borhap am 15.10.2007 um 19:58 Uhr
Opfer“ (ob tot oder „nur“ verletzt) oder „die Geisel“. Selbst, wenn es sich dabei um den Kaiser von Hastenichtgesehn handelt, verliert der Arme (zusätzlich zu seiner persönlichen Katastrophe) in der Medienberichterstattung sämtliche Persönlichkeitsmerkmale. Mich stört schon seit Langem diese – wie ich finde- sprachliche Respektlosigkeit. Schließlich ist „die Geisel“ nicht schon „die Leiche“!

Ich verstehe die Frage nicht ganz? Wäre Dir ein Name lieber??? Mir nicht, wenn ich das Opfer wäre. Das würde ich dann nicht als Respektlosigkeit betrachten, sondern als (notwendiger) Schutz meiner Persönlichkeitsrechte.

Das ist nur zum Schutz der betroffenen Person, hat überhaupt nichts mit dem Verlust von Persönlichkeitsrechten zu tun. Ich glaube kaum, daß Du in so einem Fall gerne von Reportern und Neugierigen ohne Ende belästigt werden möchtest.

die Mediensprache lebt in der regel von kurz, prägnant und reißerisch..und da es sich wesentlich medienwirksamer anhört wenn man vom OPFER, GEISEL usw. spricht, als von Hern/Frau XYZ..wird das genau so eingestellt in der Berichterstattung..es geht nicht um Info..es geht um Einschaltqouten/Medienquoten bei Zeitungen..wie ich die mir hole..da fragt keiner nach..