ich habe mir von einem kurztrip vom land verschiedene honigsorten mitgebracht. nach relativ kurzer zeit ist der honig kristallisiert und nicht mehr wirklich genießbar. warum passiert das? und gibt es eine möglichkeit, den honig wieder flüssige zu bekommen?
Durch leichtes erwärmen wird er wieder flüssig, aber wozu der Stress? Kristalisierter Honig verliert kaum an Nährwert, höchstens an Wassergehalt.

Warum weiß ich auch nicht. Vielleicht kristallisiert der Zucker an den pollen aus. Flüßig wird er wieder im Wasserbad. Aber nicht über 40°C weil sonst die Inhaltsstoffe zerstört werden.

Stelle die Gläser einfach in einen Topf mit warmen wasser auf den Herd (Wasserbad). Dann wird er wieder flüssig
Betrachte es als Qualitätsmerkmal: Die sogenannten Flüssighonige enthalten oft einen Industrie-Anteil, durch die der Honig dann nicht mehr kristallisieren kann.
Echter Honig wird aus den Waben herausgeschleudert ("kaltgeschleudert" - was das normale Verfahren ist). Durch die enormen Zentrifugalkräfte ist er zunächst flüssig. Er kristallisiert dann mit der Zeit wieder.
Wenn Du ihn unbedingt flüssig haben willst, kannst Du ihn im Wasserbad vorsichtig erhitzen. Wenn er jedoch über 40 C erhitzt wird, verliert er seine heilsamen Inhaltsstoffe.
Nun hätte ich gerne mal gewußt, was Industriehonig ist, Honig produzieren die Bienen, und der Honig kann nur kaltgeschleudert werden, wenn die Wabe warm gemacht wird, kann nicht mehr geschleudert werden, das gibt Matsch. Der Honig kristallisiert nicht, er kandiert, und das ist ein Gütezeichen, wenn Honig überhaupt nicht mehr kandiert, (Akazienhonig z.B. braucht lange zum kandieren) dann ist er übermäßig warm gemacht worden, und viele Inhaltsstoffe sind verloren.
Naturbelassener Honig "lebt", d.h. er weist enzymatische Aktivität auf. Je nach Sorte muss er nach wenigen Wochen (Raps, Löwenzahn) oder nach vielen Monaten (Akazie) fest werden. Dauerflüssiger Honig wurde wärmebehandelt, ist folglich "tot", nur noch besserer Zucker. Bei der samften Wärmebehandlung brechen die Zuckerbrücken im festen Honig wieder auf, ohne das dieser an Qualität verliert. Der ältste "reaktivierte" war eine rund 4.000 Jahre alte Grabbeigabe. Angenehmen Genuss. ;-)