Warum kann die Zunahme der sozialen Ungerechtigkeit nicht aufgehalten werden?
Ich habe gerade gelesen, dass in den USA 1% der Bevölkerung 40% des Gesamtvermögens besitz, dahingegen besitzen die ärmsten 80 % nur12% des Gesamtvermögens. Tendenz steigend bzw fallend, teilweiseum bis zu 4% pro Jahr. Wieso vollzieht sich diese Entwicklung? Die Majorität ist doch negativ betroffen, d.h die politische Mehrheit. Meine Vermutung wäre, und ich meine ich habe das auch schonmal gehört, dass die Regierungen zunehmend an Macht verlieren, also nichts daran ändern können und die Märkte an Macht gewinnen? Kennt jemand Prognosen wie das weitergehen wird? Es kann ja nicht ewig so weiter gehen und um ehrlich zu sein habe ich Angst davor, wie dieser Schluss aussehen wird.
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Da musst du nicht nach USA schauen. Ist bei uns schon ähnlich. Die " Mittelschicht die es noch vor 20 Jahren gab ist fast weg. Viele Reiche und viele Arme. Der Otto-Normalverdiener der einmal im Leben ein Haus baut und eine Familie gründet gibt es fast nicht mehr. Deswegen hauen sie auch ständig das Rentenalter nach oben. Meine Prognose: Wer selbst nichts macht, damit meine ich irgendwie Geld auf die Seite schaffen, der lebt später am Existenzminimum.Wie das gehen soll weiß ich auch nicht, aber vielleicht helfen uns dann die Griechen nachdem wir sie saniert haben.
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Die Zunahme der Ungerechtigkeit, kann gestoppt werden und sogar umgekehrt werden. Aber dafür müssten die Bürger verstehen, das echte Demokratie, vom Mitmachen; lebt. Da aber die jetzt "Gewählten" eher für den Kapitalismus stehen und soziale Handlungen unterbinden, ja sogar Hass in der Gesellschaft schüren; herrscht Vereinzelung. Schon ein späterer römischer Cesar, sagte; teile und herrsche. So Lange dieses Prinzip herrscht, hat soziales Handeln; keine Chance.
Ausserdem, befinden wir uns im Krieg, z.B. mit Afghanistan. Im Krieg, werden Menschenrechte zurück geschraubt, damit die Waffenherrsteller, schön Waffen verkaufen können. Die Gesetze sorgen nur mehr dafür, das Reiche, reicher werden und Arme, werden ausgeplündert.
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Das ist nicht nur in den Vereinigten Staaten so, sondern ähnliche Verhältnisse gibt es auch in Deutschland. Aber warum machst du dir Sorgen? Das war schon immer so und das wird immer so bleiben. Früher waren es die Könige und Fürsten, denen die Reichtümer des Landes gehörten und heute sind es eben Unternehmensmanager.
Kommentar von hell11hell11 09.06.2011und warum bist du kein Moneymaker, warum gehörst du nicht zu den Fleißigen
Kommentar von kosy3kosy3 09.06.2011Das ist doch eine Unterstellung und keine Frage.
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In Deutschland ist der allgemeine Zustand leider schon sehr ähnlich dem in den USA. Ausserdem geht weiter zunehmend der Profit in Unternehmensgewinnen und Exportüberschüssen an der Bevölkerung vorbei und verbleibt in den wenigen, gierigen Händen der plutokratisch un d völlig undemokratisch organisierten Minderheiten, der Besitzer an Prodktionsmitteln. In Deutschland gibt es derzeit schon 835 Familien, die ein Vermögen von jeweils mehr als 100 Mio EUR auf sich vereinigen.
Die hierzulande gemachten Gewinne und der Profit der wenigen wird zudem dadurch erzielt, das diese Gewinne aus produktivem Fortschritt auf Kosten der Löhne und Gehälter der dieser Zwangswirtschaft unterworfenen und darin arbeitenden Bevölkerung gezogen wird. Dem Gewinn aus gesteigerter Produktivität steht eine abfallende Kurve der entsprechenden, darin erzielten Löhne und Gehälter gegenüber. Prekarisierung schreite voran, real sind über 6. MIo Menschen bei uns "arbeitslos" und neue Jobs gibt es verstärkt im Niedriglohn- oder Leiharbeitsbereich in dem Menschen bisweilen für 1/3 der üblichen Tariflöhne arbeiten müssen und das in einem der reichsten Länder der Welt.
