Warum kein Bodentruppen gegen IS?

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13 Antworten

Maxieu hat es schon gut erklärt: welcher junge Mensch aus Europa setzt schon gern sein Leben aufs Spiel für einen Konflikt, der in Syrien und im Irak passiert? Würdest du das machen? Ich gebe zu, dass ich das nicht machen würde.

Zudem: was würde es helfen? Terroristen sind leider nachwachsende Rohstoffe, und solange die Grundkonflikte bestehen bleiben, werden neue Leute nachkommen.

Was hat denn der Vietnamkrieg gebracht? Was war denn am Kommunismus so schlimm, dass man dafür tausende junger US-Amerikaner (und noch mehr Vietnamesen) in den sinnlosen Schlachten verheizt hat?

Es ist leider eine Illusion, dass dies wirklich hilfreich wäre.

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Kommentar von Fantastico22
23.03.2016, 23:00

Also den IS einfach weiter machen lassen?

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Weil man den IS dann zu schnell schlagen würde, man braucht schließlich einen Bösen auf den man schießen kann, damit die Rüstungsindustrie Gewinne macht.

Also wirft man mit der Ausrede von Verlusten und Kosten weiter Bomben im Wert von Milliarden auf Ziele im Wert von Tausendern...wenn überhaupt.

Wer sich mal die Mühe macht Interviews mit Soldaten die da waren zu lesen wird schnell sehen, der IS ist kein Gegner, der durchschnittliche ISsoldat ist ein fanatisierter oder eingeschüchterter Normalbürger, bloß der Kern der Sache ist wirklich ausgebildet.

Wenn solche Truppen sich nicht an strategischen Positionen eingraben können sind sie für ausgebildete Soldaten einfach zu überwältigen.

Natürlich würde ein Sieg über den IS als Staat keine Probleme lösen, sondern sie nur in den Untergrund treiben, was mehr Terror in unserem Teil der Welt zur Folge hätte.

Also geht es um eine Mischung aus kein Kriegsprofit mehr und Verschiebung des Konfliktes in "wichtigere" Länder.

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Kommentar von Fantastico22
23.03.2016, 23:01

Was für ne verblendete Antwort. Bist du n linker?

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Merkwürdig, dass alle, die hier bislang geantwortet haben, die falsche Voraussetzung der Frage akzeptieren.

Es gibt Bodentruppen, die gegen den IS kämpfen.
Das tun sowohl die irakischen Kurden als auch - in letzter Zeit vermehrt - die syrischen Regierungstruppen.

Wenn einer der Foristen hier einen Tod sterben möchte, der zumindest eine kleine Zeile in der deutschen Presse brächte (also auch für eitle Zeitgenossen nicht ganz umsonst wäre), kann er ja ins kurdische Gebiet
reisen und sich von dort in eine Kampfzone führen lassen.

Dass ein normaler Soldat aus Europa kein Verlangen hat für unklare Ziele in Syrien zu sterben, ist doch wohl verständlich und auch, dass die Regierungen auf so etwas Rücksicht nehmen müssen.

Etwas anderes ist es, dass hier ankommende junge Männer aus Syrien nicht dazu angehalten werden, einen - ggf. militärischen Beitrag - zur Befreiung ihres Landes vom IS zu leisten. Niemand stirbt gern, aber ein paar mehr Kämpfer gegen den IS wären schon wünschenswert, und diese Leute kämen doch quasi als Erste in Frage.

Das würde übrigens dem Problem der "falschen Syrer" aus dem Maghreb schnell ein Ende bereiten, denn die würden es sich dann sicher zweimal überlegen, als Syrer durchgehen zu wollen, wenn es hieße: "Erst einmal an die Front! Danach gibt's zur Belohnung einen Studienplatz od. ä. in Deutschland.
Good luck!"

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Kommentar von Steffile
23.03.2016, 22:38

Nein, in der Frage ging es darum, warum US und NATO nicht ihre Soldaten nach Irak und Syrien als Bodentruppen schicken. Ich glaube allen ist klar, dass viele irakische, syrische und kurdische Gruppen gegen IS kaempfen.

