Frage von Konzulweyer, 177

Warum knurrt mich mein Hund beim Fressen immer an und fletscht die Zähne, wenn ich ihm zu nahe komme?

Ich will ihm doch nichts wegnehmen. Er ist aus dem Tierheim.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von xttenere, 57

Dein Hund musste sein ganzes bisheriges Leben um sein Futter kämpfen, damit er nicht verhungert.

Du wirst dieses Verhalten akzeptieren müssen...

Lass ihm genügend Zeit, Vertrauen zu Dir zu fassen....setz Dich beim Fressen in seine Nähe, ohne ihn zu bedrängen....versuche mit der Zeit diesen Abstand zu verringern...vielleicht kannst Du den Hund irgendwann mal streicheln, wenn er frisst. Aber dies wird Wochen dauern...wenn nicht gar Monate.

Wenn Du es erzwingen willst. musst Du damit rechnen, dass er instinktiv zuschnappt.

Antwort
von Dahika, 40

Möglicherweise hat er aber früher sein Essen sehr verteidigen müssen. Er kann daher nicht wissen, dass du ihm nichts wegnehmen willst.

Wenn ich meine Hündin - aus dem Tierschutz - füttere, stelle ich ihr das Futter hin und gehe dann weg. Sie frißt das Futter aus einem Napf in der Diele. So ist sie völlig ungestört.

Allerdings sollte sich ein Hund das Futter auch wegnehmen lassen. Stell dir vor, draußen hat der Hund etwas im Maul, was er partout nicht fressen soll. Das muss er dann hergeben.

Aber zu Hause nehme ich Rücksicht.

Antwort
von MissPlusch, 61

Er möchte einfach nicht gestört werden und das solltest du auch nicht tun. Trotzdem muss er das Essen auch liegen lassen, falls du das von ihm verlangst, zum Beispiel bei Giftködern. Beim nächsten füttern könntest du den Hund mal aus der Hand füttern. Dadurch merkt er, dass du das Essen mit ihm teilst und er gewinnt das Vertrauen zu dir. Dass du ihm das Essen wegnehmen kannst, solltest du erst beginnen, wenn er vollkommen Vertrauen zu dir hat. Vielleicht fängst du mal mit einem Spielzeug an, dass er es bei dem Wort "Aus" fallen lässt. Dafür wird er belohnt. Wenn alles super klappt kannst du irgendwann es mal mit Essen ausprobieren, obwohl ich das nicht wirklich empfehle, der Hund fühlt sich dadurch ja nur "verarscht" und hat kein Vertrauen mehr. Wäre ja auch doof wenn Frauchen ihm Essen gibt, um es dann wieder wegzunehmen. Aber das Spielzeug sollte er bei "Aus" fallen lassen. Besuche einfach mal eine Hundeschule, die hilft dir auch ;)

Antwort
von SusanneV, 53

Das ist normal, er vertraut Dir noch nicht. Mit Sicherheit wurde ihm sein Futter oft weggenommen. Lass ihn in Ruhe fressen. Alles andere stresst ihn nur. Du mußt jetzt an Eurer Bindungen arbeiten. Beschäftige Dich viel mit ihm und geh vor allem in eine Hundeschule. Er soll möglichst schnell merken, dass es jetzt angekommen ist und er nichts mehr zu befürchten hat. Ich wünsche Euch alles Gute.

Antwort
von Rosalielife, 54

Der Hund hat schlechte Erfahrungen gemacht und er muss lernen, dass er Futter immer bekommt und du es ihm nicht wegfrisst.

Das braucht Zeit. Sicher fütterst du ihn an einem festen Ort und zur gleichen Zeit.

Du stellst den Napf hin und gehst. Der Hund braucht Ruhe, damit er entspannt fressen kann und sich nicht in Verteidigungsstellung befindet.

Gerade bei Hunden aus dem Tierheim, die oft aus schlechter Haltung kommen, ist es wichtig, Trockenfutter hinzustellen. Es gibt also immer eine Kleinigkeit, die sich der Hund nicht verdienen muss, Futter ist einfach da und wird als selbstverständlich eingeordnet.

