Frage von xxsensoxx, 41

warum keine berufunfähigkeitsversicherung, wenn man krebs hatte?

ich hatte vor ca. 10 jahren gebärmutterhalskrebs, aber seitdem ist alles in ordnung. warum ist es nicht wirklich machbar, mit der vorgeschichte, eine berufunfähigkeitsversicherung abzuschliessen. irgendwie leuchtet mir das nicht ein, das es gleich "nein" heisst. geht es dabei um die beiträge, weil man die versicherung eventuell nach kurzer zeit in anspruch nehmen müsste? ich sehe es so, sollte man wirklich in diesen kritischen bereich kommen, das man wieder erkrankt und nicht mehr arbeiten kann...ist es doch vielleicht auch leider so, das man es eventuell nicht schaftt und so blöd es klingt, auch gar nicht so lange lebt und die versicherung auf jahre zahlen müsste. da würde die versicherung doch auch recht viel sparen...anders, wie bei z.b. rücken erkrankten, die dann auch nicht mehr können, aber noch wirklich lange leben können damit. geht es vielleicht nur darum, das die versicherung angst hat, zahlen zu müssen, bevor gewinnbringend eingezalht wurde?

Antwort
von healey, 32

Wenn man mal Krebs gehabt hat, dann kann es durchaus sein das er irgendwann wieder zurückkommen könnte. Deswegen hat die Versicherung Angst !

Kommentar von xxsensoxx ,

ja genau, das ist ja meine frage. viele die mit krebs zu tun hatten und dieser zurückkommt muss die versicherung meist nicht wirklich lange zahlen. entweder man erholt sich und geht wieder arbeiten oder man schafft es  nicht und die dauer ist dann oft nicht lang. ich hatte selbst schon einige familiengeschichten deswegen und ...was soll ich sagen...leider hätte sich die versicherung dann sehr gefreut über die kurze dauer

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Versicherungen wollen Geld verdienen, sie wollen keines ausgeben - auch nicht nur für einen kurzen Zeitraum. Bei einem früheren Krebspatienten besteht nun mal das Risiko, dass er die Versicherung kurz nach Abschluss in Anspruch nehmen wird, lange bevor er mit seinen Beiträgen auch nur annähernd ein Äquivalent zu den zu erbringenden Leistungen eingezahlt hat. Das Risiko tut sich keine Versicherung an.

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ASRvw de André

Kommentar von ASRvw ,

[Nachtrag]

Versicherung läuft so: Wenn einem Leistungsfall 1000,- EUR jeden Monat an Leistung gezahlt werden sollen, müssen dafür 15 andere Versicherungsnehmer jeden Monat 100,- EUR an Beitrag bezahlen, möglichst ohne, dass sie selbst mal eine Leistung in Anspruch nehmen müssen. 10 davon liefern die 1000,- EUR für den Leistungsfall, 2 liefern die Entlohnung für die Verwaltung und 3 machen den Aktionären der Versicherung die Taschen voll.

Ziel jeder Versicherung ist also, möglichst viele Versicherungsnehmer zu haben, die immer brav bezahlen, aber nie zum Leistungsfall werden und möglichst wenige Versicherungsnehmer zu haben, die tatsächlich mal zum Leistungsfall werden.

Jemand, der Krebs hatte oder bei dem auch nur der Verdacht besteht, dass er ihn haben könnte, ist keiner Versicherung willkommen.

Versicherungen geben sich in der Werbung gerne sozial, sind es aber nicht. Es sind börsennotierte, profitorientierte Unternehmen, die allein schon um ihren Aktienkurs stabil zu halten, jedes Jahr mehr Gewinn erzielen müssen, als im Jahr zuvor. Und wenn man das erreichen will, dann darf man sich keine soziale Ader leisten.

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ASRvw de André

Kommentar von Dickie59 ,

...naja, das ist Polemik, entweder hat man ein gutes Bedingungswerk und bekommt Leistung oder nicht. Jemand mit einem vorerst erledigten Risiko, mit der Hypnose von x% der Widerkehr zu Lasten der Versichertengemeinschaft zu versichern, ist nirgends gesetzlich vorgesehen. Das wäre wie Benzin ins Feuer giessen, da man sicher ist, dass dann auch die Flammen ausgehen.

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