Frage von nhevigrande, 113

Warum kann ein 1km flächiger Komet die erde die 510.100.000 km² zerstören?

Immer wenn man vom Ende der welt spricht hört man auch immer was von kometeneinschlag und dabei ist der komet immer eine fläche von bloß 1km 😳? Wie zum teufel soll den ein 1 kilometer flächiger komet unsere risige erde zerstören?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von marcussummer, 72

Die Erde würde nach dem Aufprall sicher fortbestehen. Aber die enorme Aufprallwucht würde massivste Klimaveränderungen nach sich ziehen, welche den Fortbestand diverser Tier- und Pflanzenarten existenziell bedrohen würde. Angesichts der Komplexität der natürlichen Zusammenhänge würde es zu einer Kettenreaktion in der Nahrungskette kommen, an deren Ende auch der Mensch gefährdet wäre. Von den Flutwellen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen mal abgesehen.

Antwort
von ThomasJNewton, 20

Stell dir doch mal 2 Fragen:

  1. Was ist Temperatur?
  2. Was ist Geschwindigkeit?

Die Temperatur ist die durchschnittliche kinetische Energie der Teilchen in einem System.
Und die Geschwindigkeit der Teilchen im System Erdoberfläche/Meere/Luft ist nicht ganz zufällig in der Größenordnung der Schallgeschwindigkeit in der Luft.
Für einen Asteroiden oder Komenten in Erdnähe dürfte das nicht viel anders sein.

Die Geschwindigkeit ist vördergründig ganz was anderes, sie beschreibt die Entwicklung des Abstands zwischen 2 unabhängigen Systemen, also zwischen Erde auf der einen und Asteroid/Komet auf der anderen Seite.

Irgendwann sind die Systeme aber nicht mehr unabhängig voneinander zu betrachten, ab dem Moment des Einschlags nämlich.
Wenn da ein Asteroid mit 100facher Schallgeschwindigkeit den Erdboden trifft, behalten die Teilchen erst man ihre Geschwindigkeit. Und die ist dann im Schnitt 50mal die Schallgeschwindigkeit, egal ob du ein System als ruhend betrachtest oder nicht.

OK, jetzt kommt Physik, und ich bin denkfaul, aber ich gehe mal davon aus, dass eine 50fache Durchschnittsgeschwindigkeit eine 50*50=2500 fache kinetische Energie bedeutet, also ca. 2500*300 K, gleich 750.000 K.

So etliche hunderttausend Tonnen Material mit etlichen hunderttausend Grad sollten doch ausreichen, etlichen hundertmillionen Menschen den Tag zu verderben.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Antwort
von PieOPah, 33

Wie kann eine kleine Pistolenkugel große Löcher schlagen? Genau: die Geschwindigkeit.

So ein "kleiner" Brocken kommt mit ordentlich Bums angeflogen. Der Planet überlebt es zwar, aber nicht die Menschen.

Antwort
von VortexDani, 29

Also, für alle möglichen Szenarien eignet sich die Maske des Earth Impact Programs, vom Imperial College London, und der Purdue University (aber auf englisch) man kann alle möglichen Parameter und Attribute eingeben - am besten du gibst alle Möglichkeiten mit der 1Km Größe als einzig festem Parameter ein du siehst, dass die Auswirkungen stark differenzieren können - z.B. ist bei den maximalen parametern für die Schäden ein Erdbeben mit 8.9 Richter Skala 1000Km entfernt noch vorhanden

http://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEffects/

Antwort
von 1ueberfragter1, 75

Die Erde zerstören kann er definitiv nicht. Es geht eher um die Bewohnbarkeit aufgrund von Staub in der Atmosphäre, welche den Strahlundshaushalt beeinflussen würde

Antwort
von bartman76, 35

Hast du schon mal eine Nadel in einen Luftballon gestochen? Es ist keine Frage der Fläche, sondern die der Energie.

Kommentar von nhevigrande ,

So habe ich noch nie über die sache nachgedacht! Guter denkstoss

Antwort
von dompfeifer, 33

Du kannst auch mit einem Kleinkaliber-Geschoß ein weitaus größeres Straußenei oder eine Kokosnuss zerschießen. Danach sieht das Straußenei oder die Kokusnuss anders aus als vorher. Nach einem entsprechenden Kometeneinschlag wäre die Erde derart verformt, dass wohl alle Voraussetzungen für ein höheres Leben beseitigt wären.

Kommentar von VortexDani ,

Was meinst du mit entsprechend? 1 km Impaktor? Quatsch.

 Größter nachgewiesener Impakt war der Vredefort in Südafrika.