Antwort
von Peter42, 66

völlig normal - mach' mal den Test: wenn du (richtig hungrig) endlich ein wunderschönes, perfekt auf den Punkt zubereitetes Steak vorgesetzt bekommst und dein Hund sich mit leuchtenden Augen und sabbernd diesem nähert, dann knurrst du ihn ebenfalls an. 

Antwort
von dfllothar, 42

Ich hab so ein Verhalten bei einem Besuch einer Bekannten mit ihrem Hund bei mir schon erlebt. Wenn ich in die Küche ging folgte mir immer der Hund und blickte mich erwartungsvoll an. Er wußte schon, daß ich dort Leckerli hatte. Ich gab ihm dann einen Kauknochen, den er dann gleich in´s Wohnzimmer trug, wo sein Frauchen saß. Er legte sich hin und begann an dem Knochen genüßlich zu kauen.

Aber dann kams so: Als sein Frauchen das sah, ging sie auf ihren Hund zu und wollte ihm seinen "Schmackofaz" wieder wegnehmen, mit der Bemerkung " der hat doch heut schon gefressen ". Ihr Hund stand sofort auf und knurrte sie an, zeigte auch die Zähne. Sie schaute entsetzt, ließ dann ab und und sagte " Was hat er auf einmal, das hat er noch nie mit mir gemacht !"

Der Hund schaute mich kurz an und legte sich dann beruhigt wieder hin und kaute dann weiter an seinem leckeren Knochen.

Das war doch völlig natürlich, wer hätte das schon gern, wenn man ihm seinen Leckerbissen wegnehmen wollte.

dfllothar, der Freund aller Hunde.

Kommentar von xttenere ,

Ich nehme, und habe noch immer allen meinen Hunden das Fressen wieder wegnehmen können...egal, ob`s Knochen waren...der Futternapf oder Kauknochen etc....ohne knurren... Das kann für einen Hund Überlebenswichtig sein, falls er draussen mal was aufnehmen sollte, das vielleicht vergiftet ist....

So was wird aber bereits im Welpenalter antrainiert, wenn der Kleine frisch bei einem ankommt...und auf eine ganz einfache Art: Man legt seine Hand während er frisst in seinen Napf und lässt ihn aus der Hand und um die Hand herum fressen. Dazu wird er gelobt. Später kommen die Kommandos dazu...Ich benütze das Wort *Zeigen*

Auf dieses Kommando hin bringt mir mein Hund seine Sachen, die er im Maul hat...sei es ein Spielzeug oder auch mal einen Kauknochen und *zeigt* mir es, indem er den Gegenstand in meine Hand legt. Er wird belohnt, und kriegt den Gegenstand...oder je nach dem, einen Ersatz (Leckerli)  zurück.

Das Ganze muss man immer wieder üben, damit der Befehl in jeder noch so schwierigen Situation sitzt.

Ob man dies aber auch noch mit einem erwachsenen Hund aus dem Tierheim schafft, bezweifle ich stark...und dies hat nichts mit fehlender Unterordnung zu tun, sondern mit dem Überlebenswillen des Hundes, welcher bis anhin um sein Fressen kämpfen musste.

Kommentar von dfllothar ,

Apropo " überlebenswichtig " , wenn dein Hund mal draußen was zum Fressen findet, bringt er´s dann erst zu dir zur Kontrolle, ob´s in Ordnung ist ? Das wäre eine tolle Erziehung

Antwort
von FaTech, 60

Er hat wahrscheinlich schlechte Erfahrungen... Lass es erstmal. Er wird sich daran gewöhnen

Antwort
von PallasMinerva, 84

Das denkt er aber das ist bei vielen Hunden so.Vor allem wenn sie gerade aus dem Tierheim kommen.

Antwort
von Ole2106, 42

Ist normal weil er verteidigt seine Beute

Antwort
von Grautvornix, 42

Was machst du wenn jemand von deinem Teller essen will, den du noch nicht solange kennst?

Antwort
von Mikromenzer, 39

Er denkt aber, dass du ihm etwas wegnehmen möchtest, deswegen droht er dir.

