Frage von perfectingday, 43

Warum können manche Leute keine Veränderungen akzeptieren?

Denn um ehrlich zu sein, finde ich das mega interessant wie sich unser gesamte Welt, Persönlichkeiten, das Internet, Youtube und sonst alle andere Plattformen, sowie der ganze Technologiekram sich ändert. Von manchen Leuten habe ich meistens Sachen gehört wie öhh, die alten Spiele, Sachen waren früher viel besser. Doch ich finde es gibt immer noch Dinge die sich immens verbessern. Spannend ist es auch wie sich unsere Welt immer mehr entwickelt. Wie findet ihr das ganze? Sind Veränderungen für euch schlimm oder seid ihr da auch ganz anderer Meinung? Und warum akezeptieren manche keine Veränderung? Ohne Veränderungen wärs doch langweilig, finde ich.

Antwort
von Lichtpflicht, 5

Mein Vater sagt immer, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das stimmt auch. Veränderung bedeutet immer körperlich nachweisbaren Stress für Menschen, und das wird gerne vermieden.

Du sprichst eher von so belanglosen Dingen wie Musik oder Technik. Veränderung bedeutet aber zB auch: umziehen, Job wechseln, sich trennen\scheiden lassen, Kinder bekommen, jemand stirbt, man wird krank, ein Regierungswechsel kommt.... Das ganze Leben ist eine einzige Veränderung, von Geburt bis Tod.

Je jünger man ist, desto weniger weiß man von all den heftigen Veränderungen, die so oder so kommen, ob man will oder nicht, und die natürlich toll, aber auch schlimm sein können. Da Jüngere die Dinge eben noch eher nach dem Motto: "Soviel Veränderung und Neues wie möglich" betrachten, geht oft die gesellschaftliche, modische, politische und technische Veränderung gerade von den Jüngeren (0-30 Jahre) aus, was gut und wichtig ist.

Je älter man wird, desto mehr weiß man zu schätzen, wie gut Stillstand tun kann, und wie selten er ist.

Ein weiterer Punkt ist, dass man umso besser mit Veränderung klarkommt, je besser es einem geht. Bist du eh schon krank, arm, steckst in einer Krise oder bist niedergeschlagen, macht dich noch etwas Neues, woran du dich gewöhnen musst, eher gar keinen Spaß, weil du keine Kraft dafür hast.

Dazu kommt: Man lernt nicht mehr so schnell und leicht wie früher (auch vom Gehirn her), und vermisst deshalb die Zeit, als man die Dinge noch verstanden hat und gut kannte und die Zeit gefühlt noch langsamer verging (das ist wirklich so, je älter du wirst fest schneller vergeht die Zeit, hat mich bei meinen Eltern immer brutal angenervt das zu hören, aber jetzt merke ich leider dass es stimmt, und ich bin noch nichtmal 30 ^^).

Gerade bei Musik ist es oft so: Die Musik aus deiner Kindheit\Jugend prägt dich viel stärker als alles danach, denn in der Zeit entwickelst du deine Identität, daher rennen soviele Erwachsene zu 80er/90er\00er Partys :))) es weckt starke Erinnerungen und Gefühle, was neuere Musik erstmal nicht so stark macht.

Zudem wird gerade die Technik exponentiell komplizierter, wir sind überflutet von Informationen und Bildern und Neuerungen, was viele schnell überlastet, alt wie jung übrigens. Es gibt Theorien, wonach die hohe Rate an Depression, Burnout und ADHS zum Teil dadurch verursacht wird.

Dazu kommt auch der Charakter. Es gibt einfach Menschen, die freuen sich sehr über Veränderung, und andere lieben die Stabilität. Das ist oftmals einfach angeboren.... Wird auch immer wieder in Persönlichkeitstest abgefragt :).

Alles in allem, eine spannende Frage!

Antwort
von ewolfe, 18

Ich stimme dir zu, denn mit Veränderung kommt auch Verbesserung. Aber das ist nicht immer so denn manchmal muss Neues auch erst mal getestet werden und das kann dann natürlich auch schiefgehen...Ich denke mal, dass das auch die Hauptsorge der meisten ist, wenn sie "Veränderung" hören. 

