Frage von SenemSenem, 162

Warum lässt Gott zu dass so schreckliche Dinge auf der Welt passieren ?

Ich frage mich immer warum passieren so viele schreckliche dinge auf der Welt warum gibt es schlechte menschen ? Was meint ihr dazu ?

Antwort
von Meatwad, 62

Gläubige Menschen werden dir da verschiedene Antworten geben, die sich jedoch in alle im Bezug auf ihre Schwammigkeit und mangelnde Logik gleichen.

Götter gibt es nicht. Sie machen die ganze Sache auch nur unnötig kompliziert. Nimmt man die Götter aus dem Spiel, dann passt wieder alles.

Kommentar von kayo1548 ,

"
Sie machen die ganze Sache auch nur unnötig kompliziert. "

Manches vereinfachen sie auch, gerade dann wenn Gott als Lückenfüller herhalten muss um alles erklären zu können.

Tatsächlich waren viele alltägliche Dinge lange Zeit sehr kompliziert und wenn man sich komplexe quantenmechanische Vorgänge anschaut oder sich überlegt wie das Unviersum entstanden ist wird man recht schnell feststellen das man diese Fragen wohl niemals beantworten wird - ja unter Umständen unsere Logik und Erfahrung (die ja auf diesem Universum mit diesen in diesem offenbar geschlossenen System entsandenen Gesetzmäßigkeiten beruhen) nichtmal geeignet sind das überhaupt zu untersuchen.

Kommentar von profil10 ,

Danke! Da wird einem ja schlecht bei dem geistigen Durchfall was hier manche verfassen.

Dass es im 21. Jahrhundert noch immer Leute gibt, die an solche Kindermärchen glauben. Einfach nicht zu fassen wie weit man hängen bleiben kann.

Antwort
von kayo1548, 50

Erstmal müsste man definieren was Gott ist; denkbar wären dann mehrere Antowrten:

-> es gibt keinen Gott (was man natürlich nur anhand einer konkreten Definition aussagen kann)

-> Gott will einen prüfen (was manche Gläubigen oft annehmen)

-> Gott interessiert sich nicht für die Menschen

-> Gott schaut gerne zu wie Menschen leiden

-> Gott beobachtet gerne als Außenstehender

-> Gott ist gar nicht so fühlend und denkend wie viele das erwarten, also nicht menschlich (würde es tatächlich einen "allmächtigen" Gott gäben wäre das denke ich nicht die unwahrscheinlichste Überlegung - vieles was uns Menschen ausmacht ist im Laufe der Zeit enstanden und hätte für so ein Wesen keinerlei Bedeutung, ja wäre sogar "primitv")

Eine wirkliche Antwort wirst du natürlich keinesfalls bekommen, da sich noch nichteinmal die Frage klären lässt ob es einen Gott gibt, da es kaum eine nachprüfbare Definition gibt.

Letztendlich ist "Gott" also eine mehr oder weniger abstrakte Vorstellung die viele Menschen haben und ganz unterschiedlich betrachten.

Antwort
von Giustolisi, 23

Diese Frage wurde hier schon oft gestellt.
Im Grunde läuft es immer darauf hinaus, dass es entweder keinen Gott gibt, oder dass diesem Gott das Wohlergehen der Menschheit nicht am Herzen liegt.

Von religiöser Seite gibt es ein paar Ausreden für Gott, die aber alle nicht ziehen.

So wird oft behauptet, es hätte was mit dem freien Willen zu tun.
Wenn aber zum Beispiel ein Mörder mordet oder ein Vergewaltiger vergewaltigt, geschieht das in der Regel gegen den Willen seiner Opfer.
Würde ein Gott eingreifen und solche Verbrechen verhindern, geschähe das gegen den Willen der Vergewaltiger und Mörder.
Ob ein Gott also eingreift oder nicht, es passiert immer etwas gegen den freien Willen Entwerder der Opfer oder der Täter.
Soll der freie Wille als Ausrede her halten, muss man zu dem Schluss kommen, dass diesem Gott der freie Wille der Täter wichtiger ist als der der Opfer. Das sagt viel über diesen Gott aus, aber noch mehr über die Gläubigen, die ihn trotzdem für gut halten.

Oft wird auch behauptet, das Leben wäre eine Prüfung.
Da kommen mir sofort mehrere Fragen in den Sinn.
Warum werden nicht alle Menschen auf die gleiche Weise geprüft?
Was muss zum Beispiel ein Kind, das wenige Tage nach der Geburt stirbt, tun, um diese Prüfung zu bestehen?
Was muss ein Mensch, der schwerst geistig behindert zur Welt kommt, tun um die Prüfung zu bestehen?
Warum muss ein allwissender Gott überhaupt etwas prüfen, wenn er doch schon vor der Prüfung wissen muss, wie diese ausgehen würde?
Auch eine Prüfung taugt also nicht als Ausrede.

