Argumente und wenn ja welche? B) Kann ich mir aus den Argumenten eine Schlussfolgerung ableiten, die ich für realistisch halte und wenn ja, inwieweit bricht das mit meinem eigenen Weltbild und wenn nein, wieso? Weil ich selber an etwas glaube und mein Denken nicht ändern will oder weil ich nach meiner eigenen Überlegung fest davon überzeugt bin, dass die Schlussfolgerung falsch ist oder zu einem falschen Ergebnis führt.

Das sind natürlich alles fließende Prozesse, die nur noch die wenigsten auf sich nehmen (ich übrigens auch nicht immer).

Ist aber gerade das Problem, welches deine Fragestellung aufgreift. Wir hatten früher mal eine tolle Streit- und Diskussionskultur in Deutschland, die wir irgendwann durch eine Skandalisierungs- und Empörungskultur eingetauscht haben.

Man hört der Gegenseite nicht mehr zu, man argumentiert nicht sondern schreit nur noch "Nazi" oder "Gutmensch", weshalb es auch zunehmende schwerer wird den Populismus zu erkennen.

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Populismus ist nicht per se was Schlechtes, es kommt also immer auf den jeweiligen WEinzelfall an, der inhaltlich auf den Prüfstand gehört. So was ist dann im Sinne der Philosophie materialistisch, idealistisch isses hingegen, nur auf die Form zu achten und vorschnell zu moralisieren.

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Nichts als Wadenbeißerei, "getroffene Hunde bellen".
Erkennbar haben die etablierten Parteien keine Antworten und Lösungen, daher der Reflex mit dem Populismusvorwurf.

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Populismus ist bei uns rechtslastig besetzt und wird in der Regel sogar als "Rechtspopulismus" bezeichnet (ein "Linkspopulismus" existiert bezeichnenderweise nicht).

Den sogenannten Populisten wird unterstellt, daß sie die "komplizierten" Vorgänge demokratischer Politik ignorieren oder gar ablehnen

Das ist natürlich Blödsinn, der aus der linken Ecke heraus ertönt. Auch die sogenannten Populisten müssen und wollen die Spielregeln einer Demokratie beachten: Kompromißfähigkeit und die Fähigkeit, bei allen Sachfragen einen Interessenausgleich herbeizuführen.



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Kommentar von oelbart
12.09.2016, 22:04

Natürlich gibt es Linkspopulismus, und auch der Begriff wird im Zusammenhang mit der Linken häufig verwendet.

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Kommentar von voayager
13.09.2016, 12:32

joheibo, du irrst, der Vorwurf des Populismus kommt meist aus dem Regierungslagwer, hat nix mit den Linken zu tun.

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Populismus ist etwas Schlechtes.

Ganz einfach deshalb, weil Populisten durch bewusstes Verschweigen von Tatsachen die Naivität von Leuten ausnutzen, um ihnen weis zu machen es gäbe einfache Lösungen.

Diese entpuppen sich jedoch bei näherenHinsehen aus den verschiedensten Gründen (häufig rechtlicher Art) als überhaupt nicht umsetz- oder durchführbar.

Das Wesen des Populismus ist also Belügen und Betrügen mit dem Ziel Wählerstimmen zu bekommen.

Ein solches Verhalten ist nicht lächerlich sondern extrem verabscheuungswürdig.

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 22:05

Müsste man dann mit diesem Begriff nicht extrem vorsichtig umgehen ? 

So wie du das beschreibst, sind die österreichische FPÖ , sowie die Deutsche AfD, die französische Front National eine Verabscheuungswürdige, betrügerische, verlogene Organisation . 

Die Medien sind sich einig, dass diese Parteien Populistische Parteien sind . Dieses Urteil ist doch sehr respektlos, und pauschalisierend . Wie kann man mit solch einem Begriff derart Verantwortungslos umgehen ? 

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Ich mache mal ein anderes Beispiel: wenn du krank bist, gehst du dann zu einem Arzt, von dem du annimmst, dass er sein Fach versteht? Oder lässt du deine Nachbarn aus deiner Straße darüber abstimmen, was dir fehlt, und was nun mit dir getan werden soll?