Er muss das erst lernen.

Antwort
von pritsche05, 17

Mein Futter !! Es ist eine Frage der Erziehung ihm das abzugewöhnen. Unseren Hunden konnten wir das Futter aus dem Maul nehmen !

Kommentar von xttenere ,

Das kann und konnte ich all meinen Hunden auch immer....hab sie aber auch als Welpen geholt.

Hier handelt es sich aber um einen Hund aus dem Tierheim....sehr wahrscheinlich um einen Strassenhund. Diese Tiere mussten um ihr Futter kämpfen, um zu überleben und dieses Verhalten kriegt man nicht so einfach wieder weg...wenn überhaupt....

Dies hat nichts mit Erziehung, sondern mit Vertrauen zu tun....und das zu bekommen, dauert seine Zeit.

Kommentar von pritsche05 ,

Da gebe ich dir recht aber es Funktioniert meistens !

Antwort
von Shany, 42

Fressneid 

Antwort
von smartyhelfer, 47

Oh, das ist nicht gut.

Er macht das, weil er sein Fressen nicht teilen möchte.

Du solltest mit diesem Hund am besten sofort in eine Hundeschule oder zu einem Hundetrainer gehen.

Der Hund sollte erst mal erzogen werden.

Antwort
von extrapilot351, 58

Es fehlt dem Hund die Unterordnung. Der Hund ist noch nicht lange genug bei Dir um zu erkennen dass Du ihn fütterst und nicht beklaust. Ich würde Dir empfehlen mit dem Hund beim Spazieren Disziplinübungen zunächst an der Leine durchzuführen. Sitz, Platz, Fuß, Aus, Nein. Ständig wiederholen bis das funktioniert. Später ohne Leine Übungen wie Platz, Bleib, Komm,Hier. Der Hund muss erkennen Du bist sein Hundeführer. Hunde sind Rudeltiere. Jedes Rudel hat ein Rudelführer. Das musst Du sein. Dann klappt das auch mit dem Futternapf. Konsequenz bei der Erziehung ist natürlich erforderlich. Setzt ein Hund Dein Kommando  nicht um und Du bestehst nicht darauf dass Dein Hund das Kommando umsetzt gilt in der Logik für Hunde, ich brauche kein Kommando mehr auszuführen.

Kommentar von xttenere ,

das hat in diesem Fall nichts mit Unterordnung zu tun.

Einen Hund zu lernen, das Fressen herzugeben, beginnt im Welpenalter...nicht erst wenn er bereits erwachsen ist.

Ausserdem ist dies ein Strassenhund, welcher sein bisheriges Leben um sein Fressen kämpfen musste, wollte er nicht verhungern.

Da dauert so etwas Wochen, wenn nicht gar Monate, bis das Vertrauen so gross ist, dass er jemanden an sein Fressen lässt...wenn es überhaupt mal so weit kommt.

Kommentar von extrapilot351 ,

Falscher kommentar. Würde er den Napf anfassen, schnappt der Hund zu. Und das ist mangelnde unterordnung. Immer wieder Kommentare von solchen die mit gefährlichem halbwissen ausgestattet sind.

Kommentar von xttenere ,

Dann kann ich doch froh sein, dass ich mich nicht auf Dein *Fachwissen* verlassen muss.

P.s  zur Info.....ich bin geprüfte und von der SKG anerkante Hundetrainerin, und habe jahrelang in einer Hundeschule gearbeitet.

So von wegem *gefährlichem Halbwissen*.....welches übrigens eher auf Dich zutreffen würde.

Kommentar von extrapilot351 ,

das muss aber sehr lange her sein.

Kommentar von xttenere ,

Wenn Du Dich da blos mal nicht täuschst ;)

Kommentar von extrapilot351 ,

Ganz sicher nicht!

Kommentar von xttenere ,

Dann wünsch ich Dir doch noch einen schönen Sonntagabend mit Deinem *Wissen*

Du hast übrigens ein wundervolles Hintergrundbild.

