Frage von niekochamcie, 170

Warum ist Yoga so teuer?

Joga hat etwas mit Buddhismus und Meditation zutun. Im Buddhismus sagt man, dass materielle Dinge und Geld uns nur unglücklich machen und das wird auch teils beim Yoga vermittelt. Ich finde es einfach total unlogisch. Die Lehrer verlangen ein Haufen Geld und sagen uns dann, dass Materialismus keine Bedeutung haben sollte etc Wo steckt die Logik dahinter?

Antwort
von ASRvw, 117

Moin.

Die Logik dahinter ist die Lokalisation. In unseren Breiten hat sich Yoga zu einem trend entwickelt, der mit dem ursprünglichen Yoga nichts mehr zu tun hat. Es wird den Menschen hier als Allheilmittel für allerlei Wehwehchen angepriesen und der hohe Preis soll Wertigkeit und Wirksamkeit suggerieren.

In Indien oder Tibet wird Yoga durch die Yogis und Meister gelehrt. Die haben in der Tat kein materielles Interesse. Sie leben, wie ihre Schüler, von dem, was sie sich tagtäglich auf den Straßen erbetteln oder in den Tempeln für ihren Segen gespendet bekommen.

Das aber funktioniert hier im Westen nicht. Hier wird Yoga nicht von asketisch lebenden Meistern und Yogis gelehrt, sondern von Leuten, die es irgendwo an der Sporthochschule studiert haben, mit dem Vorsatz, damit wie ein Arzt möglichst viel zu verdienen.

Du willst echtes Yoga lernen? Dann begib Dich nach Indien oder Tibet und verbringe Deinen Jahresurlaub in einem kleinen Kloster oder Tempel außerhalb der großen Städte - allerdings auch mit der Konsequenz, währenddessen von der Hand in den Mund zu leben und nicht nur eine Stunde am Tag, sondern 10 bis 14 Stunden täglich zu meditieren und zu üben.

Wenn Du es dagegen vor der eigenen Haustür lernen willst, dann musst Du eben in den sauren Apfel des hohen Preises beißen.

ASRvw de André

Kommentar von Yogamag ,

"...sondern von Leuten, die es irgendwo an der Sporthochschule studiert haben, mit dem Vorsatz, damit wie ein Arzt möglichst viel zu verdienen."

Yoga-Lehrer-Ausbildungen gibt es heutzutage wie Sand am Meer, aber nicht an der Sporthochschule. Ich denke, ein grosses Problem sind die miserablen Ausbildungen, die teils nach 100 Std. Studium ein Yogalehrerdiplom aushändigen. Quantität statt Qualität. Und diese selbsternannten Ausbildungsstätten kassieren ab, produzieren Yogalehrer, die dann nicht einmal Grundkenntnisse besitzen und werfen sie auf die Menschheit...

Antwort
von Yogamag, 106

Woher weisst du denn, dass Yogalehrer so fett Kohle verdienen?

Ich möchte dir mal eine kleine Rechnung vorlegen:

  • in der Regel kostet eine Lektion Yogaunterricht (Berliner Massstab) 12.-. Wenn du 8 Schüler in der Stunde hast (das ist grosszügiger Durchschnitt) und 10 Lektionen pro Woche unterrichtest (auch Yogis haben körperliche Grenzen), dann kommst du auf wöchentliche Einnahmen von 960.-.
  • bei 52 Wochen pro Jahr, in denen durch Urlaub, Krankheit oder Feiertagen, Fortbildungen etc., mind. 7 Wochen davon wegfallen, dann kommst du auf 45 x 960,- = 43.200,-
  • dann bist du Mehrwertsteuerpflichtig, dh, der Staat will 19% davon = 8200,- runter, verbleiben 35.000.-
  • dann kommt die Einkommenssteuer runter- ich glaube der Freibetrag liegt bei ca 8500,- jährlich bei Alleinstehenden... also nochmal an den Staat abgeben ca 30% von 35.000,-, sind 7900,- wieder weg. Bleiben ca 27.000,-
  • freiwillige Rentenversicherung wird dann noch abverlangt, da kenne ich die Sätze nicht...also lass ich das mal raus aus meiner Auflistung, ebenso Unfall und Arbeitsunfähigkeitsversicherung...
  • dann hat der Yogalehrer noch keine Krankenversicherung bezahlt, die monatl mind. 300,- bei Selbsständigkeit ausmacht, also nochmal 3600.- abziehen., verbleiben 23.500.- Ohne Rentenabgaben!!!!!
  • Dann muss der Yogalehrer noch die Miete für sein Studio finanzieren, Haftpflichtversicherung, Unterrichtsmaterial bereitstellen... (Miete pro Jahr geschätzt 9000,-) sind wir bei 14.500.-
  • Dann muss der Yogalehrer noch irgendwo schlafen, was essen, vielleicht ab und zu mit Bus oder S-Bahn (Auto kann er sich nicht leisten) seine Fortbildungen finanzieren...