Veränderung ist immer etwas Neues und daran muss man sich erst gewöhnen und da sind vermutlich einige Menschen zu "faul" sich auf neues einzustellen, wenn das Alte doch auch noch funktioniert...

Ich finde Veränderung ist gut, denn die Technik etc. schreitet immer weiter voran und diese kann man dann schließlich auch nutzen.Klar muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass ein Auto alleine fährt oder dass eine Auto komplett elektrisch fährt...Gerade bei diesen beiden Beispielen gibt es noch viele die dem gegenüber sehr skeptisch sind obwohl es eigentlich eine sehr sehr gute Entwicklung ist.

Grüße

Kommentar von perfectingday ,

Finde ich auch. :)

Antwort
von Xirain, 11

Ich kann dir nur beschreiben, wie es mir geht mit manchen neuen Sachen.

zBsp neue Menschen, von denen weiß ich nichts, sie sind ein weißes Blatt...sie können nett sein oder auch nicht...
Sie können nett erscheinen, aber dann hinter deinem Rücken was blödes über dich sagen...

Wenn ich neue Menschen nicht gut kenne, erscheine ich offen, aber ich bin meist erst nach vielen Treffen dazu bereit sie in meine Gefühlswelt eindringen zu lassen.

Neue Technik finde ich gut, sie bedeutet verbesserung für mich...

Aber neue Situationen machen mir Angst, es könnte vieles negatives passieren. zbsp klettern...man könnte abstürzen... klar wenn man es ein paar mal gemacht hat, wird es zur routine und man kennt das Glücksgefühl, dass man hat wenn man angekommen ist.

Aber bevor man das erste mal klettert, gibt es kein Glücksgefühl...man hockt da und kennt eigentlich nur die negativen Sachen, verletzungen usw... erst wenn man es gemacht hat, weiß man, es macht einen glücklich.

Bei manchen Menschen ist es halt so, dass diese Angst größer ist als die Möglichkeit Glück zu empfinden. Sie schätzen die Angst als wahrscheinlicher ein und lassen es dann lieber sein.

Dadurch kann man andererseits aber das Glück auch nicht empfinden.

ist eine psychologische Sache...

Unsichere Menschen neigen dazu lieber in ihrem Wohlfühlbereich zu bleiben

Kommentar von perfectingday ,

Das mit den neuen Situationen kenne ich besonders gut. Habe z.B immer noch Höhenangst und Angst vor Achterbahnen, obwohl ich schon einmal damit gefahren bin. Wenn ich jetzt im Freizeitpark wäre, würde ich mich immer noch nicht trauen damit zu fahren.

Kommentar von perfectingday ,

Und ich habe auch schon besonders viele Leute die nett sind kennengelernt, wie sie so drauf sind etc. Egal ob im echten Leben oder im Internet. Außerdem waren bei mir unter anderem auch etwas unfreundlichere Menschen im meinem Umfeld, mit denen ich niemals befreundet sein will.

Antwort
von Zakalwe, 11

Warum können manche Leute keine Veränderungen akzeptieren?

Weil sich manchmal etwas auch sozusagen "verschlimmbessert". Wenn sich nichts ändert, kann es auch nicht schlechter werden, bei einer Veränderung aber schon. Deshalb steht man jeder Veränderung erstmal misstrauisch gegenüber.

Manches mag auf den ersten Blick ja vielleicht auch positiv sein, aber es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Veränderungen sind für mich nicht an sich schlimm, aber ich muss gewiss nicht alles mitmachen.

Kommentar von perfectingday ,

Das stimmt auch wiederum. :)

Antwort
von apachy, 6

Nun ich denke das Problem ist oft der Mainstream. Viele Sachen die rauskommen sind Nischen. Sei es bei Musik bei Sachen wie Punk oder Hardrock, Computerspiele wie schnelle Egoshooter (z.B. Quake) oder auch etliche andere Sachen.

Wenn diese Sachen nun ein Erfolg werden, dann peilt man einen immer größeren Bereich an und entwickelt sich häufig genau von dem Weg, weshalb die einstigen Fans das Produkt oder den Service mochten.

Wird das ganze nun ein größerer Erfolg, dann orientieren sich auch neue Firmen an diesen Erfolg und das eigentliche Genre stirbt quasi aus.

