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Warum können Männer nicht reden?

gefragt von jackylacht am 19.01.2007 um 22:00 Uhr

...über das, was sie bedrückt? Meine Freundinnen und ich beobachten diese Maulsperre quer durch alle Temperamente, Altersklassen usw. Bei meinem Freund trifft zwar eher das Gegenteil zu, aber das scheint die Ausnahme zu sein. Also: ist das große Schweigen genetisch bedingt, liegt es an der Erziehung oder daran, dass das männliche Hirn einfach anders 'tickt'?


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Reply


jokarema
beantwortet von jokarema am 19. Januar 2007 22:23
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Das stimmt so nicht. Ich kann es jetzt so sagen. Kenne ich doch beide Seiten. Meine Freundin wird bestätigen, dass ich reden kann. Meine Noch-Ehefrau behauptet (auch zu Recht) das Gegenteil. Ich sage, es hängt vom Gegenüber ab. Mühe geben und Forderungen stellen. Wir (Männer) können es.

Kommentar von jackylacht am 19. Januar 2007 22:40

Wenn wirklich die Angst, missverstanden zu werden, im Spiel ist, hätte ich wieder Bedenken, 'fordernd' aufzutreten. Das mit dem Gegenüber stimmt sicher; hat es also mit Chemie zu tun?

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 22:47

Chemie. Jemanden gut riechen können. Ja, da ist etwas dran. Je besser die Chemie stimmt, desto wohlwollender bin ich. Desto mehr Mühe gebe ich mir. Erkläre meine Gedanken. Bin gewillt, alles dafür zu tun, nicht missverstanden zu werden. Dazu bedarf es dann mehr der Worte.

Kommentar von jackylacht am 19. Januar 2007 22:54

Danke für die Offenheit! Also verschwindet die 'Hemmschwelle' zu reden mit dem Grad der Sympathie, wenn ich das recht verstehe. Vielleicht fühlt Ihr Euch dann auch automatisch nicht so unter Druck gesetzt, etwas 'outen' zu müssen, und deshalb läufts besser?

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 23:01

Ja, das ist ein von mir nachvollziehbarer Ansatz. Konnte lange nicht reden. Wie in einer Rüstung. Nur nichts nach außen dringen lassen. Doch das schadete mir nur. Heute kann ich mich freier geben. Selbst hier. Dosiert. Sympathie ist wie eine Brücke. Und für mich neu: Reden kann wahnsinnig Spaß machen. Befreit und gibt Nähe.

Kommentar von jackylacht am 19. Januar 2007 23:12

Schön, dass du heute siehst, dass es geschadet hat. Kenne auch Leute- männlich wie weiblich-, die oft zu hören bekamen, sie sagten 'das Falsche' (als ob das jemand beurteilen könnte oder dürfte!)...irgendwann sagten sie halt gar nichts mehr. Traurig. Selbstwertgefühl dahin wegen unüberlegter Worte anderer, da muss man sich erst mal wieder berappeln.

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 23:28

Ja, es gehört eine Portion Selbstwertgefühl dazu, um zu reden. Männer = starkes Geschlecht. Dies würde bedeuten, wir würden nur reden. Ich werde mir keine Freunde unter meinen Geschlechtsgenossen machen, wenn ich sage, wir sind auch ängstlich. Mit weniger Angst kann ich offener reden. Und ich stehe zu dem Gesagten. Das musste ich aber erst lernen.


Kai aus  Berlin
beantwortet von Kai aus Berlin am 19. Januar 2007 22:09
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Es ist erwiesen, dass das männliche Gehirn anders tickt. Ich habe mal eine Reportage über eine Frau gesehen, die mit dem määnlichen Sexualhormon Testosteron behandelt wurde. Sie veränderte sich äußerlich entsprechend, man hat aber auch bei Tests im CT gesehen, dass das Gehirn "männlich" reagierte.

Also könnte es eher hormonell als genetisch bedingt sein.


Kai aus  Berlin
beantwortet von Kai aus Berlin am 19. Januar 2007 22:22
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Mir ist gerade noch ein anderer Aspekt in den Sinn gekommen. Am Stammtisch sind die meisten Männer nicht gerade maulfaul. Vielleicht liegts daran, dass Frauen vieles auf die Goldwaage legen bzw. "intern" anders verarbeiten und es bei ihnen "anders" ankommt, als es gemeint ist. Die Männer haben "Angst" davor missverstanden zu werden und sagen lieber nix. ;)

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 22:28

Ja, genau. Das "Ankommen" des Gesagten ist der Punkt. Ich fühle mich oft nicht so verstanden, wie ich es sagen wollte. Dies kann ich auch bei meinen fast erwachsenen Töchtern gerade wieder feststellen.


anonym
beantwortet von derdaniel am 19. Januar 2007 23:41
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Ich finde die Frage ziemlich verallgemeinernd :-)


anonym
beantwortet von Rolfe am 19. Januar 2007 22:38
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Das ist eben eine Art Geschlechtskrankheit - wir Männer machen Vieles eben mit uns selbst aus, obwohl wir uns schon danach sehnen, mal reden zu dürfen. Aber das ist eben nicht so einfach; selbst dann nicht, wenn (Mann) glaubt, den richtigen Partner gefunden zu haben. Weiss auch nicht, warum das so ist.




