Frage von NurNeFrage4324, 179

Warum können Lehrer so wenig?

Lehrer studieren jahrelang ihre Themengebiete und erlauben sich eine ganze Menge Fehler.

Ich zum Beispiel interessiere mich sehr für Geschichte und weiß daher sehr viel in diesem Fachgebiet und korrigiere andauernd meine Lehrer, weil diese etwas erzählen, was nicht genau so stimmt.

Lehrer erwarten meiner Meinung nach immer eine Menge von den Schülern, die andere Interessen haben und sich daher selbstverständlich nicht für dieses Fach interessieren, aber selber sind sie in ihrem Fachgebiet viel schlechter als diese Schüler in ihren Fachgebieten.

Antwort
von Dxmklvw, 51

Lehrer sind vor allem auch Menschen, die das gelernt haben, was andere vor ihnen behauptet haben. Eine Hinterfragung des ehemals Gelernten findet fast nie statt. Dadurch ist es fast zwangsläufig, daß Lehrer auch eine Menge nicht mehr haltbare Dinge gelernt haben und der festen Überzeugung sind, daß sie damit nach wie vor richtig liegen.

Zu allem gesellt sich oftmals noch so etwas wie "eigennützige Sturheit". Das ist nicht abfällig gemeint, sondern etwas allzu Menschliches. Niemand genießt es, bei Irrtümern ertappt zu werden, also werden lieber Pseudobegründungen erfunden, die zumindest für einige Zeit eine irrige Ansicht verteidigen sollen.

Ich halte es für falsch, das Problem spezielle auf Lehrer zu fokussieren. Tatsächlich finden sich solche Probleme überall im Leben quer durch alle Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen. Schülern, die tagtäglich mit Lehrern umgehen müssen, fallen natürlich gewisse Irrtümer besonders stark auf, wenn sie denn auftreten, was aber nie bedeutet, daß Lehrer diesbezüglich eine Sonderstellung einnehmen.

Antwort
von henzy71, 43

Warum können Lehrer so wenig?

Definiere "so wenig"!!

Keiner kann in egal welchem Gebiet alles kennen, auch Lehrer nicht. Ein guter Lehrer ist auch ehrlich genug zu zu geben, dass er eben nicht alles weiß, erst recht, wenn es sein Fachgebiet betrifft. Ich selber bin z.B. Diplom-Chemiker also lehne ich mich soweit aus dem Fenster zu behaupten einiges von Chemie zu wissen und zu verstehen, aber mit Sicherheit nicht alles!! Ganz im Gegenteil sogar. Ich bin davon überzeugt, dass der Bereich der Chemie den ich nicht kenne, viel größer ist als der den ich kenne. Genauso ist es bei Lehrern auch. Warum auch nicht? Wissen heisst oft wissen wo es steht und wo man es nachlesen kann und das vorhandene Fachwissen ist dann hilfreich das neu gelesene zu verstehen, richtig zu deuten und in den richtigen Kontext zu platzieren.

Leider tun einige Lehrer alsob sie alles wissen und die Schüler verlangen auch genau dies. Wenn der Lehrer mal passen muss, wird er direkt als schlechter Lehrer bestempelt, so wie du es hier auch versuchst.

Und ja es gibt gute Schüler und es gibt schlechte Lehrer. Aber was ist ein schlechter Lehrer? Ist das ein Lehrer der nicht gut unterrichten kann, oder ist das ein Lehrer, der nicht über ausreichendes Fachwissen verfügt um unterrichten zu können? Ausreichendes Fachwissen heisst dabei nicht, dass er jede Fachfrage auf anhieb beantworten können muss!!

Dass es Schüler gibt, die in einem bestimmten Fach mehr Fachwissen haben als ihr Lehrer in besagtem Fach ist durchaus möglich, aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Die Regel ist, dass der Lehrer mehr weiß als seine Schüler und das hier ist ein ganz wichtiger Punkt: sogar wenn die Ausnahme eintritt und ein Schüler mehr weiß als der Lehrer, dann weiss der Lehrer immer noch mehr als das was er den Schülern vermitteln muss.

Und ein Lehrer hat Fach XYZ studiert, weil er sich für XYZ interessiert. Er versucht den Schülern für XYZ zu begeistern - als guter Lehrer gelingt ihm das, als schlechter Lehrer eher weniger.

