Frage von unixp,

Warum können Tiere Hass entwickeln?

Warum können sich manche Katzen zb. auf den ersten Blick nicht leiden? Und dann ein ganzes Leben die gleiche Katze verhaßen? Woran liegt das?

Antwort von xxxKASIxxx,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die meisten Menschen machen einen Fehler, wir versuchen immer wieder unser Verhalten, unsere Emotionen und Charaktereigenschaften in Tieren wieder zu finden. Wir können und werden niemals die tierische Psyche verstehen können. Jedenfalls nicht vollständig.

Zum Thema Hass, allein für den Hass gibt es im "menschlichen" Bereich mehrere Definitionen. Und wie können wir nun beurteilen ob Tiere hassen oder nicht? In meinen Augen gar nicht. Ich habe zwar nie eine Katze besessen, bin aber mit Hunden groß geworden. Wie soll ich es mir nun erklären, das unser damaliger Hund einen "speziellen" Freund hatte, welcher am anderen Ende vom Dorf wohnte? Dieser andere Hund war immer wieder die "Zielscheibe" des Hundes meiner Eltern. Unser Hund lief öfter gezielt zum Gehöft des anderen Hundes um Stunk zu machen und sich zu raufen. Aber auf dem Weg dorthin gab es mehrere Höfe mit Hunden, welche völlig ignoriert wurden. Übrigens war der "Lieblingshund" etwa zwei Kilometer entfernt.

Das hat schon nichts mehr mit Territorialverhalten zu tun, auf diese Entfernung... Oder die Katze meines Freundes, welche speziell nur mich nicht leiden kann. Und nein, ich habe ihr nie etwas getan oder sie "gemobbt". Wie soll man dieses Verhalten erklären? Ich gehe manchmal an ihr vorbei, und schon werde ich mit einem Fauchen begrüßt.

Hass? Instinkt? Wie auch immer... Wir sollten nicht versuchen unsere Eigenschaften und Charakterzüge bei Tieren zu finden. Und wir sollten uns die arrogante Eigenschaft abgewöhnen (nicht alle) zu denken, das Tiere nur instinktiv handeln. Der Mensch ist nicht immer das intelligenteste Wesen auf Erden...

Kommentar von Pifendeckel,

Genau Kasi,

man verfällt tatsächlich oft in den Glauben, das Tiere wie wir sind, oder zumindestens ähnlich.Ich glaube das kommt daher,weil uns das gefällt und weil wir uns das wünschen und auch dann besser damit umgehen können.

Kommentar von MacoIsland,

ich denke, du liegst ziemlich richtig, wenn auch nicht ganz, denn tiere haben gefühle (http://www.youtube.com/watch?v=gorJf08WoTk&feature=related) aber woher diese kommen ist eben unterschiedlich im vergleich zum menschen (und ich denke, dass es auch in jeder tierart und zu jedem einzelnen tier verschieden ist, sowie auch jeder mensch andere menschen mehr oder weniger mag

und noch etwas zu der katze deines freundes, die dich anfaucht, ich habe auch katzen und mir ist aufgefallen, dass eine von ihnen, drei meiner freundinnen immer anfaucht, diese drei freundinnen haben hunde - es könnte also mit dem geruch zu tun haben... meinen anderen katzen scheint der hunde-geruch nichts auszumachen :D sie verteilen stattdessen ihren eigenen geruch auf meinen freundinnen ;)

vielleicht ist das alles nur zufall, aber ich fand es eine interessante beobachtung und deine meinung dazu würde mich interessieren :P

Kommentar von xxxKASIxxx,

Ich streite ja keineswegs ab, das Tiere Gefühle haben. Nur empfinde ich es als unsinnig, das wir unser Verhalten immer wieder versuchen in den Tieren wieder zu finden. Die haben ihre "eigene" Welt ;)

Zur Katze: ich habe keinen Hund. Vielleicht bin ich ihr einfach nur unsympathisch. Oder sie spürt, das ich kein Katzenliebhaber bin. Deine Katzen werden natürlich individuelle Charaktere haben. Und dementsprechend reagieren...