Kommentar von Rolfe am 19. Januar 2007 23:53

Würde gern mal wissen, weshalb ich hier negativ bewertet wurde.

Kommentar von 0f4870838b57aeeb4d891affa1653114smallluperi am 21. Januar 2007 17:55

Die Bewertungen sind wirklich manchmal fraglich, leider !


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 20. Januar 2007 00:12
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Männer kommunizieren im Allgemeinen lösungsorientiert und gut is. Frauen lösen Probleme durch Kommunikation. Eine gängige und einleuchtende Theorie ist die Ur-Verteilung von Aufgaben (muss nicht stimmen, klingt aber einleuchtend): Männer jagen - ein Pfeil, ein Hirsch. Kommunikation darf nicht ausufern sondern muss extrem zielgerichtet sein - Grunzlaute und Gesten reichen. Alles Weitere wird als überflüssig angesehen. Frauen haben viel mehr Aufgaben: Brut möglichst gut versorgen, sammeln und innerhalb des sozialen Gefüges (Sippe, Höhle) den Platz behaupten. Das geht am Besten durch Kommunikation. Beim Sammeln verjagt Kommunikation (Gequassel aus Männersicht) keine Beeren, Pilze und Wurzeln.

Weiterführend: "Mammutjäger in der Metro" ein etwas dröges aber recht gut geschriebenes Buch. Gerne auch "Warum Männer nicht zuhören..."

Das Ehepaar Pease (Warum Männer...) hat übrigens auch ein sehr nettes Buch über Körpersprache geschrieben.

Shag d'Albran

Kommentar von xchanellex am 20. Januar 2007 10:23

Der Meinung bin ich auch. Ich denke, dass dieses Verhalten von der Evolution noch nicht ganz verändert wurde. Das Buch von Allen und Barbara Pease kann ich übrigens nur empfehlen (Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken). Sicher darf man den Inhalt des Buches nicht generalisieren, aber im Großen und Ganzen erklärt es auf witzige Weise wie Männer manchmal ticken und wie man dann am besten reagieren kann.


anonym
beantwortet von einem Gast am 19. Januar 2007 23:01
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Bloß in Ergänzung zu den bisherigen Kommentaren zu verstehen: Vielleicht, weil viele Frauen so schlecht etwas für sich behalten können?

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smallKai aus Berlin am 19. Januar 2007 23:07

ein bööööser Gast ... tzzzzz

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 23:10

Da unterscheiden sich Frauen und Männern nun wirklich nicht. Allein die Mittel.

Kommentar von 0f4870838b57aeeb4d891affa1653114smallluperi am 19. Januar 2007 23:16

Na ja , also "Gast" hat schon Recht. Wir Frauen UNTEREINANDER müssen einfach erzählen, auch wenn es nicht sein dürfte, aber es muß einfach raus :(

Kommentar von 1501ad167e2521b171f0d155d807bb6esmalljokarema am 19. Januar 2007 23:32

Männer doch auch.


Westi
beantwortet von Westi am 19. Januar 2007 22:08
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Na ich denke von allem etwas. Aber bei diesem Thema käme ich leicht ins Romane schreiben, daher will ich hier nichts zerreden. (Was Deine Meinung auch wieder bestätigt). LG

Kommentar von jackylacht am 19. Januar 2007 22:13

Jacky lacht...du meinst also, das Potenzial wäre durchaus da, aber Mann fürchtet, sich nicht bremsen zu können? Der Mann als verhinderte Quasselstrippe quasi? :-)

Kommentar von 11f4a9480d8eaf954d2dd5b5977f6865smallWesti am 21. Januar 2007 15:04

Mann soll ja nur für sich sprechen und nicht für andere, so weit ich das über mich selbst sagen darf: JA, JA, JA! Mein alter Pauker hat mich den Wasserfall genannt. LG


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 19. Januar 2007 22:23
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Einmal ist es sicher ein Stück genetisch und damit auch hormonell bedingt - bei homosexuellen Männern ist das nach meiner Beobachtung anders.

Ein Stück ist es sicher auch Erziehung: Nach dem Motto "Indianer kennen keinen Schmerz" sprechen Männer eher nicht über Gefühle, weil sie fürchten, dadurch schwach zu erscheinen.

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smallKai aus Berlin am 19. Januar 2007 22:32

Homosexuelle Männer verstehen sich mit Frauen sowieso besser und mit Männern sowieso. Genial. ;)

Kommentar von jackylacht am 19. Januar 2007 22:47

Jetzt wo Ihr es sagt...mit Homos hatte ich tatsächlich noch nie Kommunikationsprobleme- hat dann tatsächlich mit Hormonen zu tun oder damit, dass dieses 'Spannungsfeld', sich partnerschaftlich verständigen zu müssen, von vorneherein ausgeblendet ist?

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smallKai aus Berlin am 19. Januar 2007 23:08

Ja, letzteres ist naheliegend.


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