Frage von BlauerSitzsack, 95

Warum können wir überhaupt psychische Krankheiten bekommen?

Dass es wissenschaftliche belegt ist, wie es ungefähr funktioniert ist mir klar ... allerdings frage ich mich, warum Menschen (und auch Tiere) überhaupt psychische Krankheiten bekommen können. Das Ziel von Mutter Natur ist es ja, dass Lebewesen sich fortpflanzen, aber das steht dem ja im Weg, wenn alle Menschen psychisch krank wären (z.B. Deprission), hätten viele Menschen wohl auch keine Lust auf Sex und die Bevölkerung würde zurückgehen.

Es gibt ja abertausende psychische Krankheiten welche dafür sorgen könnten in einem extremen Ausmaß, dass der Mensch ausstirbt (theoretisch), warum geht die Natur dieses Risiko ein ... ?

Ich hoffe, ihr versteht wie ich meine Frage meine ... ich meine damit, warum uns überhaupt die "Fähigkeit" gegeben wurde, psychisch krank zu werden, wenn es uns doch nur behindert und in keiner mir bekannten Weise weiterhilft.

Ich bedanke mich für alle Antworten.

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von 5000steraccount, 53

Psychische Krankheiten sind von der Natur nicht gewollt, genauso wie angeborene Fehlbildungen und Behinderungen nicht geplant waren, sondern vielmehr "aus Versehen" und durch Zufall entstehen. Stichwort Mutation. Manche Mutationen erweisen sich als hilfreich (z.B. kann die Maus, die abnormal große Ohren hat, viel besser ihre Feinde hören, was dann wiederum der Spezies beim Überleben hilft), andere hingegen behindern den Menschen einfach nur. Diesen "Fehler" macht die Natur dann wieder wett, indem das betroffene Lebewesen stirbt (zumindest ohne menschliches Eingreifen).

Viele psychische Krankheiten sind aber auch erst durch die moderne Gesellschaft entstanden. In früheren Jahrhunderten wirst du wohl selten einen Höhlenmenschen mit Burn-Out-Syndrom gefunden haben. Es wird traurig und melancholisch veranlagte Höhlenmenschen gegeben haben, aber das war damals einfach noch eine Charaktereigenschaft und kein Grund, gleich zum Psychologen zu rennen und sich als "krank" attestieren zu lassen.

Kurz gesagt: richtig schlimme, angeborene psychische Krankheiten sind genauso ein ungewollter "Fehler" der Natur wie auch Missbildungen und Behinderungen. Einige Krankheiten (wie Depressionen) werden von uns selbst, den Menschen, verursacht, und wieder andere sind überhaupt keine Krankheiten und werden in der heutigen Gesellschaft unnötig verdramatisiert.

Kommentar von Chriyovime ,

Gut dargestellt und so sehe ich es auch. Wobei man andersherum sagen könnte, die Natur macht keine Fehler. Sie sind gewollt und die anpassungsfähigeren setzen sich durch, ähnlich wie bei Viren und Bakterien.

Dass die biochemischen Reaktionen unseres Körpers hausgemacht sind, leuchtet auch ein..

Antwort
von halbsowichtig, 23

(A) Krankheiten an sich

Warum gibt es Grippe? Warum können wir Schnupfen kriegen, warum heilen Verletzungen nicht in Sekundenschnelle?

Nichts in der Natur ist perfekt. Alles steht in einem dynamischen, sich ewig weiter entwickelnden Gleichgewicht.

Die Evolution hat übrigens kein Ziel. Sie "macht vor sich hin", siebt suboptimale Exemplare aus und vermehrt die gut angepassten. Da sich die Umgebung ständig verändert, müssen sich auch die Kriterien für "angepasst" verändern. Ständig.

(B) Seelische Krankheiten

Vieles, was als seelisch krank bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit nur eine Folge falscher Haltung. Ein Huhn in der Legebatterie wird irre ... ein Mensch in der Menschenbatterie (z.B. Bürozelle oder Einzimmerwohnung im Hochhaus) auch.

Wir erwarten Dinge von uns und voneinander, die für Menschen total unnatürlich oder sogar unmöglich sind. Erfüllt man diese kranken Erwartungen nicht, gilt man als gestört.

Davon ganz abgesehen, ist auch das Gehirn "nur" ein Organ. So wie man Hautkrebs, Lungenentzündung oder Krampfadern im Bein bekommen kann, so kann auch ein Gehirn sich eine Krankheit einfangen. Passiert halt, siehe oben.

Antwort
von hundeliebhaber5, 19

Wenn ich sehe, wie die Menschen heute in der Arbeit teilweise ausgebeutet werden (und wenn Sie nicht mehr können werden Sie gekündigt und der nächste eingestellt), dann ist es doch kein Wunder dass viele Krank werden.

Auch der Druck einen Job zu haben und zu arbeiten, zu konsumieren, das macht viele Krank.

Ich kenne Menschen die haben geschafft, bis die körperlich K.o. waren. Dann wurden Sie von der Gesellschaft ausgespuckt und arbeiten jetzt in einer Behinderten Werkstatt.

Viele Menschen leben alleine, leben isoliert (2 Rentner im meinem MFH auch, die ich regelmäßig besuche) die werden auch krank, wenn Sie sich selbst überlassen werden.

