manche freunde von mir schaffen es einfach nie pünktlich zu sein? woran liegt das? muss ich das persönlich nehmen?

Außer den oben erwähnten Leuten, die ihre Zeit nicht im Griff oder ein sog. orientalisches Zeitverständnis haben gibt es allerdings noch solche, bei denen man, finde ich, absolut nicht tolerant sein darf: sie benehmen sich nach der Maxime: "Je später der Abend, je lieber die Gäste", d.h., wenn sie irgendwo erwartet werden, zögern sie ihr Kommen absichtlich hinaus, um mehr Wirkung zu erzielen - "Wo warst Du denn? Ist was passiert?" "Ja, stell Dir vor, da hat mich doch, als ich grade gehen wollte, der Bundespräsident persönlich angerufen......." Leider kenne ich mehr als ein Exemplar dieser Gattung und habe auch immer wieder Streit wegen dieses Themas, weil ich inzwischen immer "Programm wie vorgesehen" mache und nicht warte. Da finde ich Unpünktlichkeit wegen mangelnder Plandung noch verzeihlicher.

Außer den oben erwähnten Leuten, die ihre Zeit nicht im Griff oder ein sog. orientalisches Zeitverständnis haben gibt es allerdings noch solche, bei denen man, finde ich, absolut nicht tolerant sein darf: sie benehmen sich nach der Maxime: "Je später der Abend, je lieber die Gäste", d.h., wenn sie irgendwo erwartet werden, zögern sie ihr Kommen absichtlich hinaus, um mehr Wirkung zu erzielen - "Wo warst Du denn? Ist was passiert?" "Ja, stell Dir vor, da hat mich doch, als ich grade gehen wollte, der Bundespräsident persönlich angerufen......." Leider kenne ich mehr als ein Exemplar dieser Gattung und habe auch immer wieder Streit wegen dieses Themas, weil ich inzwischen immer "Programm wie vorgesehen" mache und nicht warte. Da finde ich Unpünktlichkeit wegen mangelnder Plandung noch verzeihlicher.
Zu diesem Thema gibt es auch das Umgekehrte. VERFRÜHUNG, wie meine Besucher aus den neuen Bundesländern sagten. Es ist für den Gastgeber unangenehm und stressig zu früh zum Termin zu erscheinen, sowohl privat als auch geschäftlich. Ich jedenfalls war beide Male noch nicht fertig mit den Vorbereitungen, als die Truppe, die eine sogar eine ganze Stunde zu früh kamen. Vielleicht war es bei gewissen Leuten in der DDR Methode um zu schauen, wie sich der Gastgeber bei einem überfallartigen Besuch darstellt und verhält. Ich glaube eher, dass Besuchsgänge früher dort sehr selten waren ,dass man sich auf diese Abwechslung zum grauen Alltag so sehr freute, dass es auf Stunden im Leben nicht ankam und man aus lauter Vorfreude auch mal zu früh ging. Dazu kam, dass kein Stundentakt der Bahn zur Verfügung stand. Man konnte, wenn es gut ging einen Zug am Morgen und einen am Abend nehmen. Für mich gilt: Besser leicht zu spät als zu früh, die akademische Viertelstunde kann Dir niemand übelnehmen; für mehr Verspätung gibts ja das Handy.
evistie am 28. April 2007 06:55 Was hast Du denn für Vorstellungen vom Leben in der ehemaligen DDR??
Ich bin in der Schweiz aufgewachsen und nicht vorbelastet mit fixen Vorstellungen; bei mir zählt, was ich erlebe. Wir machten sogar unsere Diplomreise 1972 über Prag in die DDR. Seit der Wende durch Heirat einer Thüringerin kenne ich das Leben dort von heute. Meine Erfahrungen sind eigene und durch intensive Freundesgespräche von damals.

