Frage von Lizzy070598 05.06.2012

Warum konnte das Römische Reich Germanien niemals ganz erobern?

  • Antwort von riara 05.06.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Stimmt so nicht, kurze Zeit nach der Varusschlacht gab es mehrere weitere Auseinandersetzungen, die Römer zogen sich schließlich 16 n.Chr. hinter die Linie des Limes zurück, tatsächlich handelte es sich bei den Gegnern Roms nicht um die 'Germanen' sondern lediglich um einige Stämme, es siedelten auch germanische und keltische Stämme westlich des Limes...

    Die Stärke und Gegenwehr der Stämme war sehr unterschiedlich, vor allem an der römischen Rheingrenze gab es sehr fruchtbare Siedlungsgebiete und dementsprechend eine hohe Attraktivität, letztendlich sicherten die Römer ab dem 1. Jh. die gewonnenen Gebiete in Gallien ab, trotzdem eroberte man 43 n.Chr. Britannien...

    Barbaren waren alle Menschen die nach griechisch-römischen Verständnis weder die Lebensart noch die Sprache der Römer und Griechen verstanden.

    Arminius stürmte mit seinen Cheruskern nach dem Sieg im Teuteburger Wald die römischen Grenzbefestigungen, als aber Tiberius mit einem großen Heer auf die eroberten Kastelle vorrückte zogen sich die Germanen zurück, in den darauf folgenden Schlachten gab es keinen eindeutigen Siger. Arminius wurde verwundet und konnte sich nur mit Mühe einer Gefangenennahme entziehen. Die Römer überließen die Germanen fortan Ihrer inneren Streitereien, es sollte weitere 300 Jahre dauern, bis sich die Clans und Stämme teilweise unter einem Banner vereinten, hätte sich damals alle germanischen Führer Arminius angeschlossen, wäre Rom wohl nicht erst im 5. Jh. untergegangen...

  • Antwort von MWCrazyhorse 05.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Viele Germanen waren im Römischen Reich zuhause und dienten im Militär. Sie kannten ihren Feind also sehr genau. Arminius ist es durch dieses Wissen gelungen Varus in eine Falle zu locken. Er kannte diesen persönlich und hat sein Vertrauen gewonnen. Er riet ihm zu einem Großangriff und legte die Route fest. Der Rest ist Geschichte.

    Aber es stimmt natürlich auch alles was hier gesagt wird. Die German waren alle einen Kopf größer und deutlich stärker als die kleinen Stilettoträger mit ihren witzigen Röckchen. Damit schinden sie vielleicht bei ihren Frauen Eindruck, aber wir hauen ihnen einfach die Rübe ab, wenn sie meinen unser Land stehlen zu können.

  • Antwort von aimbot 05.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nach Varus war es strategisch nicht mehr angemessen.

    Allgemeine Gründe: wegen der röm. Wirtschaftskrise, unwegsamen Gelände in Germanien, Kosten der Kriegsführung, ...

    Dann die brüchigen Grenzen, im Osten die Perser und von Norden die Germanen, so dass der Limes gebaut werden musste.

  • Antwort von JamesMoriarty 05.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Varusschlacht hat wohl einfach die Moral der römischen Armee zerstört. Hier wurde nämlich eher ein Guerillakrieg betrieben. Also nicht das klassische Spiel, sich brav gegenüber aufzustellen und sich dann die Rüben abzuhacken, sondern versteckten sich die Germanen in der Umgebung. Blitzschnell zuschlagen und wieder untertauchen, warten, blitzschnell zuschlagen und wieder untertauchen usw. usf.

    Damit war die Armee völlig überfordert, weil hier keine Taktik mehr funktionierte. Daher verloren sie den Kampf zogen sich zurück. Wir galten nicht nur als Barbaren, wir kämpften auch so. ;-)

  • Antwort von Giocatori 05.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weil Germanen besser sind!!!!!!!!!!!!?

  • Antwort von derdorfbengel 05.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Naja. Also ich steuere dazu mal eine ganz generelle und allgemeine, quasi immer wieder verwendbare Theorie bei.

    Je grösser ein Reich wird, um so mehr sind die Kräfte, mit denen es erobert und gehalten werden muss, natürlicherweise angespannt. Die Truppen sind immer weiter auseinander verteilt und die Verwaltung wird immer aufwendiger, weil ua. die hohen Entfernungen immer mehr Energie verbrauchen. Bspw. war vor den modernen Nachrichtentechnologien die Übermittlung von Nachrichten oder der Transport von Geld, von Fachleuten usw. sehr ressourcenaufwendig. Überleg mal, wieviel Menschen damit beschäftigt wären, all das persönlich zu Pferde zu transportieren, was Du heute mit Emails versendest.