Immer weniger Menschen werden immer vermögender und dies auch, weil die Zinsen und Gewinne bei hohem Vermögenseinsatz beständig ansteigen (wenn nichts verspekuliert wurde) Und da alle anderen Menschen in diesen Sog der ausbeutenden Verwertungswirtschaft geraten sind und keinen Halt mehr kennen und ihrerseits ebenso massiv auszubeuten, auch im Kleinen gelernt haben, beschleunigt sich diese Spirale immer weiter. Selbst in kleinen Gewerbebetrieben ,Gastronomie etc, wird einseitiger Gewinn aus der Ausbeutung der oft unterbezahlt, auch kostenlose Mehrarbeit leistenden Beschäftigten gezogen und diese teilweise grob erpresst.
Der "Club of Rome" hat schon in den 1970er Jahre in einer umfangreichen Studie zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Welt entsprechend nachgewiesen, das der sogn. Westen allein mit 20% der Weltbevölkerung schon damals 80% der weltweiten Ressourcen nur für seinen Profit und zu seinem Gewinn benützt und ausbeutet.
Wie soll der Rest der Welt denn prosperieren und ein gesundes Wachstum vollziehen, wenn alle notwendigen Ressourcen abgegriffen und in einer Überproduktion der Wegwerfartikel, vom Automobil bis zu anderen Elektroartikeln und sonstigem hier benützt und überführt wird? Wir befinden uns in einem massiven und übermächtig angewachsenen, beschleunigten, progressiven Ausbeutungsprozess, der sämtliche Ressourcen, auch die die Vitalressourcen der Lebewesen darin, vernützt und dadurch die Lebensräume aller Lebenwesen verschmutzt, vergeudet, beschädigt und zerstört.
Das derzeitige "Wirtschaftswachstum" ist zu großen Teilen auf der einseitige Vergeudung der fossilen Reserven an Erdöl und Erdgas und anderer, seltener Rohstoffe aufgebaut und darin wird weiter ein enormer Verschleiß und ein zerstörerisches Wachstum begründet. Nur ist mittlerweile der "Peak Oil" erreicht, was bedeutet das nicht noch mehr Erdöl weiterhin zur Befeuerung dieses immer noch exponentiell, ständig anwachsenden, verschwenderischen Lebensstils der MInderheit der daran ausgerichteten Menschheit im Westen möglich sein wird.
Falls weiter global plan und ziellos vergeudet und ebenso wild behauptet wird, das sich diese durch einseitige, zersetzende Industrialisierung verursachten Schäden, nur durch noch mehr beschleunigtes Wachstum und Technisierung etwa beheben lassen, sind bald die meisten Ressorcen ausgebeutet und verschwendet und danach wird ein gewaltiges Steben der jeweiligen ausgehungerten Mesnchen und Lebewesen beginnen.
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Die erste Frage ist: Was ist soziale Ungerechtigkeit. Es ist üblich geworden, dies nur an der Verteilung festzumachen, nicht am Beitrag oder der Erstellung. Wenn man auf die Klassiker der Wirtschaftslehre zurückgeht, z.B. auf Adam Smith, dann sprachen die nicht von sozialer Gerechtigkeit, sondern sie sprachen von Wohlstand der Nation.
Denn die Sache ist, eine Nation ohne Wohlstand mit 'gleicher Verteilung' ist eine Gesellschaft mit gleich verteilter Armut - ist das erstrebenswert? Wenn eine Gesellschaft die Kreativen und Produktiven motiviert, Wohlstand zu erhöhen, dann haben alle mehr, wenige mehr als alle. Als Gesellschaft ist letzteres erstrebenswerter, denn trotz ungleicher Verteilung geht es in dieser Gesellschaft allen besser.
Aus Sicht einer Gesellschaft ergeben sich zwei Forderungen:
1) Eine Gesellschaft sollte die honorieren und motivieren, die Wohlstand schaffen.
2) Eine Gesellschaft sollte allen immer die gleiche Chance und Motivation geben, ihre Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft auszubilden und anzuwenden.