Natürlich denke auch ich, dass es keinen politischen Weg an der demokratischen Entscheidung vorbei geben sollte, aber es gibt auch noch den Aspekt des Sachverstandes politischer Zusammenhänge. Letzter Punkt wird derzeit sehr vernachlässigt.

Viele Menschen befassen sich nicht mit den Zusammenhängen. Das ist auch ein Stück weit verständlich (auch ich behaupte nicht, alles zu verstehen, dazu ist die Welt zu komplex). Aber ich denke (so sehr ich auch direkte demokratische Elemente schätze), das ist auch ein Grund, die repräsentative Demokratie zu stärken (es gibt Leute, die sich beruflich damit befassen, und wir dürfen wählen, wer wie viel "Gewicht" in der Entscheidungsfindung haben soll).

Auch ich bin dafür, den Arzt frei wählen zu dürfen. Aber es hilft nur etwas, wenn zumindest ein großer Teil von ihnen den notwendigen Sachverstand hat. Meine Erfahrung zeigt, dass viele Wähler sehr oberflächlich denken, und im Grunde haben wir alle mit unseren Berufen und anderen Tätigkeiten oft mehr als genug zu tun. Fast alle sind nur "Hobby-Politiker". Geht mir genauso...

Die Angst vor der repräsentativen Demokratie ist meiner Ansicht nach auch korreliert mit der Angst vor der Komplexität der modernen Welt. Wenn wir krank sind, vertrauen wir jemandem, der was von Krankheiten versteht. Wenn es um Politik geht, halten wir uns alle für Experten.

Ist das berechtigt?!

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 22:43

Wenn wir krank sind, vertrauen wir jemandem, der was von Krankheiten versteht. Wenn es um Politik geht, halten wir uns alle für Experten. Ist das berechtigt?!

"ist das Berechtigt"?ich würde sagen, Ja (!) 

denn .. folgendes musst du nicht lesen,es sind nur die ersten zwei Absätze von "Politik" in  Wikipedia: 

Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als Politik bezeichnet werden.Zumeist bezieht sich der Begriff nicht auf das Private, sondern auf die Öffentlichkeit und das Gemeinwesen im Ganzen. Dann können das öffentliche Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens als Politik beschrieben werden. Im engeren Sinne bezeichnet Politik die Strukturen (Polity), Prozesse (Politics) und Inhalte (Policy) zur Steuerung politischer Einheiten, zumeist Staaten, nach innen und ihrer Beziehungen zueinander.

In der Politikwissenschaft hat sich allgemein die Überzeugung durchgesetzt, dass Politik „die Gesamtheit aller Interaktionen definiert, die auf die autoritative [durch eine anerkannte Gewalt allgemein verbindliche] Verteilung von Werten [materielle wie Geld oder nicht-materielle wie Demokratie] abzielen“. Politisches Handeln kann durch folgenden Merksatz charakterisiert werden: „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“

..wenn man sich das durchgelesen hat könnte man zusammenfassen : Politik bestimmt also , alles ! 

Das meiste von allem geht uns alle etwas an . Natürlich hole ich mir Fachmännische Meinung, doch wir sind mündig genug zu bestimmen, dass wir einen Fachmann brauchen, und wie dieser zu sein hat. Politik ist für uns da, und nicht umgekehrt. 

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"Warum sind einfache Lösungen denn pauschal etwas schlechtes?"

Weil die meisten Probleme nicht einfach, sondern kompliziert sind. Daher sind auch keine einfachen Lösungen möglich.

Das Dumme ist nur, dass einfache Lösungen, die gar keine Lösungen sind, den meisten Leuten einleuchten.
Noch dazu muss man sich nicht mit Denken beschäftigen.

Solche "Konzepte" sind also ideal, um Wähler zu gewinnen, insbesondere dann, wenn sie mit dem Weltbild vieler Menschen zusammenpassen.