Ich denke das kommt wohl auf die Person an. Ich hab auch oft Probleme damit pünktlich zu sein, aber bei mir liegt das daran dass ich oft was vergesse und die Zeit falsch einschätze und dann wirds später als gedacht, ich mach mir dann auch immer Sorgen dass der andere warten muss und so, aber irgendwie vergess ich beim nächsten Mal trotzdem immer was.. Dann gibts bestimmt auch Leute denen es nicht so wichtig ist ob sie nun pünktlich kommen oder nicht da würd ich dass dann schon persönlich nehmen. Also wenn deine Freunde gut organisiert sind dann sollte so etwas eigentlich nicht passieren :)
es gibt viele gruende woran das liegen koennte. ich persoenlich finde es respektlos wenn ein freund oder eine freundin mich immer wieder warten lassen wuerde. manch andere menschen sind einfach aeusserst schlecht im planen oder im "zeitmanagement". denen faellt dann erst zu spaet auf, was sie noch alles mitnehmen muessen, oder das sie fuer den weg von a nach b in stosszeiten doch laenger als "so 20 min." brauchen. manche lernen auch nie aus dem zu spaet kommen, dann hoert man so einen satz wie: "der bus hatte schon wieder (wie also immer!) verspaetung..." ich denke mir bei sowas dann: "dann nimm doch beim naechsten mal einen bus frueher!". auf die frage ob du es persoenlich nehmen sollst wuerde ich sagen nein. denn die menschen kommen meisten ueberall zu spaet. aber ich wuerde an deiner stelle nicht warten, ausser dir macht es nix aus deine zeit mit warten zu verbringen. denn einer der immer zu spaet kommt und sich auf eine verabredung mit dir freut und merkt dann (nach einer warnung: wenn du das naechste mal zu spaet kommst, werde ich nicht warten...) dass du nicht mehr da bist, der wird sich aergern und beim naechsten mal (wenn die person dich mag) nicht wieder zu spaet kommen. und handy anrufe die 5 min. vorher ansagen dass man 30 min. spaeter kommt, sind ziemlich nutzlos. warten muss man dann ja immer noch.
Pünktlichkeit ist relativ. So kann es oft bei unvorhersehbaren Verspätungen durch Bus und Bahn oder Stau im Auto ziemlich eng werden mit dem Timing. In so einem Falle könnte man aber erwarten, daß sich die Leute per Mobiltelefon über die eventuelle neue Ankunftszeit und den Ort austauschen. Einfach wegzubleiben, den anderen "dumm" herumstehen zu lassen, ist nicht die "feine englische Art". So habe ich mich einmal mit Bekannten zum "Shopping" gegen 8:00 Uhr verabredet, diese kamen dann aber erst gegen 11:00 Uhr, so daß wir das "Programm" garnicht ohne viel Hektik durchziehen konnten. Positives Beispiel: Sollte beruflich nach Amsterdam fahren, dort kenne ich mich überhaupt nicht aus. Schon im ICE-International klingelte das Handy, wo mich der Kollege einwies, zu welchem Ausgang ich gehen sollte, einmal im "Centraal" angekommen. Da ich den Kollegen vorher auch nie gesehen hatte, war es eine echte Überraschung, jemanden dort mit Handy zu sehen, der mich gerade nochmals antelefonierte. Wir gingen dann direkt aufeinander zu. So sollte es eigentlich immer sein.
Korhanbey am 28. April 2007 05:42 kannst Du mir mal bitte darlegen, was ein Telefonat zum erkennen in der Bahnhofshalle mit dem Thema Pünktlichkeit zu tun hat?

Weil sie so, aus welchen Gründen immer, konditioniert sind.

Ich glaube auch, dass es bei den meisten am falschen Zeitmanagement liegt. Hier im Schwabenländle heist es immer "Ich muss noch gschwind ..." und dieses "gschwind" verzögert alles noch.
Viele nehmen sich für Ihren Tag/Vormittag auch zuviel vor - am besten ist m.E. sich pro Tageshälfte nur eine grössere Aktivität vorzunehmen, damit fahre ich sehr gut. Wenn mehr zu tun ist, soltte man sich ein grosses Zeitpuffer vor, zwischen und hinter die Termine legen, dann klappt es.

Ich oute mich jetzt mal als zu-spät-kommer. Wie bereits gesagt, ich schätze auch oft meine Zeit falsch ein. Wenn es jetzt ein ganz wichtiger Termin ist, dann klappt es meist, aber wenn ich jemanden besuchen will, kommt es häufiger vor, das ich mich verspäte. Dann suche ich oft noch hier was oder dort, dann fällt mir noch was ein, und so geht es dann. Ich weiss, dass das eine ganz blöde angewohnheit ist, aber irgendwie schaffe ich es nicht.
Gibt es eine einfachere Art Aufmerksamkeit zu erregen und im Mittelpunkt zu stehen? Ich hasse Unpünktlichkeit. Wenn etwas Unvorgesehenes passiert, kann man mindestens anrufen und den voraussichtlichen Ankunftstermin mitteilen.