Es wird auch behauptet, die Menschen wären selbst am Leid schuld.
Die Behauptung hinkt an zwei Stellen. So ist der Mensch an vielerlei Naturkatastrophen nicht schuld. Außerdem kommen selbst bei von Menschen verursachtem Leid viele Unschuldige um, die nichts damit zu tu hatten.

Es kursiert auch die Behauptung, der Mensch wüsste ohne das Böse nicht was gut ist und wüsste ohne Leid nicht wie gut er es hat.
Ich behaupte einfach mal, dass wir keine aidskranken Kinder, Erdbeben,  oder fleischfressende Bakterien bräuchten, um wertzuschätzen, dass es und gut geht.

Es gibt also entweder keinen Gott und sollte es ihn (so unwahrscheinlich das auch ist) geben, dann ist er nicht gut, denn wer schweres Leid zulässt, obwohl er es vermeiden könnte und dem ganzen Treiben dann noch zusieht, ist einfach ein sadistisches Arsch- loch

Antwort
von Illuminaticus, 25

Es gibt schlechte Menschen, damit die guten Leute ueberhaupt erkennen koennen, das sie gut sind. Ohne die schlechten waere es fad und langweilig und Langeweile nervt gewaltig.

Im jeden guten Film gibt es die Ganoven, die Spitzbuben und Leichentraeger, alles damit wir wissen, wir sind gut und die Boesen tun gerade ihr Werk.

Die Verfuehrung der Dualitaet, die hier auf der Erde herrscht, moechte beide Seiten der Medaille ausleben, das Gute und das Boese, dann macht es richtig Spass, dann kommt Freude auf.

Nichts kann einem guten Drama mehr Wuerze geben, als die boese Schwiegermutter, die immer Schlechtes im Sinn hat. Wir alle kennen solche boesen Typen, scheinbar wollen wir sie, damit die Erfahrung noch gefuehlsbetonter wird.

Nun zu deiner Frage: Gott laesst nicht Schrechliches passieren, wir sind es, die bestimmte Erfahrungen machen moechten, die durch unsere Gedanken entstehen und dann Erlebnisse anfachen, die uns wachruetteln.

Daran erkennst du, dass schreckliche Dinge Wachruettelungscharakter haben, sie machen uns wach die Realitaet zu erkennen, waehrend schoene Erlebnisse dich im Traum dahindudeln lassen. Denke mal darueber nach. Alles Gute!

Antwort
von RevatiKKS, 31

Die Frage wird schon seit Jahrtausenden gestellt. Genauer gesagt, seitdem das vedische Wissen in Vergessenheit geraten ist.

Davor war es jedem bewusst, dass Leid durch eigene Handlungen verursacht wird. Man kannte die Gesetzmäßigkeiten von Wiedergeburt und Karma und wusste, dass man die Ergebnisse seiner eigenen Handlungen erfährt. Im Christentum spricht man von Saat und Ernte. Aber leider wurde Reinkarnation aus der christlichen Lehre verbannt. Was zwangsläufig zur Folge hatte, dass immer mehr Menschen keinen Sinn mehr in der offiziellen Lehre sahen. 

Wir sind hier um zu lernen, dass egoistische Handlungen nicht zu guten Ergebnissen führen können. Wer keinen Regeln folgen mag, nach "Lust und Laune" leben möchte, der muss halt aus Erfahrungen lernen. Das nennt man drittklassige Intelligenz. Erstklasisge Intelligenz lernt aus dem, was gelesen/gehört wird, zweitklassige aus Beobachtung.

Heute ist es leider so, dass die meisten Menschen es sogar ablehnen , aus Erfahrung zu lernen. Die gleichen Fehler werden immer und immer wieder gemacht. In der Hoffnung, dass beim nächsten mal alles besser (also nach den eigenen Wünschen) funktionieren wird.

Intellekt ist noch da, aber die Intelligenz befindet sich in einem koma-ähnlichen Zustand und weigert sich, wieder aufzuwachen. Irgendwie scheint alles noch nicht übel genug zu sein!

Kommentar von Giustolisi ,

Wir sind hier um zu lernen, dass egoistische Handlungen nicht zu guten Ergebnissen führen können.