Ein Beispiel außerhalb der Tagespolitik:
In den Achtzigern meinten die Gewerkschaften die Arbeitslosigkeit dadurch bekämpfen zu können, dass die Wochenarbeitszeit flächendeckend und bei vollem Lohnausgleich auf 35 Stunden gesenkt wird.
Die Unternehmen wären somit gezwungen gewesen, neue Arbeitnehmer einzustellen.
Bewusst ignoriert wurde hierbei der Effekt, den dies auf die Kosten und die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe haben würde.
Die Folge wären Betriebsstilllegungen und neue Arbeitslosigkeit gewesen.

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 22:01

du sagst selbst, " die meisten" .

Was ist dem Rest?

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Populus heisst ja eigentlich lat.(Volk). Populisten sprechen eigentlich nur das aus was das Volk denkt. Und einfache Lösungen sind nicht die schlechtesten es wird nur von unserer jetzigen politischen Kaste schlecht gemacht.

Am besten ist selber denken, nicht alles glauben was Presse, TV oder Rundfunk senden. Hier geht es um Einschaltquoten und Auflagen also wird der "mainstream" bedient.

Kleines Beispiel: Bisher wurde bei Gewaltdelikten immer verschwiegen welcher Nationalität die Täter waren. Aufgrund des steigenden Zulaufes zur Pegida (Lügenpresse) und AfD wurde der Kurs gewechselt um nicht vollends an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Oder die Vorfälle und sexuellen Übergriffe von Muslimen auf deutsche Frauen: Zuerst wollte man alles unter den Teppich kehren bis das Ganze zu offensichtlich war.


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Kommentar von oelbart
12.09.2016, 22:08

Erstaunlich - und was denkt "Das Volk" so? Und wer gehört zu "dem Volk"? Nur die, die genau so denken wie der Populist? Per definitionem hat er dann recht, wa?

Und in der wievielten Generation muss jemand in Detuschland wohnen, um in der Berichterstattung als "Deutsch" zu gelten? Oder ist das davon abhängig, ob derjenige Täter wird oder Feuerwehrkommandant?

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Das Problem ist halt, dass Du zb in Deutschland rund 80 000 000 Menschen hast, die Du irgendwie unter einen Hut bringen musst. Da sind tausende Sonderfälle dabei, denen Du mit einfachen Lösungen niemals gerecht wirst.

Beispiel: Die Autobahnmaut für Ausländer. Klingt erstmal ganz einfach: Der Deutsche zahlt ja KFZ-Steuer, also soll der Ausländer seinen Teil ebenfalls beitragen, indem er Maut bezahlt.

Problem: Soll das jetzt nur für Autobahnen gelten, oder auch für Bundesstraßen oder gar für alle Straßen?
Wenn es nur auf Autobahnen gilt, gibt es hunderte Ortschaften, die auf parallelstrecken zu den Autobahnen liegen und die plötzlich x mal so viel Verkehr wie früher haben. 

Bei Lösung zwei hingegen gibt es erst mal ein Kontrollproblem (es gibt hunderte kleine Grenzübergänge, soll man jetzt an jedem Feldweg eine Mautstelle einrichten?), außerdem beschweren sich grenznahe Kommunen, weil keine "Tagestouristen" (zb Schwimmbadbesucher, Einkäufer, ...) mehr aus dem Nachbarland kommen, da der Trip plötzlich x mal so teuer wird wie vorher.

Gleichzeitig soll es noch Konstellationen geben, in denen für ein Fahrzeug sowohl Maut als auch Steuer gezahlt werden müsste (kenne mich da allerdings nicht so genau aus...)

All das sind faktoren, die die "einfachen" Lösungen des Populisten im Einzelnen mindestens genauso kompliziert machen würden wie jede andere Lösung - nur verschweigt der Populist das, oder er geht halt über die Nachteile hinweg.

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Kommentar von vitus64
12.09.2016, 22:00

Gutes Beispiel.

"Übersehen" wurde darüber hinaus seitens der Anhänger der Maut, dass Belgien das gleiche früher schon mal versucht hat und am EU-Recht gescheitert ist.

