carola111 am 03.12.2008 um 8:41 Uhr
Es wird überall und immer wieder erzählt, dass sich zwei Schneeflocken nie gleichen. Die Kristalle bilden sich immer in sechseckiger Form. Die Zacken ragen also in sechs verschiedenen Richtungen. Die Anordnung passiert zufällig, abhängig von einigen Faktoren wie z.B. Umgebungstemperatur, Luftfeuchte, Größe der Kristalle, usw. Warum kann es denn nicht zufällig geschehen, dass es zwei gleiche Schneeflocken gibt?

Rein theoretisch könnte es natürlich passieren dass es zwei gleiche Schneeflocken gibt - irgendwo auf dieser Welt. Eine in der Antarktis und eine auf dem Mount Everest. Wer mag das wohl jemals heraus finden.
Die Chance ist wahrscheinlich 100000000000 mal geringer als am Tag eines Lottogewinns beim Kacken vom Blitz getroffen zu werden. :-P
Schau dir doch mal eine Schneeflocke mal an. Diese vielen, kleinen Verästelungen und so. Alle in verschiedenen Größen usw. Da gibt es wohl unendlich viele Möglichkeiten der Anordnung der Moleküle...

Da spricht schon alleine die Wahrscheinlichkeit gegen, da die Varianz zu hoch ist. Schon die Größe variiert zwischen Bruchteilen von Millimetern und - nachgewiesenerweise! - 38 cm! ;-)
na ja, aber ich meine es ist und bleibt doch eine wahrscheinlichkeitsaussage. also kann es doch vorkommen das es 2 gleiche schneeflocken gibt, es ist nur eben so unwahrscheinlich, dass es praktisch nicht vorkommt. aber theoretisch denkbar ist es doch. trotzdem erstmal DH.
Quandt am 3. Dezember 2008 14:21 Die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null, diesem Limes zu bestimmen bei 1/annähernd Unendlich erscheint mir unmöglich.
wieso, die genauigkeit mit der man in z.b. mathematica rechnen kann ist fast beliebig, außerdem muss man ihn ja nicht berechnen, es reicht ja zu wissen, dass die gauss-funktion unendlich breit und damit der funktionswert immer verschieden von null ist. es ist eben nur einfach extrem sehr übelst unwahrscheinlich. dünnbrettbohr
Quandt am 3. Dezember 2008 15:11 Hi, Du! Ob diese Unstetigkeitsstelle den Wert 1 aufweist, - na, ich weiss ja nicht. krümelkack ;-)

Wer sollte das beobachten? Die Dinger schmelzen zu schnell, oder liegen dick aufeinander.
Geniesse die weisse Pracht, mit Vorsicht !!!grins...LG
wenn man einzelne Flocken mit einem gut isolierenden Handschuh auffängt, kann man sie eine Weile betrachten evtl. mit Lupe. Aufwendiger wäre, ein Mikroskop bei Minusgraden im Freien(Balkon) aufzustellen. Wenn es sich nach einer Weile abgekühlt hat, kann man noch mehr sehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schnee so richtig was zum Nachdenken
Bild/er:
Gibt es ueberhaupt zwei identische Dinge?
carola111 am 3. Dezember 2008 09:01 Das ist die Frage, ob es das zufällig geben könnte?
auchmama am 3. Dezember 2008 09:01 Gute Frage: DH!!! - Kopfschmerztabletten??? ;-)))
Augenscheinlich gibt es viele identische Sachen,aber unter dem Mikroskop, oder sogar auf molekuarer Ebene kann es keine identischen Sachen geben. Selbst das Elektron kann nicht bei zwei Atomen zur selben Zeit am selben Ort sein. Wirklich identisch koennen nur,subjektive Sachen sein. Oder auch Namen,Worte,Zahlen etc.
carola111 am 3. Dezember 2008 09:47 @Aspirin. Ich muss dir da recht geben, selbst die DNA ist bei Zwillingen unterschiedlich! Mit der Maschine könnten identische Teile hergestellt werden, aber in der Natur wohl kaum. Faszinierend das Ganze.

alle schneeflocken sind verschieden. Und doch haben sie eine gemeinsame grundstruktur, die von der Geometrie des Bauelements, nämlich dem Wassermolekül herrrührt. Ob die Flocke groß ist oder klein, immer hat sie diese 6-seitige symmetrie. Wenn man die blüten der Liliengewächse betrachtet, findet man auch immer wieder eine sechsseitige Sammetrie, obwohl es viele Arten von Lilien gibt. Das Schneeglöckchen gehört auch dazu.

Nein, mich gibt es ja auch nur einmal.
carola111 am 3. Dezember 2008 08:43 Aber du bist komplexer, größer, komplizierter als eine Schneeflocke...
Mariposa68 am 3. Dezember 2008 08:44 Aber ein Induviduum, wie alles was ensteht.
carola111 am 3. Dezember 2008 08:48 Wie ist das mit Zwillinge? auch unter Tieren in tausenden Jahren nur einmal vorhanden? ok, das sind Lebewesen, die Schneeflocke hat aber kein selbständiges Leben, kann sich nicht selbst entwickeln.
Zwillinge sind ja auch nie identisch! Schon alleine die Fingerabdrücke sind nicht gleich

Die Schneeflocken sind alle gleich! Warum nicht?
Kristall08 am 3. Dezember 2008 08:47 Sind sie nicht. In der Schule nicht aufgepasst? ;-)
hättest du mal vor ein paar Tagen Winni Poh und seine freunde mit diesem komischen Schnüfflerhaus gesehen wüsstest du dass es nicht geht das haben die schön für Kinder erklärt ;-)
Danke für deine amüsante Antwort. :-)
Wußte gar nicht daß die Flocken solche Individuen sind. Aus der Distanz sehen die alle gleich aus.
schöne atwort, DH! aber die anordnung der atome ist immer gleich und hängt nur von druck und temp. ab. es gibt nämlich einige verschiedene "eise", will heißen modifikationen, nicht geschmacksrichtungen ;-).
Ich schrieb ja auch von Molekülen! Di Atome innerhalb der Moleküle sind immer gleich, aber die Anordnung der Moleküle zueinander hängt nun wiederum von den Entstehungsbedingungen des Eis-/Schneekristalls ab. (Temperatur-/Druckverhältnisse - andere, störende Molkeüle im Gitter - ...)
;-)
durch die Anordnung der Atome bilden sich Kristallgitter. Kristallgitter können Fehlstellen haben und alle möglichen anderen Unterbrechungen des zunächst regelmäßigen Kristallgitters. Daher kommen die vielen Variationsmöglichkeiten
Die Anordnung der Atome bestimmt die Form des Moleküls, das wiederum auch die Form des Kristallgitters und damit des Idelkristalles vorgibt.
Da aber ein Kristall nie ungestört wachsen kann (Druck- und Temperaturschwankungen, Fremdmoleküle usw.) wird es nie ein Idealkristall werden.
Selbst künstlich hergestellte Kristalle haben nie die Idealform oder sehen vollkommen gleich aus. Rein optisch mit dem Auge vielleicht, aber wenn man näher ran oder mehr in den mikroskopischen Bereich geht sieht man doch ziemliche Unterschiede.
So ist es auch beim Eiskristall, der aus vielen Molkekülen, bestehend aus 2 Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom, zusammengesetzt ist. Druck und Temperaturunterschiede im kleinsten Ausmaß zwingen die Molkeüle dazu sich anders anzuordnen. Fremdatome und Moleküle die sich dort noch mit einschleichen tun ihr zusätzliches. :-P
@wenne: Kompliment!