Frage von raloo, 111

Warum kann ich nicht vertrauen?

Hallo an alle!

Bei meiner Frage geht es im wesentlichen um die Fähigkeit des Vertrauens in einer Partnerschaft.

Meine Partnerin und ich sind nun seit etwas über einem Jahr zusammen. Wir erleben eine gute Zeit, harmonieren gut, ab und an gibt es den üblichen Stress, aber summa summarum wir lieben einander, da bin ich mir sicher.

Und dennoch, ein Problem habe ich bei mir beobachtet, was es mir manchmal ein bisschen schwer macht. Es fällt mir manchmal schwer, meiner Partnerin zu vertrauen. Ich denke dann, dass sie mich anlügt, dass sie mich hintergeht, dass sie mich nicht wirklich liebt etc. Und dies alles, obwohl sich bisher all meine Vermtungen als falsch herausstellten und es tatsächlich so war, wie sie sagte. Sie hat mir bisher ja noch keinen Grund gegeben, ihr nicht zu vertrauen. Und das finde ich so seltsam. Das Problem liegt dann ja bei mir. Sie verhält sich ganz normal und unbedenklich, und dennoch denke ich immer mal wieder, dass ich ihr nicht vertrauen kann.

Warum nur ist das so? Wie kann ich denn da an mir arbeiten, so dass ich dieses Gefühl los werden kann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 36

Hallo Raloo,

erstmal möchte ich Dir zu Deiner guten Selbsterkenntnis und dem sich logischen anschließenden Schritt, an Dir zu arbeiten, gratulieren :-) Das ist leider keine Selbstverständlichkeit.

Ich kann selbstverständlich keine Ferndiagnose stellen, aber meine Vermutung ist die, dass Du schon mal erlebt hast, dass jemand Dein Vertrauen enttäuscht hat. Diese Erfahrung wurde dann in Dir abgespeichert und schickt immer mal wieder 'Warnsignale', auch wenn dies in dieser Beziehung verstandesgemäß unangemessen ist.

Fällt Dir dazu vielleicht spontan etwas ein? Falls nicht, könnte das z. B. ein in Hypnose ausgebildeter Psychotherapeut eruieren und therapieren.

Alles Liebe und Gute für Dich

Buddhishi

Kommentar von raloo ,

Danke für diese umfangreiche Antwort.

Sie hat mich nochmals zum Nachdenken gebracht.

Etwas, was mich diesbezüglich sicher unbewusst geprägt hat, könnte die plötzliche Trennung meiner Eltern als ich 7 Jahre alt war sein. Ich dachte zwar immer, dass dies keine "bleibenden Schäden" bei mir hinterlassen hat, aber nun, da sich herauskristallisiert, dass ich mit wenig Vertrauen in nahe Mitmenschen und gewissen (wohl grundlosen) Verlustängsten in der Partnerschaft zu kämpfen habe, denke ich, dass sich im Unterbewusstsein etwas eingeschlichen hat.

Ich hoffe sehr, dass ich dies wieder los werden kann.

Danke nochmal für diese Antwort.

Kommentar von Buddhishi ,

Sehr gerne, freut mich, wenn es hilfreich für Dich war :-)

Kommentar von Buddhishi ,

Vielen Dank für Deine Auszeichnung :-) Freut mich, dass meine Antwort hilfreich für Dich war. LG

Antwort
von PurpurSound, 38

Das einzige "vertrauen" das für mich in einer beziehung wirklich zählt:

egal was passiert, seine/ihre liebe zu mir wird nich5 in gefahr sein, und umgekehrt !!

Wenn du dieses selbstverständnis ausstrahlst wird er/sie dir alles anvertrauen können und dich nicht anlügen müssen!

Damit fahre ich sehr gut auch wenn die andere seite sich manchmal etwas mehr "eifersucht" wünschen würde. Qls liebesbeweis?? :-) lg max

Antwort
von Sternschnuppe40, 31

In dem du versuchst ihr zu vertrauen nicht alles hinterfragst . Redet über alles das ist sehr wichtig Dinge aneinander anzuvertrauen .

Antwort
von Dianaartem, 71

Vielleicht projizierst du das ja von dir auf deine Partnerin? 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community