Gelingt das, wird der Wohlstand der Gesellschaft als ganzer steigen. Der Wohlstand aller, die am Wohl aller aktiv mitwirken, wird steigen, wenn auch unterschiedlich. Es wird in einer Gesellschaft immer Menschen geben, die ihr Leben warum auch immer nicht meistern können. Eine soziale Gesellschaft wird ihre Lebensgrundlage sichern aber immer darauf achten, dass der letzte, der zum Wohl der Gesellschaft beiträgt nicht schlechter gestellt ist wie derjenige, der sozial abgesichert wird. Eine Gesellschaft wird darauf achten, dass die Kinder unabhängig von der sozialen Stellung der Eltern, Möglichkeiten bekommen, ihre Begabung zu nutzen. Hier ist ein Konflikt mit dem Recht von Eltern zu lösen. Es würde im härtesten Fall bedeuten, dass man unfähigen Eltern die Kinder zum Wohl der Kinder wegnehmen müsste, doch das ist eine schwierige Entscheidung. Gundlage dieses Gesellschaftsmodells ist das Menschenbild, dass Menschen unterschiedliche Begabungen und Einsatzfreude haben und unterschiedlich zum Wohl aller beitragen. Über längere Zeit wird sich zwar eine sozial schiefe Gesellschaft herausbilden, die sich jedoch von Generation zu Gerneration umschichtet, wenn die Gesellschaft es hinbekommt, Kinder ohne Ansehen der sozialen Grundlagen zu fördern. Die 'Armen' dieser Gesellschaft werden aber immer reicher sein als 'Arme' in Gesellschaften, in denen das Gesamtwohl nicht das Ziel ist.
Die Marxche Theorie und alle 'linken' Nachfolgetheorien gehen von einem anderen Menschenbild aus. Sie postulieren, dass alle Menschen gleich begabt, gleich engagiert und gleich fähig sind. Dazu sollte jeder seine eigenen Erfahrungen abfragen, ob er das z.B. aus der Schule so bestätigt findet. Der Versuch in den sozialistischen Ländern mit dieser Prämisse größeren Reichtum zu schaffen als in kapitalistischen Ländern, ist klärglich gescheitert. Im Gegenteil: Nach dem Ende der Sowjetunion kann ein extremer Verfall der Gesellschaft in extrem arm und extrem reich festgestellt werden. Während der größte Teil der ehemaligen Volkseigentumsbesitzer bitterarm sind, ist Russland das Land, in dem die Millionäre am schnellsten zunehmen, danach folgt China. D.h. unter der Decke einer Scheingleichheit haben sich einige sehr wohl bessere Startlöcher für das absehbare Ende des Sozialismus und der Ideologie von der großen Gleichheit gegraben. Und nicht selten haben sie sich als Parteifunktionäre getarnt, die am morgen noch sozialistische Sprüche der Gleichheit ertönen ließen und am Abend bereits nachgezählt haben, was sie sich alles an Land ziehen konnten.
Ich bin für das zuerst beschriebene Gesellschaftsmodell und das Ziel des größten Wohlstands für alle. Ob unsere Politiker es schaffen, alle damit verbundenen Anforderungen und Probleme gut zu lösen, wird auch davon abhängen, welche Politiker wir wählen. Es ist kein guter Zustand, dass sich Leute über die Unfähigkeit von Politikern beschweren, die nicht mal wissen, wer z.Zt. Gesundheitsminister ist. Sprich: Ein unfähiges Volk hat unfähige Politiker und nur die reine Sehnsucht nach Gerechtigkeit reicht nicht aus, etwas Ordentliches gesellschaftlich zu organisieren.
Kommentar von SajonaraSajonara 09.06.2011"eine Gesellschaft sollte die honorieren, die Wohlstand schaffen" als wenn das bei uns nicht im Übermass geschieht und besonders dieser sogn. Wohlstand unter nut unter denen aufgetielt wird, die ihn auf dem Rücken und in forgesetzter Ausbeutung der anderen, unfrei Gehaltenen erzielen, ..
Unser Wohlstand muss nicht steigen, um Menschen-würdig zu über-leben!
Dieser Planet ist nicht der unwirtliche Mars, der keinen Raum und keine Lebensgrundlage für darin vorkommenden Lebewesen anbieten würde: Es sind die Menschen, welche diesen Lebensraum in ausufernder Reproduktion und industrieller Zerstörungs-gewalt und Wut beschädigen und ausrauben.