Das ist jetzt eine oberdiletantische Rechnung und über den Daumen gepeilte Kalkulation, aber vielleicht bekommst du so eine Vorstellung davon, wer der wirkliche Abzocker ist. Nicht der Yogalehrer ist unverschämt, sondern der Staat!

Kommentar von Yogamag ,

Rentenbeitrage jährlich nochmal 3600,- runter und den schönen Solidaritätszuschlag nicht vergessen (ca 1200.-/Jahr), also witere 4800,- abziehen vom Jahreseinkommen... dann sind wir ja schon fast bei deiner Vorstellung, von 600,- könne man leben!

Kommentar von Yogamag ,

PS. Ich BIN Yogalehrerin und wenn jemand zu mir kommt und mir sagt, dass er/ sie wenig Geld hat, dann geh ich mit den "Gebühren" soweit runter, dass es auch so jemandem möglich ist am Unterricht teilzunehmen.

Ich sage bewusst "Gebühren", denn in diesem Wort steckt auch etwas von würdigen, gebührend...

Ein gute/r Yogalehrer/in, der die Gebote des Yama und Niyama verinnerlicht hat und sie lebt, der schenkt den Menschen sein Können, soweit es sein eigenes Dasein erlaubt- jeder muss leben, essen, schlafen, vielleicht noch Kinder unterstützen... ein halb verhungerter und unter den Brücken schlafender Yogi/Yogalehrer findet in dieser Kultur keine Almosen (so wie in Indien).

Und "schwarze Schafe" gibt es überall!

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus, 95

Ich gehe davon aus, dass du "Yoga" als eine Art Gesundheits-Gymnastik mit meditativen Elementen (Hatha Yoga) meinst.

Yoga im Hinduismus

Die Übungen wurzeln im Hinduismus und nicht im Buddhismus.

"Yoga" ist übrigens auch im Hinduismus ein Oberbegriff für verschiedene spirituelle Disziplinen, die auf unterschiedliche Weise vorgehen.

So gibt es beispielsweise "Bhakti-Yoga" (Hingabe an das Göttliche), "Jnana-Yoga" (Entwicklung von Weisheit) oder "Mantra-Yoga" (Meditation mit heiligen Silben und Formeln), sowie weitere Formen.

Der rein körperliche Yoga ist nur einer von vielen Aspekten.

Körperübung und Buddhismus

Die erste Verbindung von körperlichen Übungen und Buddhismus kam der Legende nach in China zustande. Dort saß der indische Mönch Bodhidharma angeblich jahrelang meditierend vor einer Felswand.

Schließlich versammelten sich Schüler und Bodhidharma war unzufrieden darüber, dass sie nicht genug Durchhaltevermögen hatten, um lange zu meditieren.

So soll er aus Elementen der indischen Kampfkunst Kalaripayat und Beobachtung von Tieren körperliche Kräftigungsübungen erdacht haben.

Seine Schüler bauten dort schließlich das Shaolin-Kloster und die rein gesundheitlichen Kräftigungsübungen sollen die Basis für die spätere Kampfkunst des "Shaolin Quanfa" gewesen sein.

Ob man diese nette Legende glaubt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen - die höhle von Bodhidharma gibt es da jedenfalls zu besichtigen.

Im Vajrayana-Buddhismus gibt es zwar auch Übungen, die teilweise mit dem Begriff "Yoga" in Verbindung gebracht werden, aber in der Philosophie nichts mit dem Hinduismus zu tun haben.

Kommentar von niekochamcie ,

Naja ich bin Buddhistin und meditiere jeden Tag eine Stunde und kenne mehr als genug zu dem Thema. Aber danke für die Belehrung. Ich kenne die Shaolinprinzipien. 

