Warum keine Berichterstattung in den öffentlich rechtlichen Medien über Linux?

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11 Antworten

Der Grund ist relativ simpel:

Windows ist ein Produkt / Thema von dem fast Jeder schon mal gehört hat.

Alternative Betriebssystem (sofern sie nicht von Apple stammen) haben einen Marktanteil von kaum 1%. Die wenigsten Leute können dazu etwas sagen, bzw haben überhaupt schon mal davon gehört. Würde man den Leuten erklären dass ihre Android-Geräte im Grunde auch nur umgebaute Linux-Systeme sind, erntete man vermutlich nur verständnislose Blicke.

Die Medien berichten darüber was die Leute interessiert und eine möglichst breite Masse anspricht. Denn was passiert wenn die Nachrichten / Sendungen lauter Themen präsentieren die dich nicht ansprechen? Du schaltest ab. Und das geht bei den Sendern ins Geld.

Darüber hinaus können sich Firmen wie Microsoft die Werbemittel für "Berichterstattung" leisten und problemlos Deals liefern Marke "wir schalten bei euch eine Werbekampagne, dafür erzählt ihr den Leuten was". Die meisten Linux-Projekte und andere Organisatoren sind schon froh wenn sie die Mitarbeiter bezahlen können.

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Kommentar von Linuxhase
15.02.2016, 23:22

@Limearts

Alternative Betriebssystem (sofern sie nicht von Apple stammen) haben einen Marktanteil von kaum 1%.

Kannst Du dafür auch Fakten vorweisen oder ist das nur Deine persönliche Einschätzung? Und was heißt schon Marktanteil, wenn es sich um ein kostenlos erhältliches Produkt handelt?!

Du schaltest ab. Und das geht bei den Sendern ins Geld.

Er spricht aber von öffentlich-rechtlichen, die haben Ihr Geld fest, ganz gleich ob jemand zuschaut oder nicht, dank GEZ Gebühren.

Die meisten Linux-Projekte und andere Organisatoren sind schon froh wenn sie die Mitarbeiter bezahlen können.

Dennoch machen Redhat und SUSE Milliarden Umsätze ;-)

Der meiste Code kommt, auch wenn Du es vielleicht nicht glaubst, von Firmen und nicht von "langhaarigen Alt-Hippis" oder so. Ein bezahlter Programmierer leistet in 8 Stunden mehr Codezeilen als ein "Hobby Programmierer" in 40 Stunden macht; Guckst Du hier:

http://www.linuxfoundation.org/publications/linux-foundation/estimating-total-development-cost-linux-foundation-collaborative-projects

Linuxhase

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Der Großteil interessiert und nutzt eben Windows, wer Linux nutzt hat sowieso schon seine entsprechenden Nachrichtenquellen.

Außerdem ist es schwierig, zu entscheiden was überhaupt berichtet werden soll: Über jede neue Version des Linux-Kernels? Damit kann kaum jemand etwas anfangen, der nicht sowieso schon Linux nutzt. Über jede neue Version einer auf dem Linux-Kernel basierenden Distribution? Dann würde wahrscheinlich ein guter Prozentteil der Nachrichten nur noch aus Meldungen über Linux bestehen, die den Großteil schlichtergreifend nicht interessieren. Über die "wichtigen" Distributionen? Wer entscheidet denn dann, was wichtig ist und was nicht? Bei Windows ist das deutlich einfacher: Alle paar Jahre erscheint eine neue Version und alle paar Monate gibt es einen mehr oder weniger "kleinen" Skandal, darüber kann man schön berichten und dann ist auch wieder gut.

Wenn du mehr Leute über freie Software informieren willst (was absolut löblich ist, nebenbei bemerkt! ;) ), wäre ein Anfang zum Beispiel die Free Software Foundation Europe. Dort kannst du zum Beispiel auch (kostenfrei, eine kleine Spende ist aber schön und hilfreich) Materialien bestellen und diese in deinem Umfeld verteilen: https://fsfe.org/contribute/spreadtheword.de.html

Eine weitere Möglichkeit wäre, zu deinem Ortsableger des Chaos Computer Clubs zu gehen, dich dort einzubringen, Kampagnen und/oder Veranstaltungen für Leute zu organisieren, die zwar prinzipiell interessiert sind, aber noch keinen Einstieg gefunden haben, da dieser oftmals nicht ganz einfach ist, was unter anderem am "elitären Denken" eines nicht unerheblichen Teils der Linux-Community liegt.

