Frage von RickyRelax, 103

warum können manche Kinder nicht ohne Mutter Leben?

Antwort
von Andrastor, 65

Das kann man nicht pauschalisieren.

Es kommt auf das Kind an, sein Alter, seine psychische Verfassung, wie es Traumata und Probleme verarbeitet, auf die Erziehung und auf die Umstände die entscheiden warum die Mutter von dem Kind getrennt ist.

Fakt ist dass Kinder in einem "normalen" also wohl behüteten Umfeld eine enge Bindung zur Mutter aufbauen.

Das ist völlig natürlich, kann aber durch Fehlverhalten der Mutter/der Eltern gestört oder sogar unterbunden werden, denn die Erfahrungen die ein Mensch macht, wiegen schwerer als die natürlichen Vorgaben.

Diese Bindung kann aber auch zu extrem werden, ebenfalls durch Fehlverhalten der Mutter/der Eltern.

Wird dem Kind keine Selbstständigkeit, sondern Abhängigkeit beigebracht, wird es sich ohne Mutter/Eltern schutzlos, verlassen und unfähig zu leben fühlen. Wenn es nicht lernt ohne Mutter/Eltern selbst auszukommen, wird es sich nicht dazu in der Lage fühlen und aufgeben bevor es dies versucht hat.

Derartige Abhängigkeit ist oftmals sehr schwer zu überwinden und nicht selten wird das Kind psychologische Hilfe dazu benötigen.

Kommentar von RickyRelax ,

aber bevor man jahrelang leidet wäre es doch besser zu gehen oder?

Kommentar von Andrastor ,

Nein, wäre es nicht.

Probleme sind dazu da um gelöst zu werden, in diesem Fall ist das Problem psychischer Natur.

Es gibt Spezialisten für so etwas, kann man das Problem nicht alleine lösen, zahlt es sich aus sich an solche zu wenden. Psychologen, Therapeuten, ganze Kliniken und Zentren die sich der psychischen Genesung gewidmet haben, können helfen.

Das Leben ist da um gelebt zu werden und genau das ist es was (die meisten) Eltern von ihren Kindern wollen. (die meisten) Eltern wollen dass ihre Kinder aufwachsen, glücklich werden und auf ihre eigene, individuelle Art Erfolg im Leben haben.

Was das "gehen" betrifft, so wirkt es sehr oft als einfache Lösung für alle Probleme und tatsächlich, ist es viel einfacher alles hinzuschmeißen als an sich zu arbeiten, jedoch ist der Preis den man bezahlt viel höher als man denkt.

Solange man lebt kann man etwas tun.

Und damit meine ich nicht etwas für sich, seine psychische Genesung oder so tun, sondern ganz generell Aktionen ausführen. Egal ob es essen, schlafen, fernsehen, eine Reise machen oder einem Hobby nachgehen ist, man kann etwas tun, solange man lebt.

Ist man erst einmal tot, kann man gar nichts mehr tun. Man hört auf zu existieren und bekommt das noch nicht einmal mit. Ewige Untätigkeit.

Daher ist es immer besser sein Ende hinauszuzögern anstatt darauf zuzugehen.

Ein Selbstmörder der seinen Sprung von einer Brücke knapp überlebt hatte, erzählte später in einem Interview:

Als ich in der Luft war, merkte ich auf einmal, dass all meine Probleme lösbar waren...

Mit Ausnahme des Sprungs.

Kommentar von RickyRelax ,

und wenn ich dem Moment mit Drogen Anfange begehe ich Selbstmord auf Raten oder?

Kommentar von Andrastor ,

Ganz ehrlich: Kommt drauf an was für Drogen und in welchem Ausmaß.

Tatsache ist dass Drogen erst dann zur Sucht und zum Problem werden, wenn sie nimmt, während man unter psychischen Problemen leidet.

Löst man die Probleme, hat man keinen Bedarf mehr an Drogen.

Daher ist es immer am Besten zuerst seine psychischen Probleme zu lösen.

Kommentar von RickyRelax ,

wie sieht es mit Crystal Meth aus

Kommentar von Andrastor ,

Das ist eine sehr harte Droge, die gerade von Anfängern oft überdosiert wird, wenn sie nicht gerade mit gestrecktem oder gepanschtem Zeug in die Irre geführt werden.

Generell ist immer davon abzuraten Drogen zu konsumieren die man nicht von vertrauenswürdigen Quellen erhalten hat. Die Mittel mit denen Drogen für den Verkauf auf der Straße gestreckt werden, sind nicht selten ungesünder als die Drogen selbst.

Weiters helfen Drogen nicht über Probleme hinweg. Sie schaffen, wie Alkohol, einen Rauschzustand, in welchem man (je nach Droge) die Fähigkeit klar zu denken, zu fühlen, Gedanken mit Emotionen zu verbinden verliert, und/oder Halluzinationen erlebt, welche einen kurzzeitig die Realität vergessen lassen.

Das ist nichts was Filme, Videospiele und nächtliche Träume nicht auch könnten.

Kommentar von RickyRelax ,

eine Frage habe ich noch an dich was hat einem denn das Leben gebracht wenn man aus dem nichts kommt und wieder dorthin zurück geht.

Kommentar von Andrastor ,

Schau dich an. Du bist das was das Leben deiner Eltern hervorgebracht hat.

Wenn du deinen Leidenschaften nachgehst, kannst du Dinge vollbringen, die Geschichte schreiben werden und nachkommende Generationen inspirieren werden, wie Einstein, Leonardo Da Vinci, Nikolai Tesler oder Musiker wie Mozart, Beethoven und Bach.

