Frage von Neugieristok, 44

Warum kommen immer Emotionen hoch, wenn es ums Geld geht (ich meine Geld ist nur ein Ding, und man kann es haben, wenn man arbeitet, Menschen sind wichtiger)?

Antwort
von berkersheim, 4

Werten ist eine hochemotionale Sache. Man beachte nur die Hingabe von Fußballfans für ihren Verein. Werten ist ein a-priori-Verhalten des Menschen wie überall kausale Beziehungen zu vermuten. Wir halten das für schöner und jenes für besser und sowas können wir schon gar nicht leiden. Das sind qualitative Wertungen, die wir ununterbrochen vornehmen. Das ist immer von Emotionen bestimmt. Auf der Stufe des zwischenmenschlichen Austauschs von Werten im Handeln mit Anstrengung hergestellter Waren ergeben sich im gegenseitigen Vergleich automatisch relative Preise wie "eine Kuh gegen fünf Ziegen". Weitet sich der Umfang der zu tauschenden Waren werden die in Waren ausgedrückten relativen Preise unübersichtlich und es bildet sich ein Vergleichsgut heraus, auf das alle relativen Warenpreise bezogen werden.

Dieses Vergleichsgut nennen wir Geld. Geld vereinfacht den Handel mit vielen unterschiedlichen Waren. Das ist erst mal eine rein sachliche Funktion. Aber der Mensch wäre nicht der Mensch, wenn er die ursprünglichen Emotionen seiner Wertungen ablegen könnte. Auch wenn Werte des Handelns wegen in einem Geldwert ausgedrückt werden, sind es immer noch Werte, die wir emotional begleiten. Dazu kommt, dass mit der funktionalen Einführung des Geldes eigentlich auf einem Beipackzettel wie bei Medikamenten die Nebenwirkungen hätten aufgezählt werden müssen. Geld wird zum Wertsammler und -repräsentant. Geld wird zum Repräsentant und Spielball der Macht. Ganz früh bereits haben die Mächtigen ihr Konterfei aufs Geld gepresst, damit jeder wusste, wer hier der Herr im Lande ist. Geld kann Werte in der Zeit verschieben und wird so Objekt von Spekulation und Betrug. Usw., usw..

Wie es keine Medikamente ohne Nebenwirkungen gibt (was fast für alle menschlichen Installationen gilt) so bleibt auch Geld nicht lange nur ein Tauschmittel. Wertungen bleiben immer hochemotional und da sie mit Selbstwert was zu tun haben, mit dem Standig einer Gruppe und in der Gruppe, was alles durch Geld ausgedrückt werden kann, wäre es illusionär zu erhoffen, dass Menschen mit Geld keine Emotionen verbinden.

Antwort
von knallpilz, 4

Manche verehren eben einen Gott und manche Geld.

Faktisch gesehen ist Geld ein Tauschmittel, das es deshalb gibt, weil man nicht eine Kuh in zwei Hälften teilen und für die eine 1 1/2 Schafe und für die andere 20 Hühner bekommen kann. Der Zweck von Geld ist es, Tauschgeschäfte zu erleichtern. Zum Beispiel Arbeit gegen Essen, Wohnen und Lebensqualität.
Essen und Wohnen kostet nicht viel, Lebensqualität (die sich im Übrigen auch aufs Essen und Wohnen erstrecken kann) kann je nach Präferenz sehr kostspielig sein.
Vielleicht ist einigen ihr Lebensstil peinlich....oder heilig...keine Ahnung. :D

Antwort
von LeonardM, 10

Geld ist "deine zukunft". Hast du kein geld hast du kein essen und trinken. Hast du kein geld hast du keine bleibe. Hast du kein geld kannsr du nicht reisen... geld ermöglicht dir alltägliche als "normale,bekannte" dinge. Wenn du grössere summen ausgibst kannst du wie ich mich zb auch schlecht fühlen weil du weisst: diese summe xxx ist weg und die bekomme ich so schnell nicht wieder. Passiert jetzt etwas schlechtes wie arbeitsunfähigkeit => frührente oder arbeitslosigkeit ist die zukunft nichtmehr gesichert.. das kann gewisse spannungen und emotionen auslösen selbst wenn es nur 1/100 deines vermögens ist. Manche menschen sind empfindlich was das ausgeben von geld betrifft

Antwort
von achimhausg, 5

Ich habe es schon oft erlebt, dass sich ein Kind von Vielen um die sterbenden Eltern kümmerte, im Prinzip völlig alleine verhinderte, dass die Eltern in ein Pflegeheim mussten, wodurch das elterliche Haus überhaupt nur erhalten blieb, aber letztlich marschierten sofort sämtliche Geschwister auf und forderten ihren Teil vom Erbe, obwohl sie nie einen Finger gerührte hatten, es jahrelange harte und belastende Arbeit war - zum Teil  24h/Tag - , und dem, der diese Arbeit verrichtete rein moralisch alles gehört hätte.

Aber in allen Fällen wurde nicht rational agiert, sondern irgendwie auf tierischer Ebene: Wie Wölfe haben sie das Erbe zerrissen und in einigen Fällen ist der, der gepflegt hat, daran zerbrochen, u.A. auch, weil er so lange aus seinem Job raus war, den er dafür kündigen musste, bzw. keinen Neuen fand usw.

Ihm hätte das Haus und Grundstück sehr gut getan in dieser Situation!

So oder so, also zum drin wohnen, oder zum Vermieten z.B.

Antwort
von Chicaa1992, 20

Geld gibt viel Sicherheit. Man fühlt sich einfach besser wenn man geld hat

Antwort
von Wippich, 13

Um Geld zu haben muß ich hart Arbeiten.Damit meine Ich das Geld um Leben zu können.

Antwort
von metbaer, 22

Geld=Besitz und Status und Menschen sind noch immer irgendwo Sammler, die andere mit Besitz beeindrucken wollen.

Antwort
von frischling15, 6

Das ist Deine ureigenste  Behauptung  , und  d i e ist durch nichts belegt !

Der Negativvergleich , zwischen Gewinnstreben und Menschlichkeit , ist ohne jede Beweiskraft , und reiner Populismus !

Welchen Rat erwartest Du  überhaupt , oder erwartest Du für Deine dubiose These  Bestätigung ?

Antwort
von kubamax, 15

Geld beschützt und erzeugt Ansehen.

Antwort
von HeymM, 13

Weil die meisten Menschen geldgeil, egoistisch und habgierig sind.
Sie meinen das man sich mit Geld alles erkaufen kann, sogar Glück und Zufriedenheit.
Am Ende bleibt aber nur Trostlosigkeit, Dummheit und Einsamkeit zurück. Und da viele Menschen nicht gelernt haben sich zu reflektieren, lernen sich auch nicht aus ihrem Verhalten und machen weiter.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community