Hundert Tausende von Jahren war es möglich, angemessen und Menschen würdig auf diesem Planeten, in diesem schön gestalteten Lebensraum zu überleben, es ist nicht die einseitige, industriell ausgerichtete sogn. Zivilisation, die erst die notwendige Lebensgrundlage und Möglichkeiten geschaffen hat, auf diesem Planeten zu leben und zu überleben. Diese Zivilisation ist eher ein Hinderungsgrund und eine Hürde für Menschen geworden, um ein würdiges Leben zu führen und zu erleben.
Kommentar von berkersheimberkersheim 09.06.2011Tja, die Moralisten haben einmal ein Problem mit den 'bösen Menschen', die in Deutschland Bananen essen wollen und an Weihnachen Erdbeeren. An die Wand mit ihnen. Nur, wie schaffen es 10 übrig gebliebene Heilige nahezu 80 Millionen Leichen zu verbuddeln?
Zum Zweiten haben die Moralisten ein Problem mit der Geschichte. Sie verklären sie. In früher Zeit haben Säbelzahntiger und anderes Getier dafür gesorgt, dass Menschen nicht überhand nahmen. Sie hatten eine extreme Kindersterblichkeit und wurden im Schnitt nicht älter als 30 Jahre. Ihr Lebensraum war nicht schön gestaltet sondern ihr Feind. Noch Hans Sachs, der Dichterpoet und Zeitgenosse von Albrecht Dürer hat alle seine 7 Kinder überlebt. Was für ein Vaterglück.
Ach, und das mit der Ausbeutung. Was ein Glück, dass hier alles so schön anonym ist. Da muss man nicht zeigen, wie viel man bis jetzt in die Sozialkassen für andere miteingezahlt hat, bevor man sich in moralische Höhen schwingt. Darum nur eine Warnung an alle noch nicht berufstätigen Moralisten: Moralische Forderungen stellen ist leicht. Für 100 % arbeiten und davon mehr als 60% seines Einkommens abgeben ist schwer.
Kommentar von zusammenprall1zusammenprall1 09.06.2011@Berkersheim Peter Singer hat doch ein gutes Modell zu diesem Thema aufgestellt wenn mich nicht alles täuscht, nachdem man einen bestimmten Prozentsatz seines Vermögens spenden sollte. Ich war auch ganz dafür bis ich mich etwas näher mit der Vermögensverteilung auseinandergesetzt habe. Ich will nicht, dass alle Menschen gleich viel besitzen ich glaube das wäre sogar eine schreckliche Vorstellung aber anstatt sozialleistungen zu kürzen sollte man (wie es in Schweden doch schon teilweise gemacht wird) Konsum und Vermögen besteuern, nur daran trauen sich Politiker nicht, mich würde interessieren warum. Es ist ja Vielmehr so dass die Reichsten Menschen am wenigsten zahlen müssen.
Kommentar von zusammenprall1zusammenprall1 09.06.2011''Hundert Tausende von Jahren war es möglich, angemessen und Menschen würdig auf diesem Planeten, in diesem schön gestalteten Lebensraum zu überleben'' da betrug die Lebenserwartung aber nichtmal 40 Jahre und die Jahre die man lebte verbrachte man mit Würmern im Darm oder anderen schmerzhaften Krankheiten, wie Sumpfleichen bezeugen. Auserdem bestand eine 60% Wahrscheinlichkeit ermordet zu werden, da es keine Regierung gab die das überflüssig gemacht hätte. Also ich denke Rückschritt ist keine Option aber so wie es momentan läuft wird der Kasten wohl auch gegen die Wand fahren, der Wohlstand ist erkauft durch ausbeutung dritter, denke ich zumindest.