Keine gute Ausrede für das Leid. Wer kurz nach der Geburt stirbt, hat bestimmt was draus gelernt. Die egoistischen aidskranken Kinder in den Ländern der dritten Welt lernen bestimmt auch irgendwann, nicht so egoistisch zu sein.

Erstklasisge Intelligenz lernt aus dem, was gelesen/gehört wird, zweitklassige aus Beobachtung.

Was für ein Brüller, der ist wirklich gut.

Heute ist es leider so, dass die meisten Menschen es sogar ablehnen , aus Erfahrung zu lernen. 

Erfahrungen sind einfach sehr anfällig für Fehler

Kommentar von RevatiKKS ,

Siehst du, genau das meinte ich.

Heute will man nicht einmal mehr aus Erfahrungen lernen.

Was die Kinder betrifft (nicht nur die, sondern alle Menschen) , sie nehmen ihre Erfahrungen im unterbewussten Geist gespeichert von Körper zu Körper mit. 

Wer kurz nach der Geburt stirbt oder schon als Kind an AIDS erkrankt hat eine Menge Karma abgebaut, was sich auf das nächste Leben positiv auswirkt. Und die im Unterbewusstsein gespeicherte Erfahrung wie leidvoll das war bewahrt die Person davor, anderen ähnliches Leid zuzufügen. Denn das hat die Person im vorherigen Leben getan, sonst wäre sie nicht in eine solche Situation gekommen. 

Wenn sie bereit ist aus Erfahrung zu lernen. Aber das ist ja nicht angebracht, wie du meinst.

Das möchte ich nicht weiter "diskutieren". Aber denk doch einmal für dich selbst darüber nach, ob das gerecht wäre.

Kommentar von Giustolisi ,

Heute will man nicht einmal mehr aus Erfahrungen lernen.

Aus Erfahrungen kann man nur einfache Sachen lernen, wie nicht auf die heiße Herdplatte zu fassen. Je komplexer der Sachverhalt, desto fehleranfälliger werden Erfahrungen.

Was die Kinder betrifft (nicht nur die, sondern alle Menschen) , sie nehmen ihre Erfahrungen im unterbewussten Geist gespeichert von Körper zu Körper mit.
Das ist Quatsch, rein spekulativ, unbelegt, Nonsens, einfach nur Träumerei, wenn du es nicht belegen kannst.

Wer kurz nach der Geburt stirbt oder schon als Kind an AIDS erkrankt hat eine Menge Karma abgebaut, was sich auf das nächste Leben positiv  auswirkt.

Schöne Wunschträume, aber nicht mehr. Es gibt weder für ein leben nach dem Tod noch für Karma irgendwelche Belege. Das sind nur tröstliche Fantasien, die sich Menschen ausgedacht haben.

Das möchte ich nicht weiter "diskutieren".

Natürlich nicht. du hast deine Meinung und willst sie behalten, egal wie viele Gegenargumente es gibt. Du kannst dir auch die Ohren zu halten und lalalalala singen, es läuft auf das Gleiche raus.

Aber denk doch einmal für dich selbst darüber nach, ob das gerecht wäre.

Wie kommst du darauf, dass die Welt gerecht sein muss? Man hat keinen Anspruch auf Gerechtigkeit. Das Universum ist einem keine Gerechtigkeit schuldig. Manchen schlechten Menschen geht es prima, Andere versinken im Elend. Gerechtigkeit ist für das Funktionieren unserer Welt einfach nicht erforderlich. Woher soll die auch kommen?

Kommentar von RevatiKKS ,

Mein letzter Kommentar zu dem Thema:

Vieleicht solltest du die Frage noch einmal lesen, da ging es darum, warum Gott das alles zulässt.

"Kommentare" wie "alles Quatsch würde ich nicht wirklich als "Gegenargument" bezeichnen.

Und wie gesagt, es gibt auch "keine Intelligenz" also den Bewusstseinszustand, in dem man nicht lernen möchte oder kann. 

Diesen Zustand möchte ich dir hier nicht unterstellen, aber sagt schon viel aus, auf welche Art und Weise du hier "argumentierst". Du musst ja nicht an Gottes Existenz glauben, denn Er gab dir einen freien Willen. Aber warum bist du so darauf bedacht, alle Argumente die für Gottes Existenz sprechen oder diese erklären "abzuschmettern"?

Nun kannst du gerne meinen Kommentar Punkt für Punkt zu zerpflücken und  "widerlegen" versuchen.

