Frage von Diegoldene, 119

Warum ist Snape so mutig?

Harry Potter sagt am Ende vom 7. Band, dass Snape einer der mutigsten Männer sei die er kannte. Auch Dumbledore erwähnt einmal, dass er denkt der Hut teilt manchmal zu früh in die Häuser ein. Im Kontext ist das glaube ich darauf bezogen, dass Snape so mutig war, dass er eigentlich nach Gryffidor hätte kommen sollen. Aber außer, dass er Schuldgefühle hatte und deshalb zu Dumbledore gegangen ist, hat er doch eigentlich nichts so übertrieben mutiges gemacht. Habt ihr noch Ideen warum er so mutig sein soll? Danke für Antworten ;-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ougonbeatrice, Community-Experte für Harry Potter, 65

Das ist eine Frage, die das Fandom nun schon seit Jahren spaltet, oder zumindest immer wieder in Diskussionen ausarten lässt. Meistens stehen sich hier die Snape - Fans allen anderen gegenüber, wobei die Anhänger der Rumtreiber die größte Fraktion ist.

Die Aussage von Harry, dass Dumbledore und Snape die mutigsten Leute gewesen wären, die er je gekannt hat ist ebenfalls eine der umstrittensten Aussagen des ganzen Fandoms. Der Epilog wird sowieso nicht gut aufgenommen und dieser Satz macht es noch einmal schlimmer. Denn was zeichnet einen mutigen Mann aus? Speziel bei Dumbledore scheiden sich die Geister, denn im Grunde hat er sich hinter dem Rücken eines 11 Jährigen versteckt, ihn herangezogen und die Last auferlegt die Welt zu retten. Denkt man darüber nach, erscheint einem Dumbledore schon nicht mehr als wirklich mutig, obwohl er ja selbst einmal Hauslehrer von Gryffindor war.

Dadurch wird natürlich auch die Aussage im Bezug auf Snape in Frage gestellt. Und dennoch steht der allgemeine Ansatz, dass Snape in Wahrheit ein Gryffindor, da er so mutig war. Ich persönlich gebe hier Rowling die Schuld, da sie alles immer als viel zu weiß und schwarz darstellt.

Snape als Gryffindor darzustellen, da er mutig ist hätte er selbst wohl als Beleidigung aufgefasst. Dumbledore sagt zwar, dass er der Ansicht ist man würde die Schüler zu früh sortieren, doch das ist meiner Meinung nach der Versuch einer Autorin Peter zu einem Slytherin zu machen.

Natürlich ändert sich beim Heranwachsen der Charakter des Menschen, das ist völlig normal, da man duch immer andere Ereignisse beeinflusst wird. Die Häuser sind dazu da, die bereits vorhandenen Eigenschaften zu fromen und weiter zu fördern. Nur, weil jemand in Gryffindor ist heißt das nicht, dass derjenige nicht klug sein kann (Minerva, Hermione). Genauso kann ein Gryffindor auch mal feige sein (Seamus) und ein Slytherin kann mutig sein.


Nur, weil er mutig ist, macht ihn das noch nicht zum Gryffindor. Es kommt auch darauf an, wieso man etwas tut und mit welchen Zielen. Ich höre Rowling immer wieder, wie sie Pettigrew zu einem Slytherin machen will. Dabei hat sie selbst dafür gesorgt, dass er das nie sein wird. Er ist ein Gryffindor, der böse Dinge getan hat, ob sie das will oder nicht. Er ist ein Feigling und doch hat er Momente, in denen sich der Gryffindor Mut zeigt: er geht als einziger zu Voldemort, um ihn zu finden; er hackt sich die eigenen Gliedmaße ab um seine Haut zu retten (soetwas würde ein Slytherin nicht tun); er hat im Kerker gezögert und damit seinen eigenen Tod und die Flucht von Harry erst ermöglicht. Er mag meistens ein Feigling sein, aber er kennt die Bedeutung von Mut. Er will es gerne sein und schätzt es und am Ende war er es sogar. Das macht ihn zu einem Gryffindor.

Snape hingegen ist in allem was er tut ein Slytherin. Man kann argumentieren, dass er mutig war, da er sich die letzten Jahre vor Voldemort gestellt hat und dem mächtigsten Leglimentiker ins Gesicht gelogen hat.

Man kann argumentieren, dass es einiges an Mut brauch um den "größten Weißmagier seiner Zeit" zu töten und damit den Plan alleine zu Ende zu führen.

