Frage von Welfensammler,

Warum kassiert der Staat eigentlich die Kirchensteuer ?

Ich dachte Kirche und Staat seien getrennt in Deutschland ?

Hilfreichste Antwort von silbu72,
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Die haben doch den gemeinsamen Slogan: halt du sie arm, ich halt sie dumm

Kommentar von user1192,

Oh, das klingt bitter :D

Kommentar von AllesKnower,

Trifft es auf den Punkt !

Antwort von ereste,
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Kirchensteuer richtet sich ja nach der Lohnsteuer, wird zusammen abgezogen und dann weitergeleitet.

Finde ich okay, wozu sollte der ganze Verwaltungsaufwand auch viel höher sein.

Kommentar von Guppy194,

bis jetzt - 14.43 Uhr - einzig vernünftige Antwort

Kommentar von AllesKnower,

Nein, diese Antwort ist nicht vernünftig, denn vor dem Hintergrunde der Neutralität muss man sich wohl fragen und das meine ich ernst, ob nicht Sportvereine auch davon gebrauch machen könnten !

Kommentar von Sonnenschnauz,

Wieso sollen Sportvereine Kirchensteuer eintreiben? Vielleicht Box-Vereine. Die sind religiös-humanitär: Geben ist seliger als Nehmen.

Kommentar von AllesKnower,

Der Staat die Beiträge für die Sportvereine...und es dann Vereinssteuer nennen !

Kommentar von riara,

Klar und ein paar Gesetze aendern wir dann gleich mit, da werden sich die Sportvereine aber freuen, wenn einer nicht arbeitet oder in Rente geht, gibts keine Beitraege mehr...:-)

Kommentar von AllesKnower,

Erfolgt eine Anpassung, ganz einfach, wo soll denn da der genaue Unterschied liegen ?

Kommentar von riara,

Du solltest das mal mit einem Rechtswissenschaftler diskutieren...:-)

Kommentar von AllesKnower,

Worüber genau ? Darüber das Begriffskosmetik an der Sache nichts ändert sicher nicht, denn darin besteht Einigkeit !

Kommentar von altermann58,

richtig!

Als Vergleich sei Bayern angeführt. Dort wird die Kirchensteuer zwar mit der anderen Lohn-/Einkommensteuer ermittelt, dann aber über die entsprechenden Stellen der Kirchenverwaltung eingezogen. Also sind deutlich mehr Personen (Personalkosten!) mit dieser Sache beschäftigt.

In den anderen Bundesländern wird die Kirchensteuer - nach Abzug einiger "Unkosten" - an die Kirche weitergeleitet...

Antwort von Raubkatze45,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Viele wissen überhaupt nicht, dass die Kirchensteuer nur eine Teilentschädigung für ein großes Unrecht ist, das der Kirche durch die Enteignung zugefügt wurde. Der preußische Staat war damals um etwa 100 Millionen Goldtaler reicher und die Kirche stand vor dem völligen Ruin.

Um wenigstens einen kleinen Ausgleich zu schaffen, verpflichteten sich die weltlichen Landesherren, einige der für die Seelsorge erforderlichen Mittel von sich aus bereitzustellen. Später hat der preußische Staat sein eigenes Steuerrecht dann auf die Kirche übertragen. Seit der Weimarer Verfassung ist diese Rückzahlung verfassungsmäßig garantiert und auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert.

Im übrigen erhielt der Staat 1994 für den Verwaltungsaufwand 6,75 Millionen Mark.

Durch dieses System wird die staatliche Gemeinschaft zudem finanziell entlastet. Die Kirche übernimmt mit Hilfe der Kirchensteuer viele soziale Leistungen (z.B. im Bereich der Caritas). Würde die Kirchensteuer plötzlich wegfallen, müsste der Staat diese sozialen Leisungen selbst übernehmen und wäre damit hoffnungslos überfordert.

Außerdem ist die Kirchensteur sinnvoll, weil sie der Kirche größere Ausgaben für die Verwaltung erspart, die dann entständen, wenn sie das Geld direkt von den Gläubigen einziehen müsste.

