Warum konnte der Kommunismus im DR nach dem 1.WK sich nicht durchsetzen?

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5 Antworten

In welchen anderen Ländern denn? In Ungarn gab es nach dem Ersten Weltkrieg kurzzeitig eine Räteregierung unter Béla Kun, die aber bald vertrieben wurde.

Weitere kommunistische Regierungen gab es erst nach dem Zweiten Weltkrieg, diese wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht eingesetzt und auch notfalls - wie 1956 in Ungarn - gewaltsam an der Macht gehalten.

Die NSDAP kam erst 1933 an die Macht. In den Reichstagen der Weimarer Republik war auch die KPD immer vertreten. Ob es keinen Zweiten Weltkrieg gegeben hätte, ist fraglich. Schließlich war die Rückgabe der nach dem Ersten Weltkrieg im Osten abgetretenen Gebiete die Forderung aller Parteien. Manche Leute sehen es auch so: Ohne die Einmischung Großbritanniens und Frankreichs hätte es sich im September 1939 nur um einen kurzen deutsch-polnischen Grenzrevisionskrieg gehandelt.

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Kommentar von Mastrodonato
25.03.2016, 11:07

Was allerdings vernachlässigt, dass Hitler den Lebensraum im Osten sich sichern wollte. Und dafür musste er sich den Rücken freihalten. Die Westmächte hatten ja den Krieg erklärt, aber dann nicht geführt.

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Es fehlte für den Kommunismus der Rückhalt der Arbeiter und die SPD kooperierte dann sogar mit den alten Eliten, was ein großer Vorteil war.

In welchen "einigen anderen Ländern" die Kommunisten (für einen längeren Zeitraum) an die Macht kamen - außer eben in Russland -, fällt mir zudem nicht ein.

Obwohl gleichfalls die KPD auch eine große Wählerschaft hatte, war es die NSDAP, die 1933 an die Macht gelang, da z.B. zum einen in der WR deutlich härter gegen Linke als gegen Rechte vorgegangen wurde und viele Deutsche Angst vor der "roten Gefahr" hatten.

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Die SPD wollte wenn überhaupt eine bürgerliche Republik und in dieser endlich respektiert werden - das misslang Selbst heute bezeichnen sich CDU und FDP ja mitunter noch als "bürgerliche" Parteien. Auch Teile der SPD trauerten wohl insgeheim der Monarchie - auch Ebert selbst-  und Preußens Gloria nach. In der SPD gab es damals auch rotbraune Strömungen, etwa im Hofgeismarkreis der JUSOS. Da wurden zwar einige wieder vernünftig. Die Kommunisten und die Sozialdemokraten hassten sich wie die Pest - erst im KZ gab es wieder eine Annäherung, die allerdings nach dem Krieg durch den Kalten Krieg wieder zerstob. Die SPD machte gegen Ende der Weimarer Republik wohl auch krasse wirtschaftspolitische Fehler, die sich auch negativ für ihre Wähler auswirkten. Wahlhilfe für die Nazis, die sich als Arbeiterpartei darzustellen bemühten und damit wohl einigen Erfolg hatten - auch wenn der sozialistische Flügel bereits um 30 abgesägt war und Hitler diesen 33-34 restlos beseitigte. Ein paar antikapitalistischer Untertöne gab es dann höchstens noch in der NS Propaganda, etwa im Titanic Film. Die Kooperation mit Russland die die Nazis dann praktiziert haben schien bestimmte Hoffnungen zu bestätigen, endeten aber spätestens im Russlandfeldzug. Hitler und seine Clique wollten keine Verständigung mit Russland, sondern dessen Vernichtung. Das war aber vielen ehemaligen Anhängern der Kommunisten und auch anderen, etwas Nationalkonservativen wie Alexander Schmorell, nicht klar. Das ist aber wohl verständlich, war selbst Stalin überrascht. Wobei man den Hofgeismarkreis wohl nochmal differenzierter betrachten sollte, aber einige dort lies den Kommunisten aber auch linken Sozialdemokraten die Haare zur Berge stehen. 

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Die Regierung bzw. die Polizei ging VIEL härter gegen Linke als gegen Rechte vor - das belegen Polizeiliche Daten aus der Zeit deutlichst.

Ausserdem wurden die Roten in Russland zu Propagandazwecken verwendet: Die Hungersnot (obwohl es Hungersnöte usw. zur Zeit überall gab), die Enteignungen, ... alles.

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Weil die Eliten die Rechen unterstützt und letzendlich an die Macht gebracht haben.

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