Kermit65 am 25.02.2009 um 19:17 Uhr
Nehmen wir einen 50 Jährigen Mann, der kann sich meist relativ gut daran erinnern als er 20 Jahre war. Doch warum kann ein 30 Jähriger schlecht 25 Jahre zurück denken? Danke für Eure Antworten!

Hallo, wir können uns sehr wohl an unsere Kindheit erinnern. Der eine mehr, der andere weniger. Je intensiver eine Kindheit ist, umso plastischer bleiben die Erinnerungen. Spektakuläre Erinnerungen sind meistens mehr negativ geprägte und weniger von positiven Erlebnissen begleitete Erinnerungen. Oftmals kompensieren wir diese. Das Gehirn verschiebt diese (Datein) weit von sich in ein Archiv, um den Lebensablauf nicht ´zu stören. Hin und wieder ist es gut, nicht alle Erinnerungen zu haben. Der Ablauf im Gehirn ist ein chemischer Prozess. Du kannst aber durch Hypnose diese Datein öffnen lassen. Nur ist die Frage, für was soll das Gut sein? Im übrigen, ich kann mich ab meiner 4ten Woche meines Lebens erinnern. Nur einen Augenblick, aber der wurde mir bestätigt. Ansonsten ab dem Zeitpunk von 16 Monaten Leben, habe ich Erinnerungen. Plastische! Wie gesagt, der eine mehr, der andere weniger!Liebe Grüße OlliG

Weil das Gehirn aufgrund des Entwicklungsstandes bis zum 4. Lebensjahr kaum Langzeitinformationenen speichert. Auch danach eher bruchstückhaft.
wenn alles glatt gelaufen ist in der kindheit,ist es zwar zu 100% im unterbewusstsein gespeichert und das auf ewig,aber man weiss vom gefühl her,dass es schön,angenehm oder familiär war.hat man ein (schweres)trauma erlebt,so wird das ein leben lang auch im bewusstsein bleiben,auch wenn man dieses traumata verarbeitet hat,also auch im späten alter

Weil das Kurzzeitgedächtnis noch besser ist, dafür das Langzeitgedächtnis schlechter ausgebildet ist. Aus diesem Grund sind kleine Kinder auch besser in Memory.

im Kindesalter ist das Gehirn noch im Wachstum, erst in der Pupertät geht diese Phase zu Ende, deshalb erinnern sich manche sogar an Dinge, die nie passiert sind.

das gehirn wählt ja die wichtigsten infos aus. mit 3 oder so wird eben nich als wichtig angesehn wenn oma erna in den geburtstagskuchen fällt

ich könnte mir vorstellen, daß es auch eine schutzfunktion ist, damit mutter und vater auch mal fehler machen können, ohne daß die emotionale bindung gleich auf dauer gestört ist. das würde auch erklären, warum mißbrauche kinder so lange brauchen, um den mißbrauch zu konkretisieren. bei meiner tochter z.b. ist die "kunst" nachtragend zu sein noch nicht sehr ausgeprägt. was mit zunehmendem alter sicher mehr wird.

das gehirn kann manches, aber nicht alles. meine früheste erinnerung habe ich, an ein "ding", als ich etwa 3,5 jahre war...

so kurios es klingen mag-wenn es mit uns zu ende geht,können wir uns erinnern-warum?keine ahnung
wim50 am 25. Februar 2009 19:21 Du warst schon dabei?

weil man sich in den Kindheitstagen nicht soviel merken konnte

Ich kann das verdammt gut, habe sehr gute Erinnerungen an die Zeit, wo ich noch nicht sprechen und laufen konnte. Aber nur einzelne Kurzfilme. Später werden die Filme auch länger. Kennst Du das nicht? Wo ist Dein Problem?
wim50 am 25. Februar 2009 19:21 Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Vielleicht liegt es am reifenden Gehirn eines Kindes? Da sollte eigentlich jeder selbst darauf kommen,oder?
Aufgrund deiner Qualifikation darf man annehmen, dass du noch über ein paar Quellen verfügst, die deinen Beitrag mit einigen kompetenten Hintergrundinformationen untermauern? Vielen Dank.
Hallo, natürlich kann ich meine Ausführungen etwas ergänzen. Der eher rationale Typ (rational denkende Mensch) hat tiefe Erinnerungen und der emotionale Typ, schafft es bis ins Kindergartenalter. Die emotionalen Menschen schützen ihre Empfindungen (Traumen, Ängste und dramatischen Erlebnisse). Der rationale Typ hingegen lernt aus der schwierigsten Situation und stellt sich seinen Empfindungen. Daher sind die einen in der Lage mehr plastische Erinnerungen zu haben, als die anderen. Eine zweite These die ich persönlich mit einbeziehe ist folgende: Der Mensch hat ca. bis zu 160 Mrd. Gehirnzellen. Durch Drogen und Alkohol verliert der Mensch (Frau und Mann) je nach Stärke des Rausches zwischen 20 und 60 Millionen Gehirnzellen "pro Rausch". Da die Gehirnzellen so ziemlich die einzigen Zellen sind, die sich nicht erneuern, sind sie verloren und bleiben es auch. Junge Menschen die sehr viel Konsum haben, gleich welchen, zerstören somit ein rießiges Arreal an diesen Zellen. Im Alter fehlen also wichtige Komponente, die einen emotional werden lassen.Das Gehirn versucht zu überleben (Verstand zu behalten) was vergebens auf Dauer ist. Ich könnte viele andere Beispiele für Erinnerung geben, aber ich denke, dies reicht. Ach so, ganz wichtig! Keine Sorge darüber, dass "Mensch" seine Gehirnzellen weg trinkt oder (säuft) denn, ehe dies passiert, hat der Mensch Leberzhirrose und andere Organversagen. Liebe Grüße Olli G
Ich hatte eher an wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse gedacht, beispielsweise aus der Neurophysiologie zur Reifung des Gehirns im Kindesalter. Die Annahme, dass sich Menschen, wie auch hier ersichtlich, frühestens an Ereignisse im Alter zwischen 3,5 bis 4 Jahre erinnern, lässt den Schluss zu, dass die Ursache in der physiologischen Entwicklung zu finden ist, was meines Erachtens auch hinreichend wissenschaftlich belegt wird. Mir erscheinen deine Beiträge wenig bis nicht nachvollziehbar, weder theoretisch noch praktisch. Auch meine eigene Erinnerung reicht bis zum ersten Gang zum Kindergarten zurück, der allerdings etwas verpätet stattfand, oder bis zur ersten größeren Reise in den Schwarzwald. Erinnerungen an die 4. Lebenswoche klingen für mich höchst spekulativ und ich kann mich nicht erinnern, je von einem solchen Sachverhalt gehört oder gelesen zu haben. Und nun werde ich mich endlich ins Bett bewegen, weil ich mich in einigen (wenigen) Stunden mit dem Thema Profilanalyse zu beschäftigen habe. Gute Nacht.
Hallo, die Ausführungen und die wissenschaftlichen Neu "Erkenntnisse" auf dem Gebiet der Neurophysiologie,kann man immer und zu jeder Zeit recherchieren. Das wir Menschen "Zweifler" an dargebrachten "Phänomenen"sind, die für mich persönlich keine sind, liegt in der Natur des Menschen. Nur weil einer etwas nicht kann und der andere sehr wohl, heisst es nicht dass es Unmöglich ist. Aber du hast Recht, es gibt keine Themen weiter, über die wir uns mehr Sorgen und Gedanken machen sollten, als "wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse, aus der Neurophysiologie zur Reifung des Gehirns im Kindesalter. Liebe Grüße Olli G