Frage von HohleNuss1, 58

Warum kommen Meteore nicht so oft auf der Erdoberfläche an?

Hallo, das ist eine Frage aus einem Physikprotokoll, das ich abgeben muss. Genauer lautet die Frage: Beim Eindringen in die Lufthülle der Erde haben alle Meeore eine sehr große Bewegungsernergie. Dennoch kommen sie selten auf der Erdoberfläche an. Erkläre das "Verschinden" dieser Bewegungsenergie.

Ich hoffe ihr könnt mir gute Antworten geben ^^

Vielen Dank schonmal im Vorraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 29

Sobald der Meteor in die Erdatmosphäre eintritt, tritt Reibung zwischen ihm und der Luft auf. Die kinetische Energie wird in Reibarbeit umgewandelt, die zu einer Erhitzung von umströmender Luft und Meteor sorgen. Der Meteor wird gebremst und fängt an zu glühen, weswegen man ihn auch sehen kann.

Nun gibt es zwei Vorgange, warum der Meteor es nicht bis zum Erdboden schafft:

- der Meteor verdampft oberflächlich durch die Hitze so stark, dass er immer kleiner wird und er vor Erreichen des Erdbodens völlig verdampft ist.

- der Meteor explodiert in der Luft durch die große Hitze, zerfällt in tausende Teile die dann bei ihrem Weiterflug vollständig verdampfen.

Meteore, die bis auf die Erde gelangen, zeigen an ihrer Oberfläche immer Zeichen von sehr hohen Temperaturen. Entweder sind sie "verbrannt" oder angeschmolzen.

Antwort
von Roderic, 21

Möchtest du gern deinen Physiklehrer beeindrucken, indem du der einzige sein wirst, der eine wirklich korrekte Antwort weiss?

Dann horch zu:

Es ist nämlich ein weitverbreiteter Irrtum, daß die Hitze beim Eintritt in die Erdatmospäre durch die Luftreibung zustandekommt.

Es wird deswegen so heiss, weil die Luft dem überschallschnellen Objekt nicht schnell genug ausweichen kann, da sich Druckänderung in der Luft nur mit Schallgeschwindigkeit fortbewegen können. Dadurch wird die Luft der Atmosphäre VOR dem Objekt zusammen gepresst und es kommt zu einer adiabatischen Zustandsänderung.

Der Luft erhitzt sich deswegen auf mehrere Tausend Grad und nicht wegen Reibung. Für Reibungshitze hat ein Gas eine viel zu geringe Viskosität.

Leider ist dieser Umstand nur sehr wenigen bekannt. Selbst in der deutschen Wikipedia steht es falsch. In der englischen steht es richtig.

https://en.wikipedia.org/wiki/Atmospheric_entry#Shock_layer_gas_physics

Kommentar von Roderic ,

Achso. Und nochwas:

Der lange Lichtschweif, den selbst kleinste Objekte hinter sich herziehen ist nicht etwa ein Feuerschweif, sondern kommt davon, daß die Luftmoleküle durch die gigantische Geschwindigkeit mit der sie getroffen werden, ionisiert werden.

Beim Rekombinieren der herausgeschlagenen Elektronen wird die dabei freiwerdende Bindungsenergie in Form von Licht abgegeben.

Antwort
von Kamihe, 33

Der größte Teil verglüht in der Atmosphäre die wie ein Schutzschild wirkt. Der Wiederstand auf den der Meteorit  trifft ist so groß das er bis zum Verglühen  heiß  wird, wenn er groß genug ist kann auch etwas durchbrechen.

Antwort
von Roderic, 24

Eigentlich ist die Frage deines Physiklehrers falsch formuliert.
Denn alles was in die Erdatmosphäre reinknallt, kommt auch an der Erdoberfläche an.
Nur eben nicht immer in einem Stück und auch nicht immer sofort.

Antwort
von kinglion6200, 12

wenn ein meteroit durch das all fliegt hat es keinen widerstand , keine Materie umgibt ihn(auch keine luft).
Wenn er nun in die Erdatmosphäre eintritt dann wird er von der Luft umgeben . Die bewegung durch die Luft verursacht Reibung ,, so als wenn du deine Hände aneinander reibst, dabei entstehen Hitze . Der meteroit reibt sich also so stark an der Luft das er so heiß wird das er einfach verglüht.

Antwort
von Canteya, 36

Meteore oder Meteorite?

Kommentar von HohleNuss1 ,

in der Aufgabe steht Meteore

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