Frage von Katzenpfote73, 65

Warum kann man nicht mehr als Pilger in Kirchen/Klöstern übernachten?

Früher war es selbstverständlich, dass man als Pilger kostenlos in Klöstern und Kirchen übernachten durfte.
Warum heute nicht mehr?

Antwort
von RudolfFischer, 38

Eine Suggestivfrage, die davon ausgeht, dass es das heute nicht mehr gibt.

Ist aber nicht wahr.

Ich habe als Pilger in diversen Klöstern übernachtet, sowohl in Deutschland als auch in Spanien. In Deutschland hat man mir eine Spende freigestellt.

Da hier auf die geldgierige Kirche eingeprügelt wird: In Spanien sind die Pfarrer bitterarm. Ich wurde einmal als Pilger von einem zum Essen eingeladen. Er wohnte so ärmlich, dass er mich sogar um eine Spende bitten musste, um den nächsten Pilger zu beköstigen. Als "verkleideter Reicher" habe ich mich geschämt und war froh, etwas finanziell beitragen zu können.

Die Klöster in Spanien, die ich kennengelernt habe, konnten es sich nicht leisten, alle angeblichen Pilger, die in Wirklichkeit nur einen Billigwanderurlaub machten, kostenlos unterzubringen. Das hat mit Nächstenliebe nichts zu tun, nämlich auf Seiten der "Pilger", sondern ist ein Ausnützen. Ich hatte außer dem Pilgerpass, den ja Hinz und Kunz bekommen, noch eine Aussendeurkunde meiner Pfarrei dabei, die mich als authentischen Pilger auswies.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Pförtner, dass ich selbstverständlich auch den Tag am Klosterleben einschließlich Gottesdiensten teilnehmen würde, wurde ich sehr freundlich aufgenommen, untergebracht und beköstigt. Ich hatte sogar Mühe, eine Spende loszuwerden.

Andere Klöster betreiben von vorneherein eine Pilgerunterkunft und nehmen einen Obolus, der kaum für den Putzdienst reicht.  

Insgesamt: Bitte keine Pauschal- oder Vorurteile, die Verhältnisse sind sehr verschieden.

Kommentar von Katzenpfote73 ,

Die Frage war auch eher auf Deutschland bezogen, dort kann man von Armut sicherlich nicht reden ...

Kommentar von RudolfFischer ,

Ob deutsche Klöster arm oder reich sind, kann man nur beurteilen, wenn man ihre Jahresbilanzen kennt. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich habe allerdings noch kürzlich gelesen, dass wieder ein Kloster (in Damme) geschlossen wurde. Sicherlich auch mangels Mönchen, aber sicherlich nicht wegen Reichtums. Der aus früheren Zeiten überkommene Grundbesitz muss nach und nach verkauft werden, um den Erhalt des Rests finanzieren zu können.

Vom besitz der Orden und Klöster ist die Frage zu unterschieden, ob denn die deutschen Mönche "reich" sind. Wie bekannt, haben diese ja Armut, Gehorsam und Keuschheit gelobt. Ich war einige Male zu Gast in deutschen Köstern, habe in einer Zelle übernachtet und an den Mahlzeiten teilgenommen. Dass die Mönche reich sind, ist mir nicht aufgefallen. Wenn aber jemand meint, dass sei ein bequemer Weg, um als Reciher zu leben, so steht es ja jedem frei, in ein Kloster einzutreten. 

Kommentar von RudolfFischer ,

Ich wurde gestört und konnte meinen Text nicht rechtzeitig korrekturlesen. Hier die verbesserte Fassung:

Vom Besitz der Orden und Klöster ist die Frage zu unterschieden, ob denn die deutschen Mönche "reich" sind. Wie bekannt, haben diese ja Armut, Gehorsam und Keuschheit gelobt. Ich war einige Male zu Gast in deutschen Köstern, habe in einer Zelle übernachtet und an den Mahlzeiten teilgenommen. Dass die Mönche reich sind, ist mir nicht aufgefallen. Wenn aber jemand meint, das sei ein bequemer Weg, um als Reicher zu leben, so steht es ja jedem frei, in ein Kloster einzutreten. 

Antwort
von Pinzgauer712K, 19

Bisher wurde ich von jedem Kloster vollkommen selbstverständlich aufgenommen. In Kirchen habe ich erst zwei Mal genächtigt. Ich denke, es liegt bei Dir, ob man Dich aufnimmt, oder abweist. Die Benediktiner sind bekannt dafür, daß sie aufgrund einer Regel des Heiligen Benedikt Gäste aufnehmen.

Mittlerweile ist es so, daß Klöster durch die Aufnahme und Bewirtung, aber auch durch Betreuung einen Großteil ihres Haushaltes bestreiten. Dies ist auch eine Möglichkeit, sich als Kloster in der Gesellschaft zu platzieren.

Ich weiß, daß ich mich auf meiner Wanderung auf die Gastfreundschaft der Klöster verlassen kann.

"Alle Fremden, die kommen,
sollen aufgenommen werden wie Christus; denn er
wird sagen: "Ich war
fremd, und ihr habt mich aufgenommen."
Allen erweise man die
angemessene Ehre, besonders den Brüdern im Glauben
und den Pilgern" (Regel des Heiligen Benedikt)

Antwort
von ThomasTho, 40

Also in Kirchen kann kann man schön schlafen es kommt Auf den Pfarrer an mache sagen das eine Kirche ein geweihter Ort ist und ein Ort des Betens übernachten in Kirchen bieten Malich mal für ihren Jugendgruppen Übernachtung an um den christlichen Glauben nah zu Birnen

Und in Klöstern ist das ÜberNachten möglich für ein kleines Entgelt der Franziskaner Orden bietet das oft an
Und in alle Kosten für Strom und Kasse und Heizung sind gestiegen
Nicht alle Staaten Fördern den Finanzen Erhalt
Von Kloster  die Orden muss ja auch gucken wo er Bleibt

Antwort
von illtry, 42

Ich denke, das liegt an der heutigen Mentalität.

Sparen, sparen, sparen. Da liebt man dann auch nicht mehr seinen Nächsten, leider.

Ich weiß nicht wie das auf dem Jakobsweg ist, aber wenigstens da sollte es eigentlich noch möglich sein, oder etwa nicht?

Bei der heutigen Menschheit mache ich mich echt SOrgen um die Zukunft.... (m,16)

LG illtry

Kommentar von Katzenpfote73 ,

ne, auf dem Jakobsweg ist es leider nicht mehr üblich. Wenn überhaupt, dann verlangen die Klöster jetzt schon wie kommerzielle Hotels Geld von den Pilgern. Pfui !

Kommentar von illtry ,

Oh man, ich bin zwar nicht sonderlich kirchlich bedacht, aber wenn selbst dort die gesellschaftlichen und christlichen Werte so leiden, mach ich mir verdammt viele Sorgen um die Zukunft.

Geld, Geld, Geld...Gold, Gold, Gold... Freund, Freund, Freund...

https://www.youtube.com/watch?v=rG3Z4ZQr2L8

Antwort
von josef050153, 24

In den 1970-er Jahren war ich selbst in Griechenland unterwegs und da war es für mich ohne weiteres möglich in (Männer-) Klöstern zu übernachen. Meist habe ich auch gleich eine Arbeit bekommen wie Holz hacken oder so. Schließlich soll ja nur wer arbeitet auch essen (und schlafen).

Einige Klöster bieten das aber auch in Deutschland gegen einen kleinen Beitrag an. Umsonst ist eben selbst in einem Kloster nur das Sterben und das kostet das Leben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community