Kommentar von berkersheimberkersheim 09.06.2011Zunächst geht es darum, vorhandene System zu vergleichen. Und da sind wir, bei aller Kritik, immer noch unter den besten. Das schließt nicht Kritik und Verbesserungsverlangen aus, wenn dabei nicht das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird. Das mit der Ausbeutung ist eine komplizierte Sache, weil wir irgendwie alle mit dringhängen, nur die meisten wisse es nicht mal. Mit der Gier, alles immer noch billiger zu bekommen, treiben wir qualifizierte Arbeit aus dem Land. Und wer bei KIK z.B. kauft, ahnt meist nicht, dass er z.B. Kinderarbeit in Pakistan unterstützt. Die meisten interessiert es doch gar nicht, Hauptsache, der Ramsch ist billig. Und wer Musik klaut, beklaut nicht nur die Konzerne, er beklaut auch die Künstler. Weil die Leute so sind wie sie sind und urplötzlich Erdbeeren an Weihnachten wollen, und Geld bei einer ihnen total unbekannten Bank in Island anlegen, nur weil es da doppelt soviel Zinsen gibt wie bei der Sparkasse (schon das sollte verdächtig sein!), wird es kein perfektes System geben, weil es keine perfekten Menschen gibt.
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Heutzutage haben Staaten sehr wenig Mittel and der Hand um eine gerechte Umverteilung von oben nach unten zu steuern. Ein Grund dafür ist die globale Mobilität des Kapitals. Wenn man etwa die Supereichen besteuern wollte, könnten sie ihr Vermögen einfach wo anders hin transferieren und sei es nur die Schweiz. Stattdessen hat man in den letzten 20 Jahren eine Umverteilung von der Mitte nach Unten gemacht, so dass die Mittelschicht unter den Belastungen langsam aufgerieben wird. Den sozialen Frieden versucht man durch viele Tricks zu halten, sei es durch eine höhere Verschuldung die nur die nachfolgenden Generationen belastet oder durch andere Scharmützel wie die neulich wieder ausgebrochene Integrationsdebatte. In den USA hatte man zusätzlich noch die Angst vor dem Terror den man instrumentalisieren konnte um die Armen bei der Stange zu halten.
Was die politische Majorität angeht ändert das nicht viel. Immerhin haben 14,6% 2009 die FDP gewählt, eine Partei die selbst mitten in der Finanzkrise gegen stärkere Bankenregulierung argumentiert hat. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen das 14,6% der Wähler bei dieser Wahl Bankmanager waren. Diese Entwicklung wird sich auch ohne weiteres fortsetzen da Gier ja heutzutage salonfähig geworden ist. Und wenn das Fass zum überlaufen voll ist findet sich bestimmt eine Bevölkerungsgruppe die man zum Sündenbock machen kann. Heute würde ich sagen liegen dabei die Muslime ganz vorn im Rennen aber das kann sich nächstes Jahr ja noch ändern.
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In D ist es genauso und die Regierungen vetreten die Interessen dieser Clique.Auch in D,egal ob CDU/CSU und FDP oder SPD/Grüne.Eigentlich alles ein und dassselbe Gesindel.http://www.youtube.com/watch?v=qz2Xt3NAPQU (5.42 min,anschaulich erklärt)
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Antwort von giggakalli 12.06.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Alles eine Frage des Willens - die weitere Entwicklung wird in einer Demokratie so nicht ewig funktionieren.
Das augenblickliche Problem der Überschuldung hat ja gerade in der Problematik der Ungleichverteilung seine Ursache;an der Basis fehlt es an Einkommen zur Nachfragefinanzierung,wodurch die Nachfrage zwangsläufig "auf Pump" finanziert werden muß.
was früher die Arbeitseinkommen von millionen von Konsumenten waren,sind heute die Kapitalerträge der genannten 1%.
daher wird die Entwicklung zurück in mittelalterliche Strukturen kaum ewig so weitergehen können;das System frisst seine Kunden.
... und früher oder später wird man wohl die Kapitalerträge sozialisieren (zunächst hoch besteuern und mit Sozialabgaben versehen, dann über eine Deckelung der Erbschaftsmasse),damit die Kapitalerträge nicht mehr über den Weg des Kredits nachfragewirksam werden,sondern über den Weg eines durch die Kapitalerträge finanzierten, bedingungslosen Grundeinkommens nachfragewirksam wird.
dann kämen wir auch weg von der Eigentumsgesellschaft - und hin zu einer Leistungsgesellschaft.
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Viele qualitative Antworten hast Du ja schon bekommen; wenn Dich das Thema auch quantitativ näher interessiert, dann empehle ich Dir den Link hier: http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/meudalismus.htm
Viel Spaß beim Gruseln!
