Katzentatze am 02.03.2008 um 11:38 Uhr
Wurde ich eben vom Sohn einer Bekannten gefragt. Wenn man in den Spiegel schaut, kann man sehen, dass die Wimpern bis vor die Augen gehen. Theoretisch müsste man sie sehen können. Aber auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, kann man sie nicht sehen. Warum?

Weil sie sich außerhalb des Blickwinkels der Augen befinden. Die Wimpern gehen zwar etwas über das Auge um es zu schützen. Wir sehen aber tatsächlich nur mit der Pupille nicht mit dem ganzen Augapfel. Mal es ihm einfach mal auf. Er wird es bestimmt verstehen.

Vermutlich, weil diese einfach zu nah am Auge sind, und somit nicht im Schärfebereich, also in der Nähe des Brennpunkts, liegen!
Katzentatze am 2. März 2008 11:42 Das könnte es sein. Danke
CellarDoorBln am 2. März 2008 12:32 Wenn man etwas sehr nahe ans Auge hält, z.B., wenn man sich Augentropfen verabreicht, dann sieht man die Pipette auch. Daran kann es also eigentlich nicht liegen.
redbulldrinker am 2. März 2008 12:39 Aber man sieht sie unscharf und sie ist wesentlicher größer als die Wimpern! Da die Wimpern klein sind sieht man sie unscharf nur noch kaum!
CellarDoorBln am 2. März 2008 12:42 Also das klingt schon logisch, aber ich bin nicht vollkommen überzeugt. Wir haben einen sehr guten "Makromodus" und können auch nahe Dinge noch gut erkennen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus verschiedenen Faktoren.
redbulldrinker am 2. März 2008 12:43 ok das kann sein

Mann kann die Wimpern nicht sehen, weil sie zu nah am Auge sind. Aber falls Du Brillenträgerin sein solltest: Bei bestimmten Lichteinfallswinkel sehe ich meine Wimpern als Schatten vor dem Auge. Das ist fast so, wie wenn ein Haar auf der Brille wäre; es sind aber die Wimpern.
Katzentatze am 2. März 2008 11:49 Glaube auch, dass es was mit der Entfernung zu tun hat. Ist bisher zumindestens die logischte Erklärung.
ich glaube das nicht. Wenn man seine Augenbrauen nämlich so nach unten drückt, daß sie in gleicher Entfernung wie die Augenwimpern vor dem Augen sind, kann man diese druchaus wahrnehmen auch wenn sie unscharf sind
RBMannheim am 2. März 2008 12:29 A) geht es um die Wimpern und B) wie soll ich meine Augenbrauen so weit heruntedrücken, dass sie in Sichtweite meiner Augen kommen?
Cyberoma am 2. März 2008 14:22 zu B: Das geht! Wir hatten mal einen Finanzminister, der konnte das!
Und im übrigen: wenn ich meine Augen fast ganz schließe, so als fiele ich gleich in Tiefschlaf, dann sehe ich meine Wimpern. Natürlich unscharf, aber immerhin.
RBMannheim am 2. März 2008 16:37 Zum Glück ist nicht jeder so mit Augenbrauen gesegnet, wie unser Ex-Finanzminister!

Sie liegen einfach in einem nicht mehr sichtbaren Winkel zum Auge. Versuch mal, mit dem kleinen Finger, die Wimpern vorsichtig wegzudrücken! Du wirst sehen, dass der Finger einfach verschwindet. Wir haben nach oben und unten ein noch eingeschränkteres Sehfeld als nach rechts uns links, deswegen fällt es uns auch so viel schwerer eine Höhe abzuschätzen, als die Entfernung in der Ebene.
Katzentatze am 2. März 2008 13:17 Das ist auch möglich.