Viel Spaß dabei. Ich habe absolut keine Interesse daran, hier meine Zeit zu verschwenden. Was auch immer du darüber denken oder behaupten magst

Kommentar von Rationales ,

Oberflächlich betrachtet mag die Karma-Lehre eine Ausrede dafür sein, warum es soviel ungerechtes Leid auf Erden gibt.

Wenn man aber tiefer fragt und analysiert, erweist sie sich als falsch, dumm, unpraktikabel und völlig unglaubwürdig.

Es gibt ständige Kollisionen mit dem Christentum. Dieses lehrt Vergebung durch Beichte, Ablaß, Barmherzigkeit.

Die Karmalehre dagegen beschreibt "Vergeltung, Buße, abzutragende Schuldkonten".

Das Hauptproblem aber ist, daß die Karmalehre aufgrund eines nicht vorhandenen bzw. nicht bekannten Gesetzbuches straft. Daher wäre sie zutiefst ungerecht. Es tun sich in der Lebenspraxis Millionen Fragen auf, was die richtige Handlungsweise wäre.

Darf ich meinen Mieter mit höherer Miete quälen, damit mein Sohn mehr Geld hat?

Darf ich Tiere essen bzw. in welchen Fällen?

Darf ich meinem störrischen Kind Klapse auf den Hintern geben, damit es das Folgen lernt?

Darf ich meinen spinnerten Ehepartner verlassen?

Darf ich bei der Steuererklärung schummeln, wenn ich finanziell eh kaum um die Runden komme?

Muß ich bei einem Wohnhausbau Tiere und Pflanzen entschädigen?

Was soll ich tun, wenn meine Regierung mich zum Wehrdienst zwingt?

Ist eine gleichgeschlechtliche Beziehung schuldhaft bzw. unter welchen Bedingungen?

Ist Sex vor der Ehe schuldhaft bzw. unter welchen Bedingungen?

Inwieweit muß ich mein Einkommen für "Arme" ausgeben?

Welche Parteien darf ich wählen?

Unter welchen Bedingungen darf ich lügen?

usw. usw. usw. usw.

Ich wünsche keine Beantwortung der Fragen sondern will damit aufzeigen, daß man für jede Einzelfrage einen RICHTER bräuchte. Und für den ganzen Karmamechanismus ein Gesetzbuch, das auf mind. 10000 Seiten jede menschliche Handlungsweise klarstellt.

Und dies zeigt auch den ganzen Irrsinn des Karmasystems auf: Ein Leben, das ständig in Angst vor 10000 Regeln mit dem Zeigefinger im Karmagesetz stattfindet, ist kein akzeptables Leben. Ein "Buchhaltergott", der uns sowas zugedacht hätte, wäre ein Scheusal - es kann so einen nicht geben.

Kommentar von RevatiKKS ,

Dafür braucht man eigentlich kein "Gesetzbuch" (obwohl es das auch gibt, nämlich die "Manu Samhita"). Diese sagt sogar ganz genau was man zu tun hat, um die resultate negativer Handlungen auszugleichen.

Aber schon wenn man in erster Linie nach dem Motto "was du nicht willst das man dir tu..." handeln. würde, gäbe es kaum noch Probleme.

Was die von dir angesprochenen Punkte wie Sexualität etc. angeht, damit schadet in erster Linie sich selbst. Denn man wird im nächsten Leben einen seinen Wünschen entsprechenden Körper erhalten, in dem man diese voll ausleben kann. Im Tierreich ist alles erlaubt, es gibt kein Karma. Allerdings dauert es lanmge, bis man wieder die Chance für einen menschlichen Körper erhält.

Weißt du übrigens wieviele Gesetze es allein Deutschland gibt? Das kannst du hier nachlesen: http://www.klartext-jura.de/2016/07/08/wie-viele-deutsche-gesetze-gibt-es/

Wer kennt die schon alle? Trotzdem hat man sich an sie zu halten und bekommt Ärger, wenn man nicht tut. Kann man da sagen :"Ich habe es nicht gewusst?" Na ja, sagen kann man das schon, aber wie heißt es doch so schön? - "Unwissenheit schützt vor Strafe nciht."

Außerdem gibt es die Möglichkeit sich einfach wieder Gott zuzuwenden, Er hat gar kein Problem damit, einen auf der Stelle von fast allen kamrischen Reaktionen zu befreien. das geschieht z.B. an einem bestimmten Punkt im Bhakti-Yoga.

Auch im Christentum hat man übrigens über Reinkarnation und Karma Bescheid gewusst, aber dieses Wissen wurde kurzerhand aus der christlichen Lehre verbannt, weil Menschen die sich vor einer ewigen Hölle zu fürchten haben leichter zu kontrollieren und finanziell auszubeuten sind.