Kommentar von Enzylexikon ,

Was die Logik hinter den teuren Kursgebühren angeht, gebe ich aber meinen Vorrednern Recht - zum einen geht es natürlich darum, dass der Lehrer bzw. der Verein dadurch teilweise seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Zum anderen wird von Yoga-Zentren, die einer bestimmten Tradition angeschlossen sind, oder eine markenrechtlich geschützte Disziplin anbieten, teilweise dazu verpflichtet Spenden bzw Lizenzgebühren an die jeweilige Organisation zu leisten.

Auch dieses Geld muss natürlich irgendwo herkommen.

Und, wie ja auch schon gesagt wurde - man kann gutgläubige Westler mit weisem, asiatischen Gesäusel auch ordentlich abzocken.

Hier ein guter Film zum Thema, der auch noch sehr lustig ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kumar%C3%A9

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus, 83

Im Buddhismus sagt man, dass materielle Dinge und Geld uns nur unglücklich machen

Ich bin Buddhist und möchte das ein wenig korrigieren.

Im Gegensatz zum traditionellem Asketentum im Hinduismus, lehrt der Buddhismus nicht die Unterdrückung, oder Überwindung von weltlichen Bedürfnissen - egal ob Geld, Sex, oder gesellschaftlichem Erfolg.

Es geht lediglich darum, nicht an diesen Dingen zu haften und sie irrtümlich als Garant für dauerhaftes Glück und Zufriedenheit misszuverstehen.

Ein Buddhist kann durchaus wohlhabend sein - er sollte nur nicht sein inneres Gleichgewicht davon abhängig machen und den materiellen Dingen nicht übertrieben viel Bedeutung beimessen.

Idealerweise ist er in der Lage, sowohl in einer Villa, als auch in einer Gefängniszelle ganz natürlich zu bleiben und sein Wohlbefinden nicht von äußeren Dingen abhängig zu machen.

Es sind also nach der Lehre des Buddhismus nicht Macht, Geld und Sex, die uns unglücklich machen, sondern das Anhaften und die Vorstellung, dadurch wirklich glücklich zu werden.

Ich lebe in einer westlichen Industrienation, besitze einen Computer mit Internetanschluss, bin also im Vergleich zu einem großen Teil der Weltbevölkerung durchaus wohlhabend - mache mich aber nicht von diesem Wohlstand abhängig.

Kommentar von niekochamcie ,

Naja das glaube ich nicht. Ich glaube jeder Mensch der Wohlstand hat und in den Bedingungen in denen ich schon gelebt habe, leben würde, würde komplett durchdrehen, aber ich habe gemerkt, dass ich da glücklicher war. Ich glaube das kannst du nicht so sagen, wenn du nicht schon auf der Straße gelebt hast oder ähnlich.

Kommentar von Enzylexikon ,

Nun, ob du der Lehre Buddhas vom "Mittleren Weg" zwischen allen Extremen glaubst, bleibt dir natürlich überlassen.

Natürlich sind Umstände von Armut und Obdachlosigkeit keineswegs angenehm und jeder, der schon mal nur mit einer Pappe zur Kälteisolation auf dem Boden lag, kann das sicher bestätigen.

Allerdings geht es eben im Buddhismus nicht darum, in Askese und Ablehnung materieller Bedürfnisse zu leben, sondern die Extreme zu vermeiden.

Antwort
von Tibbifreak, 73

Na ja, mag ja sein das es Lehrer gibt welche ne Menge Geld verlangen, ich persönlich hab diese Erfahrung aber nicht gemacht und ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Yoga. Zuerst mit Hatha Yoga angefangen, den Lehrer hab ich einfach durch nen Freund kennengelernt, die Übungen zu lernen hat glaub ein paar Euro gekostet (glaub 10 Euro pro Stunde), die Übungsreihe hatte ich nach ein paar Stunden drauf und hab sie dann Zuhause regelmäßieg weiter gemacht, das lernen der Übungen hat so ca. 40-50 Euro gekostet.

Hab später mit Tantra und Kriya-Yoga weitergemacht, wobei ich denn beim Kriya geblieben bin. hab zuerst über die Self-Realation Kriya gelernt und fand die Lehrbriefe jetzt auch nicht zu teuer, glaub für die ca. 100 Lehrbriefe hab ich damlas 120 Euro bezahlt und die kamen mit der Luftpost aus den USA.