Du kannst dich für andere Menschen einsetzen und versuchen Missstände und Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Du kannst Organisationen gründen wie die Ärzte ohne Grenzen zum Beispiel.

Du kannst die Welt bereisen, entdecken was es zu entdecken gibt und vielleicht sogar neue Arten finden und benennen.

Du kannst dein Leben so gestalten, wie dir es gefällt. Es geht nicht darum was nachher kommt, sondern was du währenddessen machst. Wenn es dann einmal soweit ist, dass du stirbst, hast du dann ein gutes Leben gehabt, wenn du glücklich gehen kannst ohne Reue.

Alles was du in deinem Leben tust, hat eine Auswirkung auf deine Umwelt und die Menschen deiner Zeit und nach dir und auch wenn dir deine Aktionen marginal erscheinen mögen, denk immer daran dass auch kleine Steine große Kreise im Wasser hinterlassen.

Kommentar von RickyRelax ,

Danke darf ich dir eine Freundschaft anbieten wenn du sie möchtest.

Kommentar von Tanzistleben ,

@Andrastor: Das ist eine ganz tolle Antwort! Kompliment!

Kommentar von Andrastor ,

danke dir

Antwort
von Woropa, 30

Die Mutter ist nun mal für ein Kind der wichtigste Mensch in seinem Leben.  Sie ist im Normalfall immer für das Kind da, tröstet es, schenkt ihm Liebe und Geborgenheit, tut alles, damit es dem Kind seelisch und körperlich gut geht. Wenn die Mutter gestorben ist oder die Familie verlassen hat, dann hinterlässt sie eine grosse Lücke im Leben des Kindes, die sich nicht so leicht ausfüllen lässt.

Kommentar von RickyRelax ,

muss das Leben denn weitergehen wenn man es nicht will 

Kommentar von RickyRelax ,

das hat nichts mit Erwachsen sein zu tun ein Leben ohne seine Mutter ist verdammt hart und gerade in dieser Schweren zeit ist alles möglich Drogen/Alkohol bis hin zum Tod weil man das nicht aushält.

Kommentar von Woropa ,

Sicher ist das erstmal ein grosser Schock für ein Kind. Aber trotzdem kann man irgendwie weiterleben. Es gibt ja auch noch andere Leute in der Familie, die für einen da sind und einem helfen, diesen Schock zu überwinden.

Kommentar von RickyRelax ,

Blödsinn was Frage ich überhaupt ich mache es einfach und Fertig

Antwort
von Leah44, 2

Kein Kind kann gut ohne Mutter leben. Kommt auch nochmal stark aufs alter des Kindes an, aber normalerweise ist die Mutter die erste und wichtigste Bezugsperson. Eine Bezugsperson ist lebenswichtig. Zu der Mutter haben Kinder im Normalfall eine Sichere Bindung, die das Leben ohne diese Person sehr erschwert.

Antwort
von Locuthos, 69

Weil man eine entsprechende Selbstsicherheit benötigt, um in das Erwachsenenleben einzutreten. Nicht jedem ist das gegeben und das sollte man auch nicht verurteilen.

Kommentar von RickyRelax ,

wäre so etwas schlimm

Kommentar von Locuthos ,

Naja, sonderlich viel Erfolg wird man nicht haben, wenn man so Mutter-gebunden ist. Wie gesagt, das Erwachsenenleben zehrt ziemlich an Kraft und Ausdauer, zudem verlangt es Unmengen an Verantwortung und Vernunft. Seelisch schwächere Menschen können diesen Schritt eben nicht so einfach machen, wie selbstbewusstere Leute.

Manche könnten schon mit 14 ausziehen, andere erst mit 30. Das ist von Person zu Person anders. Ob es schlimm ist, hängt davon ab, inwiefern andere das tolerieren können.

Kommentar von RickyRelax ,

was hat denn das Erwachsen sein mit der Mutter zu tun ich könnte auch Alleine sein und meine Mutter ist woanders und sie stirbt das ist doch ein Anzeichen dafür das man seine Mutter über Alles Geliebt hat wenn man ohne sie nicht kann.

Kommentar von Locuthos ,

Ja, sicher.

Ich habe deine Frage nun mal so verstanden, dass du das mit dem Erwachsenwerden meinst. Warum Kinder an sich nicht ohne Mutter leben können, ist klar: Dankbarkeit, fehlende Lebenserfahrung und Liebe.

Kommentar von RickyRelax ,

ich meinte ob man ohne seine Mutter leben muss wenn man es nicht will ich glaube nicht

Kommentar von Locuthos ,

Sorry, aber ab dem Punkt versteh ichs nicht mehr xD

Wenn man ohne seine Mutter nicht leben will, muss man das auch nicht, vorausgesetzt die Mutter hat damit kein Problem ... WGs kannst du mit jedem Gründen, auch deinen Eltern ... xD

Aber das war doch jetzt gar nicht Kontent Deiner ursprünglichen Frage, oder?

Kommentar von RickyRelax ,

ja stimmt die Mutter kann damit kein Problem haben da sie ja schon Tod ist und es ihr egal sein kann was ihr Kind macht von daher

Antwort
von Rotrunner2, 76

Die Mutter ist nun mal die erste Bezugsperson für jedes Kind und diese Bindung ist bei manchen besonders stark.

Kommentar von RickyRelax ,

was genau willst du jetzt damit sagen

Kommentar von Rotrunner2 ,

Siehe Antwort von Locuthos. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Antwort
von Evoluzzer213, 85

Eine Abhängigkeit zur Mutter ist bis zu einem gewissen Alter normal.

Ab dann ist es ein Zeichen für Schwäche

Antwort
von bv234, 90

Erziehungssache

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