Kommentar von AllesKnower,

Naja, das ist interessant. Die Kirche berühmt sich also eines potentiellen SE Anspruchs der verjährt ist und letztlich dürfte sich auch das Problem der Rechtsnachfolge stellen. Aber mal davon ab und ganz objektiv, hat die Kirche in ihrer Historie Menschen sehr viel Unrecht angetan und würde doch wohl kaum die SE Ansprüche der nachteilig betroffenen gutieren, geschweige denn bedienen. Selbst bei den jüngsten Ereignissen, tut sie sich ja erschreckend schwer !

Antwort von riara,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Einmal die Woche kommt die Frage bestimmt...:-)

Dieser Einzug ist ein Gesetz, dieses Gesetz ist rechtskraeftig und jeder der sich darueber aufregt, kann seine Rechtmaessigkeit gerne ueberpruefen und gegebenenfalls dagegen klagen, so funktioniert ein Rechtsstaat und alles andere ist pure Polemik...:-)

Es werden uebrigens alle Koerperschaften des oeffentlichen Rechts vom Staat gefoerdert oder wie im Falle von politischen Organisationen (Konrad Adenauer, Fridriech Ebert, etc) sogar zu 100% finanziert, das Geld stammt aus dem gleichen Pott, nur kann man da nicht austreten...:-)

Es gibt uebrigens mehr als 10.000 solcher Nutzniesser und sicher sind darunter Vereine, denen man nicht unbedingt etwas freiwillig abtreten wuerde, aber auch das ist Teil eines Staatswesens, denn jede auch noch so kleine Gruppe hat ein Recht auf staatliche Unterstuetzung, im uebrigen sollte man sich mal vorstellen wie das ablaufen wuerde, wenn jeder Buerger seine Steuern an die Institutionen und staatlichen Stellen zahlt, die er fuer gut haelt...:-)

Kommentar von AllesKnower,

Ja, das steht so im Gesetz. Nur unterliegen im Gegensatz zu kirchlichen Dogmen Gesetze einer fortwährenden Kontrolle und letztlich auch der Notwendigkeit einer Anpassung an das Gerechtigkeitsgefühl der Bürger. Und allein deshalb bedarf es einer Neuregelung. Natürlich hat die Kirche die Möglichkeit Beiträge zu erheben, um sich zu finanzieren, nur muss sie für deren Erhalt dann auch bitte selber sorgen und nicht in einem neutralen Staat diesem die Beibringung überlassen, das ist nicht mehr zeitgemäßes Relikt !

Kommentar von riara,

Nein. das ist eine Regelung die sich bewaehrt hat und wie bereits gesagt, es geht hier nicht um Deine Meinung...

Kommentar von AllesKnower,

Ja, die Regelung hat sich vor allem für Kirche bewährt. Und Du irrst, als Bürger dieses Staates und Steuerzahler, ist meine Meinung durchaus relevant !

Kommentar von riara,

Nochmal...klage dagegen!

Kommentar von AllesKnower,

Wäre tatsächlich eine Überlegung wert !Nur müsste ich dann zunächst wieder in die Kirche eintreten, um überhaupt im Ansatz klagebefugt zu sein und das widerstrebt mir sehr !

Kommentar von riara,

Das ist ein weltliches Gesetz...und trete bitte nicht ein...:-)

Kommentar von AllesKnower,

Ja, ein weltliches Gesetz, das veraltet ist und mach Dir keine Sorgen, ich werde nicht eintreten !

Kommentar von riara,

Gesetze veralten nicht...:-)

Kommentar von AllesKnower,

Doch, so war früher der Mann das gesetzliche Oberhaupt der Familie und dies im BGB normiert und z.B. homosexuelle Handlungen strafbar. Durch geänderte Moral- und Gesellschaftsvorsetllungen wurden diese Gesetze jedoch abgeschafft !