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ich halte diesen prozess fuer so gut wie irreversible.
die banken haben die weichen gestellt, die politiker die gesetze abgesegnet..
diesen zustand kann ich schlecht in einen aufsatz packen! ich empfehle allen diesen wichtigen film, reportage anzusehen.da ist alles wunderbar erklaert!
der film heist "LET'S MAKE MONEY"
der regisseur , oesterreicher , heistERICH WAGENHOFER
den gibt es auch in teilen auf youtube!der film ist auf deutsch , teilweise english.er hat sehr beeindruckt!lief vor einiger zeit um 23:00 im ersten!
schade, dass er nicht taeglich gezeigt wird!b.
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Da ist keiner daran interessiert. Wer denn auch? Nicht mal die Kirche. Dann hätten sie ja nichts mehr zu predigen. Es macht sich doch schön von Armut und den Folgeerscheinungen zu quaken. Das zieht doch immer. Die Gerechtigkeit kommt erst im Himmel. Ist doch gut. Viele glauben daran und gehen deshald in die Kirche, um neue Varianten zu hören, wie schön das Leben im Himmel ist und Gottes Gnade. Die Politiker aller Colleur leben doch auch davon, so amüsieren sich die Leute aus der FDP über die römischen Eskapaden. Hauptsache sie haben ihre Taschen voll ohne Ende. Sollen doch erstmal hingucken und analysieren aus welcher Ecke sie selbst kommen, z. B. MonChiChi Rößler. Da haben sie so viel zu tun. Sie wollen keine Verbesserung der sozialen Lage der Menschen, sie wollen nur ihre Kröpfe füllen. Die anderen Parteien sind auch nicht daran interessiert, soziale Verbesserungen durchzuführen. Eher machen sie sich lustig über die schlimmen Verhältnisse der armen Menschen in Deutschland! Und die Linken - was kann man da erwarten? N i c h t s ! Siehe Ernst, er fährt einen Sozial-Porsche und besitzt Immobilien ohne Ende. Der macht nichts für die Armen, eher das Gegenteil. Die Lötzsch will Kommunismus und quakt und quakt darüber bis Gysi ihr das "Maul" darüber verboten hat. Jetzt beschäftigt sie sich mit lächerlichen Dingen von Freiheit und Demokratie. So ein Gewäsch macht die Armen und Alten auch nicht satt. Keiner macht was! Sie quatschen und quatschen und feiern nur Papiersiege, nichts anderes. Den ganzen Tag EHEC- Geprassel, was soll das? Die vom Robert- Koch- Institut hätte ich schon längst zum Teufel gejagt mit ihrem Gequake dazu. Und Atomkraftwerke stilllegen - was für ein Geprassel? Was machen die Franzosen? Die Tschechen? Die Schweden? Die lachen sich alle krank über Germany. Das sind ihre Themen, aber nicht die soziale Lage. Hartz IV - Gequake im allerlächerlichsten Sinne von der hübschen Ursula!
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Hallo, Joebarke!
Das war schon im antiken Griechenland so und wird sich auch prinzipiell nie ändern, weil es sich bei dem Gegensatz um ein archetypisches Prinzip handelt. Es ist der ständige Gegensatz von Konzentration und Dekonzentration, den es auch schon in der Biologie bei den Zellstrukturen gibt. Siehe dazu folgenden Essay, der das näher erörtert:
http://ouroboros-forum.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5...:konzentration-und-dekonzentration&catid=42:thema-kultur&Itemid=72
In der Wirtschaft stellt sich das als Konzentration von Geld und Macht dar, ohne die eine vertikale Gesellschaft gar nicht existieren kann, die aber auch für den Einzelnen ein hohes Suchtpotential hat: wer schon hat, will immer mehr. Außerdem wirken auch massenpsychologische Faktoren mit, die vielleicht das merkwürdige Phänomen erklären, warum selbst bei uns die Linkspartei nicht über die 10%-Hürde kommt.
Kommentar von SajonaraSajonara 09.06.2011Die Linkspartei ist ein weichspülender SPD-Ableger der nicht/kaum die Interessen der Bedürftigen und wirklich Ausgegrenzten vertritt, das ist einer der Gründe, wirkliche soziale verändernde Gegen-Politik wäre weitaus linker und freiheitlich-demokratischer anzusetzen, als in diesem Haufen von ebenso faktisch etablierten und gesättigten Real Politikern, ..