Was deinen Vorschlag vom Einzug von Syrischen Fluechtlingen als Kampftruppen angeht, das duerfte rechtlich unmoeglich sein, und es waere dumm, sie als Kanonenfutter an die Front zu schicken, statt fuer den Wiederaufbau zu bilden.

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Egal ob Vietnam, Irak, Afghanistan etc. es gab immer Bodentruppen.

Genau das ist das Problem. Zu teuer und die zu erwartenden hohen Verlusten schreckt die Staatengemeinschaft von einem derartigen Einsatz ab. 

Weder Deutschland, noch die USA oder Frankreich und GB können einen Einsatz dieser Art vor dem eigenen Volk rechtfertigen. Vielmehr müssen hier die betroffenen Staaten die notwendigen Ressourcen freisetzen, unterstützt durch die Luftangriffe.

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Ganz einfach, Bodentruppen bedeuten immer such Tote in den eigenen Reihen, das will sich kein Politiker gern vorwerfen lassen.

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Kommentar von Ahzmandius
23.03.2016, 22:47

Allerdings ist Öl dicker als Blut

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Ein Bodenkrieg ist genau was ISIS wollen, das wuerde ihre apokalyptische Rhetorik bestaetigen und Massen wuerden zu ihnen ueberlaufen. 

Es ist klar, dass der Westen einen Bodenkrieg gewinnen wuerde, aber die Besetzung danach, und das sind Jahre, waere sehr teuer, nicht nur in Geld, sondern auch in Menschenleben. 

Und das grundlegende Probleme waere nicht geloest - solten wir eigentlich aus dem ersten Irakkrieg gelernt haben.

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Kommentar von Fantastico22
23.03.2016, 22:59

Doch, das grundlegende Problem wäre gelöst. Genau wie die Taliban,Bin Laden und Hussein zerstört wurden, wäre auch das Problem IS zerstört.

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Vermutlich weil es bisher auch selten was gebracht hat ausser das Land noch mehr zu zerstören nach ein paar Jahren wieder zu gehen und Chaos zu hinterlassen. Vielleicht wissen sie ja nicht was sie sonst tun sollen, ausser gezielte Anschläge auf IS Truppen.

Das Thema Finanzen würd ich da auch reinwerfen :D

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Weder hat die syrische Regierung dazu eingeladen, noch besteht hierfür ein UN-Mandat!

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Kommentar von Fantastico22
24.03.2016, 11:16

Aber für die Luftangriffe?

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Egal ob Vietnam, Irak, Afghanistan etc. es gab immer Bodentruppen.

Und was war das Resultat? Ein Desaster! Zumindest für die Amis!

Mit "sich trauen" hat so ein Einsatz überhaupt nichts zu tun!

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Kommentar von Fantastico22
23.03.2016, 20:04

lol was? taliban und bin laden wurden ausgelöscht, der schlächter hussein wurde entmachtet und getötet. nix mit desaster.

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Weil es ein richtiger Krieg, nicht so ein Guerillakriegwie in Afghanistan wäre, sondern ein richtiger, konventioneller Krieg.

Es stimmt der Westen könnte mit seinen Bodentruppen den IS besiegen, das kostet jedoch Ressourcen und Soldatenleben, das müssten die Politiker den Leuten in der Heimat erst schmackhaft machen.

Des Weiteren würde es noch mehr Zulauf zum IS geben, weil der "Feind" jetzt noch härter vorgeht. Das würde für eine Zuspitzung sorgen.

Es gibt einfach keinen Anreiz.

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Kommentar von Fantastico22
23.03.2016, 22:59

Es ist kein Anreiz den IS auszulöschen? Was ist denn die Alternative?

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zahlenmäßig und von der Ausrüstung komplett unterlegen

das waren die Taliban den russischen (sowjetischen) Streitkräften in Afganistan ebenfalls. Und trotzdem ist der Krieg dort noch nicht zu ende.

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Weil Deutschland nur unterstützt da es nato Partner sind

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Das Problem an sich ist, dass man nicht weiß wer und wo alles zum IS gehört...deswegen kann man nicht einfach ma random welche abknallen

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