Frage von Wissensdurst84, 148

Warum ist "Vertrauen" so wichtig und wieso misstrauen wir nicht einfach jedem Mensch um uns vor Enttäuschungen bzw. Lügen zu schützen?

Warum ist "Vertrauen" so wichtig und wieso misstrauen wir nicht einfach jedem Mensch um uns vor Enttäuschungen bzw. Lügen zu schützen?

Es wäre doch einfacher, wenn wir nicht glauben, was man uns sagt, immer misstrauisch sind und letztendlich nicht enttäuscht werden z.b. in Form von zig mal sexuell betrogen, Monate lang einen Liebhaber neben sich gehabt von dem man nicht wusste, auf geschäftlicher Basis, im Privaten Bereich, im beruflichen Bereich oder sei es die Politik.

Wieso sind wir immer gutmütig und glauben doch an das Gute und schließen es nicht direkt aus

Ergo: Ich bin extrem misstrauisch, vor allem durch viele Erlebnisse.

Antwort
von MaraMiez, 44

Weil jemand, der niemandem vertraut schnell sehr unbeliebt und einsam wird. Außerdem traurig, paranoid und depressiv. Niemand will mit jemandem befreundet sein, wenn selbst die besten Absichten als Lüge hingestellt werden. Niemand will mit einem Geschäfte machen, wenn einem ohnehin nur Korruption unterstellt wird, niemand will mit jemandem eine Familie gründen, wenn derjenige eh davon ausgeht, dass man demnächst wieder geht.

Eine Gesellschaft, im Großen (Länder) wie im kleinen (Freundeskreis) funktioniert nur, wenn man auch vertraut. Die Menschheit wäre von Anfang an zum Aussterben vorbestimmt gewesen, wenn es kein Vertrauen innerhalb der Gruppen und zu anderen Gruppen gäbe.

Wenn man immer wieder nur ausgenutzt wird und das Vertrauen, das man gibt, misbraucht wird, sollte man vielleicht erstmal bei sich selbst schauen, ob man sich nicht vielleicht einfach nur die falschen Freunde sucht.

Antwort
von konstanze85, 37

Lieber Wissensdurst,

weil es Erfahrungen sind, die einen Menschen reifen lassen. Selbst ein Kind muss hinfallen, um richtig laufen lernen zu können.

Jemand,der naiv gutgläubig ist z.B., wird negative Erfahrungen häufiger sammeln müssen,als andere, manche lernen sogar nie.

Eine gesunde Portion Misstrauen ist immer angebracht und blind Vertrauen kann man nur wenigen Menschen, denn...wir sind alle Menschen und Menschen machen Fehler (Lügen, Betrügen etc.).

Aber Menschen sind auch (selbst Misanthropen) auf andere Menschen angewiesen, wir sind quasi "Rudeltiere"^^.

Und es gibt sie, die Menschen, denen man vertrauen kann, wirklich vertrauen, aber ie sin selten und was selten ist, ist wertvoll.

Durch die negativen Erfahrungen lernt man nicht nur vorsichtiger zu sein, nein, man lernt auch jene Menschen, die das Vertrauen wirklcih verdient haben, besser erkennen zu können.

Antwort
von Thather, 76

Vertrauen ist etwas, was Kinder normalerweise ab der Geburt (evtl auch schon vorher) lernen. Mama oder Papa sorgen für mich, das es mir gut geht. Am Anfang geht es nur um Basis Bedürfnisse wie Hunger, Nasse Windel, Nähe, Wärme.

Dieses Vertrauen ist in Situationen wichtig, wo Kinder noch nicht selbständig Entscheidungen Treffen können und Vertrauen müssen. Fluchtsituationen in der Evolution.

Dieses Urvertrauen war aber auf die Familie beschränkt. Heute lernen Kinder viel zu früh, das sie jedem vertrauen können oder müssen. In der Krippe, im Hort, im Kindergarten. Das natürliche Fremdeln ist eine Gefühlsregung, die nicht gerne gesehen ist, weil sie Probleme macht.

Dadurch vertrauen Kinder später zu leicht, was sich die Werbeindustrie und auch Pädophile zu Nutzen machen. Schlechte Erfahrungen steuern dagegen und regulieren das dann in einem Alter, wo der kritische Geist schon fertig sein sollte. 

Das ist halt eine Folge der gesellschaftlichen Veränderung.

Antwort
von Ostsee1982, 33

Ergo: Ich bin extrem misstrauisch, vor allem durch viele Erlebnisse.

