Frage von NkyyNinetyNine, 127

Warum ist Religion immernoch im Schulsystem integriert?

Bin jetzt zum Glück in der Oberstufe, da gibts das nicht mehr, habe aber nie verstanden, warum man Religion und Schule miteinander verbindet. Meiner Meinung nach hat das nichts in der Schule zu suchen, besonders zur heutigen Zeit, in der viele nicht mehr wirklich Religionsbezogen sind (Klar, gibt trotzdem einige, aber weniger als früher). Da könnte die Schule doch viel eher eine AG gründen, anstatt unnötigen Pflichtunterricht zu verteilen, die "Religionslehrer" sind ja nicht einmal richtige Lehrer, sie werden von der Kirche gestellt.

Antwort
von matmatmat, 58

Das hat eine ganze Reihe von Gründen. Ein Teil davon ist historisch (Verträge mit dem damaligen Papst Pius und Hitler), ein Teil davon sehr aktuell (der Staat will eine Gewisse Vereinheitlichung / Kontrolle von Lehrinhalten). Religionslehrer sind Theologen die auf "Lehramt" studiert haben. Die Theologie mag keine Wissenschaft sein, aber ein Studiengang an einer Universität ist es. Man braucht nur zusätzlich eine "Lizenz" der Kirchen um dann auch zu unterrichten. Es gibt aber immer mal wieder ausnahmen, weil es wohl nicht genug Lehrer gibt?

Leider ist daher das Theologiestudium noch nicht den Weg des Astrologiestudiums gegangen und auch an Schulen muß man noch an dieser spaltenden Indoktrinationsmaßnahme festhalten die Kinder nach der Religion ihrer Eltern auseinander reißt statt allen gleiche Werte zu vermitteln.

Es gibt ein par wenige nicht-staatliche Schulen (Berlin, Bayern) in denen man ohne Religionsunterricht auskommt und die Regelungen ob man Ethik als Ersatz oder zusätzlich bekommt, etc. unterscheiden sich je nach Bundesland. Da werden wir wohl noch eine Weile mit leben müssen, jetzt wo es Bestrebungen gibt mehr Religion zu unterrichten (muslimisch) statt einfach allen Religionen gegenüber fair und neutral das ganze durch Werteunterricht zu ersetzen.

Antwort
von MarkusPK, 36

Da deine Frage einerseits blanke antireligiöse Polemik ist und du ohnehin nicht viel Ahnung zu haben scheinst, erlaube mir dich zumindest in einigen wenigen Punkten zu erleuchten.

Religionslehrer haben genauso ein Lehramtsstudium durchlaufen wie jeder Mathelehrer auch und sind ausgebildete Pädagogen. Die Kirche stellt nur bei akutem Lehrermangel Personal, dass in der Schule den Religionsunterricht leitet - und auch diede müssen Religionspädagogik studiert haben.

Evangelischer oder katholischer Religionsunterricht bedeutet nicht, das dieser Unterricht dich missionieren soll (auch wenn ich einige Volldeppen von Lehrern kenne, die das offenbar meinen). Er soll dir Werte und Allgemeinwissen vermitteln, und das ist gerade in der heutigen Zeit überaus wichtig! Falls dich nichts mit einer Religion verbindet, kannst bzw. musst du alternativ auch Philosophie oder Ethik belegen. Allein deshalb ist deine Frage eigentlich überflüssig, weil niemand gegen seinen Willen zum Religionsunterricht geschickt werden kann (ab 14 darfst du das übrigens sogar selbst entscheiden, vorher die Eltern, ob du am Religionsunterricht teilnehmen möchtest).

Überdies ist der Religionsunterricht das einzige Unterrichtsfach, auf das du ein verfassungsgemäß garantiertes Anrecht hast. Fällt an einer Schule Mathe aus, weil keine Mathelehrer da sind, kannst du dich natürlich beschweren, aber den Religionsunterricht kannst du sogar einklagen. Unser Grundgesetz erkennt den identitätsstiftenden und kulturellen Wert unserer beiden großen christlichen Religionen an und hält diesen Wert für schützenswert. 