Kommentar von RevatiKKS ,

Da habe ich gerade ganz aus Versehen die falsche Taste gedrückt und meinen Kommentar abgeshcickt. Aber das ist auch gut so. Denn es wird wenig bringen, wenn ich weiter auf deinen Kommentar eingehe. er Worte wie "dumm" und "Irrsinn" für andere Standpunkte benutzt will damit nur seinen eigenen verteidigen.

Viel Spaß dabei.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 48

Ich glaube nicht an die Existenz eines allmächtigen Gottes, der die Ereignisse auf der Erde beeinflusst. Daher ist er auch nicht für das Leiden verantwortlich.

Wie ein Mensch sich entwickelt, hängt unter anderem von Prägungen in der Kindheit, der Erziehung und seiner Fähigkeit, sich in die Gesellschaft einzufügen ab.

Ob sein Verhalten als "gut" oder "böse" bewertet wird, hängt davon ab, was in seiner Gesellschaft als moralisch richtig gilt.

Antwort
von omikron, 18

Ich glaube, in der Welt passieren zahlreiche schreckliche Dinge, die vom Menschen gemacht sind. Kriege zum Beispiel, Hunger, Umweltzerstörung und in der Folge Unwetter. Das jetzt einfach Gott anzulasten, ist billig und schiebt die Verantwortung, die uns anzulasten, auf Gott. Das ist sehr praktisch, denn dann können wir einfach so weiter machen, wir sind ja nicht schuld. Aber es ist falsch.

Ein zweites kommt hinzu: es steht dem Geschöpf nicht zu, über den Schöpfer zu richten, und Gott lässt sich auch von keinem Menschen vor Gericht stellen.

Antwort
von Philipp59, 9

Hallo SenemSenem,

diese Frage stellen sich sehr viele Menschen. Sie denken, das Vorhandensein von Bösem und Leid lässt sich unmöglich mit der Existenz eines liebevollen Gottes vereinbaren. Andere wiederum haben ihren Glauben an Gott aufgegeben, wenn sie selbst einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben oder das große Leid anderer beobachtet haben.

Glücklicherweise lässt uns Gott mit der Frage, warum er das Böse zulässt, nicht alleine. In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, beschreibt er, wie das Leid entstanden ist und warum es solch fürchterliche Ausmaße angenommen hat. Der Schlüssel zur Antwort liegt in einem der ältesten Bericht der Bibel, im 1. Buch Mose. Dort erfährt man, wie der Keim alles Bösen entstanden ist und warum Gott seine Macht bis heute noch nicht dazu eingesetzt hat, das Leid zu beenden.

Der Bericht über Adam und Eva wird zwar von vielen belächelt und oftmals nur als eine gleichnishafte Erzählung angesehen, doch zeigt die Bibel, dass es sich bei den ersten Menschen um Personen handelte, die tatsächlich gelebt haben. Gott hatte Ihnen nach Ihrer Erschaffung einen denkbar guten Start ins Leben gegeben. Sie missbrauchten jedoch die Gabe Ihres freien Willens dazu, sich von Gott unabhängig zu machen. Doch ihr Wunsch nach mehr Freiheit brachte Sie dazu, die Grenzen, die Gott Ihrem freien Willen gesetzt hatte, zu übertreten. Damit machten Sie sich gewissermaßen zu Feinden Gottes. Obwohl Gott eigentlich das Recht gehabt hätte, gegen Adam und Eva vorzugehen, ließ er sie dennoch am Leben. Wäre es jedoch nicht viel einfacher gewesen, ein neues Menschenpaar zu erschaffen? Warum entschied sich Gott dafür, die beiden trotz Ihrer Rebellion eine Zeit lang am Leben zu lassen?

Das hat mit mehreren wichtigen Streitfragen zu tun, die im Garten Eden aufgeworfen wurden. Eine dieser Fragen lautet: Hat Gott das Recht über die Menschen zu herrschen und ist seine Regierungsweise die richtige? Eine weitere Frage ist die: Würde es den Menschen besser gehen, wenn sie nicht von Gott regiert würden?