Antwort von Biggi1963,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mit Katzen kenne ich mich jetzt nicht so gut aus, aber ich kann dazu was von unserer Hündin beitragen.

Mein Hund (Labrador) kann eigentlich mit anderen Hunden gut umgehen. Aber in unserer Nachbarschaft gibt es einen Schäferhund, mit dem unsere noch wie was zu tun hatte. Sie braucht ihn nur von weitem zu sehen und geht direkt in die Kampfstellung. Das war von der ersten Begegnung an so. Die andere Hundehalterin und ich haben versucht, die beiden sich annähern zu lassen. Unmöglich - keine Chance.

Das hat sich in all den Jahren nicht geändert. Ich weiß nicht, ob es wirklich Hass zwischen den beiden Hunden ist. Aber ich denke, auch bei Tieren ist es so, dass der erste Blick ausreichen kann, um sein Gegenüber nicht zu mögen.

LG

Kommentar von YarlungTsangpo,

Dein Labrador ist eine Hündin und der Schäferhund ist ein Rüde? Ist der Kerl kastriert?? Wuerde mich interessieren.

Kommentar von Biggi1963,

Ja, ich hab eine Hündin und der Schäferhund ist tatsächlich ein kastrierter Rüde. Für mich auch durchaus ein Beweis, dass kastrierte Rüden nicht unbedingt ruhiger werden. LG

Antwort von YarlungTsangpo,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da hab ich ein gutes Beispiel für Dich: Unsere Nala und deren Schwester Afra konnten sich von Anfang an "nicht leiden"............Das ging so weit, dass beide die zusammen leben mussten sich immer wieder stark verletzt haben - das Ziel einer von Beiden muss weichen (ausweichen). Nachdem das nicht ging beim Menschen war Nala nach 5 Jahren so krank und schwach, dass sie fast schon gestorben war.......So kam sie zu uns... Bei Tieren ist das anders als beim Menschen. Sie kennen keinen Hass. Sie kennen Territorium das Sicherheit vermittelt und der jeweiligen Art angeborenes Verhalten. Dazu gehört auch die Signale von Unsicherheit, Dominanz und Territorium - und sei es individuelle Distanz - zu achten und zu respektieren...... Ist das bei einem von zwei Tieren nicht der Fall, so tritt das auf was Du beobachtet & beschrieben hast: Bereits auf den ersten Blick erkennen die zwei Tiere, dass irgendetwas in der artgerechten Sprache nicht stimmt und alle Beide versuchen den Anderen von sich fern zu halten...............Sind Tiere sehr eng verwandt - wie im Fall von Nala, so kommt es sehr häufig vor, dass Beide exakt dieselbe Eigenschaft geerbt haben können. Zum Beispiel eine starke Dominanz, welche den anderen in einem Territorium nicht dulden kann. Das ist dann kein Hass, wenn sich Beide bekriegen und dabei verletzen, es liegt am Menschen weil er diesen Tieren kein artgerechtes Ausweichen & Abwandern ermöglicht. In der Natur würde einer von Beiden weichen und sich ein neues Territorium suchen. Hass aber ist ein Fremdwort für Tiere. Jedes Verhalten von Tieren, das wir so interpretieren hat biologisch einen ganz anderen Sinn!

Kommentar von Ispahan,

Das glaube ich sofort. Einleuchtende Erklärung!

Kommentar von rosehip,

Sehr gute Antwort. "Hass" gehört zur Palette der menschlichen Gefühle. Tiere kennen diese Emotionen nicht, sie zeigen Abneigung aufgrund von angeborenen Instinkten und einer Situation, der sie sich räumlich nicht entziehen können.

Kommentar von taigafee,

ich kann den unterschied zum menschlichen hass nicht wirklich erkennen. sind die gründe für unseren "hass" nicht identisch?

Kommentar von feature,

@YarlungTsangpo

Genauso sehe ich es auch!