Kommentar von extrapilot351 ,

Das ist mein hund, ein diensthund, Beamter bei der bundespolizei, ipo III, sprengstoffsucher

Kommentar von xttenere ,

Dann wünsch ich Deinem Hund ein langes, gesundes Leben.

Jetzt versteh ich auch Deine Argumente, betreffend der Erziehung eines Hundes. aber Du kannst von Ottonormalverbraucher nicht das Wissen über die Unterordnung einer IPO III verlangen....da ist manchmal der Grundgehorsam schon zu viel....leider...

Kommentar von extrapilot351 ,

Alle Hunde funktionieren gleich. Egal welchen ausbildungsstand sie haben. Die Regeln sollten alle Hundebesitzer beachten, dann wären nicht so viele Hunde unschuldig im tierheim.

Kommentar von xttenere ,

Wir beide wissen das......

Aber wenn Du hier zum Teil die Fragen liest....( und die Antworten ) stehen einem die Haare zu Berge.

Man kann zwar versuchen etwas zu helfen....aber allzuviel wird leider nicht hängen bleiben....

Wünsch Dir und Deinem Hund alles Gute in dieser chaotischen Zeit.

Kommentar von extrapilot351 ,

Jay freut sich im Einsatz den bösen mal zu zeigen sich künftig besser zu verhalten. Jay ist nicht nur mein hund, Jay ist mein Partnerschaft an meiner seite. Reagiert auf Handzeichen egal wie weit entfernt er ist. Zum schutzdienst kann ich ihn einschalten und auch abschalten. Er schaltet sich in akuten Fällen selbst ein. Jeden Morgen stehe ich für jay, meinen hund, auf. Wir laufen 500 m zu einem See mit einigen disziplinübungen (grundkommandos). Er ist ein wasserhund und darf sich eine halbe Stunde austoben bevor er sein Frühstück bekommt. Mittags und am abend gehen wir nochmal toben im See wenn ich nicht arbeiten muss. Mein Hund ist sehr glücklich denn ihm ist bekannt nur durch mich bekommt er den badespaß, Futter und arbeit. Er wird mich und Kollegen immer verteidigen. Jay würde für mich sterben. Sollte es eine Wiedergeburt geben, mein Hund wird mich so lange suchen bis er mich gefunden hat.

Kommentar von xttenere ,

schön, so was zu lesen...tut richtig gut..

Die täglich Unterordnung ist ein *muss*...was sich leider viele Halter nicht bewusst sind...ich hatte zwar nie eine IPO Prüfung, nur Begleithund III, aber meine Hunde waren immer meine Partner...nicht nur meine Hunde und gehorchten auf`s Wort, und waren jederzeit abrufbar...egal in welcher Situation. 

Obwohl ich nur 50 m in der Nähe unseres See`s wohne, ist Tibor kein Wasserhund...vielleicht liegt`s an seiner Verwandtschaft ( Vater Ridgeback...Mutter Appenzeller )...er rennt lieber durch die Gegend, und spielt mit anderen Hunden...egal ob Rüde oder Hündin...und dies als 2 Jahre alter intakter Rüde.

Wir waren Ende August für 14 Tage mit dem WW in der Bretagne mit unseren beiden Fellnasen...es war herrlich. Km weiter Sandstrand...viele Hunde, welche das Spiel ebenso liebten wie unsere. Wir werden nächstes Jahr sicher wieder dort hin fahren.

Kommentar von xttenere ,

Vielleicht liest Du ausserdem mal meine Antwort, welche ich dem FS gegeben habe....dort steht genau das Gegenteil , betreffend des Anfassens des Napfes

Antwort
von chrischi599, 41

Hunde sind keine Menschen er weiß nicht ob du ihm was wegnehmen willst oder nicht. Er will sich behaupten gegen dich dass darfst du ihm aber nicht erlauben weil du ja der Chef von deinem Haustier bist. Aber da drifte ich Themengebiete ab von denen ich kaum noch Ahnung habe.

Antwort
von lenabebenner, 41

Aber das weiss er doch nicht, dass du ihm nix wegnehmen möchtest...;)

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