Möglichkeiten sich einzubringen und etwas zu verändern gibt es, genau wie zum Beispiel in der Politik viele, aber man darf natürlich nicht erwarten mit ein paar Wochen Arbeit gleich das halbe Land von seinen Ideen zu überzeugen. Wandel findet immer schleichend statt und basiert auf vielen kleinen Veränderungen, Verbesserungen und Verbreitungen, man sollte sich nicht zu schade sein, ein wenig seiner Zeit zu opfern um besseres zu bewirken, auch wenn es vor allem Anfangs und vor allem wenn man nur kurzfristig denkt, scheinbar nichts bewirkt, denn das ist nicht der Fall!

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Hallo

Warum keine Berichterstattung in den öffentlich rechtlichen Medien über Linux?

Stimmt doch gar nicht, guckst Du:

Warum wird von neuen Windows Versionen in den Nachrichten (und auch
anderen Sendungen) der öffentlich rechtlichen Medien berichtet, aber
niemals über freie Betriebssysteme wie z. B. Linux oder BSD?

Das liegt zum einen daran das es nicht "das eine Linux" gibt. Auch das es keine Firma gibt die dahinter steht. Und natürlich die Lobbyisten von Microsoft.

Sollte unsere Gesellschaft nicht über die Vorteile von freier Software informiert zu werden?

Das tut zumindest das BundesMinisterium des Innern doch andauernd, es hört nur kaum ein Bürger hin und trifft leider oft auf taube Ohren oder Menschen die nicht "schlau" genug sind.

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2014/regierungsprogramm-digitale-verwaltung-2020.html

Linuxhase

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die Medien sind nun mal unabhängig. Auch öffentlich rechtliche Medien können nur das wiedergeben, was andere bereits geschrieben oder sie selbst ermittelt haben. Warum sollte man etwas zu Linux ermitteln?

Linux, egal wie viele das nutzen, hat keinen Einfluss auf die Finanzmärkte, im Gegenteil. Dadurch, dass es kostenlos vertrieben wird, entgehen diesen Märkte und auch dem Finanzminister riesige Summen.

 Man stelle sich vor, nicht nur Linux würde so preiswert sein. Es würden dann u.U.  die wahnsinnig wichtigen Berichte über Aktienkurse oder über die gelungene Rettung der Commerzbank nicht mehr notwendig sein.

So eine Entwicklung ist doch nicht gut. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

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Wozu soll man denn Werbung machen?
Linux und das Versionenchaos, die vielen Ausführungen von Linux Distributionen verunsichern jeden User der älter ist als 35.
Dann das Programmwirwar, manches funktioniert manches nicht.
Menschen sind Gewohnheitstiere und stehen auf Standards und den hat nunmal Windows.

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Kommentar von Linuxhase
15.02.2016, 23:32

@SiroOne

verunsichern jeden User der älter ist als 35.

Einspruch!

In unserem LUG gibt es mehr Nutzer zwischen 35 und 80 als solche die jünger sind. Ich selbst habe mit 41 angefangen GNU/Linux als Produktivsystem zu verwenden.

Dann das Programmwirwar, manches funktioniert manches nicht.

Ist das neuerdings bei Microsoft Produkten nicht mehr so? Jedenfalls habe ich das in 12 Jahren Windows genau so in Erinnerung.

Menschen sind Gewohnheitstiere

Das ist leider wahr und in mancher Richtung auch ein Fehler:-(

Linuxhase

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Kommentar von mrlilienweg
16.02.2016, 08:42

......verunsichern jeden User der älter ist als 35.

