Hallo,
ich habe große Schwierigkeiten in der Formulierung englischer Sätze. Unter Anderem weil mir häufig einfach die benötigten Vokabeln nicht einfallen wollen, obwohl ich sie mal gelernt habe.
Wenn ich jedoch einen Film auf engl. anschaue und die Wörter höre fällt mir oft ihre Bedeutung ein. Für einen engl. Forumsbeitrag brauche ich oft ewig für nur wenige Sätze.
Ich schaue mir Filme seit Monaten schon nur noch auf engl. an, schlage sogar die unbekannten Vokabeln nach. Bislang scheinbar ohne großen Lerneffekt. Was kann ich machen um in der Formulierung der Sprache sicherer zu werden? Habe schon an einen Kurs gedacht. Bin 26 und habe 06/07 auf 2.Bildungsweg die FH-Reife gemacht.

So wie Dir geht es fast jedem. Was zusätzlich helfen kann, ist soviel wie möglich englisch sprechen. Das ist eigentlich die einzige wirklich effektive Form sicxh einen lebendigen Wortschatz zu schaffen. Deshalb wäre ein Kurs sicherlich nicht falsch. Die gibt es sogar schwerpunktartig im sprechendem Bereich.

Am besten und effektivsten ist es immer wenn man Englisch spricht, um so öfter du dich auf Englisch unterhälst um so besser wird dein geamtes Englisch, die Vokabeln kommen dann von ganz allein.
Übung macht den Meister. Eine Sprache lernt man nur wenn man sie auch anwendet. Ich kenne einen ehemaligen, deutschen Mathematiklehrer, der 2000 spanische Vokabeln kann. Aber er ist nicht in der Lage, sich mit einem Spanier zu unterhalten.
Bin überrascht, dass er die Vokabeln gezählt hat. Liegt vielleicht daran, dass er Mathelehrer ist. :)
Ein hoch intelligenter Theoretiker eben.
Es scheint so als hättest du das Problem nur wen du von Deutsch auf Englisch übersetzen willst, ich denke da könnte dir oft anhören recht schnell helfen, schau dir mal http://kuerzer.de/Englisch-MP3 an.

Das liegt an der Art des lernens.
Früher als Kind hat man in Bildern gelernt:
z.B. Du siehst eine Uhr; jemand sagt Uhr und ein anderer sagt Clock .... du verbindest das Bild Uhr mit beiden Worten und behälst diese als Bild im Gedächtnis.
Später versucht man (bzw. bekommt man beigebracht) Worte einfach so zu lernen, der Bezug zu Bildern fehlt.
Wenn du es schaffst Bilder und Worte zu verknüpfen, läuft es auch gut.
Ich kann dir z.B. empfehlen z.B.das Gedächtnistraining von Vera F. Birkenbihl zu lesen.
Wenn du Dir Wörter meken musst, die keinen realen Bezug haben, mach die ein Bild zur Information ....
z.B. für die 1. Information stellst du Dir eine Kerze vor (sieht aus wie eine 1)und speicherst unter Kerze das z.B. das Wort leave für verlassen.
Die 2. Information speicherst du unter einem Bild eines Schwans (der sieht aus wie eine 2)
3 = Dreieck 4 = Würfel 5 = Hand usw. usä.
Wolpertinger am 17. Februar 2008 17:44 sehr informative Antwort, werde es ausprobieren, da ich genau das gleiche Problem wie der Frager habe. Hast Du vielleicht eine ISDN Nr die Du mir schicken kannst? Vielen Dank und DH
░critter░ am 17. Februar 2008 18:02 Da schließe ich mich Wolpertingers Bitte an! Deine Antwort hat mich sehr überzeugt. DH!

Es gibt - egal in welcher Sprache - immer einen Unterschied zwischen dem aktivem Wortschatz und dem passiven Wortschatz. Der aktive ist immer kleiner, das sind die Wörter, die man selbst aktiv verwenden kann; der passive (das, was man nur versteht) immer größer. Ist auch so in der eigenen Muttersprache...
Da hilft insgesamt nur Übung. Mit anderen Menschen in der Sprache sprechen (müssen nicht Muttersprachler sein, können auch Freunde sein, mit denen man "rumalbert"). Oder z.B. über das Internet eine "Brieffreundschaft" beginnen.

Wenn dir ein Wort nicht einfällt - dann umschreibe es! So der Ratschlag meines Mannes - er hat Englisch in der Schule gelernt aber ich nie! Und trotzdem unterhalte ich mich mit unseren Urlaubsbekannten (Engländer) recht flüssig, wenn sicher auch grammatikalisch nicht immer richtig! Regelmäßig Englisch sprechen, ist in diesem Falle besonders wichtig, weil man da das meiste lernt!
░critter░ am 17. Februar 2008 18:01 Hallo Wuschel55, wenn das so einfach wäre mit dem Umschreiben! Man hat einfach schon ein Problem, wenn einem das passende Wort nicht einfällt, ist leicht bis schwer blockiert und soll nun umschreiben. Da geht nur noch alles kreuz und quer im Kopf umher. Es mag Menschen geben, die das alles ganz locker bewältigen, aber eben leider nicht jeder.
wuschel55 am 18. Februar 2008 17:36 No, für mich ist das leicht, da es sich ja "nur" um Urlaubskonversation handelt. Außerdem, wenns ganz arg hakt, habe ich dann meinen Mann bei mir.

Wie alle anderen sagen : so viel wie möglich sprechen hilft am meisten.
Was mich aber auch unendlich bereichert hat, ist englische und amerikanische Literatur im Original zu lesen. Besonders spannende Sachen - da bleibt man auch dran. Und so ergeben sich immer mehr Worte aus dem Zusammenhang, man darf gar nicht innehalten und jedes Wort gleich nachschlagen, höchstens die, welche immer wieder nerven oder sich einer Annäherung hartnäckig verweigern.

Der passive Wortschatz ist auf jeden Fall viel größer als der aktive. Das kann man nur verbessern, wenn man sehr viel in der fremden Sprache sprechen muß. Also müßtest Du ins Ausland gehen um das zu verbessern!!!

Vielleicht hilft die Software beim englische Vokabeln lernen, unter http://www.fremdsprachen-elearning.de/index.html werden drei verschiedenen e-learning Software Lösungen vorgestellt.
Gute Antwort, genau so einen Kurs besuche ich. Der läuft 3 - 4 Mal im Jahr. Nach jetzt ca. 400 Unterrichtsstunden habe ich das Problem nicht mehr. Bei mir ging es auch nur um das Sprechen, schriftlich hatte ich nie Probleme.
400 Stunden? Klingt ganz schön langwierig ... aber Ihr habt beide recht, Redehemmungen abbauen ist der Anfang des frei Englisch sprechen, aber mit der richtigen Lernmethode muss dass gar nicht so lange dauern ... durch http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/179527,0.html (ganz unten) bin ich auf http://www.fremdsprache.de/de/methode/kosten/cont.php aufmerksam geworden.