Warum lassen so viele Frauen bei Down-Syndrom des Ungeborenen eine Spätabtreibung machen?

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5 Antworten

Dein Zitat:
"Ich würde solch ein Baby sofort adoptieren."

Es wäre sicherlich schön, wenn Menschen wie du es täten. Nur leider ist es meist nicht so.

Dein Zitat:
"Sie haben genau wie andere das Recht auf Leben."

Nichtbehinderte können sich oftmals nicht vorstellen, dass man mit Down Syndrom ein schönes Leben führt. Sie sind nicht in der Lage sich in diese Situation hinein zu versetzen, weil für sie andere Maßstäbe gelten (z. B. Leistungsgesellschaft, Status). Ein Mensch mit Down Syndrom kann ein wesentlich zufriedener, mit unter auch glücklicherer, Mensch sein, als ein sog. "normaler".

U. a. stellt die mehr als lebenslange Verantwortung ein Problem dar, die man diesem Menschen gegenüber hat. Nach dem Motto: Was ist, wenn es uns nicht mehr gibt? Wer wird unser erwachsenes Kind versorgen?

Die meisten Menschen (meist Frauen) werden diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen und ich wünsche niemandem, in eine solche Entscheidungssituation zu geraten.

Die, die sich für das Kind entscheiden können stolz auf sich sein. Die, die sich dagegen entscheiden, sollten nicht von anderen verurteilt werden. Es ist sicherlich etwas Anderes eine Situation nur gedanklich durch zu spielen, als sie in der Realität zu erleben.

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Ich finde es schlimm aber manche Frauen wollen ein gesundes Kind ich glaube sie haben auch angst um das Kind weil es im schlimmsten fall gemobbt werden kann oder so was natürlich nicht Selbstverständlich ist aber ich glaube sie habe einfach angst um die Zukunft des Kindes.

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Wenn eine schwere Krankheit festgestellt wird, ist das etwas Negatives.

Die Mütter sind geschockt, quälen sich mit Zukunftsaussichten und Fragen und werden oft genug von Familie oder auch den Ärzten latent oder offen unter Druck gesetzt. Noch dazu sind sie letztlich unter Zeitdruck, weil die Schwangerschaft ja so oder so irgendwann endet.

Dieser Zustand der Panik, Verunsicherung und Trauer ist so groß, dass die Frau ihn beenden möchte. Man hat das Gefühl, etwas "dagegen zu tun", wenn man abtreibt.

Hinterher stellen die Frauen oft fest, dass mit der Abtreibung weiterzuleben für sie genauso oder vielleicht mehr belastend ist, als das Baby zur Adoption gegeben oder behalten zu haben.

Aber wer will den verängstigten Frauen in der damaligen Situation einen Vorwurf machen?

Deswegen denke ich manchmal, für viele Frauen wäre es besser, die Spätabtreibungen wären nicht erlaubt, denn dann hätten sie gar nicht diesen schrecklichen Entscheidungsdruck.

Grade Menschen mit dem Down Syndrom haben in der Regel ja keine chronischen Schmerzen oder große körperliche Einschränkungen.

Und wenn das soziale Netz die Eltern und geistig Behinderten besser auffangen würde, entstünde kein nennenswertes Leiden durch Down Syndrom! :-( Aber dafür können die Mütter nichts.

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Sie können es wahrscheinlich nicht akzeptieren das es ihr Kind sein soll.Es wünscht sich ja jeder ein gesundes Kind.

Leider sind manche Menschen(bzw Frauen) so egoistisch

obwohl man nicht alles auf die Frau schieben darf vlt will der Mann das Kind ja nicht und die Frau treibt ab weil sie ihren Mann nicht verlieren wil.

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Ich kenne so einen Fall:

eine Frau war schwanger mit Zwillingen. Eines der Kinder war gesund, das andere hatte das Down Syndrom. Das gesunde Kind hat sie behalten, das Kind mit Down-Syndrom hat sie zur Adoption freigegeben. Nach der Geburt hat sie dieses Kind direkt im Krankenhaus gelassen, nur das unbehinderte Kind hat sie mitgenommen.

Das ist auch ziemlich extrem. Stellt euch vor, wenn das Kind in ein paar Jahren mitbekommt, daß es einen Zwilling hat, der aber gleich nach der Geburt abgegeben wurde ...

Allerdings sollte man immer folgendes bedenken: in den wenigsten Fällen kennt man die Umstände und die Beweggründe der Mutter. Also sollte man nicht zu vorschnell urteilen. Vielleicht gab es noch andere Gründe. Stellt euch mal vor, die Mutter selbst ist vielleicht ein junges Teenager-Mädchen. Oder die Schwangerschaft entstand durch eine Vergewaltigung. Da wäre ein unbehindertes Kind schon eine große Belastung. Und wenn das Kind dann noch Down Syndrom hat, macht es das ja nicht gerade leichter.

Meine Frau und ich haben uns beim Jugendamt als Adoptiveltern beworben. Wir haben gesagt, wir würden auch ein Kind mit Down-Syndrom adoptieren. Allerdings gab es in den letzten 4 Jahren überhaupt kein Kind in unserem Landkreis, das zur Adoption freigegeben wurde.

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