Wie kommt man zu solch einer Aussage? Ich bin 68 J. alt und bin noch immer Linux-Fan, ich habe 6 Rechner im Einsatz und meine Lieblings-Linux-Distribution ist ArchLinux. Ich habe über 100 PC's vom "aufgegebenem Windows XP" auf Xubuntu umgestellt, die User sind alle über 60 Jahr alt und damit problemlos zufrieden.

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Kommentar von kloogshizer
17.02.2016, 14:05

Wenn sich die Leute wirklich für Standards interessieren würden, hätten wir keinen Facebook-Chat und keinen herumgeisternden .doc-Dateien, sondern Vernünftige offene Schnittstellen und Formate.

Und sorry aber: Programmwirrwarr? Wann hast du zuletzt eine Linuxdistro verwendet?

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Auch über Linux wird hin und wieder berichtet.

Microsoft veranstaltet halt Pressekonferenzen unnd hat insbesondere für Privatnutzer aufgrund seiner faktischen marktstellung eine unverhältnismäßig weit größere Bedeutung.

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Weil Linux auf dem Desktop kaum jemand benutzt, im Server Bereich sind es Webserver, Speicher- und Backup Systeme.

Der Grund dafür ist, dass die Anwendung bestimmt was man für ein Betriebssystem benötigt, nicht anders herum. Außer man ist masochistischer Computer Frickler und verwendet keine Anwendungen.

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Kommentar von kloogshizer
17.02.2016, 13:48

Anwendungen sind doch kein Problem für Linux. Es gibt zig tausende von Anwendungen für Linux. Für mich hat eher Windows was mit Masochismus zu tun, ich habe jedenfalls mit beiden Betriebssystemen langjährige Erfahrung.

Für teure Spezialprogramme braucht man Windows. Aber es gibt viele kostenlose Alternativen, die auch unter Linux laufen, und sich je nach Fachbereich sogar als Standard entwickelt haben.

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Micro$aft und dessen Produkte ist nun mal medienwirksamer. Und was Mr. Bill Gates betrifft: pecunia non olet.

Außerdem hat irgendwer (möge er in der Hölle verbrennen) Wörd, Exel und das andere M$-Gelumpe zum "Industriestandard" erhoben.

Schlimmer finde ich die M$-Beweihräucherung in Gazetten wie der "Computer-Bild". Da gehts so gut wie nur noch um M$-Produkte und hardwareseitig um Gäming-PCs. Eigentlich müßte die Computer-Bild Pflichtlektüre für all die unmündigen Gämer werden, die sich hier auf gutefrage tummeln und mit ihren immer wiederkehrenden gleichen Fragen herumtrollen.

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Ich bin voll dafür, dass man über FLOSS spricht und informiert. Die Frage ist aber, ob die Nachrichten dafür das richtige Medium ist. Über neue Microsoft-Produkte wird in den "news" nur gesprochen, weil es sich um ein weltwirtschaftlich relevantes unternehmen handelt.

Übrigens wird ab und an auch über Linux berichtet. z.B. dann wenn eine Stadtverwaltung ihre Windowsrechner raus wirft ^^

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weil es von der breiten masse nicht benutzt wird.

geh mal auf die strasse bewaffnet mit einem block und mach eine statistik zu der frage:

entschuldigung, können sie mir sagen was linux ist.

ich bin gespannt aif das ergebniss

40% keine ahnung 30% schonmal gehört.  10% kennen sich in linux aus und 20% benutzen es täglich


so in etwa stell ich mor das vor

obwohl auf der strasse wahrscheinlich noch weniger

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Kommentar von PWolff
15.02.2016, 12:00

Linux? Hab ich mal von gehört. Das war doch so'n Waschmittel, oder?

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theoretisch ja... andrerseits benutzen wohl zu wenige Bundesbürger Linux und wenn, dann unterschiedliche Distributionen und wissen sich mit einem Rechner zu helfen.

Das Betrifft also auch wieder nur einen Teil der jüngeren Generation und dann zumeist auch wieder der männliche Teil der Gesellschaft.

Im großen und Ganzen würde sich eine Berichterstattung einfach nicht lohnen. Fachzeitschriften oder Websites bieten sicherlich News über Linux an.

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