Damit diese Fragen ohne jeden Zweifel geklärt werden könnten, gewährte Gott den Menschen die Freiheit, die sie verlangten. Er zwang sie nicht unter seine Herrschaft, sondern räumte Ihnen die Möglichkeit ein, selbst herauszufinden, ob es Ihnen unabhängig von ihm besser gehen würde. Dazu war natürlich genügend Zeit erforderlich. Gott gestattete den Menschen in all den Jahrhunderten seit Ihrer Erschaffung alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Auch räumte er Ihnen auf allen anderen Gebieten, wie z. B. Wissenschaft, Politik und Medizin die Freiheit ein, eigene Wege zu gehen und verschiedenes auszuprobieren. Diese Freiheit hat jedoch ihren Preis. Da Gott es den Menschen überließ, eigene Entscheidungen zu treffen und das Leben nach eigenem Gutdünken zu gestalten, verschonte er sie auch nicht vor den Konsequenzen ihres Handelns. Wenn wir also das Leid in der heutigen Zeit betrachten, dann ist es zum größten Teil auf das von Gott unabhängige Handeln zurückzuführen.

Wenn man nun Rückblick auf die Menschheitsgeschichte hält, könnte man sich fragen: Hat die von Gott unabhängige Herrschaft des Menschen zu einem besseren Leben geführt, hat sie die Menschen glücklicher gemacht? Die Geschichte zeigt mehr als deutlich, dass die Menschenherrschaft nicht die bessere Wahl war. Bis heute haben es die Menschen nicht geschafft, in Frieden miteinander und in Einklang mit der Natur zu leben. Stattdessen steht heute das Überleben der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Keine der zahllosen Regierungsformen, die die Menschen ausprobiert haben, hat zu dauerhaftem Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand geführt. Immer mehr wird die Aussage eines Propheten Gottes bestätigt, der schrieb: "Herr, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken." (Jeremia 10:23, Hoffnung für alle) Ebenso zutreffend sind die Worte eines anderen Schreibers der Bibel: "Der Mensch [hat] über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht." (Prediger 8:9)

Wir Menschen sind so erschaffen, dass wir unser Leben nicht unabhängig von der Leitung unseres Schöpfers erfolgreich führen können. Das Leid und Elend der heutigen Zeit sind der schlagende Beweis dafür. Auch wenn Gottes Zulassung des Leids sehr schmerzhaft gewesen ist, bringt es dennoch langfristig gesehen einen großen Nutzen. Dadurch, dass Gott die Menschen in der Entfaltung Ihres freien Willens mit all seinen schlechten Folgen nicht behinderte, ist ein Präzedenzfall geschaffen worden, auf den man bis in alle Ewigkeit zurückgreifen kann. Dass die Streitfragen in Bezug auf die Herrschaft Gottes nunmehr deutlich geklärt worden sind, wird es in Zukunft nie mehr nötig sein, Rebellion gegen Gott zuzulassen.

Deswegen wird Gott bald über die Menschen, die ihn lieben und anbeten, ungeahnte Segnungen ausschütten. Diese werden u. a. in dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wie folgt beschrieben: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3, 4).

LG Philipp

Antwort
von DetlefRuchatz, 46

Das Urteil, ob etwas gut oder schrecklich ist, hängt zunächst vom individuellen Gesichtspunkt ab. Was du als gut oder schrecklich betrachtest, muss vom Betroffenen noch längst nicht als gut oder schrecklich eingestuft werden – vielleicht ist es sogar von ihm gewollt. Angenommen, es gibt einen Gott, so geht mit seiner Allmächtigkeit natürlich auch Altbestimmung einher. Das heißt, dass es für keinen Beteiligten Partei ergreifen würde. Wo denn tatsächlich schreckliche Dinge geschehen, könnte man es als Strafe für das Versäumnis ansehen, Schritte unternommen zu haben, die zu Glück, Überleben und Vergnügen führen. Warum gibt es schlechte Menschen? Meine Antwort darauf geht vielleicht etwas ins Mystische oder Esoterische, aber meiner Erfahrung nach sind Menschen in sehr starkem Maß genau so, wie man selbst sie sieht. Ändere deine eigene Einstellung zu diesen Menschen, und diese Menschen werden auf einmal nicht mehr so schlecht sein. Es funktioniert natürlich auch umgekehrt. Gehe davon aus, dass die Menschen in deinem Umfeld alles Dummköpfe sind, und du wirst genau das erhalten.

Antwort
von imehl47, 54
Kommentar von vonGizycki ,

Das stimmt, aber immer wieder wird neu ein Dialog gesucht. Das ist positiv zu werten.

Antwort
von vonGizycki, 52

Grüß Dich SenemSenem!

Die Antwort ist einfach:

Weil es Gott nicht gibt, jedenfalls nicht nach herkömmlichen Verständnis.