Vermutlich ein Asteroid mit 10 km Durchmesser vor etwa 2 Mrd. Jahren, nach der Datierung mit Zirkonkristallen etwa vor 2023 Millionen Jahren mit einer Abweichung von 5 Jahren - der durch Satelliten und Bodenmessungen nachgewiesene Krater hatte eine Länge von bis zu 320 km und eine Breite von 180 km mit mehreren Ringen.

 Das Ursprungsloch in der Erdkruste hatte eine Tiefe von 40 km und 100 km Durchmesser, welcher aber relativ schnell eingestürzt ist und bei solch tiefen Kratern schiebt sich allgemein die Lithosphäre bzw bei dünnerer Lithosphäre auch die Asthenosphäre nach oben und lässt nach einiger Zeit nur einen kleinen Anteil der Ursprungstiefe übrig nach dem primären Einsturz müsste hierbei ein etwa 10 km tiefer Krater resultiert sein, der bis heute durch Erosion und Tektonik wesentlich verschwunden ist, von den Ringen ist nur noch der Vredefort-Ring mit etwa 50 km Durchmesser im Nordwesten des Kraters vorhanden.

Das Massensterben an der Kreide-Paläogen-Grenze durch den Impakt der den Chicxulub Krater im Yucatán wurde nicht maßgeblich durch seismische Auswirkungen des 10-12 km großen Asteroiden der mit 20-40 km/s in etwa 45° einschlug hervorgerufen, sondern durch klimatische Faktoren. Solche Impakte wirken sich schon auf den Geoid aus, das Schwerefeld und die Rotation und Bahn werden leicht beeinflusst, aber kaum die Form - das Szenario, dass du hier beschreibst, die Verformung der Erde, erfordert einen wesentlich größeren Impaktor.

Das Programm des earth impact program kann ausrechnen welche Auswirkungen welche Impakte haben, mit allerlei variabel einstellbaren Parametern: http://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEffects/

Kommentar von VortexDani ,

pardon, wegen der vielen grammatikalischen und orthographischen Fehler, ich war in Eile :(

Antwort
von Akecheta, 60

Wo hast denn den Unsinn her? Für die Erde an sich ist das nur ein Mückenstich. Für die Flora und Fauna aber kann es verheerend sein, da der Staub der sich dann in der Atmospähre niedersetzt, die Erde wochenlang verdunkelt und dadurch die Pflanzen eingehen und damit wiederrum die Nahrung für Pflanzenfresser und damit wieder die Nahrung für Fleischfresser; natürlich auch für Mensch.

Bei 1 Km Komet oder Meteorit dürftest ca. 1.000Km weg vom Einschlagsort save sein.


Kommentar von VortexDani ,

au dem Earth Impact Effects Program: 

unter < 15 km/s gibt es wenig Verdampfung, keinen Feuerball und damit keinen Schaden durch thermische Strahlung;

auf Kontinenten müsste man safe sein, bei einem 1 Km Eisenkörper mit 8000 kg/m³ mit 11 Km/s (Mindesteintrittgeschwindigkeit der Erde)

durchschnittlich 17 km/s für Asteroiden und 51 km/s für Kometen, Maximal 72 km/s ) 

und bei selbigem in einem 45° Aufschlag in 2500 kg/m³ Sediment resultiert 1000 Km entfernt nach 50 Minuten und 30 Sekunden der Luftstoß mit 13.5m/s Windgeschwindigkeit und 68.5dB ...

nach 8,24 Minuten wird der Auswurf die Position erreichen, Feinstaub mit ab und zu größeren Fragmenten; 

an der Position:

Durchschnittliche Auswurfdecke: 192 Mikrometer
Durchschnittlicher Fragmentdurchmesser: 242 Mikrometer

es hängt von der Zusammensetzung des Körpers ab, der Größe und wie er sich zur Erdoberfläche verhält, ob er sich aufteilt, Explosion in der Atmosphäre und Geschwindigkeit+Eintrittswinkel und v.a. der Beschaffenheit des Auftrittsortes - auf dem Meer vielfach größere Reichweite stärkerer Zerstörung

 http://impact.ese.ic.ac.uk/ImpactEffects/

Antwort
von shanhujumalapa, 52

die masse steigt mit der Geschwindigkeit von daher gibts n fettes loch und der staub hält sich halt dann mal n paar tage über die komplette erde

Antwort
von Stkuber, 46

Weil der Wellen auslöst etc.

Und wenn der halbe Planet zerstört ist, würde ich dies auch als "Weltuntergang" bezeichnet.

Aber wann hat man denn in den letzten Jahren von einem Weltuntergang geredet, abgesehen von politischen und wirtschaftlichen Faktoren

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