Kommentar von riara,

sag ich ja...man kann es abschaffen, nur veraltet es nicht...

Kommentar von AllesKnower,

Doch, weil es veraltet ist schafft man es ab, anstatt es außer Vollzug zu setzen !

Antwort von pepe33,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Kirchensteuer wird nur über die Lohnsteuer eingezogen und dann an die Kirchen und Körperschaften des öffentlichen Rechts weitergeleitet. Das ist ein kurioses Gesetz, aber es ist Gesetz.

Doch Nutznießer der Kirchensteuer sind tatsächlich die Kirchen.

Doch warum jedes Kirchenmitglied zwangsweise seine Spende erfüllen soll ist total gegen die Prinzipien der Bibel und somit eine große Sünde vor Gott.

Jeder, so steht es in der Bibel, sollte seinen Teil an Opfer bringen, was sein Herz bereit ist zu geben. In unserer Kirche Christi wird keine Kirchensteuer eingezogen, es gibt nur freiwillige Spenden. Und da wird auch keiner aufgefordet mehr oder so und soviel zu spenden. Jeder gibt in Proportion zu seinem Verdienst und nach seinem Herzen.

Die 10 Cent einer armen Frau sind vor Gott mehr wert als die 100 Euro eines Millionärs!

Antwort von Factoring,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Kirche und Staat sind in der Tat getrennt. Daß der Staat für die Kirchen die Kirchensteuer einzieht ist eine deutsche Besonderheit. und stellt eine Druchbrechung dieses Grundstzes dar.

Der Staat und zwar die Bundesländer machen dies übrigens nicht umsonst. Die Länder behalten als Entgelt für den Einzug der Kirchensteuer je nach Land unterschiedlich 2 % (Bayern) bis 4,5 % (im Saarland) des Kirchensteueraufkommens ein, in der Regel 3 %.

In der Bundesrepublik Deutschland geriet die Kirchensteuer 1973 in Folge der „Freiburger Thesen“ Freie Kirche im Freien Staat des sogenannten „Kirchen-Papiers“ der FDP in die Diskussion, da von der Partei die Trennung von Staat und Kirche und damit die Ersetzung des staatlichen Kirchensteuereinzugs durch ein kircheneigenes Beitragssystem gefordert wurde. In abgeschwächter Form finden sich diese Forderungen auch heute noch im Programm der FDP. Ähnliche Positionen wurden früher außerdem von der Partei Die Grünen formuliert. Auch Die Linke lehnt sowohl die grundgesetzliche Verankerung der Kirchensteuer als auch deren staatlichen Einzug ab. Außerhalb der Politik vertreten unter anderem der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA), die Humanistische Union sowie der Humanistische Verband Deutschlands eine Ablehnung der Kirchensteuer

Quelle u. a. Wiki

Antwort von tinimini,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der Staat kassiert überall mit, Bei deinem Lohn, bei deinen Sachen die du einkaufst, bei den Spaareinlagen USW....

Antwort von carnage2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

tritt aus, dann bezahlst du keine mehr. warum der staat die kassiert fragen sich immer mehr leute!

Kommentar von neca86,

dann gibts aber ne andere abgabe die diesem wert entspricht soweit ich weiß, ne art sozialabgabe

Kommentar von silbu72,

gibt es nicht!!!!!!!!!!!!!

Kommentar von Guppy194,

Deine Antwort ist nur im ersten Teil richtig; der Staat kassiert sie nur im Sinne von "einziehen" aber er behält sie nicht sondern führt sie an das entsprechende Kirchensteueramt ab. Muss man z.B. Steuern nachzahlen, dann werden die "weltlichen" Steuern vom Finanzamt verlangt, die Kirchensteuer aber vom jeweiligen Kirchensteueramt.

Antwort von bueni,

In Staatsverträgen ist dés so geregelt, dass der Staat die Kirchensteuer für die Kirchen einzieht und an sie weiterleitet. Der Staaat bekommt also nichts davon ab.