Andere werden jetzt vielleicht denken, ich bin nicht tierfreundlich aber das Gegenteil ist der Fall, ich liebe Tiere und finde das Leben einer Maus darf dem eines Menschen in nichts nachstehen. Trotzdem, man darf Tiere nicht vermenschlichen. Damit tun wir ihnen keinen Gefallen. Sicher verstehen Tiere was Schmerz ist, aber sie haben nicht solche Emotionen wie wir Menschen. Sie "denken" nicht in unseren Kategorien.

Ein Beispiel: Ein Hund verliert durch einen Unfall ein Bein, kommt aber trotzdem gut klar. Keine Schmerzen, keine Beeinträchtigung. Wenn Herrchen mit ihm spazieren geht, wird jeder Passant denken: "Oooch, der Arme!" weil Menschen immer alles gleich auf sich beziehen. Dem Tier fehlt dabei gar nichts, es merkt nicht einmal dass da ein Bein fehlt, weil er trotzdem rennen und springen kann. Aber wir vermenschlichen ja immer alles und schreiben den Tieren irgendwelche für uns logischen Gefühle zu.

Kommentar von YarlungTsangpo,

@taigafee Hass im menschlichen Sinn ist ein nachtragendes Gefühl welches Menschen dazu bringt Menschen zu verfolgen - auch wenn diese sich räumlich bereits lange schon entzogen haben. z.B. Stalking bis hin zum Mord. Geschichtlich betrachtet fallen auch alle Völkermorde unter diese Kategorie. Derartige "gesellschaftliche Gefühle" welche mit Ehrverletzung einhergehen sind sämtlichen Tierarten fremd.

@ Feature Menschen und Hunde, Katzen u.v.a. Tiere gehören in die Familie der Säugetiere. Deren Weg war in der Evolution lange Zeit ein gemeinsamer. Der Mensch ist das "neueste" Evolutionsprodukt auf der Erde in der Familie der Säugetiere. Gewisse "Gefühle" teilen Menschen und "Tiere" (hier Säugetiere) Die Unterscheidung Mensch : Tier stammt letzlich nur vom Menschen. Jeder Säugetierart zeichnet sich durch deren speziell entwickeltes Verhalten aus um in der Natur der Erde überleben zu können. Der Mensch dezimiert sich durch seine Gefühlswelt sozusagen selbst. Dennoch darf und kann der Mensch Tieren Gefühle wie Zusammengehörigkeitsgefühl, soziales Fürsorgeverhalten aber auch Schmerz nicht absprechen. Schmerz entsteht in Nervenzellen, welche evolutionär im Menschen wie im Säugetier gleichermaßen, gleich entwickelt vorhanden sind. Lediglich gehen Tiere mit Schmerz anders um. Das bedeutet aber nicht, dass diese keinen Schmerz empfinden. Dieses wird den Tieren vom Menschen abgesprochen, damit er Tiere ethisch nutzen, schlachten und misshandeln kann... Leben ist Leben in der Natur und jedes Leben hat den selben Wert für die Natur.

Kommentar von taigafee,

dann habe ich hass bisher falsch definiert. ich glaube, ich habe abneigung und ablehnung mit hass verwechselt. danke für die antwort.

Antwort von taigafee,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

weil tiere und menschen sich nicht so sehr unterscheiden, wie wir oft glauben wollen. auch wir hassen oft, ohne genau zu wissen, wieso. wir haben als mensch aber die möglichkeit (soweit es unsere erziehung und unser intellekt es zulassen), daran zu arbeiten. katzen lassen ihren emotionen freien lauf, ohne mitleid oder ethische bedenken. das ist der unterschied.