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was du uebersiehst ist, dass politik nicht einfach sein kann, dafuer ist die welt viel zu komplex.

wenn du eine einfache loesung fuer ein bestimmtes problem hast, kann die loesung trotzdem schlecht sein, wenn du sie in einem groesseren zusammenhang betrachtest.

ganz simples beispiel (etwas, das die piraten-partei in ihrem programm hat oder mal hatte): die nutzung oeffentlicher verkehrsmittel wird kostenlos. damit loesen wir eine vielzahl von verkehrsproblemen und helfen gering verdienern, mobiler zu werden ... etc.

schoene idee ... aber wer bezahlt das dann? 

eine regierung ist nicht in erster linie dazu da, probleme zu beseitigen, sondern ein land am laufen zu halten und dabei die groessten krisenherde einzudaemmen, sozusagen einen fahrenden zug reparieren und in stand halten. mehr kann politik nicht leisten. 

donald trump ist ein populist und seine "politik" kommt bei den leuten gut an, die ausschliesslich ihr eigenes kleines leben sehen, ohne sich darueber im klaren zu sein, dass es innen- und aussenpolitische umstaende gibt, die ihr kleines leben auf eine art bedrohen, die ihnen noch gar nicht in den sinn gekommen ist. (z.b. klimawandel oder mehr laender mit atomwaffen ausstatten, damit sie sich selbst verteidigen und nicht mehr von den USA unterstuetzt werden muessen ...)

trump verspricht eine mauer, die illegale einwanderung verhindert und die leute halten das fuer eine gangbare loesung, denn mexiko bezahlt ja dafuer ...

ich mein, ernsthaft? 

das sind vielleicht krasse beispiele, aber sie illustrieren das, was von populisten eingesetzt wird, um simple gemueter auf sich aufmerksam zu machen. die groesseren zusammenhaenge und die umsetzung bleiben unberuecksichtigt. 

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Wenn die einfachste Lösung für das Renten Problem ist, einfach alle Rentner zu töten dann wäre das doch ein bisschen zu einfach, nicht?

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 21:42

Jap, würde ich auch sagen . Doch wenn die Lösung wäre, den reichsten 1% einfach ein bisschen etwas wegzunehmen ,damit die armen Rentner über die runden kommen ,dann wär das doch ganz nett, und garnicht so unlogisch. 

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Ja, offenbar übersiehst du etwas. Einfache Lösungen sind wunderbar - wenn es sich um einschichtige simple Probleme handelt.

Einfache Scheinlösungen, für die komplexe Tatsachen einfach ignoriert werden, und die lediglich dazu dienen sollen, einfache irrationale Ängste zu bekämpfen, sind eine billige Falle - und daran gibt es in der Tat nichts "Gutes".

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 21:40

Du gehst wieder von "scheinlösungen" aus .  Man muss nicht alles verkomplizieren. Wenn man auf heiße Luft steht...

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Du übersiehst, dass es in der heutigen Welt auf Probleme leider überhaupt keine einfachen Lösungen gibt.

Rechtspopulisten beispielsweise werben ja aktuell mit der "einfachen Lösung", die Grenzen für Flüchtlinge schließen oder Burkas, Minarette und Muezzine (was auch immer, Hauptsache Islam) verbieten zu wollen. Außerdem behaupten sie, dass jeder Muslim ein potentieller islamistischer Attentäter ist.

So einfach ist das aber nicht: bei ersterem werden die Fluchtursachen komplett ausgeblendet, zweiteres wäre grundgesetzwidrig und letzteres verkennt die Art und Weise, wie und weshalb sich Menschen radikalisieren.

Ein besonderes Beispiel für die Unmöglichkeit von einfachen Lösungen ist das Burkaverbot: es würde sich mit dem Recht der freien Religionsausübung stoßen, allerdings ist das (erzwungene) Tragen der Burka ebenfalls ein massiver Einschnitt in die Rechte und die Freiheit der Frau.

Deshalb kann es auf die meisten gesellschaftlichen Fragen überhaupt keine einfachen Lösungen geben, wenn man sich nur eingehender damit befasst. Deshalb werden die "einfachen Lösungen" der Populisten, sei es nun von rechts oder von links, oft als Phrasendrescherei abgetan und negativ bewertet.