Weil man die Augen IM KOPF hat und nicht davor....
tinchen44 am 2. März 2008 11:40 Nein, jetzt mal Scherz beiseite, redbulldrinker hat wohl recht...
Das Gehirn blendet diese Informationen einfach aus. Wenn man kleine Pünktchen auf dem Glaskörper des Auges hat, werden diese mit der Zeit auch nicht mehr wahrgenommen. Theoretisch müßte man auch alles auf dem Kopfstehend sehen, da das Auge nur über eine Einfachlinse verfügt. Wenige Tage oder Wochen nach der Geburt stellt sich aber das Gehirn darauf ein und korrigiert dies automatisch
Katzentatze am 2. März 2008 11:46 Aber dann müste man sie doch sehen, wenn man sich bewust darauf konzentriert.
Sorry, aber man müsste nicht alles auf dem Kopf stehend sehen!
Das Bild wird wohl auf der Netzhaut auf dem Kopf stehend abgebildet, das ändert sich aber nie! Der wichtige Punkt dabei ist, wie diese Informationen weiterverarbeitet werden. Welches Kriterium würde denn dafür sorgen, dass plötzlich alles anders interpretiert wird?
Gruß wiele
das Kriterium ist die Erfahrung, daß wenn man sich auf Dinge zubewegt diese nicht so vorhanden sind wie man sie sieht, wenn alles auf dem Kopf steht. Es liegt dadurch ein Kontroverser Zustand vor. Nur durch die Korrektur des Gehirns kann man sich richtig orientieren
probiere es selbst aus, in dem du eine Umkehrbrille trägst. die ersten 2 Wochen wirst du damit alles verkehrtherum sehen, aber nach ca. 2 Wochen stellt sich dein Gehirn darauf ein und du siehst "normal". Nach abnehmen der Brille wirst du erstmal allles wieder falschherum sehen
Oskar Momo am 17. März 2008 09:54 begleitet wird dieses Experiment von Schwindel und Übelkeit:D:D wie auf einer Schifffahrt (drei f)
Zum einen würden die Wimpern - wenn überhaupt - am äußersten Rand des Bildes erscheinen, den man sowieso nicht sehr scharf erfasst.
Der wichtigere Punkt ist, dass man schwerlich einen Gegenstand in der Entfernung, in der die Wimpern sind fokussieren kann.
Das Fokussieren geschieht durch das Verformen der Pupillen in gewissen Grenzen. Für das Fokussieren auf die Wimpern wäre eine Verformung außerhalb dieser Grenzen nötig.
Gruß wiele
Katzentatze am 2. März 2008 11:47 Klingt logisch.
redbulldrinker am 2. März 2008 11:51 also ich kann meine wimpern sehen
Im Spiegel kann ich meine Wimpern auch sehen ;-)
Katzentatze am 2. März 2008 11:55 Und wie machst du das? Bei uns geht es nicht, egal wie wir die Augen verdrehen. Im besten Fall ist ein leichter Schatten zu sehen, der aber mehr zu erahnen, als wirklich sichtbar ist.
regideur am 2. März 2008 12:06 Sind es wirklich die Wimpern oder die Augenbrauen??? Die kann ich auch sehen wenn ich nach oben sehen meine Wimpern aber nicht.
vielleicht hast du ja ganz lange (5 cm) Augenwimpern oder du verwechselst es mit deinen Augenbrauen
man muß einen Gegenstand ja nicht scharf fokusieren können, damit man ihn wahrnimmt.

Und hier die wissenschaftliche Erklaerung:
Der Mensch ist evolutionstechnisch gesehen ein Jaeger und Sammler. Wie alle Jaeger (und Raubtiere) hat er die Augen vorne im Kopf liegen, was ihm einen raeumlichen Seheindruck ermoeglicht. Im Gegensatz zu Rindern und Pferden, die als Herdentiere mehr auf den Seitenblick angewiesen sind. Da bei Jaegern eine hohe zentrale Sehschaerfe erforderlich ist, hat die Natur dafuer gesorgt, dass unwichtige Bildinformationen nicht die Zielgenauigkeit stoeren. Deshalb hat das menschliche Auge nur einen Oeffnungswinkel von 27 Grad. Wenn es anders waere, wuerden wir z.B. auch staendig unsere Nase sehen - ware doch irgendwie stoerend, oder? Da die Wimpern ausserhalb dieses Oeffnungswinkels liegen, sehen wir sie nicht.
Katzentatze am 3. März 2008 10:01 Sehr interessant. Vielen Dank.
Aber wenn man z.B. nach oben oder unten schaut, müsste man sie dann doch sehen.
Nein der Winkel reicht noch nicht aus. Wenn eine Wimper in die falsche Richtung wächst also in das Auge anstelle außerhalb des Auges. Oder einfach ausfällt (auch Augenbrauenhaare) fällt das sofort auf wenn es vor der Pupille liegen bleibt. Mit dem Schärfebereich hat das also nicht zu tun. Du kannst es ganz einfach mit einem feinem Faden ausprobieren dabei ist es aber wichtig das Auge nicht zu bewegen und immer auf einen bestimmten Punkt zu sehen wobei das 2. Auge geschlossen bleibt.
Ich denke genau daran liegt es. Wir sehen mit der Pupille und die liegt ein ganzes Stück vor den Wimpern, durch die Wölbung.