Warum auf der anderen Seite mancherorts der Weihnachtsmarkt in Wintermarkt umbenannt werden muss und es in einem guten Monat überall Lichterfeste statt Martinsumzüge für die Kinder gibt, ist da eine andere Frage.

Kommentar von matmatmat ,

Stimmt nicht, mit den Lehrkräften! Ich selbst habe 1 Halbjahr Religion an einer staatlichen Gesamtschule unterrichtet. Als Diplom-Biologe! Das ist je nach Bundesland unterschiedlich und man trifft auch mal Katecheten und Schulpfarrer...

Identitätsstiftend, ja. Aber man grenzt damit Andersgläubige und Nichtgläubige automatisch aus und das ist... besten Falls unzeitgemäß, schlimmsten Falls in unserer Welt des gegenseitigen Unverständnis tödlich. Welche Werte, bitte vermitteln nur diese beiden Religionen? Das halte ich für eine Legende die von den Kirchen gut gepflegt und von den wenigsten Menschen hinterfragt wird.

Kommentar von MarkusPK ,

Ich habe nicht von Werte-Exklusivität gesprochen. DIe beiden christlichen Konfessionen sind nunmal die einzigen gewesen (neben einigen damals noch unter der 1% liegenden Anzahl von Minderheiten), die es 1949 bei Gründung der Bundesrepublik gab. Ich wollte darauf hinaus, dass das Christentum nun einmal die Kultur Deutschlands geprägt hat und wir zum christlichen Abendland gehör(t)en. Heute leben hier natürlich auch viele Anders- und Nichtgläubige, aber auch für die kann evangelischer bzw. katholischer Religionsunterricht interessant sein. Integration bedeutet auch eine Bereitschaft, die "Anderen" kennenzulernen. Religionsunterricht darf nicht ausgrenzen. Er muss verbinden, Scheu abbauen, Gemeinschaft schaffen. Was sind denn Religionen anderes als Gemeinschaften?

Wer heute sagt, meine Religion ist die einzig richtige (richtig im Sinne von berechtigt!), DER verhält sich nicht zeitgemäß, denn, da hast du völlig Recht, er grenzt sich selbst von allen anderen ab. Wenn so etwas im Religionsunterricht passieren sollte, hat der zuständige Lehrer auf ganzer Linie versagt.

Jetzt bin ich aber neugierig geworden: Wer ist denn da auf dich zugekommen, dass du den Unterricht gegeben hast und was hat dich dafür qualifiziert?

Kommentar von matmatmat ,

Ich vermute es ging bei der Übernahme des 2. Halbjahrs evangelische Reli nicht um meine fachliche Qualifikation als aus der katholischen Kirche ausgetretener Biologe. Es mußte nach dem plötzlichen Nervenzusammenbruch und Ausfall der Relilehrerin (wegen genau dieser Klasse) im 1. Halbjahr dann für das 2. dringend jemand her, der mit schwierigen Klassen umgehen kann. Daher habe ich nach Vorschlag durch und in Absprache mit der Schulleitung das Halbjahr übernommen bis dann wieder eine geplante Kraft da war.

Natürlich steht und fällt so ein Unterricht mit der Lehrkraft. Auch Ethik wird ja (leider) Hauptsächlich von Religionslehrern unterrichtet, weil es da ganz extrem an Personal mangelt. Man ist als Religionslehrer also prinzipiell in der Lage, auch über andere Religionen aufzuklären ohne gleich mit dem Finger zu zeigen. Sollte man zu mindest meinen. Mich stört an dem ganzen Arrangement aber schon, daß z.B. die Klasse auseinander gepflückt wird in 2-3 Gruppen (bald dann ja 4) statt einen differenzierten Unterricht für alle, der allen ein Gemeinschaftsgefühl gibt und allen gemeinsam die gleichen Grundwerte vermittelt. Was mir damals an Material so vermacht wurde würde ich nicht in diese Kategorie stecken. Das kam mir noch einseitiger vor als mir damals mein eigener Unterricht als Schüler vorkam.