Kommentar von Sonnia22,

Ich überlege, ob ich vielleicht eine "Außerirdische" bin. Bin mir sicher, noch nie einen Menschen oder ein Tier wirklich GEHASST zu haben. Es gibt Menschen, die ich nicht mag, es gibt Menschen, die ich verachte, es gibt Menschen, mit denen ich einfach nichts zu tun haben möchte und wenn die meine Grenzen nicht akzeptieren wollen, weise ich sie zurück in ihre Schranken. Ich tu's mit Worten, Katzen mit den Pfoten :-)

Kommentar von taigafee,

das ist sicher eine seltenheit. ich frage mich, was es ist, das meinen kater aus dem tiefsten schlaf weckt, wenn eine bestimmte meiner katzen ein geräusch macht, um dann aufzustehen, die katze aufzusuchen, um ihr eins überzubraten. der "hass", ich nenne es jetzt mal so, steht ihm schon ins gesicht geschrieben, wenn er aufwacht.

Antwort von TygerLylly,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Gute Frage! Ich kann nicht für Katzen sprechen, aber Hunde. Unsere Dogge wurde leider nicht gut sozialisiert. Haben sie mit zwei Jahren bekommen und bis dahin hatte sie kaum was kennengelernt. Sie kommt auch nicht mit jedem Hund aus-auch, wenn es schon deutlich besser geworden ist. Ich halte ja nicht viel davon, menschliches Verhalten auf Tiere zu übertragen, aber in dem Fall habe ich keine andere Erklärung. Ich mag auch nicht jeden Menschen gleich gerne. Und auch ich entscheide (unbewusst) innerhalb weniger Sekunden, ob mir ein Mensch sympathisch ist oder nicht.

Antwort von Saarland60,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das hat NICHTS mit Hass zu tun!

Kommentar von taigafee,

tolle antwort. und wieso nicht?

Antwort von Maro95,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine schwierige Frage, die man so pauschal nicht beantworten kann.

Hass ist deine Interpretation. Ich denke beim Menschen gibt es unterschiedliche Formen von Hass. Der Hass auf ein bestimmtes Essen ist etwas anderes, als der Hass auf einen Menschen. Darüber hinaus hat Hass unterschiedliche Ziele. Beim Essen bewirkt der Hass lediglich, dass das betreffende Gericht nicht mehr gegessen wird. Wenn man einen Menschen hasst, wird man je nach Veranlagung dem Menschen aus dem Weg gehen oder versuchen, ihn fertigzumachen. Grund für den Hass ist bei Menschen entweder eine schlechte Erfahrung oder aber er ist das Resultat aus Eindrücken, die man unbewusst sammelt, wobei ersteres häufiger sein dürfte.

Bei Tieren wird eine derartige Abneigung entweder ebenfalls auf schlechten Erfahrungen oder aber auf Instinkten beruhen. Wenn sich zwei Katzen zum ersten mal begegnen, ersteres also wegfällt, schätze ich mal, dass es Instinkte sind, die der Katze eine Abneigung eintrichtern, mit dem Ziel, die Katze zu schützen. Die Katze hat also eine negative Erfahrung, weil ihr Gehirn sagt "Hey, da stimmt was nicht" und daraus resultiert dann vermutlich die dauerhafte Abneigung. Eine schlechte Erfahrung im Zusammenhang mit betreffender Katze -> Lernfähigkeit -> "die Katze ist doof" -> permanente Abneigung.

Antwort von dogit,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wie hier schon öfters erwähnt wurde hat das nichts mit Hass zu tun.

Wir Menschen glauben nur all zu oft das Tiere, in diesem Fall Katzen, keinerlei Empfinden haben, denn augenscheinlich werden diese Tiere ein kleineres Gehirn haben als ein ein Mensch. Aber in diesem kleinen Gehirn gehen oft Dinge vor von denen Wir Menschen mit unserem riesen Hirn noch sehr viel lernen können. Eine Katze, um zur Frage zurückzukommen ist nicht in der Lage mal eben soantan zu sagen " Hej, geh mir aus dem Weg", sie zeigt das einmal sehr deutlich mit ihren Möglichkeiten.

Aber machen wir Menschen das nicht in vielen Fällen auch so?

Ich habe beispielsweise die hässliche Eigenschaft jemanden direkt zu sagen das ein Mensch nicht mag, das mache ich meist so: "Du interessierst mich nicht, darum sehe ich keinen Grund das wir uns näherkommen sollten, also bleib mir fern.

