Man weiß ja, dass Tiere sich zum Sterben verkriechen. Auch für Menschen scheint es extrem peinlich zu sein, in der Öffentlichkeit zu sterben, z.B. an einem Herzinfarkt auf der Straße. Neugierige Gaffer sind gewiss. Nun gibt es im Fernsehen öffentlichen Sex, sogar Operationen und Drogenentzug von Stars wird gezeigt. Wird als Nächstes der Tod ein Medienereignis oder bleibt das ein großes Tabu? Und warum haben wir da so ein Schamgefühl?

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Tod und Sterben gehört nicht in das "perfekte" Bild vom Menschen, dass mittlerweile vorherrscht.

Es kann mir doch nicht peinlich sein zu stereben ? In dem moment ist mir des doch egal ode r?
LiZZ24 am 19. Juli 2009 22:54 denk ich auch.. wenn ich tot bin, bekomm ich das wahrscheinlich eh nicht mehr mit ob mich leute angaffen ;)
Naja, aber davor bist Du noch am Leben während Dein Körper versagt...
mentecaptum am 19. Juli 2009 23:15 Habt ihr schon mal jemanden Sterben sehen?
Ja.
ich möchte in meinem sterben nicht alleine sein, aber auch nicht so sterben, dass alle dabei zuschauen. ich möchte sterben wie ich lebe. in verbundenheit mit familie und freunden,
Aber so weit ich weiß, wurde nur der Prozess, der zum Tod führt, gezeigt, aber nicht der Tod selbst. Oder irre ich mich?

In England ging es schon über den Sender...:-( ..ich finde, man sollte einfach mit etwas mehr Respekt ans Thema sterben gehen. Alles gehört nicht ins Fernsehen...LG

der tod ist halt das ende und deshalb sollte man davor viel respekt haben. ich hoffe, dass es für immer ein tabuthema bleibt
in indien wird der tod gefeiert mit viel tam tam und so. die menschen in indien z.b. freuen sich das es den verstorbenen gegeben hat und die vielen schönen stunden mit diesem. die kennen da keine trauer nach dem tod so wie wir das hier erleben.
es ist ganz einfach eine frage wie man mit dem tod umgeht. wenn ich tod umfalle, was jederzeit durch einen zufall passieren kann, wird es einige geben die da sagen, schade war ein netter kerl und andere sind vielleicht froh das ich wech bin :-)

...mir ist/wäre es nicht peinlich, so sieht man doch mal das doch alle menschen gleich sind und jeder irgenwann stirbt, ob nun berühmt oder nicht, papst oder was weiß ich...zum schluss sind wir wieder alle gleich wie schon zur geburt!!

Der Begriff "peinlich" ist total fehl am platz. Der Tod ist bei weiten Bevölkerungsschichten ein Tabuthema, es wird von vielen Menschen einfach verdrängt weil er mit Angst und Unwissenheit gekoppelt ist. Geburt und Tod sollten das Natürlichste von der Welt sein, im Idealfalle.
Sollte...

Sterben - peinlich? Ich glaube, dass das nichts mit peinlich zu tun hat. Den letzten Weg gehen manche Leute gern alleine, da kann ja sowieso niemand mitgehen. Andere möchten lieber im Kreis der Liebsten sterben und nicht allein gelassen werden.
Sterben per se ist natürlich nicht peinlich. Aber der Tod kann ja mit einigen unkontrollierbaren Körperreaktionen einhergehen....
Es hat seine Gruende, warum ich im Fernsehen keinen Sex, keine Operationen und auch keine Stars anschaue, geschweige denn ueberhaupt einen Fernseher besaesse :)

Also jeder möchte da sterben wo es ihm am besten gefällt, ich denke mal auf der Straße da stehen die wenigsten drauf

Ne, Papst Johannes Paul, ein verkrusteter, dämlicher, ewiggestriger, der er auch war, hat seinen Tod öffentlich zelebriert und sogar ich muss sagen: Hut ab! Das war eine menschliche Regung, bzw. ein Versuch eben dieses Tabu aufzubrechen.
Aber nicht den finalen Moment!

Man möchte eben nicht auf dem Treller der Gaffer sterben. Es ist eine Art Unwohlsein ( Gefühl )
Auch Farrah Fascett hat ihre Krankheit und ihr Sterben filmen und dokumentieren lassen. Find ich schon einen Hammer, und es gehört viel Mut dazu sich für so etwas zu entscheiden.

Ich würd mich auch ins Giuseppe Meazza Stadion stellen, wenn ich verrecke, was juckts mich danach noch ? :O