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 21:57

sorry, aber dein erster Satz stört mich schon sehr 

Du übersiehst, dass es in der heutigen Welt auf Probleme leider überhaupt keine einfachen Lösungen gibt.

"überhaupt keine einfachen Lösungen?"  Atomkraft soweit möglich einschränken , reduzieren,  bishin zur Abschaffung?  - Einfache Lösung, schwer umzusetzten , aber leicht formuliert. 

Atomwaffen verbieten, weil ? Braucht man eine Erklärung ? Man braucht nur erklärungen dafür warum es sie gibt. Jedem ist klar, dass Atomwaffen absurd sind .

Reiche werden reicher, arme ärmer . Das ist einfache Mathematik. Einfache Lösung, nicht mehr zulassen . Wie ? Durch einen Entschluss. Sofort gelöst? Nein . Lösbar , ja .  

Populismus? oder einfach eine Entscheidung für eine bessere Welt ? 

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Kommentar von voayager
13.09.2016, 12:41

Manche Dinge sind viel einfacher als du denkst User hooo, du hast das halt so in der Schule gelehrt bekommen und behälst diese unreflektierte Ansicht einfach bei.

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Unsere derzeitige Poltik ist das beste Beispiel dafür. Menschen regen sich über die Flüchtlingspolitik auf und Populisten nutzen es um Wählerstimmen zu bekommen. 

Unsere Politik "verkompliziert" nicht alles. Versuch du mal allen es recht zu machen und dabei human und emphatisch zu agieren. 

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Populismus ist eine Form des Opportunismus, bei der ein Politiker oder auch eine ganze Partei dem Volk das verspricht, was dieses seiner Meinung nach hören will. In einer Demokratie scheint das ein recht erfolgversprechender Weg zu sein, um Wähler zu gewinnen. Deshalb wird das Wort abwertend benutzt.

Es ist zwar demokratisch, auf die Wünsche und Vorstellungen der Wähler einzugehen, doch die meisten Wähler wünschen sich echte Überzeugungen von ihren Politikern. Diese sollen derselben Meinung sein, aber aus eigener Überzeugung und nicht nur deshalb, weil sie die Meinung der Wähler spiegeln. Politiker, die dem Volk nur nach dem Mund reden, sind mir suspekt und können mich nicht überzeugen. Eigene Meinung ist also gefragt.

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"Populismus" ist ein nichtssagender Kampfbegriff, den sich Politiker gegenseitig um die Ohren hauen. Er ist für mich angesichts der Dummheit des Volkes aber auch nicht positiv besetzt.

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 21:47

Nettes Bild;) .. Eigentlich machts nur eine Seite..(links)

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Einfache Lösungen sind toll. Scheinbar einfache Lösungen sind Mist. Was verstehtst du an dem Begriff "scheinbar" nicht?

Offensichtlich (das Gegenteil von scheinbar) hast du die Definition nicht verstanden.

Also nochmal von vorn lesen, verstehen und die Frage vergessen.

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Kommentar von LoparkaLisa
12.09.2016, 21:45

Lies du vielleicht nochmal von vorn . "Und wer entscheidet, dass sie es nur " scheinbar" sind ?"

Es ist doch ein leichtes Menschen mit einfachen Lösungen vor den Kopf zu stoßen , weil man einfach das Adjektiv "scheinbar"vorsetzt. 

Deine Antwort war laut Definition also absolut Populistisch:DDD

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Kommentar von voayager
13.09.2016, 12:39

Jein, man lehrt uns an Schulen und Unis, dass alles möglichst komplex zu betrachten sei, die Welt als eine verzwickte Sache. Hweraus kommt dann ein endloses Gelabere, statt zu handeln. Manchmal sind einfache Lösungen genau das Passende, so z.B. bei der Umvetteilung der eklatanten Vermögensungleichheit. Die Herrschenden und vor allem deren Helfer suggerieren uns, dass das alles nicht so einfach sei und schmunzeln in sich hinein, wenn sie das Volk so einfach abspeisen. Es gibt da noch viele weitere einfache Lösungen, die einfach erkannt und einfach umgesetzt werden könnten, sofwern dies nur erkannt und dann gewollt wäre.

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