Frage von Live4, 29

Warum kein Stromfluss wen Hochspannungsleitungen nass sind?

Eine Frage die ich mir schon als Kind gestellt habe:

Warum schlägt der Strom nicht über die Metall-Masten von Hochspannungsleitungen wenn alles nass ist? Irgendwie sind die Leitungen mit so Art isolierenden "Tassen" gesichert, die unten wohl nicht abgeregnet werden können. Aber bei schwerem Sturm oder Frost werden die wohl überall nass bzw. mit Eis überzogen. Warum schlägt da der Strom nicht über?

Antwort
von Streamer, 29

Die Isolatoren sind so ausgelegt, dass selbst bei Nässe noch eine ausreichende Isolierung gegeben ist damit es eben keine Durchschläge gibt. Du hast Recht, die Isolatoren sind so ausgelegt, dass das Wasser nicht an die Unterseite der Scheiben kommt. Ich könnte aber fast wetten, dass es bei Nässe zu mehr Krichströmen und Koronaentladungen kommt. Vorteilhaft ist nasses Wetter mit Sicherheit nicht. 

Antwort
von bartman76, 27

Das tut er ja. Der "Verlust" bei Hochspannungsleitungen ist durchaus spürbar. Es wird die Energie in alle Richtungen abgegeben, sowohl über die Luft (aufgrund Luftfeuchte) als auch über etwaige Feuchtigkeit der Isolatoren. Doch Stromfluss ist keine "entweder-oder-Sache", sondern er teil sich auf in Abhängigkeit der Widerstände. Der Weg über die Leitung ist (normalerweise) immer noch der Günstigste, weshalb hier auch der größte Strom fließt.

Antwort
von wollyuno, 17

es ist schon stromfluß vorhanden aber nur in ganz geringem umfang.der wiederstand ist zu groß so das er nicht überschlagen kann und dazu kommt wasser ist ein schlechter leiter,eis noch weniger

Antwort
von ghost40, 19

"bzw. mit Eis überzogen" - nur so zur Info. Entgegen dem laienhaften Volksglauben ist Eis ein idealer Isolator! Es gibt im Eis nämlich keine frei beweglichen Elektronen und damit auch keinen Stromfluß.

Verlustfrei sind Hochspannungsleitungen natürlich nicht, du kannst es unter einer Leitung stehend auch eindeutig hören. Das sind die Koronaverluste, welchen man unter anderem mit Bündelleitern versucht entgegenzuwirken - Stichwort Randfeldstärke.

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