Hab mir dann noch eine Einweihung von Shibendu Lahiri geholt, da musste man nur die Kosten für die Seminarräume bezahlen (50 Euro für drei Tage) und der rest war auf freiwilliger Spendenbasis. Und die Übungen sind super und recht einfach zu erlernen. Ist aber eher eine Meditationstechnik und hat weniger was mit den körperbetonten Yogaübungen zu tun. Aber man bekommt schnell eine eigene Erfahrung von Gott und seiner Seele.

Denke man kann also auch relativ kostengünstig Yoga lernen. Es gibt sicherlich Menschen welche dafür recht viel Geld verlangen, aus meiner Sicht kann man diese Angebote aber getrost vergessen. Wenn jemand wirklich den Menschen auf spiritueller Ebene etwas zu geben hat, wird er dies nicht vom Geldbeutel abhängig machen, weil er weiß, dass das Leben ihn mit allem versorgt, was er braucht. Ansonsten ist er halt noch im Zustand des herrschenden Egos und das Ego hat an sich sicherlich nichts dolles zu vermitteln auf spiritueller Ebene.

Yoga ist aber sicherlich ein Trend geworden, hab mal gehört, dass allein in den USA damit mehrere Milliarden Dollar umgestzt werden. Vielleicht wollen einiege auch mit teuren Angeboten den Anschein von exklusivität und besonderheit erwecken. Man braucht solche Angebote aber nicht um Yoga zu lernen.

Antwort
von Buddhishi, 69

Hallo,

nur eine kurze Anmerkung: Die Volkshochschulen bieten durchaus preiswerte Yoga-Kurse an, allerdings meist Hartha Yoga.

LG

Buddhishi

Antwort
von suziesext05, 60

Yoga hat mit Buddhismus nichts zutun. Es gibt zwar Verwandschaft zwischen Lehren der Pali-Suttas und Patanjalis Yoga Sutra. Aber der spätere Yoga folgt der Shankara-Philosophie und verwendet auch Hindu-Götter.

Yoga ist deswegen nicht umsonst, weil der Yogalehrer das beruflich macht und auch Unkosten hat (er muss zb Raummiete bezahlen).

Es gibt auch in der VHS Kurse für relativ wenig Geld.

Antwort
von h3nnnn3, 77

du verwechselst materialismus (geld und besitz sind das wichtigste) mit geld-zum-leben-haben (nicht das wichtigste aber in gewissem rahmen absolut notwendig).

Kommentar von niekochamcie ,

Ja, aber yogalehrer verdienen mega gut und man braucht ca 600 euro nur zum leben. Der rest ist überfluss.

Kommentar von Yogamag ,

Schau dir meine kleine Rechnung oben an- überflüssig sind die unverhältnismässig hohen Abgaben, die jeder Arbeitende, ob Selbstständig oder im Arbeitsverhältnis stehend, an den Staat (D) abgeben muss.

Was bekommt denn der fleissige Bürger als Gegenleistung?

Seit ich im Berufsleben stehe (35 Jahre), hat sich mein Einkommen kaum verändert. Dafür haben sich die Steuerabgaben (egal wo man sie reinversteckt), die Lohnnebenkosten, die Mieten und die zum Leben notwendige Grundversorgung in den Kosten verdoppelt.

Und meine zukünftige Rente wird sogar noch unter den von dir veranschlagten "...man braucht ca 600 euro nur zum leben" liegen.

Soviel Yoga oder Meditation kann ich gar nicht machen um das mit liebevoller Gleichmütigkeit hinzunehmen.

Kommentar von Kristall08 ,

und man braucht ca 600 euro nur zum leben

Du willst uns ernsthaft glauben machen, dass du mit 600 Euro alle deine Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom, Wasser, Kleidung, Lebensmittel usw. bestreiten kannst?

Bei aller Genügsamkeit, das gelingt nicht einmal mir.

Antwort
von Kapodaster, 72

So lange sinnsuchende Menschen im Westen bereit sind, diese Preise zu zahlen, wird es wohl so weitergehen.

Kommentar von niekochamcie ,

Also nicht mit mir, außer ich will yogalehrer werden...guter gehalt, aber 3 Jahre Praxis nötig.

