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Warum ist unsere Gesellschaft so beliebig geworden?

gefragt von hardy07hardy07 am 08.08.2007 um 14:06 Uhr

steckt dahinter nicht eine heimliche, geistige Diktatur? Wehe du bist nicht allem gegenüber tolerant was öffentlich diskutiert und allgemein toleriert wird. Früher durfte man noche eine meinung haben-wenn man sich heute in einem punkt nicht dem mainstream beugt, merkt man sehr schnell wieviel gegenwind kommt. Ist das nicht die eigentliche intoleranz? wie seht ihr das?


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soust
beantwortet von soust am 8. August 2007 14:37
11x
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"Beliebig" läuft nicht so viel, in keiner Gesellschaft.

Sei mal "links" und gleichzeitig gegen Abtreibung.

Sei mal Hausmann!

Sei jemand, der seine Autos fährt, bis sie nicht mehr gehen.

Probier, Deine kinder ohne Gameboy u.Ä. aufzuziehen.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Und hier auf GF ist es doch genauso: wenn sich mal auf einer Seite ein paar Leute auf eine Meinung eingeschossen haben, gewinnst Du mit Deiner anderen Ansicht keinen alten Besensteiel mehr.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 8. August 2007 14:45
11x
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In den USA heisst das "political correctness" und danach darf man z.B. schon lange nicht mehr "Neger" sagen, aber auch nicht "Farbiger", sondern allenfalls "Afroamerikaner".

Bei uns läuft dieses Spielchen noch nicht ganz so lange, aber wir holen auf.

Im Unterschied zu früher kommt das Diktat aber weniger "von oben", sondern aus allen Richtungen.

Jede Organisation, jede Bürgerinitiative und jede Partei hat ihre eigenen Glaubenssätze und ihren eingenen Verhaltenskodex und erwartet von allen anderen Menschen, dass sie diese beachten, auch wenn sie eine völlig andere Meinung haben.

Wenn sie diese abweichende Meinung dann auch noch artikulieren oder sogar dafür streiten, dann werden sie in irgendeine finstere Ecke gestellt.

Da viele Menschen Angst vor diese4r Ausgrenzung haben, passen sie sich häufig schon vorsorglich an und sagen gar nicht erst, welche Meinung sie haben und das führt dann zu der von Dir erwähnten Beliebigkeit.

Kommentar von D52e4429d197841410e4290abeab1073smallcarlokonfetti am 8. August 2007 16:50

Absolut korrekt, demosthenes.

In England heißen/hießen Schraubenschlüssel "Nigger", Gott weiß, wieso. Na klar fiel dieses Unwort der "political correctness" zum Opfer.

Aber warum so weit schweifen? Verlange doch in Deutschland einmal einen "Negerkuss"...

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 9. August 2007 22:29


jheart
beantwortet von jheart am 8. August 2007 15:16
7x
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Du sprichst von einem "Mainstream", dem man sich beugen müsse.

Damit widersprichst Du Deiner These der Beliebigkeit.

Denn wenn ich mich etwas beugen muss, kann ich mich nicht beliebig verhalten.

Wobei ich zustimmen muss, dass die Meinungsbildung immer oberflächlicher wird. Der Einfachheit halber plappern die meisten Leute wohlklingende und politisch korrekte stereotype Meinungen nach. Die Leute haben eben andere Interessen, als über Standpunkte oder gar Ideologien zu reflektieren. Das ist eigentlich auch gut so, da die ganzen ideologischen "ismen" nichts gebracht haben. So hat halt jeder seine Freiheit.

Ich geben aber zu dass es manchmal nervt, wenn auch Journalisten und Kommentatoren wenig mehr einfällt als Mainstream-Gelaber.


fourseasons
beantwortet von fourseasons am 8. August 2007 14:26
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Wieso meinst du, daß das früher anders war?

Da gab es mal jemanden, der behauptete, daß die Erde sich um die Sonne drehe.

Au weia, da war aber was los!

Schleimer gab es früher wie heute, vielleicht ist man heute etwas gleichgültiger geworden.

Aber es gibt auch das Gegenteil, also Menschen, die es (wie auch hier) ihre Meinung sagen und es riskieren, dafür "Eine aufs Maul" zu kriegen.

Kommentar von 7ee69ce6c4bf6d2090b5a7eacb9dfb43smallthebrain am 8. August 2007 14:29

naja. vielfach sagt man aber was anderes was man denkt. bei gewissen themen wie ausländische mitbürger, homosexualität und religion, traut man sich eigentlich keine feste meinung zu haben, die entgegen der masse ist aus angst man bekommt ärger.

Kommentar von 49493dc9649cb5aedd846309477e17dbsmallfourseasons am 8. August 2007 16:11

Das gab es auch schon immer, zumindest in ähnlicher Form.

Ich hoffe, du gehörst nicht zu "man"!

Kommentar von 7ee69ce6c4bf6d2090b5a7eacb9dfb43smallthebrain am 8. August 2007 14:29

naja. vielfach sagt man aber was anderes was man denkt. bei gewissen themen wie ausländische mitbürger, homosexualität und religion, traut man sich eigentlich keine feste meinung zu haben, die entgegen der masse ist aus angst man bekommt ärger.


PollyDoll
beantwortet von PollyDoll am 8. August 2007 14:31
6x
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Weil "beliebig" sein, doch so einfach und bequem ist!

Und hier zu schreiben, was die anderen gerne lesen wollen, dafür viel Beifall zu kassieren und damit in der Beliebtheitsskala nach oben zu klettern, das ist wohl auch keine Kunst.

Zum Glück darf, nein man MUSS, auch heute eine Meinung haben und diese auch kundtun - egal wie rauh der Wind ist, der einem dabei ins Gesicht bläst!



anonym
beantwortet von zinzito am 8. August 2007 14:30
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nunja... in zeiten des nationalsozialismus und auch vorher schon war der "mainstream" das nationale denken, das kommunistische, das sozialistische... je nach zeitrechnung. wer früher so gedacht hat wie die meisten jetzt der galt damals als "außenseiter". heute ist es umgekehrt. ob es gut ist oder nicht ist jedem selbst überlassen. das würde ich als errungenschaft des "tolerantismus" bezeichnen und von daher bin ich voll und ganz für diese haltung der menschen. (was nicht heißen soll das beste für die gesellschaft ist ich könnte mich wie gesagt auch total irren)


anonym
beantwortet von fennek am 8. August 2007 14:51
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...das könnte nur ein Teil von fortgeschrittener Verblödung sein ?

Denn, was Mainstream ist, das ist ja bekannt: ...nur tote Fische schwimmen mit der Strömung !


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