Ich gehe davon schwer ausdas es eine Menge Menschen gibt die das ebenso handhaben, und Tiere machen das auch so, aber auf ihre Art.

Woran das nun liegt, es liegt am Wesen selbst, nicht festgemacht an Mensch oder Tier. Es gibt Wesen die können direkt sein, was ich auch als ehrlich empfinde, und es gibt welche die können es eben nicht.

Kommentar von taigafee,

wow, sehr gute antwort!

Antwort von Dackelmann888,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Tiere Hassen nicht soetwas ist bei Tieren nicht möglich,Es gibt nur etwas ,das Sie nicht mögen ,oder wovor Sie Angst haben.

Kommentar von taigafee,

wer sagt denn, dass tiere nicht hassen können?

Antwort von Katzenmutti79,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich glaube, die Katzen können sich nicht auf den ersten Blick nicht leiden, sondern auf den ersten Riecher. Denke, das hat viel mit Pheromonen usw. zu tun, wer weiß, was es da auch noch für Duftstoffe gibt, die wir nicht mal kennen. Dass die beiden sich nicht riechen können, zeigt sich dann natürlich auch sofort in der Körpersprache und das wird dann sicher ewig so bleiben.

Generell verteidigen Katzen erst mal ihr Revier und wenn jemand in dieses Revier eindringt, also wenn man sich beispielsweise eine neue Katze anschafft, wird gedroht und es wird im Laufe der Zeit die Rangordnung geklärt, auch wenn diese längst nicht so ausgeprägt ist wie bei Hunden. Wenn diese Rangordnung geklärt ist, kann es durchaus auch harmonisch zwischen zwei Katzen werden. Es kann auch von Anfang an harmonisch sein, was sicher auch wieder mit Duftstoffen zu tun hat.

Antwort von rosehip,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Idch persönlich habe mit dem Wort "Hass" schon in Bezug auf Menschen Probleme. Hass in der Form, wie ich ihn oft bei anderen bemerke, kenne ich für mich gar nicht, ich kann nicht sagen, daß ich jemals einmal jemanden gehasst habe - und ich bin bei weitem nicht nur "netten" Leuten begegnet, noch ist es so,. daß mein Leben bisher immer einfach war oder mir niemand massive Schwierigkeiten gemacht hätte, im Gegenteil.

Unter Hass (beim Menschen) verstehe ich eine innere Haltung der absoluten und unauflösbaren Abneigung gegen ein anderes Lebewesen. Hier wird nicht mehr differenziert, man setzt sich nicht mehr auseinander, weder mit seinen eigenen Beweggründen und Gefühlen, noch mit der Person oder den Ursachen, die den Hass letztendlich bewirkt haben.

Wer "hasst" - und wer "hasst" nicht? Mir fällt immer wieder auf, daß oft und viel hassende Menschen generell nicht gut reflektieren, was in ihnen selbst und in ihrem Gegenüber und in ihrer Umgebung geschieht. Wenn sie dies könnten, würden sie weniger Schubladen öffnen und weitaus mehr Dinge differenziert, d.h. von unterschiedlichen Seiten betrachten können. Hilfreiche Einsichten, auch die Möglichkeit, die andere Seite ein wenig zu verstehen (Fähigkeit zur Empathie!!) würden hier ein "Verzeihen" ermöglichen, das aber einige unter uns nicht leisten können.

Hassen oder nicht hassen scheint mir persönlich stark von der individuellen Fähigkeit des Menschen zur intelligenten Reflektion abzuhängen. Dies können Tiere aufgrund ihrer primitiveren Gehirnstruktur absolut nicht leisten. Die Fähigkeiten der Tiere sind voll auf das Überleben in der Natur abgestimmt, und hier sind einfache Strukturen und dazu passende, automatisch einsetzende Instinkte nötig.