Die eine Rentnerin bei mir im Haus hat Ihre beiden Söhne verloren, die waren keine 25. Sie ist dadurch auch psychisch krank, Sie denkt dauernd an Ihre toten Söhne. 

Es gibt viele extreme Situationen im Leben, die Menschen schwer verkraften und dann werden Sie krank.

Eigentlich völlig normal.

Antwort
von Fantho, 4

Psychische Krankheiten sind häufig ein Ausdruck des Seelenzustandes eines Menschen...

Doch dies wird noch ein Zeit lang dauern, bis die Schulpsychologie dies verstanden hat, obwohl

ihnen die Freudsche 'Dreifaltigkeit' von Bewusstes, Vorbewusstes, Unbewusstes oder Über-Ich, Ich, Es bekannt sein dürfte...

Der menschliche Körper ist die Möglichkeit für die Seele, Probleme und Krankheiten an die Oberfläche zu bringen und auf diese Weise dem Menschen auf etwas aufmerksam machen zu können....

Gruß Fantho

Antwort
von Nirakeni, 25

Warum gibt es Seuchen, Natur-Katastrophen usw.? - Ich sehe es als Ausgleich, um das Gleichgewicht der Masse der Menschen wieder herzustellen. Wir haben jetzt schon eine Überbevölkerung. Das Durchschnittsalter des Menschen ist weitaus höher als noch vor 50 Jahren durch fortgeschrittene Medizin, Ernährung und Technik. Man versucht jetzt das Problem zu lösen, vor allem die Ernährungsfrage für die Dritte Welt.

Antwort
von VoidLord, 3

die natur will nichts! alles was pasiert ist ist eine reihe von aufeinanderfolgenden zufälen. das wir psychische krankheiten bekomen können ist wie mit allergieen:
Sie bringen nichts existieren aber trozdem.

Antwort
von kgunther, 4

Die menschliche Psyche ist ein ausgesprochen empfindliches Instrument. Für die Natur des Menschen ist sie essentiell. Deshalb ist sie auch Störungen extrem ausgesetzt. Das fängt bei Stoffwechselstörungen (endogene Erkrankungen) an und reicht zu den vielfältigen Einflüssen der Umwelt, etwa das Aufwachsen eines Kindes in liebloser oder gar gewalttätiger Umgebung.

Das Gute ist, daß psychische Erkrankungen ja auch heilbar sind, reaktive Erkrankungen durch Selbsterkenntnis, die durch Gespräche mit Beratern gestützt werden kann.

Deine Sorge, daß psychische Erkrankungen derart überhand nehmen könnten, daß ganze Völkergruppen oder sogar die gesamte Menschheit ausstirbt, sind vielleicht, teilweise, gerechtfertigt. Allerdings ist die Sehnsucht nach Liebe und Gemeinsamkeit und auch die Geschlechtsanziehung des anderen Geschlechtes so übermächtig, daß sie durch psychische Erkrankungen nur in statistisch unerheblichem Maße eingeschränkt werden kann.

Alle weißen Völker sind vom Aussterben bedroht, weil sie ihren biologischen Bestand durch Geburten nicht aufrechterhalten können. Dadurch tritt innerhalb weniger Generationen eine Überalterung ein, die jungen Eltern fehlen zunehmend, die Geburtenlücke wächst lawinenartig. Die Deutschen sind deshalb zum Aussterben verurteilt, denn die Geburtenlücke besteht seit 1970, ohne daß die Politik versucht hätte, dies durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Im gegenwärtigen Stadium können nur noch ganz außergewöhnliche Maßnahmen unser Aussterben verhindern. Allerdings tut die Politik das Gegenteil!

Ebenso gefährdet sind die südeuropäischen Völker, Griechen, Italiener, Portugiesen, Spanier.

Vielleicht kann man dieses widernatürliche Verhalten der weißen Völker auf eine gemeinsame Neurose zurückführen.

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Krankheit & Körper, 20

Psychische Krankheiten sind eigentlich nur Symptome eines gestörten Gehirnstoffwechsels, wobei im wesentlichen durch Leistungsdruck, Überforderung, Reizüberflutung und emotional belastende Situationen durch die Stresshormone die Glückshormone verdrängt weden. Daneben spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Dazu kannst Du auch mal hier in meine Antwort schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/was-kann-ich-tun-damit-es-aufhoert?foundIn=answe...

Antwort
von raimas, 24

Was glaubst du, warum es KRANKHEIT heisst?

Antwort
von GaiaEngel, 47

Was dein typisch "Gesetz des Dschungels" Denken vergisst ist, dass die ZIVILISATION mit ihrem ganzen Irrsinn die Menschen krankmacht!

Übrigens wurden im Dschungel alle Schwachen und Kranken erschlagen, bzw. starben kurz nach der Geburt, so konnten die sich auch nicht fortpflanzen.

In eurer heutigen Welt werden Kranke von der Schulmedizin hergezüchtet um zweibeinige Versuchstiere zu haben und Ersatzteile für Reiche ausschlachten zu können!

Isolation und Sterilität macht krank. Käfigmassenhaltung von Hühnern wird kritisiert. Massenhaltung von Menschen in riesigen Betonwohnkübeln in der Grosstadt ist normal!

Die letzten Gesunden werden in die Klapsmühle eingesperrt, weil die Masse der Irren dort keinen Platz hat, so sind wenigstens die in Sicherheit!


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