Oder was es beudeutet den Sohn des Peinigers und dessen absolutes Ebenbild zu schützen. Mit dem eigenen Leben.

Doch sein Motiv war äußerst Slytherin. Er hat es nicht zum größeren Wohl getan (was ein Gryffindor getan hätte), sondern für Lily. Für eine einzige Person und für sein eigenes Gewissen.

Tatsächlich das Mutigste, für mich, ist mit dem Gedanken zu leben, das Ende des Krieges nicht lebend zu erleben. Er hat sein Leben in dem Moment aufgegeben, in dem er sich Dumbeldore verpflichtete. Er wollte nie Lehrer sein, er wollte nie der Spion sein. Doch hat er es getan: für Lily. Er hat Dumbledore umgebracht in dem Wissen, dass ihn dadurch alle Verbündeten den Rücken zukehren würden. Ab dann konnte er nur noch versuchen, so hilfrei zu sein wie es ihm möglich war. Denn er wusste, dass wenn nicht Voldemort irgendjemand ihn umbringen würde.

Der mutigste Akt war also, für mich, dem Tod entgegenzugehen. Dumbledore hat genau dasselbe getan. Das ist meine Art, diese Aussage von Rowling zu interpretieren. Harry ging dem Tod entgegen, kam jedoch zurück (was ihn bestimmt nicht weniger mutig macht). Diese beiden sind ohne Aussicht auf Rückkehr in den Tod gegangen. Dumbledore hat es nach Gryffindor manier für das Wohl aller gemacht, denn durch sein Opfer würde Snape in die Position kommen allen zu helfen. Snape hat es für sich selbst und für Lily getan, was typisches Slytherin verhalten ist.

Er war mutig, jedoch Slytherin mutig und ganz bestimmt nicht Gryffindor mutig.

Antwort
von WithoutName852, 68

Naja, mutig dadurch, dass er sein Leben über Jahre hinweg riskieret hat.

Einerseits um für Dumbledore zu arbeiten und zu spionieren, aber auch die Tatsache, dass er dem Dunklen Lord direkt ins Gesicht gelogen hat (und nur durch Okklumentik die Wahrheit geheim hielt) ist echt eine krasse und mutige Geschichte... Voldemort galt schließlich nicht umsonst als grausam!

Ob er jetzt der mutigste Mensch war, den Harry je kennengelernt hat, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls war es die längste undercover Aktion im ganzen Buch und definitiv riskant.

Mit viel List (was ihn absolut als Slytherin auszeichnet) hat er es geschafft alle zu täuschen. Sowohl die Todesser, als auch seine Rolle so gut zu spielen, dass ihm nicht mal der Orden bedingungslos vertrauen konnte. Dafür verdient er auf jeden Fall viel Respekt.

Die Motivation dahinter war aber definitiv nicht für das allgemeine wohl, sonder aus Trauer, Schuldgefühlen und einem gewissen Pflichtbewusstsein, das Dumbledore ihm vermutlich eingeredet hat... Jede seiner Handlungen geht auf Lily zurück. Aber auch den Sohn seines Feindes zu schützen zeugt von gewissem Mut... Oder nicht? ;)

Jedenfalls ein sehr faszinierender Charakter über den sich die Fans und Gelehrten zu Tode diskutieren können :D

Antwort
von tonii214, 65

Snape war all die Jahre Doppelagent. Er hat so getan als wäre er Todesser aber eigentlich die ganze Zeit Informationen ab Dumbledore weitergegeben und Aufträge für ihn ausgeführt.
Dafür braucht man schon ne Menge Mut denke ich.

Kommentar von LoLende ,

sehe ich genau so

Antwort
von DoraSnape183, 10

Er war mutig weil er sein Leben für Harry riskiert hat.... und ein Doppelgänger war. Spion für Albus Dumbledore und nicht für Voldemort!!

selbst Voldemort hat nichts geahnt das Severus ihn die ganze Zeit angelogen hat. und klar... er hat akzeptiert das seine Grosse Liebe seinen Erzfeind James Potter geheiratet hat es hat ihm natürlich schon wehgetan.... und klar.... Sev war mutig!! keine Zweifel!! 

Antwort
von Benditk, 22

Snape liebt Lilly ( Mutter von Harry) und um sie zu schützen ging er zu Dumbledore um um Hilfe zu bitten die Hilfe hat er bekommen in Gegensatz soll Snape Voldemort bespitzeln dass tut er all die Jahre und ist die ganze Zeit in Todesgefahr.

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