Ich bin daher überzeugt, daß hier eine Art Hass, vergleichbar mit menschlichen Gefühlen, nur in tierisches Verhalten hinein interpretiert wird. Eine breite Palette von Kriterien bestimmt, ob ein Tier sich mit einem anderen "versteht" oder nicht: Bewegungsmuster, Territorial- und Sozialverhalten, Geruch, Gesichtsausdruck, Stimme, Gesundheit, Rang, Optik.....all dies checken Tiere ab und kommen dann zu "Zuneigung" oder "Abneígung.

Hier ist tierische "Natur-Logik" im Spiel, es geht um Fortpflanzung, Sicherheit, Zugehörigkeit in der Gruppe, letztendlich ums Überleben in der Gegenwart eines anderen Tieres. Wir wissen als Laien nicht, was eine Katze sendet oder was an ihr nicht in Ordnung ist, daß sie abgelehnt wird - oder eine gegenseitige Ablehnung entsteht. Mit Sicherheit aber sind es keine komplexen menschlichen Gefühle, die da das Verhalten steuern und auf die ihr Gehirn gar nicht ausgerichtet ist. Katzen hassen nicht. Sie haben Gründe zu Sympathie oder Ablehnung, die auf Instinkten und Mustern basieren. Stimmen hier konkrete Muster nicht, dann läuft eben nichts.

Antwort von Princess25,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die können sich einfach ncht riechen, ist so wie bei den Menschen:-)

Antwort von Marple,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Weil Tiere intelligenter sind, als wir denken. Sie vergessen nicht, wenn sie jemand (egal ob Tier oder Mensch) in irgendeiner Form gequält hat. Oft müssen dann leider auch andere dafür büßen! z.B. Wenn ein Katze von einem Dackel gebissen wurde, wird sie in Zukunft auf alle Dackel "sauer" sein

Kommentar von taigafee,

in der frage ging es darum, wieso sich manche katzen "auf den ersten Blick nicht leiden?** " können!

Kommentar von rosehip,

..und das ist nicht wirklich "intelligent", da sie hier gar nicht differenziert - oder? Das siht dann doch eher nach angeborenen Instinkten aus, die ein Tier da zur Selbsterhaltung einsetzt - nicht gezielt, gewollt und wohlüberlegt, sondern "automatisch", instinktiv eben. Intelligenz fängt da an, wo ein Lebewesen aufgrund eines vielfältigen Verhaltensrepertoires Alternativen hat - und überlegt eine Wahl treffen kann...die mag dann klug oder unklug sein.

Kommentar von YarlungTsangpo,

DH!!

Kommentar von taigafee,

richtig, aber viele menschen differenzieren auch nicht. wie viele deutsche haben nach dem krieg die franzosen gehasst? wo ist da der unterschied?

Kommentar von rosehip,

Ja, und die Menschen, die diese Differenzierung aufgrund fehlender sozialer und kognitiver Kompetenzen nicht leisten können...neigen eben mehr als andere zum Hass.

Antwort von Straytmind,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Weil Tiere auch über eine psychische Struktur verfügen und diese unter anderem Emotionen beinhaltet.

Kommentar von taigafee,

sehe ich auch so. so sehr unterscheiden wir uns von den tieren nicht.

Antwort von Schnuffiherz,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Warum können Menschen hassen und behalten diesen Hass das ganze Leben?

Kommentar von feature,

Tiere sind keine Menschen...

Kommentar von Schnuffiherz,

oh Wahnsinn, das habe ich bisher noch nicht gewusst, aber wenn ich solche Dinge lese, beginne ich zu zweifeln, ob und wie es ist feature

Kommentar von feature,

Was willst du mir damit sagen...

Kommentar von taigafee,

weil wir als mensch die wahl haben, aus niederen instinkten heraus zu handeln und zu fühlen, oder aktiv an beziehungen zu arbeiten. oft ist es ja so, dass man mit viel mühe diesen hass, von dem man oft nicht so genau weiß, wo er herkommt, zu überwinden.

