Warum ist es eigentlich so, dass ich Bücher lieber kaufe und nach einmal lesen ins Regal stelle (ist ja fast sowas wie totes Kapital) anstatt sie auszuleihen? Was meint ihr dazu?

Auch mir geht es so!
Bücher die ich lese, kriegen eine Seele, die will ich nicht mehr hergeben. Die sind dann wie Kinder, sie bekommen einen Platz, ich hol sie nach einiger Zeit wieder hervor, lese sie wieder, oder blättere sie nur durch.. auf jeden Fall bergen sie Erinnerungen!

Manche Bücher sind Nachschlagewerke, Geschenke oder auch immer mal wieder lesenswert. Ich bin z. b. stolz darauf, den blöden Schinken von Tolstoi nach zig Versuchen doch noch gelesen zu haben, klar prangt jetzt dieses in meiner hauseigenen "Bibliothek"..ich olle Angeberin..grins

Vielleicht weil man bei einer Leihbücherei an bestimmte Leihfristen gebunden ist und dadurch fast gezwungen ist das Buch innerhalb der Frist zu lesen?
Bei mir finden sich fast nur Fachbücher. Die habe ich gerne daheim um im Falle des Falles nochmal was nachschlagen zu können. ;-)

Du hast eventuell Angst davor, dass dir vorher jemand die Sätze aus dem Buch wegliest.

... denn was ich schwarz auf weiss besitze,
kann ich getrost nach Hause tragen

Ein Buch zu besitzen, es lesen zu können wann immer man es möchte ist ein wunderschönes Gefühl das man mit einem geliehenen Buch nie hben kann.

vielleicht bist du einfach stolz darauf, das Buch was du gelesen hast selbt zu besitzen. Außerdem sieht es immer nach etwas aus, wenn man viele Bücher bei sich zu hause rumstehen hat, die man auch selbst gelesen hat.
Da magst Du recht haben, so ein gefülltes Bücherregal macht schon was her...
Wenn ich ein Buch lesen will, dann muß es mir gehören. Wenn ich damit durch bin, kann ich es auch verschenken. Aber solange ich es habe, behandele ich es wie eine ewige Geliebte: Nie werden wir uns trennen! Wenn die Liebe enttäuscht wird, wenn die Liebe erkaltet und sich zu Freundschaft, am Ende gar zu Gleichgültigkeit entwickelt, dann kommt der Prozeß des Abschiednehmens. Man braucht Platz, lautet die Ausrede, wenn man die Geliebte von gestern heute zum Trödler trägt.
warum du das machst weiss ich nicht, aber ich mach es auch so. erstens, wie schon gesagt wurde, gefallen mir meine vollen regale, zweitens weiss ich nicht wer so ein leihbuch vor mir in der hand hatte, war es gar mit in einem krankenhaus, hat da einer reingehustet, reingeniest, etc? bakterien haben in büchern einen ausgezeichnten nährboden und die staphylo-, strepto-, und gonokokken von herrn müller, meier, oder sonst wem will ich nicht haben.
Geht mir genauso,das schöne an der Sache ist doch daß,wenn immer ich will ein Buch auch nach Jahren nochmals lesen kann.

Geht mir genauso, denn nur ein Buch, das mir gehört, ist auch gefühlsmässig "mein" Buch und ich werde es sicher auch noch mal wieder lesen.
Ich kann mir nicht helfen, auch für mich ist ein Buch eine Art "Hausgenosse", den ich immer um mich haben möchte.

Theodor Fontane: Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
Quelle unbekannt: Wer ein Buch verleiht, ist dumm. Wer ein Buch zurück gibt, noch dümmer. Wer aber ein ausgeliehenes Buch zurück fordert, der ist frech!
Bunte Grüße aus der http://irrgartenwelt.de/index.html, Lars.
Ich kaufe die Bücher, die ich lesen möchte auch immer. Beim Leihen weiß ich ja nie, wer es vorher schon in der Hand hatte. Wenn ich es dann irgendwann wirklich nicht mehr haben möchte, verkaufe ich sie bei eBay.