Änderung bedeutet eben nicht immer Verbesserung. Ich mochte Spiele wie Return to Castle Wolfenstein oder Quake aufgrund ihrer Geschwindigkeit, der eher erwachsenen Community, die wohl was mit der steilen Lernkurve zutun hat usw. Aufgrund des kommerziellen Erfolgs von anderen Games wie CoD und Battlefield richten sich viele Spiele danach und selbst Quake bringt nun mit Quake Champions ein klassenbasierten Shooter, der auf den Zug von Overwatch aufspringt.

Das mag für einige ganz toll sein, den eigentlichen Fans der Reihe fehlt damit aber eine Alternative, ergo es wird für die Leute schlechter bzw. war früher besser.

Oft verbindet man mit früher auch die Kindheit und Jugend und tolle Erlebnisse und Freunde und das ganze wird in die Emotionen zu bestimmten Sachen wie Musik mit verarbeitet.

Ganze geht weiter zur Techik. Touchscreens sind z.B. schön und toll bei Smartphones ich bevorzuge aber z.B. zum Musik hören ein klassischen MP3 Player, da ich das Gerät blind via Hardwaretasten beim Radfahren bedienen kann. Da jedes Handy Musik abspielen kann wird aber auch da der Markt immer kleiner.

Das neue iPhone kriegt einen neuen Kopfhöreranschluss der Kleiner ist. Kleiner ist ggf. besser für Leute die billige iPhone Kopfhörer nutzen, wer vernünftige Kopfhörer hat ist dann auf Adapter angewiesen, die das ganze klobiger machen, Gefahr haben abzuberechen usw.

Insgesamt denke ich nehmen wir aber viele positive Veränderung als selbstverständlich an, ohne sie zu loben, während wir bei den, für uns, negativen Veränderung auf die Barrikaden gehen. Das heißt nicht, dass wir alle Veränderung schlecht finden, nur spricht niemand über die guten Änderungen.

Sicher wird am iPhone ansonsten sehr viel besser sein, sei es die Leistung, das Display. Auch in Quake Champions wird die Grafik besser, der Sound besser usw. Hängen bleibt aber eben das, was uns nicht gefällt, darüber beschweren wir uns. Wer bei sowas neu hinzu kommt, der hat das Problem nicht, da er nicht zwangsweise mit den Vorgängern bzw. Früher vergleicht. Für diese Person ist die Kritik dann natürlich unangebracht und die Leute wirken als wenn man über alles meckern würde.

Antwort
von armabergesund, 19

Veränderungen sind immer auch negativ. Manche Kompromisse sind eben nicht akzeptabel, für den Ein oder anderen...

Antwort
von Hoegaard, 20

Spannend ist es auch wie sich unsere Welt immer mehr entwickelt

War das jemals anders?

Kommentar von perfectingday ,

Nein war es ja nicht :)

Kommentar von Hoegaard ,

Wann gab es denn mal keine Entwicklungen oder Veränderungen?

Kommentar von perfectingday ,

Nie, aber es ist ja auch auf das allgemeine bezogen. Heute z.B entwickelt sich alles etwas mehr

Kommentar von Nightwing99 ,

Heute entwickelt sich alles etwas mehr? Kannst du diese Aussage mal konkretisieren wie du das meinst? Weltgeschichtlich gesehen klingt sie nämlich erstmal etwas unbedacht und dumm

Kommentar von perfectingday ,

Naja wenn man das genauer betrachtet, sind nicht nur gute Dinge mit dabei. Wenn man sich das so anguckt, gabs vor ein paar Jahren noch nicht so viel Terror in Europa wie jetzt. Und auf der anderen Seite wird der technische Fortschritt immer schneller. Bei Youtube z.B meinen viele z.B das sich dass alles zum schlechten verändert hat obwohl man immer noch gute Videos finden kann aber manche haben sich ja eigentlich zum guten verändert.

Kommentar von perfectingday ,

Musik geht immer so in den technischen Bereich und es werden immer mehr Lieder schneller produziert als den je.

Antwort
von josef050153, 1

Das Akzeptieren von Veränderungen hängt mit der Intelligenz eines Menschen zusammen. Manche sind eben zu dumm dafür.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community