Antwort von bigbambum,

hi, wenn wir schon gerade mal beim Thema sind...... hat irgendjemand je mal gelesen das die Kirche egal welcher Gemeinschaft, Gelder für Flut oder Erdbebenopfer gezahlt hat????????

Freie Meinungsäußerung von mir......

Die Kirche waren,sind und werden immer Verb....er bleiben.

Kommentar von jumba,

ja hat sie in form von humanitären hilfen: zelte, essen, getränke, medikamente, seelsorger und anderer form.

Antwort von amunensis,

Wie auch immer, Fakt ist das die Trennung von Staat und Kirche eben nicht gegeben ist. Das SOLLTE auch nicht im Sinne der Kirche sein, denn sie begibt sich ja auch in eine Abhängigkeit. Vielleicht lieber wirklich getrennt, dann keine Kirchensteuer wie in fast allen anderen Ländern, aber dafür ein eigenes Gesicht, es entsteht nicht der Eindruck das die Kirchen sich nur die Kassen füllen, zumal niemand weiß wo die Kirchensteuer bleibt. (Sie wird NICHT für soziale Belange ausgegeben, laut Kirche geht der Großteil für Gehälter drauf, aber auch nur Kirchenpersonal wie Pastoren Priester) Die erhalten ein recht üppiges Gehalt. Bischofsgehälter werden davon auch nicht bezahlt, sondern vom Staat. Also von ALLEN, egal ob Kirchenmitglied oder nicht. Ebenso die Subventionen die in etwa ebenso hoch sind wie die Kirchensteuereinnahmen. Die Kirche sollte dieses Modell von sich aus aufgeben, sie müßte dann allerdings mehr Überzeugungsarbeit leisten, was aber ja nicht so schlecht wäre.

Antwort von AllesKnower,

Ja das ist die Theorie. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese nach und nach immer stärker in der Praxis wiederfindet. Es geht nicht an, dass es dem Staat obliegt Beiträge, die man dann Steuern nennt, für die Kirche einzuziehen !

Antwort von Bonusmalus,

Also in Österreich nennt man es Kirchenbeitrag und der ist an die Kirche zu zahlen. Wenn es in Deutschland KirchenSTEUER heisst, wäre es ja richtig, dass es das Finanzamt und daher der Staat einhebt (und gegebenenfalls an die Kirche weiterreicht). Dies ist nicht als Antwort zu werten, sondern als Meinung mit Fragezeichen ;-)

Kommentar von Bonusmalus,

Ergänzung: Die Kirche darf ja keine Steuern einheben, weil sie eben vom Staat getrennt ist.

Antwort von user1192,

Organisation. Hat man sich so drauf geeinigt, weil eben die meisten in der Kirche waren/ sind in Deutschland. Außerdem hat ja die Kirche auch viele soziale Einrichtungen wie Kindergärten etc. die der Allgemeinheit dienen.

Kommentar von Guppy194,

es gilt das zu "ereste" Gesagte

Kommentar von user1192,

Der 2. Teil war auch nicht der Hintergrund, sondern warum ich das ok finde, also dass die Kirche irgendwie auch den Staat sozial unterstützt. Hab mich unklar ausgedrückt

Antwort von Tenpix,

Hallo Welfensammler,

''Staat und Kirche sind in Deutschland klar getrennt. Was sie nicht daran hindert, freundlich miteinander zu kooperieren. Eine erstaunliche Geschäftsbeziehung.'' laut Brandeins.de

Ich sehe das änlich, also schau dir am besten diesen Link an:

http://www.brandeins.de/archiv/magazin/lebensplanung/artikel/gute-frage-weshalb-...

Ich denke, dass beantwortet deine Frage. :-)

Antwort von angy2001,

Es gibt Verwaltungsabkommen zwischen den Kirchen und dem Staat, dass die Krichensteuer vom Staat eingezogen und weitergeleitet wird. Ich finde das auch nicht gut.

Antwort von Raimund1,

in dem Bereich leider nicht.

Beide haben eins gemeinsam:

die weit offene Hand

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