Der Mensch hat unbestreitbar wunderbare Seiten. Er hat aber auch die Möglichkeit böse zu sein. Jedoch kann nur er entscheiden, für welche Seite er sich einsetzen möchte und dafür muss er die Verantwortung tragen. Das geht aber nur, wenn er auch dazu herangezogen werden kann. Leider gibt es immer wieder Umstände, die das verhindern. Und das ist dann tragisch, wenn er durch sein Verhalten Schuld auf sich geladen hat und dabei anderen Menschen schweres Leid zufügt.

Ein Gott spielt da keine Rolle. Wenn es ihn wirklich gäbe, dann hätte er ja wohl versagt und ebenfalls schwere Schuld auf sich geladen. Und wenn das so ist, dann könnte es auch kein Gott sein.

Fazit:

Es gibt keinen Gott!

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Kommentar von kayo1548 ,

"
Der Mensch hat unbestreitbar wunderbare Seiten. Er hat aber auch die Möglichkeit böse zu sein

"
Was ist gut und böse?

Letztendlich ja auch oft Ansichtssache, die man anhand eigener Moralvorstellungen beurteilt.

Sicher gibt es auch gewisse Vorstellungen die gesellschafts- und kulturübergreifend sind, teilweise sogar welche die in mehreren Kulturen aufgetreten sind (möglicherwiese biologisch beeinflusst)

Kommentar von vonGizycki ,

An kayo1548

Es gibt auf der ganzen Welt eine Übereinkunft, was böse ist. Einereits ist das in den Menschenrechten festgelegt und andererseits gibt es ausserhalb dieses Rechtes bestimmte Verhaltensweisen, die auf das gedeihliche Zusammenleben zerstörerisch wirken. Da gibt es keine Relativierung oder Interpretationsbeliebigkeiten. Das ist  kommunikativ geregelt und hat somit auch eine allgemeine gesellschaftliche Zustimmung, welche Gesellschaft das auch sei.

In einer kannibalistisch ausgerichteten Gesellschaft gibt es auch in diesem Sinne eine Übereinkunft, aber das wird dadurch nicht gut. Ganz einfach, weil der Mensch in seinem Wesen zerstört wird.

Der Mensch ist nicht fertig und muss sich wesensmäßig weiterentwickeln und dafür gibt es die Ethik, ein Teilbereich der Philosophie. Wer nichts davon weiß, bliebt seelisch-geistig rückständig.

Das Wort Religion im herkömmlichen Sinne habe ich jetzt in diesem Abschnitt mit Absicht ausgeklammert.

Das wäre schrecklich, wenn Menschen auf die Kultur, Tradition oder auf die Religion verweisen und sagen: wir sehen das aber anders. Leider können wir das im Nahen Osten und anderswo gerade ganz praktisch miterleben.

Das was den Menschen in seinem Wesen und das Leben überhaupt fördert, beides respektiert, achtet und seine Würde als heilig empfindet - jawohl, ich benutze mit Absicht dieses Wort -, der braucht über das was gut und böse sei, nicht mehr zu diskutieren.

Eine solche Haltung ist als universal anzusehen.

Das kann nämlich ebenso religiös begründet werden, ist aber im humanistischen Bereich angesiedelt und verhindert die ungesunde, um es milde auszudrücken, Relativierung von gut und böse und trägt die Ethik als unverzichtbaren Teil in sich.

Antwort
von YassineB87, 13

Falsche frage mein freund. Richtige frage: warum lassen es die menschen zu, dass so schreckliche dinge geschehen?
Die verantwortung bei jemand anderes auch wenn es gott ist zu suchen ist immer falsch....dehalb haben wir ja doe meisten unserer heutigen probleme

Kommentar von YassineB87 ,

und nochwas. wer sagt, dass es gottes verantwortung oder pflicht ist? es ist unsere pflicht ihm zu dienen und nicht andersrum....

Kommentar von SenemSenem ,

du hast recht ich frage mich auch immer warum lassen menschen zu dass so schreckliche sachen passieren

Antwort
von Fruitssss, 46

Weil Gott dem Menschen einen freien Willen lässt. Wie auch geschrieben steht.

Kommentar von Meatwad ,

So einfach kann man sich da nicht aus der Affäre ziehen. Ein Großteil des Leides ist nämlich nicht auf den (angeblich) freien Willen des Menschen zurückzuführen.

Kommentar von RevatiKKS ,

Wie kannst du beurteilen, was die wirklichen Ursachen sind? 