Kommentar von feature,

Versteh immer noch nicht, was ihr meint. Ich hab nur gesagt dass Tiere keine Menschen sind weil Tiere nicht hassen wie Menschen, geschweige denn aus den selben Gründen. Genau so aber hab ich die Antwort von Schnuffiherz verstanden, dem wollte ich also einfach widersprechen.

Kommentar von Astroprofiler,

Weil Menschen denken, Hass ist ein Gedanke, mehr nicht.

Antwort von Astroprofiler,

Das was du meinst, ist ein Instinkt, Katzen sind Einzelgänger mit Gruppenverhalten, heißt sie sind und können, beides Leben. Mit dem Unterschied, bei Tieren ist es wie mit Menschen, die Gruppe beginnt als Paar, ergo muss eine Rangfolge da sein. Bei Menschen nennt man es arrangieren.

Die Aussage ist also richtig, wenn Menschen sagen sie ähneln manschen Tieren. Die vorliebe welches man nun gerne ist zeigt uns viel über unseren wahren Charakter. Jedoch können Menschen denken, besitzen also im gegensatz zum Tier noch einen Willen (Persönlichkeit) mit diesem versuchen Sie sich entweder durchzusetzen oder Sie Arrangieren sich. Nichts anderses, jede andere Aussage ist der Versuch einer Schlussfolgerung weil man sich von den Tierischen Instinkten unterscheiden/abgrenzen möchte/will

Antwort von Dichterseele,

Was ist bitte verhaßen???? Ich kenne dieses Wort nicht.

Zur Frage:

Sympathien und Antipathien gibt es zwischen allen Lebewesen.

Aggressionen entstehen in erster Linie durch den Dominanztrieb aus Eifersucht im Kampf um das andre Geschlecht, in zweiter Linie aus Futterneid. Es geht ums eigene Überleben und das der Nachkommen.

Dann merkt sich auch ein Tier, wenn ihm ein anderes schonmal weh tat und letztendlich spürt jedes Wesen, wer ihm wohlwollend gesinnt ist und wer nicht.

Manchmal wird auch die (positive oder negative) Erfahrung mit einem Vertreter einer bestimmten Art auf alle Wesen derselben Art projiziert. Desgleichen auf Wesen mit gleichen oder ähnlichen körperlichen Merkmalen.

Antwort von frettlein,

Wir Menschen können doch auch nicht jeden riechen.

Antwort von maxi6,

Ich denke mal, Hass ist ein ziemlich starkes Wort dafür.

Hier laufen leider viele unkastrierte Katzen rum, denen meine Katzen sehr gerne aus dem Weg gehen, vor allem meine Kater, die alle kastriert sind, denn sie lassen sich nicht gerne in Revierkämpfe mit unkastrierten Katern ein.

Natürlich gibt es, wie bei allen Säugetieren, also auch uns Menschen welche, die nicht die gleiche Wellenlänge haben, aber Hass ist das sicher auch unter Katzen nicht.

Antwort von Anna198,

Hass ist eine Steigerung von Liebe- also ein ganz starkes Gefühl, welches Tieren fremd ist, weil Tiere nicht fähig sind, so tief zu fühlen. Tiere folgen ihrem Urinstinkt, dass heißt in Deinem beschriebenen Falle entweder Konkurenzdenken oder Verteidigung da sich die Katze offensichtlich angegriffen fühlt. Ihre Ängste richten sich dabei eher gegen etwas, was man ihnen wegnehmen könnte. wie Futter oder Aufmerksamkeit - meist sind es 2 Weibchen, die sich nicht mögen, das hat dann eher etwas mit der Verteidigung ihrer Jungen zu tun, auch wenn sie keine haben.....Weibchen stehen sich von Hause aus immer in einem stärkeren Konkurenzkampf gegenüber, das kann man sogar oftmals bei Menschen beobachten, da Männer untereinander friedlicher miteinander umgehen, es sei denn es geht um eine Frau, die Beide wollen.

