Warum kommt eine Erinnerung zur Einkommensteuererklärung obwohl ich unter der "magischen" Grenze liege?

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3 Antworten

Du siehst das falsch. Du DARFST eine Einkommensteuererklärung einreichen. Jetzt hast du die Möglichkeit die Kosten des Studiums als "vorweggenommene Werbungskoste" anzusetzen. Dazu gehört der tägliche weg zur Uni mit 30ct pro gefahrenen km (Auto) und die Kosten für Stift, Papier, Füllerpatronen, Bücher etc. Und was wichtiger ist, wenn die Füllerpatronen Werbungskosten sind, dann ist die Fahrt zur Verkaufsstelle auch absetzbar. Wieder 30ct. usw. Hof endlich hast du noch die Kassenbons. Es darf aber nur absetzbar es Zeug drauf stehen, also keine Margarine oder ähnliches, sonst kannst du die Fahrtkosten nicht ansetzen. Das BAföG must du als Steuerfreies Einkommen angeben. Nicht vergessen, wenn im Chemiepraktukum Säure auf deine Hose gekommen ist, dann ist das auch absetzbar. Das Studierzimmer nicht vergessen, incl, anteilig Miete, Strom, Nebenkosten und Heizung. Warst du bei einem Kommilitonen zum gemeinsamen Lernen, ist die Fahrt dahin auch absetzbar. Als Nachweis bringst du den Lernplan, den Ihr zusammen erstellt habt (Datum, Thema, Dauer). Wenn du länger als 8 Std. von zuhause weg warst (und nicht an deiner "normalen Arbeitsstelle", also dem Unigebäude in dem der Großteil deiner Veranstaltungen läuft) dann ist ein Verpflegung sehr Aufwand fällig. Besonders bei mehrtägigen Veranstaltungen an der Uni in einer anderen Stadt. Als Beleg führst du ein Tagebuch oder Studienbuch oder so. Bei Seminaren an anderen Orten ist der Schein, den du dafür bekommst, zusammen mit der Agenda oder dem Stundenplan dein Nachweis. 

Das Alles übersteigt deinen Lohn um das Mehrfache. Und jetzt kommt der Clou! Du beantragst einem Verlustvortrag. Den kannst du dann "einlösen" wenn du nach dem Studium Arbeit hast. Den Spass kannst du rückwirkend für die letzten 4Jahre machen. Wenn es gut läuft, dann bist du später in den ersten beiden Jahren Steuerfrei :)

Also sei kreativ! Google hilft, herauzufinden, was geht und was nicht und wie du das Kind benennen musst. 

Ti: Du darfst alles in deine Steuererklärung hinein schreiben! Nur lügen darfst du nicht! Und dein Steuerbeamter muss Begründungen bringen, wenn er ablehnt. Die kannst du dann anfechten. 

Vergiss nicht, den Aufwand für die Bewerbung zum Ferienjob anzugeben. Und die Fahrtkosten zum Finanzamt zum Steuererklärung abgeben. Wenn du nicht an deinem Heimatort studierst, dann sind die Fahrten am Wochenende zu deinen Eltern "Familienheimfahrten" und teilweise auch absetzbar. Studiengebühren kannst du auch versuchen. Wenn du gut bist, rann bekommst du so jedes Jahr 10-20 Tsd. zusammen, die dann später Steuerfrei bleiben. 

Viel Erfolg!

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Kommentar von grubenschmalz
14.02.2016, 06:40

Als Student 20 000 Euro Werbungskosten pro Jahr? Sorry, aber beim besten Willen nicht. Außer man zahlt horrende Studiengebühren.

Selbst 10000 ist unwahrscheinlich. Realistisch sind eher 2000-3000

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Ich bin Student und bin 2014 lediglich von Oktober-Dezember einer Beschäftigung nachgegangen.

Woher soll das Finanzamt das denn wissen? Ich gehe davon aus, dass du in der Vergangenheit schon Steuererklärungen abgegeben hast. Dann erfolgt die Erinnerung ganz automatisch.

Die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung kann sich aus verschiedenen Dingen herleiten, daher kann das hier nicht beurteilt werden, ob diese Pflicht für dich besteht. Dein "Wissen", man müsse sowieso keine Steuererklärung abgeben, wenn man unter dem Grundfreibetrag liegt, ist zumindest nicht ganz richtig. Es gibt einige Ausnahmen und Sonderfälle.

Du kannst nun einfach die 5 Minuten investieren und eine Steuererklärung einreichen, oder du telefonierst erstmal mit dem Finanzamt und fragst konkret nach, ob du die Erklärung in deiner Situation wirklich einreichen musst und auf welcher Grundlage diese Pflicht basiert.

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Kommentar von Devon2908
14.02.2016, 10:12

Nein, ich arbeite seit 2012 unregelmäßig als studentische Hilfskraft und bisher kam nie etwas vom Finanzamt. Eine Steuererklärung habe ich bisher nicht gemacht. Bekomme von der Uni am Ende des Jahres immer elektronische Lohnsteuerbescheinigung. Diese Einkünfte liegen meines Wissens nach auch dem Finanzamt vor.

Danke Dir aber! Ein Anruf am Montag wird sicherlich aufklärend sein.

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Hellseherei gehört noch nicht zum Ausbildungsprogramm der Finanzbeamten.

Woher sollen die Deine Einkünfte kennen?

Schreibe denen doch einfach, was Du verdient hast, dann wissen sie es.

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