Kommentar von Giustolisi ,

Der freie Wille ist eine wirklich schlechte Ausrede.
Wenn zum Beispiel ein Mörder mordet oder ein Vergewaltiger
vergewaltigt, geschieht das in der Regel gegen den Willen seiner Opfer.
Würde ein Gott eingreifen und solche Verbrechen verhindern, geschähe das gegen den Willen der Vergewaltiger und Mörder.
Ob ein Gott also eingreift oder nicht, es passiert immer etwas gegen den freien Willen Entwerder der Opfer oder der Täter.
Sollder freie Wille als Ausrede her halten, muss man zu dem Schluss kommen,dass diesem Gott der freie Wille der Täter wichtiger ist als der der Opfer. Das sagt viel über diesen Gott aus, aber noch mehr über die Gläubigen, die ihn trotzdem für gut halten.

Kommentar von Fruitssss ,

Es geschieht aber alles aus dem Willen der Täter.

Antwort
von Rationales, 33

Unsere bodenlose Staatsführung hat uns zu einem "Religionsstaat" gemacht, wo Politiker, Massenmedien und Gesetze jeglicher religiösen Verrücktheit die Fußsohlen küssen. Unter dem Deckmantel "Toleranz" marschiert alles zurück ins Mittelalter.

Deshalb verankert sich auch der "Gotteswahn" zunehmend wieder in die Köpfe, der schon lange besiegt war und die Leute glauben wieder, daß ein Zampano über den Wolken alles steuert.

Kommentar von kayo1548 ,

"
der schon lange besiegt war 

"

wie kommst du darauf?

Vor 50 Jahren war das noch erheblich ausgeprägter (also in Bezug auf dieser Form) als es momentan ist und Spritiualität gab es schon immer und wird es wohl auch immer geben, nur die Form mag sich unterscheiden.

Und warum sollte man das überhaupt besiegen? Ist es nicht jedem selbst überlassen was er glauben möchte oder nicht?

Und das Religiosität nicht gleichzustezen mit Dummheit ist, sieht man daran das es viele Wissenschaftler gibt die gläubig sind.

Natürlich mag es Menschen geben die aufgrund von psychischen Störungen oder Ungebildheitet manipulierbar sind und es extreme Formen annimmt.

Dafür braucht es allerdings auch keine Religion, sondern viele Formen der Manipulation reichen da (auch wenn etwas Richtung Religion oder Spiritualität oft recht annehmbar erscheint)

"
Unter dem Deckmantel "Toleranz""

genau das ist das Thema: so einfach ist das alles nicht - bei jedem Gesetz spielt eine Abwägung eine Rolle.

Die eigenen Rechte enden dort wo die anderen anfangen.

Wenn sich also jemand freiwillig an religiöse Vorschriften hält - mit was für einem Recht sollte man das verbieten können?

Man kann und sollte kaum jemandem eine Ansicht oder Lebensweise aufzwingen.

Antwort
von ShadowHow, 55

Sind wir Gott oder wie kommst du darauf, dass ein Mensch diese Frage beantworten könnte?

Antwort
von Blalexa, 22

Weil es keinen Gott gibt. Es gibt nur Luzifer und seine Dämone. Da die Menschen an ein Gott den es nicht gibt glauben. Luzifer bestraft aber diese. Siehe mehr auf joyofsatan.org Schönen Abend noch.

Antwort
von tabstabs, 26

Also wenn es einen Gott gäbe würde ich sagen weil ihm langweilig ist. An irgendwas muss er/sie/es sich ja aufgeilen.

Kommentar von RevatiKKS ,

Das ist so typisch menschlich - man schließt von sich auf andere.

Kommentar von Giustolisi ,

Die Götter selbst werden doch mit überaus menschlichen Wesenszügen beschrieben

Antwort
von Bijisan, 27

Weil es keinen Gott gibt. Wenn es einen Gott gibt, wird er irgendwie "messbar" sein, vllt erst in tausend Jahren, aber irgendwie muss man ihn nachweisen können. Wenn also irgendwo ein Schöpferwesen entdeckt wird, ist es automatisch nicht mehr übernatürlich (da es ja in der Realität existiert), folglich also auch kein Gott mehr, da sich Gott durch Übernatürlichkeit definiert.

Antwort
von Bluekilla, 39

Es gibt halt keinen, Ende. (MEINE MEINUNG)

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Antwort
von Daveesoul, 42

Deswegen hat Gott die Hölle erschaffen 

Kommentar von Meatwad ,

Weswegen?

Antwort
von Loris64, 50

google: Theodizee

Antwort
von Andrastor, 40

Weil es Gott nicht gibt.

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