Dann gibt es noch den Aspekt der Begabung. Beispiel Geschichte. Meine Geschichtslehrer am Gymnasium (es gab 2) waren super. Der Unterricht hat immer Spaß gemacht. Sogar Freitag 7. Stunde vollkommen egal - auf die Stunde habe ich mich immer gefreut. Aber in Geschichte bin ich eine absolute Niete und das lag nicht am Lehrer. Sondern an mir. Ich kann Geschichte überhaupt nicht. Es interessiert mich auch nicht sonderlich - ich bin Chemiker und glücklich damit :-)

Gruß

Henzy

Antwort
von blackforestlady, 62

Lehrer sollen einem Schüler nicht alles beibringen, sondern nur relevante Dinge. Dafür gibt es Eltern, Bücher, Internet usw.wo man sich wichtige Informationen aneignen kann. Du bist arrogant und solche Menschen werden im späteren Berufsleben nicht gern gesehen, denn das sind solche Leute, die einfache Tätigkeiten nicht auf die Reihe bekommen, obwohl sie so von sich überzeugt sind. 

Antwort
von ValerianII, 45

Also erstmal muss ich dir zustimmen, es geschah auch bei mir das ein oder andere Mal, dass mein Geschi-Lehrer mich zu einem Sachverhalt oder Ereignis befragte, zu dem er nichts wusste. Auch vor dem ganzen Kurs. Das passte bei uns aber, da wir alle wussten, dass ich mich sehr für die Antike und das Mittelalter interessierte (teils auch Neuzeit). Dafür hatte mein Lehrer alles (und damit meine ich wirklich alles) bezüglich der Themen ab der Märzrevolution drauf.

Es geschieht allerdings häufig, dass Sachverhalte absichtlich einfach und simpel erklärt werden (dann auch unter Auslassung von Themen, welche aus deiner Sicht essentiell sind), damit auch jeder Schüler, auch die die sich eventuell nicht für das Fach interessieren, folgen können.

Die zweite Begründung ist die, dass Lehrer ja auch eigentlich nur das wissen müssen, was auch gelehrt wird und alles darüberhinaus persönlichem Interesse entspringt. Fehlt der Lehrkraft das besagte Interesse für beispielsweise die Antike, weiß er darüber eben auch nur soviel, wie er lehren muss und kann dir, als "Profi", keine weiterführenden Fragen beantworten.

Das empfinde ich als legitim.

Antwort
von Liesche, 90

Bist Du nicht ein bißchen überheblich, auch in den Büchern ist nicht immer alles gleich, so daß unterschiedliche Auffassungen von Dir und Deinem Lehrer möglich sind.

Antwort
von ErsterSchnee, 90

Ich wage zu bezweifeln, dass deine "Korrekturen" immer richtig sind. Gib doch mal ein Beispiel. 

Kommentar von NurNeFrage4324 ,

In der Schule wurde uns erzählt, dass der Eifelturm in Paris ist. Aber der ist in Frankreich -.-

Kommentar von Almalexian ,

Schlechtes Beispiel.

Kommentar von NurNeFrage4324 ,

Der Lehrer hat mir gesagt: "Danke, dass du mich verbessert hast. Und das Empire State Building steht nicht in New York sondern in Amerika." Daraufhin habe ich mich für diese Extrainformation bedankt.

Kommentar von henzy71 ,

Eigentlich ist es ein sehr gutes Beispiel!! Der Eifelturm steht tatsächlich nicht in Paris....... Aber auch nicht in Frankreich.... Den Eifelturm gibt es nämlich überhaupt nicht!! Was es allerdings gibt ist der Eiffelturm und der steht in Paris und das ist die Hauptstadt von Frankreich. (Daher ist alles was in Paris ist, auch in Frankreich, aber nicht umgekehrt)

Kommentar von ErsterSchnee ,

Ah - ein Troll! 

Kommentar von ErsterSchnee ,

Das ist Geographie und nicht Geschichte. Und da du in dem Bereich ja so unglaublich viel Wissen hast, wundert mich diese Frage von dir:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-wird-der-kalte-krieg-so-genannt?foundIn=us...