Antwort
von gottesanbeterin, 45

Ich praktiziere seit 26 Jahren ("erfolgreich") Yoga und habe noch nie dafür gezahlt.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Man zahlt niemals für Yoga, man zahlt die Raummiete und für den Unterricht. - Der Lehrer muss schließlich auch von Etwas leben können. Es gibt aber auch die Möglichkeit von Leuten untewiesen zu werden, die das in ihrer Freizeit machen und nicht davon leben müssen; dann zahlt man bloß für die Räumlichkeiten.

Antwort
von nowka20, 42

an dem unsinn wollen gewiefte menschen verdienen und warten auf dumme, die darauf reinfallen, denn yoga ist für europäer NICHT geeignet

Kommentar von gottesanbeterin ,

Wenn es so wäre, dann wären die Europäer nicht für Yoga geeignet; doch zum Glück stimmt diese Aussage nicht.

Kommentar von nowka20 ,

doch, es ist so, nur wissen das die "yogasüchtigen" nicht, denn im yoga wird die funktion des "ich" total vernachlässigt (ist für asiaten gut, für europäer aber nicht)

Kommentar von Yogamag ,

So ein Blödsinn! Deine Feststellung, dass man durchs Yoga sein "Ich" vernachlässigen würde.

Warst du überhaupt schon mal in einer, oder vielleicht sogar zum Vergleich, in mehreren Yogalektionen? Oder sind deine "objektiven" Äusserungen aus den Illustrierten?

Ich kann dir dazu nur sagen, dass dein "Ich", dein "Ich-Gefühl" ganz schwer mit deinem Körper konfrontiert sein wird/ würde wenn du Yoga praktizieren würdest... da ist nix mit vernachlässigen!

Das Problem bei den Europäern sehe ich eher darin, dass sich jeder Einzelne für viel zu wichtig nimmt und mit Angstgedanken behaftet ist, die völlig irreal sind (könnte ich noch tiefer erläutern, aber ich kommentier nur).

Dieses Denken spiegelt sich gerade in der politischen Ebene wider. Jeder (fast, zum Glück gibt es noch wahre ICH-Menschen) Deutsche bangt - um was eigentlich?

Menschen, die in Deutschland  Zuflucht suchen, weil ihr Land, ihre Familie, ihre Existenz vom Krieg zerstört wurde, werden, jedem christlichen Gedanken und auch gegen die Menschenrechte und das Grundgesetz, zum Trotz, mit Aggressionen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen begrüsst...

Ist dies das ICH, welches du meinst?

Mein ICH, fühlt das Elend, was diese Menschen durchgemacht haben (und ich mache seit vielen Jahren Yoga). Ich behaupte, dass mein ICH lebt, mitfühlt und mitdenkt. Es ist nicht so degeneriert wie bei vielen in Deutschland, die nur noch sich und ihre Vorteile wahrnehmen... diese Denkweisen der Distanzierung, haben ihren Grund im mangelnden "ICH".

Angst, so wie sie in Deutschland derzeit aufwallt (und seit Jahren schwelt), kommt aus einem mangelnden ICH-Gefühl. Ein Mangel, Defizit oder Angst, braucht Sicherheit um die Existenz aufrecht zu erhalten. Da der Staat den Bürgern diese Sicherheit in der sozialen Form über die letzten 30 Jahre zusehends entzogen hat , keimt immer mehr Angst in den Gemütern.

Mein ICH ist präsent, lebendig und mitfühlend- auch durch Yoga. Und mein Verstand unterliegt nicht den egoistischen Wohlgefühlen und dem Sicherheitsdenken.

ICH lebe.

Kommentar von nowka20 ,

So ein Blödsinn! Deine Feststellung, dass man durchs Yoga sein "Ich" vernachlässigen würde.

den Blödsinn gebe ich ungebraucht zurück, denn bei dir ist er besser aufgehoben!

was du als ein ICH bezeichnest, ist lediglich das spiegelbild des ICH in der materie, die persönlichkeit.

es ist aber nicht das geistwesen mensch, das ich.

Kommentar von Yogamag ,

was verstehst du unter "geistwesen Mensch"?

Die Seele?

Das denkende Ich?

Das emotionale  Ich?

Kommentar von nowka20 ,

das geistwesen mensch ist ein ewig lebendes wesen, welches seinen physischen körpert auf der erde durch die gegend steuert.

die seele ist ein immaterieller kraftkern mit den kräften: denken, fühlen wollen, alle triebe, alle gefühle, alle wünsche

die weiteren erklärungen sind für GF nicht geeignet

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community