Du hast sicher schon mal was von den vier Temperamentstypen gehört. Sanguiniker, Choleriker, Melancholiker und Phlegmatiker haben jeder für sich einen eigenen Charakter.
Bei Deinem Beispiel würde der Sanguiniker zwei-drei Minuten vor oder nach kommen, der Choleriker ist mindestens 5 Minuten früher da aber ebenso schnell wieder weg. Der Melancholiker ist auf die Sekunde pünktlich und der Phlegmatiker kann auch schon mal eine halbe Stunde später kommen und fragt auch noch - bin ich zu früh?
Es gibt ein tolles Buch von Florence Littauer "Einfach Typisch". Hier kanns Du alles über die Temperamentstypen nachlesen und auch Dein eigenes Temperament bestimmen. Wer damit gut umgehen kann wird auch die Schwächen zu seinen Stärken machen und dem ist auch klar, warum wohl der Andere zu spät kommt ohne dass er etwas dafür kann.
Beispiele: Sie drücken Ihre Zahnpaste ordentlich von hinten nach vorne aus und stellen diese immer auf den selben Platz(=Melancholiker), Ihr Partner drückt diese jeden Tag anders aus, mal hint mal vorne mal in der Mitte und sie liegt jedesmal wo anders (=Phlegmatiker).
Der Drängler auf der Autobahn mit Lichthupe direkt hinter Ihnen(=Choleriker)kann es nicht verputzen wenn sie schneller sind, der Witzeerzähler und Alleinunterhalter (=Sanguiniker) steht gerne im Mittelpunkt.

Das was Du beschreibst kenn ich sehr gut! Bin eigentlich immer pünktlich und hasse zu-spät-kommen, finde das respektlos! Anfangs nahm ich das meinen Freunden auch übel, weil ich mir einfach nicht so wertvoll vorkam. Aber mit der Zeit lernte ich einfach, daß sie in ihrem Tagesablauf einfach keine gute Organisation haben und es einfach nicht schaffen pünktlich zu sein. Ich hab da so zwei drei Kandidaten und kann mittlerweile auch abschätzen wieviel sie zu spät kommen. Meistens ne halbe Stunde. Ich rechne das einfach mit ein, komme dann auch dementsprechend später und dann passt es eigentlich. Du kannst leider Pünktlichkeit nicht erzwingen...Damit Du Dich aber künftig nicht weiter ärgern mußt, würd ich Dir den selben Tipp geben! Viel Erfolg, Grüße
ich hatte ein gutes gespräch mit meinem techniker, der die therme reparieren sollte. er war der meinung, ich sollte alle dinge die notwendig sind, um z.b. wegzugehen, zuerst machen und dann, wenn noch zeit ist, das, was mir noch freude bereitet, oder so im weg herunsteht und getan werden möchte. ich konnte eine zeitlang danach leben. heute muß ich mich immer wieder daran erinnern, es so zu tun. es funktioniert.

Ich finde es einfach rücksichtslos, wenn jemand regelmässig zu spät kommt.
Die üblichen Entschuldigungen wie Stau, Zugverspätung, nicht rechtzeitig weggekommen, ... können zwar MAL greifen, aber doch nicht immer.
Der Stau am Freitagnachmittag ist doch keine Überraschung, den kann man doch einplanen!
Wenn Züge bekanntermassen häufig Verspätung haben, dann darf ich eben keinen nehmen, der mich "gerade eben" rechtzeitig hinbrächte, sondern muss etwas eher fahren.
RolfHoegemann am 28. April 2007 23:15 Ausser vielleicht, wenn der Zug nur alle 2 Stunden fährt... gibt ja leider auch so saublöde Verbindungen.
demosthenes am 29. April 2007 10:27 @Rolf u. Högemann:
Das stimmt leider.
Da ich auf dem platten Land wohne, wo ein Zug nur alle Stunde fährt, kenne ich das sehr gut und berücksichtige das schon bei der Absprache eines Termins, sodass ich einen Zeitpuffer habe.