Das darfst du sein aber weswegen soll es deswegen jeder sein? Muss man jetzt über die Entstehung und Sinnhaftigkeit von Vertrauen diskutieren? Wenn du schlechte Erfahrungen machst und das immer wieder solltest du dir Gedanken machen wie es dazu kommt. Es wird ein Verhaltensmuster dahinter stecken, dass du dir bewusst oder unbewusst immer wieder Leute suchst die dich enttäuschen.

Antwort
von Machtnix53, 31

Ergo: Ich bin extrem misstrauisch, vor allem durch viele Erlebnisse.

Und damit bist du glücklich?

Ohne Vertrauen gibt es keine Freundschaft. Und da ich nicht nur von Feinden umgeben sein möchte, nehme ich lieber die ein oder andere Enttäuschung in Kauf. Misstrauisch zu sein finde ich anstrengend und freudlos, nicht lebenswert.

Kommentar von Luise ,

Wunderbar auf den Punkt gebracht. Extrem wichtige Antwort und Lebenseinstellung!

Antwort
von XHeadshotX, 50

Weil dann die Lebenserwartung drastisch sinken würde. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, dauerhaft unter Stress zu sein und in Alarmbereitschaft. Sich ständig "im Feindesland" zu fühlen und sich ständig überlegen zu müssen, wer einem jetzt wieder böses will und wie man dem zuvorkommen kann, oder es verhindern, würde nichts anderes bedeuten.

Erhöhte Mord-, Selbstmordraten, steigende Suchtmittelmißbrauchszahlen wären wahrscheinlich einige logische Konsequenzen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/dauerstress-anhaltende-belastung-fu...

Antwort
von Ashuna, 41

Würde es kein Vertrauen geben, könnten die Menschen garnicht miteinander Leben und sich gegenseitig Lieben. Vertrauen ist ein elementarer Gegenstand unseres Denken.

Schon von klein an haben wir Vertrauen gegenüber anderen. Selbst ein Baby welches an der Brust der Mutter nuckelt.

Unser Misstrauen wird einfach durch negative Ereignisse die gegen unser Vertrauen sprechen geprägt. Hätte jeder misstrauen gegenüber andere wäre jeder alleine und wir würden sehr warscheinlich sehr schnell aussterben.

Vertrauen ist auch keine Eigenschaft die selbstverständlich ist. Man muss sich diese von anderen "erkämpfen" oder diese "erhalten".

Du vertraust doch deinen Eltern oder deinen besten Freunden oder nicht.

Gruß Ashuna

Antwort
von Luna1881, 4

bin auch ein sehr misstrauischer mensch ( die menscheit hat mir bis jetzt auch noch keinem grund zu was andrem gegeben)

ich begene jedem andren menschen mit mistrauen dadurch werde ich zwar weniger enttäuscht, als weniger misstrauische menschen, bin aber aich wehsentlich mehr allein .

das gute sollte man nicht von vonerein ausschließen vorrsicht ja , aber nicht gleich das schlechteste denken ( hoffe ich bekomm das irgendwann wider hin)

lg

Antwort
von Ruehrstab, 44

Wir haben früh, wirklich sehr früh gelernt, dass es nicht so viel bringt, die Lampe anzulächeln, wie dieses freundlich lächelnde Gesicht da ... Da kommt mehr von rüber. Dem vertrauen wir. Überhaupt können wir den meisten Gesichtern, die uns so früh begegnen, vertrauen. (Wenn nicht, läuft was nicht so gut.) Und diese Grundeinstellung tragen die meisten von uns dann ein Leben lang mit sich.


Antwort
von technikou78, 47

Weil es gut tut jemanden zu vertrauen und seine Seele auszuschütten. Es gibt Leute die nicht vertrauen und große Probleme haben.

Antwort
von paranomaly, 18

Weil es wohl vielen an eigenen Erfahrungen fehlt oder die die beispielsweise einen Vertrauensbruch nicht schlimm finden es auch so machen würden.

Antwort
von kubamax, 29

Wahrscheinlich mussten sich in Urzeiten die Menschen innerhalb einer kleinen Sippe einander vertrauen, da es überlebensnotwendig war.

Antwort
von Jerrycrafting, 42

Du sagst es schon selber, du bist misstrauisch wegen bestimmten Ereignissen. Die Menschen werden misstrauisch wenn man das Vertrauen ausnutzt, was leider zu häufig passiert.

Kommentar von Jerrycrafting ,

Sorry ich glaube ich habe die frage falsch verstanden

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