Kommentar von YarlungTsangpo,

Es gibt das Gefühl das wir Menschen als Liebe definieren auch z.B. bei Hunden, incl. Lebenslanger "Ehe" z.B. Bei freilebenden Wölfen & auch bei Hunden. Das geht hin bis zur sozialen Fuersorge wenn einer dann krank (selbst bei starker Wesensveränderung!) sein sollte. Auch Trauer um einen dann gestorbenen kann beobachtet werden.... ....und trotzdem gibt es keinen "Hass" welcher - wie beim Menschen - selbst ueber weite Distanzen dafür sorgt, dass ein Mensch einem anderen Menschen nur noch Schaden (bis hin zum Mord) zufügen moechte.

Kommentar von taigafee,

so eine art hass kenne ich von mir allerdings auch nicht.

Kommentar von rosehip,

@Anna198: Hass ist nicht die Steigerung von Liebe. Hass und Liebe liegt jeweils eine völlig andere Basis zugrunde, Hass ist nicht eine "Erweiterung" von Liebe, da er völlig andere Ursachen und Bedingungen hat.

Du gehst wahrscheinlich von dem klischeehaften Spruch aus, daß Liebe sich in Hass wandeln kann. Liebe wandelt sich nicht, sie "verschwindet". Wo große "Liebe" war, setzt dann manchmal ebenso große Enttäuschung ein, weil die Erwartungen entsprechend hoch waren. Wenn dann die Enttäuschung sehr großen Frust auslöst, kann dieser auch in Hass umschlagen. "Liebe" habe ich hier in Anführungsstriche gesetzt, weil es auch noch die "echte" Liebe gibt - auf die niemals Hass folgen kann.

Kommentar von Anna198,

Sorry Roseship, da bleibe ich anderer Meinung - denn wenn man etwas nicht mag, einfach so, dann ist das kein Hass, sondern Ablehnung. Hass ist immer ein ganz starkes Gefühl - und wenn man mal ganz ehrlich ist, dann handelt es sich stets um Enttäuschte oder verschmähte Liebe - ja über das Wort Liebe kann man streiten, genausogut wie man über Hass streiten kann - nicht Alles was sich ungut anfühlt ist Hass - und nicht alles was sich gut anfühlt ist Liebe - einfach auch zu kompliziert, um es hier vollständig zu erläutern

Antwort von Megu1,

auch tiere prägt man (zb "nette/böse" hunde) mit erfahrungen ect wenn man einen elefant ärgert und man kommt in 20 jahren wieder wird der trotzdem aggressiv (nicht ausgedacht ist mal passiert^^) aber einen wirklichen "hass" bauen die tiere denke ich mal nicht auf, nur schlechte erfahrung und sie wissen dass sie sich gegen zb eine person unbedingt immer "wehren" müssen.

Kommentar von taigafee,

warum lest ihr die frage nicht richtig? es ging darum, wieso sich manche katzen "auf den ersten Blick nicht leiden?** " können!

Kommentar von Megu1,

frag sie doch

Antwort von feature,

Rivalität ist ein Stichwort. Jeder will der Chef sein und läßt keine Konkurrenten in sein Revier.

Kommentar von taigafee,

stimmt ja nicht. viele katzen leben relativ einträchtig, sogar liebevoll nebeneinander.

Kommentar von feature,

Oh du meine Güte, natürlich trifft es nicht auf jede Katze zu aber die Frage war warum sich manche Tiere nicht ausstehen können und ich hab ne Antwort gegeben!

Kommentar von Astroprofiler,

Guter Ansatz, falsche Schlussfolgerung. ;-)) Tiere kennen keine Konkurernz, nur eine Rangfolge.

Antwort von weaponseeker,

ich weiß,dass z.B. elefanten noch über jahre tiere/personen zertrampeln oder ähnliches,wenn sie schlechte erfahrungen gemacht haben...tiere haben auch eine gewisse anzahl an gefühlen,wenn man sie so nennen darf

Kommentar von taigafee,

das ist ja ein anderes thema!

Antwort von Disco44,

Wenn sie schlechte erfahrungen mit der Person in verbindung bringen

Kommentar von taigafee,

du meinst mit der anderen katze?

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