Kommentar von helisua66helisua66 09.06.2011Da haben wir einen der Gründe. Die können sich unter sich nicht einigen. Mit deiner Einstellung würdest du allerdings sämliche Wähler abschrecken.
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weil wir weitermachen mit einem zutiefst maroden geld - und wirtschaftssystem
gier / profit-denken
kein teilen
ausbeutung
besser sein statt teamarbeit
lies mal s.gesell: natürliche wirtschaftsordnung online: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/
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Wer sagt das denn???
Das Zunehmen sozialer Ungerechtigkeiten ist eien Folge des Kapitalismus - der führt sich irgendwann genauso ad absurdum, wie der real existierende Sozialismus, den man wohl eher als Staatskapitalismus bezeichnen kann.
Wenn man in der Gesellschaft was ändern will, muss man sich dafür engagieren - man muss nur wissen, wie...
Falschen Denkweisen kann man aber nur bessere Gedankengänge entgegensetzen.
Ideologische Gegner zu vernichten, bringt keinen Fortschritt, denn damit ist ihre Geisteshaltung noch nicht widerlegt.
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DER KAPITALIST, kann am Tag auch nicht mehr als ein Kilo Lebensmittel verzehren, allerdings eher Steaks als Sülze. Der Kapitalist schafft in der Regel 12 bis 15 Stunden und er wäre kein Kapitalist, wenn er nicht seine Einnahmen, sein Kapital wieder in neue Fabriken, in neue Arbeitsplätze investieren würde, ein Kapitalist ist der Antriebsmotor der Wirtschaft. Der Kommunismus und Sozialismus hat ja überhaupt nicht funktioniert, also ihr Mekerer und Nörgeler warum schafft e ihr es denn nicht auch Kapitalist zu werden.
Kommentar von giggakalli 12.06.2011nein, jene, die da arbeiten, sind nicht die Kapitalisten - jene, die da schufften sind die Arbeiter und Manager.Der Kapitalist zieht seinen Reichtum - wie der Name schon sagt- aus der Verzinsung seines Besitzes.darum sprechen wir ja auch heute von der "Eigentumsgesellschaft" und nicht mehr von der "Leistungsgesellschaft".
... man kann im übrigen sehr wohl gegen den Finanzkapitalismus und gegen diese Eigentumsgesellschaft sein, und dennoch ein marktliberaler sein, welcher das Zinssystem nicht verteufelt.
frei nach dem Motto: "der Markt regelt's - allen gehört's".
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Woher willst du wissen, dass sie nicht aufgehalten werden kann?
Kommentar von zusammenprall1zusammenprall1 09.06.2011Weil diese Entwicklung der Umverteilung nach oben schon seit den Neunzigern aktiv ist und ich denke dass sie ab einem bestimmten Punkt nichtmehr aufgehalten werden kann. Das ist meine Vermutung und ich würde gerne näheres darüber erfahren, deswegen die Frage.
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Die Politiker haben ganz andere Sorgen. Mit Programmen zur Einkommensnivellierung könnten die keine Wählerstimmen einfangen. Die Wähler verdienen ohnehin immer das, was sie wählen.
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hi zusammenprall. alle menschen sind gleich, nur die reichen sind etwas gleicher!miki thodorakis...
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DAS hat ja Karl Marx haarscharf nachgewiesen, warum es so kommen muss.
Kommentar von zusammenprall1zusammenprall1 08.06.2011Ich habe (noch) nichts von Marx gelesen. Mich interessiert eher wohin es führt...
die mittelschicht nimmt zwar ab, aber es ist immer noch die größte von allen mit ca. 50%. ich finde es übertrieben zu sagen, heute baut doch kaum noch einer haus und gründet familie. zu einen ist es besser eines zu kaufen, damit der mensch nciht noch mehr natur zerstört und zum anderen ist das ideal der familiengründung noch immer bei vielen menschen verankert.
Die sogn. Mittelschicht ist nicht "die größte von allen", sondern bildet mit der entsprechenden vermögenden Oberschicht etwa 8% der Bevölkerung ab. In Deutschland verdienen ca. 85% der Bevölkerung so viel (600 Mrd/Jahr mit einem Durchschnittsgehalt von 1200.- EUR) wie die vermögenderen Berufe und Selbstständigen wie Unternehmer (8,5% der Bevölkerung) mit einem Durchschnittslohn von 14.000 Eur/Monat. etc.