Kommentar von henzy71 ,

LOOOOOOOOOOOL Ich bin wirklich (wie ich gerade schon bei meiner Antwort geschrieben habe) eine absolute Niete in Geschichte, aber warum der Kalte Krieg so genannt wird, das weiß ich. Beweis: es war kein wirklicher Krieg sondern nur eine permanente Kriegsdrohung, welche resultierte in ein Wettrüsten zwischen Ost (Warschaupakt) und West (NATO).

Kommentar von henzy71 ,

Wie gut, dass Paris nicht in Frankreich liegt!!!

Kommentar von adabei ,

Scherzkeks.

Kommentar von AnelimZnappus ,

Haha😂 Paris ist die Hauptstadt von Frankreich. Somit ist Paris in Frankreich! Und New York ist in Amerika xD. New york und paris sind die städte. Frankreich und Amerika die Länder.0mg ich kann nicht mehr😂😂😂 made my day👍😆 bist bestimmt fake lolz

Kommentar von Benadino ,

Also dein Blinddarm ist nicht in dir sondern auf dem Planeten Erde?

Kommentar von henzy71 ,

Der Kandidat hatte vielleicht mal eine akute Blinddarmentzündung und dann ist der Blinddarm vielleicht noch auf der Erde, aber nicht mehr in ihm.....

Antwort
von luvU2, 47

Lehrer bringen dir bei wie man lernt.
Man sagt doch, dass man das gesamte Leben lang immer neue Sachen lernt.
Ein Lehrer ist aber nicht dein gesamtes Leben lang bei dir.

Antwort
von Almalexian, 107

Weil Lehrer in erster Linie Didaktiker sind.

Kommentar von NurNeFrage4324 ,

Ok diese Antwort ist sehr gut. Du meinst also, dass sie eher wissen wie sie uns etwas beibringen, und der Punkt nicht bei dem Themengebiet liegt. Das finde ich aber nicht gut.

Kommentar von Almalexian ,

Nun, du solltest zunächst auch nicht verallgemeinern. Die Lehrer die ich hatte wussten von ihrem Fachgebiet genug um den Job kompetent auszufüllen.  Darüber hinaus ist es aber eher wichtig dass der wesentliche Stoff bei einem großen Teil verstanden wird und hängen bleibt. Dafür kann man auch Abstriche beim fachwissen machen. Dieses Fachwissen wird, wenn es gebraucht wird, im Zweifel im Studium vermittelt.

Antwort
von Chefelektriker, 58

Ach ja, dann frage mal einen reinen Geschichtslehrer und nicht einen, der mehrere Fächer unterichtet.

Dr. Allwissend sind normale Lehrer auch nicht.

Erwartest Du etwa, das bei dem geringen Gehalt, was Lehrer im allgemeinen verdienen, das sie in jedem Fach eine Professur haben?

Lerne Du erstmal richtig, bevor Du Lehrer kritisierst.Nur weil Du dich explizit nur auf ein Fach konzentrierst, meinst Du mehr zu wissen, als ein reiner Geschichtslehrer. Da irrst Du dich gewaltig.

Kommentar von adabei ,

Es ist sowieso nur ein Troll. (Siehe sein Kommentar zu Paris, Frankreich und dem Eiffelturm.)

Antwort
von Benadino, 73

Keiner mag Besserwisser

Kommentar von NurNeFrage4324 ,

Ich weiß es nicht besser, sie wissen es einfach nicht und vermitteln Falschinformationen.

Kommentar von henzy71 ,

Was denn für "Falschinformationen"? Um kurz auf dein Beispiel zurück zu kommen. Dass der Eiffelturm in Paris steht, ist vollkommen richtig. Das ist keine Falschinformation!!

Und obwohl ich kein Lehrer bin kann ich dir eins verraten: Lehrer bekommen bereits bei Ausbildung, spätestens im Referendariat eingebläut, keine falschen Infos zu geben. Falsche Antworten dürfen nur von Schüler kommen. Diese können dann sogar an die Tafel erscheinen, dürfen aber nie und nimmer so stehen gelassen werden!! Das MUSS dann berichtigt werden. Der Lehrer braucht nie weiter ins Detail zu gehen, als dass der Lehrplan vorgibt, aber was falsches Erzählen ist tabu.

Antwort
von Mabur, 44

Willst du später mal Lehrer werden, falls nein wieso nicht?

Antwort
von Tahir1986, 59

Werd doch selbst Lehrer und mach es besser...

Kommentar von Chefelektriker ,

Dafür reicht seine Intelligenz nicht aus. :D

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