Warum ist Suizid ein Tabuthema?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Leute können mit solchen Themen wie Suizid, psychische Krankheiten und Tod nicht umgehen. Seit 20, 30 Jahren stehen in unserer Gesellschaft hauptsächlich Themen wie Spaß, Schönheit, langes Leben und Gesundheit im Vordergrund. Die Menschen werden immer älter und dabei haben alle ganz vergessen, das Menschen immer noch krank werden und auch sterben können. In einer Gesellschaft in der Spaß Im Vordergrund steht und jeder immer älter werden will, ist jemand der keinen Spaß empfindet und sogar sein Leben beenden will, automatisch ein Außenseiter.

Du hat dich einer Person anvertraut und die will jetzt nichts mehr mit dir zu tun haben. Das ist in der heutigen Zeit leider Normalität. Das hat aber nichts mit dir zu tun, sondern mit der Unfähigkeit dieser Person und der Gesellschaft, mit diesem Thema umzugehen. Die Person ist überfordert und weiß nicht wie sie sich verhalten und reagieren soll. Sie hat Angst das falsche zu sagen und dir damit den Anlass zu liefern das du dich wirklich umbringst. Das Problem ist auch, das die Menschen heutzutage keine Verantwortung mehr übernehmen wollen. Weder für sich selbst , noch für andere. Soviel nur dazu.

Jetzt zu dir. Suizidgedanken zu haben ist nicht schlimm. Jeder Mensch, auch ein gesunder, kommt in seinem Leben mal an einem Punkt an dem er nicht mehr weiter weiß. Wo er einfach alles hinschmeißen möchte und nur noch seine Ruhe haben will. Meistens ist das aber nur eine Phase oder ein kurzer Moment. Ist diese Phase oder der Moment vorbei, geht es wieder weiter. Bei einem kranken Menschen ist es jedoch nicht so einfach, denn solche Gedanken können immer wieder kommen, wenn man die Ursachen und Auslöser für diese Gedanken nicht bearbeitet und beseitigt.

Du bist in Therapie bei einem Psychologen. Du gehst jede Woche ein Mal zu ihm. Doch warum redest du nicht mit ihm? Warum redest du statt dessen mit einer anderen Person über deine Probleme? Dafür hast du die Termine beim Psychologen, um über solche Probleme mit ihm zu reden. Sicher kannst du auch mit anderen über deine Probleme reden. Aber an der Reaktion der Person hast du ja jetzt gesehen, das man nicht mit jedem über alles reden kann. Außerdem wird dir die Person auch nicht großartig helfen können. Sicher tut reden gut und kann zum Teil auch schon sehr entlastend und befreiend sein. Aber wirkliche Hilfe, und die brauchst du, bekommst du nur beim Psychologen.

Mit deinem Psychologen nicht reden ist so ziemlich das Dümmste was du machen kannst. Das ist als wenn du zum Arzt gehst und ihm nicht sagst was dir weh tust oder als wenn du zum Metzger gehst, dich vor die Wursttheke stellst und ihm nicht sagst was du haben möchtest. Du musst über deine Probleme mit demjenigen reden, der dir helfen kann und auch dafür fachlich und von der Qualifizierung auch zuständig ist und das ist nun mal dein Psychologe.

Deine Aussage, das du mit ihm über deine Probleme nicht reden kannst ist Quatsch. Viele sagen nach einer Therapie das sie ihnen nichts gebracht hat. Das liegt zum Teil am Psychologen, aber zum großen Teil auch daran, weil viele einfach ihren Mund nicht aufmachen. Du musst offen und ehrlich zu dem Psychologen sein. Glaube mir, alles was du ihm erzählen wirst, hat er irgendwo schon einmal gehört. Der Mann hat schon so viele Patienten gehabt und die haben ihm nichts von Gänseblümchen und Sonnenschein erzählt. Also mach deinen Mund auf und rede mit ihm. Erzähle ihm alles was dich beschäftigt und was dich bedrückt.

Der Mann ist nicht dazu da, um dich als Mensch zu bewerten und zu verurteilen. Er ist dazu da, um dir zu helfen. Aber um dir helfen zu können, muss er alles wissen. Also nutze dir Hilfe und diese Angebot und mache etwas daraus. Oder willst du dich irgendwann wirklich umbringen? Das ist Blödsinn. Du hast die Chance aus diesem Loch wieder heraus zu kommen. Das schaffst du aber nur mit Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber dem Psychologen. Zur Heilung und Genesung ist es auch wichtig, das du lernst Probleme und Gefühle offen und ehrlich auszusprechen und sie nicht zu verheimlichen. Sie offen auszusprechen heißt auch das du dich zu diesen Problemen und Gefühlen bekennst, dazu stehst und sie auch akzeptierst. Sie sind ein Teil von dir und wenn du nicht zu ihnen stehst und sie akzeptierst, dann stehst und akzeptierst du am Ende dich selbst auch nicht.

Also, mach jetzt keinen Quatsch und mach dir keine Gedanken darüber, was der Psychologe von dir und über dich denken könnte und erzähle ihm alles. Du wirst sehen, das es der richtige Weg ist.

Ich wünsche dir alles Gute.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo, du belastest damit einen anderen Menschen, der dir nicht wirklich Helfen kann. Das ist das Problem bei der Sache. Solltest du dich wirklich Umbringen wird dieser Mensch sich Selbstvorwürfe machen. Vielleicht so stark das er sich auch umbringt.

Daher mein Guter Rat! 

Wenn du Probleme hast dann wende dich an Menschen die in der Lage sind dir zu helfen. In deinem Fall ein Arzt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 37824
12.01.2016, 17:09

Ich gehe einmal in der Woche zum Psychologen, aber ich kann ihm meine Probleme nicht anvertrauen.

0

DU musst dich nicht umbringen... ich weiß wo von ich spreche, ich habe schon mal mit realen Toten zutun gehabt... und wen du dich umbringst wird diese Person sich sehr viele Vorwürfe machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 37824
01.03.2016, 17:48

Ich weiß, dass ich mich nicht umbringen muss, aber ich würde es gerne tun.

Aber wenn man ein Abschiedsbrief schreibt, dass die Person nicht daran Schuld ist wird sie sich auch keine Vorwürfe machen.

0

Du gehst also zum Psychologen und willst gerade DEN, der dafür da ist, Dir zu helfen, gerade DEN willst Du nicht mit Deinen Problemen belasten?  :-)) Wenns nicht so traurig wäre, wär's zum Lachen!

Was passiert, wenn Du jemand anderem von Deinen Plänen erzählst, Dich selbst zu töten: Man wird sich denken...oh...  oh... der/die bringt sich um - und ich hab nichts dagegen getan.... was soll ich denn tun? HILFE!   Am besten - Abstand halten!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung