Frage von dantenr15, 95

Warum lassen sich auf meiner Westerngitarre die Saiten nicht richtig aufziehen?

Ich habe neulich versucht, auf meine Westerngitarre neue Saiten aufzuziehen. Dabei habe ich aber gleich bei der ersten Saite (E6) gemerkt, dass die Saite total scheppert. Daraufhin habe ich mit dem Handy ein Foto vom Inneren des Gitarrenkörpers gemacht und festgestellt, dass das Ende der Saite nicht unten am Stift sitzt, sondern direkt am Holz und da dann wahrscheinlich das Scheppern erzeugt. Meine Stifte haben unten eine leichte Neigung nach vorne, da kann dieser Ball eigentlich nicht halten. Was kann ich da machen? Sollte ich neue Stifte besorgen? Oder hab ich vielleicht beim Aufziehen was falsch gemacht?


P.S.: Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe eine Ibanez Westerngitarre (ähnelt glaub ich dem aktuellen Modell AEG) und Elixir 11-52-Phosphor-Bronzesaiten.

Antwort
von Pudelwohl3, 63

Es ist doch normal, dass die Saite mit dem kleinen Ring/Ball direkt an der Decke (dem Holz) gehalten wird. Der "Stift" führt nur die Saite dahin.

Hab ich das verständlich ausgedrückt?

Scheppern entsteht eher durch die Saitenlage auf den Bünden. 

Kommentar von dantenr15 ,

Echt? Also meine Gitarrenlehrerin meinte das wäre falsch, die Kugel müsste am unteren Ende vom Stift sein. Das Scheppern entsteht übrigens auch eindeutig im Korpus, das kann man hören. Am Griffbrett liegt es nicht.

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Da irrt Deine Gitarrenlehrerin aber oder Du hast sie falsch verstanden. Wenn das Ballend am unteren Ende des Stiftes gehalten würde, würde die Spannung der Saite den Stift herauskatapultieren, kannst Du Dir das vorstellen?

Vielleicht scheppert im Korpus irgend etwas anderes ...

Zum Saitenaufziehen schau mal hier (etwa bei 3:50 kommt die spannende Stelle):

https://www.youtube.com/watch?v=3S40JuPNiBI

Oder, textlich, bei Thomann (Schritt 4):

https://www.thomann.de/de/onlineexpert_page_saitenkunde_saiten_aufziehen_akustik... 

Kommentar von Mediachaos ,

Dann hat sie, mit Verlaub, keine Ahnung. Bei meinen drei Westerngitarren ist es anders. Und hier ist eine Abbildung, die zeigt, wie's sein soll: 

http://www.frets.com/FretsPages/Musician/GenMaint/LooseBits/LooseBitViews/looseb...

Bei fünf von sechs Saiten ist es korrekt... Wenn das sog. "Ballend" auf dem Ende des Pins säße, würde der Saitenzug den Pin wieder heraus ziehen.

Kommentar von dantenr15 ,

Also ich habe die Saite dreimal aufgezogen und dann hat es sich automatisch so gezogen, wie ihr es beschrieben habt. Da hat es aber immer gescheppert. Die A-Saite hab ich auch schon drauf, die ist genauso unter der Decke, scheppert aber in keinster Weise. Habt ihr denn eine Idee, wo das Scheppern herkommen könnte?

Kommentar von Pudelwohl3 ,

So eine Ferndiagnose ist ein bisschen schwierig. Zum Scheppern kann es auch an einer anderen Stelle kommen, wenn die Resonanzfrequenz stimmt. Das kann man aber eigentlich mit Hören und Fühlen (in Frage kommende Verursacher abdämpfen) gut herausbekommen.

Wenn Du den Verursacher mit dieser Methode nicht identifizieren kannst, zeigst Du das vielleicht doch am einfachsten mal jemandem, der sich damit auskennt. Musikfachgeschäfte können Dir sofort sagen, woran es bei Deiner Gitarre genau liegt.

Antwort
von Pudelwohl3, 41

Hier noch mal eine kleine Skizze (die ich mir grad aus dem Netz gefischt habe, vielen Dank dem freundlichen Ersteller):

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