    In allen Richtungen ist die römische Ausdehnung irgendwann an Grenzen gestossen, weil selbst die überlegenen römischen Truppen nicht mehr genügend waren, um all die vielen Feinde zu bekämpfen.

    an der nordöstlichen Front hat Rom das eben in Germanien bemerkt, als die drei Legionen von Varus vernicht wurden. Bedenke: Rom hatte zu der Zeit genau 28 Legionen unter Waffen. In dem ganzen gewaltigen Reich von Portugal bis zum heutigen Iran. Und nun waren drei Legionen, also ca. 1/9 dieser Armee, auf einen Schlag an so einem lächerlichen Ort vernichtet.

    Um dort weiter Krieg zu führen, hätte man doch irgendwo anderenorts Truppen abziehen müssen. Aber wo?

    Für die lächerlichen wertlosen Bäume Germaniens waren sowieso schon mehr Truppen im Einsatz als in jeder anderen Provinz. Entlang des Rheins waren ca. 10 Legionen stationiert. Denk an die Gesamtzahl von 28 im ganzen Reich! In der ganzen Provinz Gallien war eine einzige Legion stationiert, in Nordafrika zwischen Marokko und Tuniesien eine. So sah es fast überall anders auch aus.

    Aber Gallien und Britannien konnte man vollständig eroberrn. Denn da kam man an die natürliche Grenze des Meeres. Wobei du aber beachten solltest: auch Britannien wurde nicht bis zur Nordspitze erobert -> Hadrianswall (!)

    Wo sollte nun diese natürliche Grenze Germaniens sein?

    Fast jeder andere Ort war wertvoller als dieses armselige Barbarenland, das doch fast nur aus Wald bestand. Da war gar nichts: keine riesigen Kornfelder, kein Wein, keine Steinbrüche mit edlen Steinen, kein Eisen, kein Gold usw. etc. Nur Bäume!

    An welchem Ort hätte man riskieren sollen, dass dort ein Aufstand ausbricht, den dann keine Armee niederschlagen kann, weil man unbedingt Germanien erobern wollte?

    In so einer Situation musste man nun also die Truppen zusammen ziehen und eine Linie suchen, die man mit den schon vorhandenen 10 Legionen - mehr konnte man eben auf gar keinen Fall einsetzen - gut verteidigen konnte. Dazu eignet sich ein breiter Fluss eben optimal, denn den können grosse Heere kaum überschreiten, ohne dass man ihre Vorbereitungen schon lange vorher erkennt. Der Rhein war eben das, was den natürlichen Meeresgrenzen Galliens oder Britanniens am nächsten kam.

  • Antwort von Terezza 05.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    weil die Germanen ungefähr doppelt so groß waren als die Römer, die hatten keinen Mumm mehr.

    Barbar ( von griech. βάρβαρος, bárbaros, Plural βάρβαροι, bárbaroi) war die ursprüngliche Bezeichnung im antiken Griechenland für alle diejenigen, die nicht (oder schlecht) griechisch sprachen (wörtlich: Stammler, Stotterer, eigentlich: br-br-Sager). Parallel wurde von den Indern das Sanskrit-Wort barbarāh (Plur.) ‚Stammler, Laller‘ zur Bezeichnung fremdartiger Völker verwendet. (Vgl. die deutsche Redensart: Ich verstand nur „Rhabarber Rhabarber (Wikipedia)

  • Antwort von napoloni 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Britannien haben sie doch auch nicht ganz erobert.

    Das germanische Land war wild und unzivilisiert, der Rhein hingegen eine kostengünstig zu verteidigende Grenze. Also reichte es, ein paar Handelsstützpunkte zu basteln und germanische Stämme gegeneinander auszuspielen.

  • Antwort von WasNur 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    asymetrische kriegsführung

    die römer haten eine starre, feste kampfordnung mit klaren strukturen. sie konnten nicht flexibel genug auf eigenheiten verschiedenen völker eingehen. auch wollten die nicht direkt den krieg zu gewinnen, man muß nur immer wieder kleine schläge verurschen. das zieht die ganze sache in die länge was die soldaten demoralisiert und dem feind ne menge kostet, dann ziehen die freiwillig wieder ab

  • Antwort von Pandur11 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Germanien war kein Land, sondern viele einzelne Germanische Stämme, die sich untereinander auch bekriegten. Rom war zwar mächtig, hatten aber ein zu kleines Heer, um solch eine riesige Grenzlinie zu kontrollieren. Sie mussten stehts Truppen auf Abruf bereit halten.

  • Antwort von compaq 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    so haben sie ja auch davor keinen auf den sack bekiommen bei den römern waren alle anderen völker barbaren , da waren sie sehr überheblich

Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!