1950 gab es in (West) Deutschland 3,6% "andere", also Leute die nicht den beiden großen Kirchen angehörten. Schon 1970 als man das tatsächlich abgefragt hat waren es 3,9% "Atheisten" (also Konfessionslose die sich als Atheist bezeichnen). Das schließt ja die Dunkelquote von atheistischen Kichenmitgliedern nicht ein. Was ich aber nicht verstehe ist, warum man immer wieder drauf kommt unsere Kultur und unsere Regeln für das Zusammenleben seien Christlich? Viele unserer Werte sind doch erst gegen den massiven Widerstand der Kirchen erkämpft worden, bzw. werden gerade erkämpft (siehe homo-ehe) oder gegen religiöse Angriffe verteidigt (siehe Sterbehilfe und Abtreibung).

Mir kommt Religion immer mehr als die Gesellschaft spaltender Bremsklotz vor und ich finde das muß durch zeitgemäßen, gemeinsamen Unterricht ersetzt werden.

Kommentar von MarkusPK ,

Mit der letzten Forderung hast du meine volle Zustimmung. Ich würde sogar noch viel weiter gehen und sie ausweiten, dass in kaum noch einem Fach der Geisteswissenschaften und sogar in einigen Naturwissenschaftlichen Disziplinen (die eine methodische Nähe zu den Geisteswissenschaften haben, wie zum Beispiel im Themenkomplex rund um die Evolution) gravierende Reformen her müssen. Die Lehrpläne müssen hier komplett überarbeitet und von inzwischen als widerlegt geltenden Inhalten befreit werden. Im Biologieunterricht meiner Schwägerin lernten die Schüler zum Beispiel noch in diesem Jahr, die Dinosaurier seien ausgestorben, weil sie sich als wechselwarme Reptilien nicht an die Abkühlung des Klimas anpassen konnten - eine Meinung, die schon seit Beginn der 80ger als widerlegt gilt. Ähnliche Beispiele gibt es aus den Fächern Geschichte ebenfalls zu Hauf. 

Der trennende Charakter des Religionsunterrichts, den du meiner Meinung nach zu Recht kritisierst, muss im Zuge dieser Reformen ebenfalls abgeschafft und durch eine zeitgemäße Form des Unterrichts ersetzt werden, am besten in der Gemeinschaft. In der Grundschule könnte man die Geschichten des Alten Testaments behandeln und in Hinblick auf ihren Stellenwert, aber auch kritisch auf die heutige Zeit betrachtet, behandeln, da disse Inhalte in allen abrahamitischem Religionen gleich sind. Auf den weiterführenden Schulen könnte man dann nacheinander Judentum, Christentum und Islam behandeln, aber auch Religionskritik darf auf dem Lehrplan nicht fehlen.

Antwort
von Blindi56, 50

Der Religionsunterricht ist in Deutschland per Grundgesetz (Art. 7) für Schulen verpflichtend. Vermutlich, weil man auch Kirchensteuer zahlen muss.

Der Inhalt des Religionsunterrichtes ist Sache der Kirchen. Deshalb muss der Lehrer auch der entsprechenden "Kirche" angehören, oder es darf auch jemand unterrichten, der kein Lehrer ist, aber der kirche angehört.

Anderen Religionsgemeinschaften steht es aber frei, außerhalb der Schule zu unterrichten.

Ich war aber schon immer dafür, Schule und Religion strikt zu trennen. Meine Kinder wurden nicht getauft, "durften" aber an einem Unterricht trotzdem teilnehmen.

Kommentar von matmatmat ,

Stimmt nicht ganz, die Kirchensteuer gab es schon in der Weimarer Republik (bzw. die Erlaubnis der Kirchen Steuern zu erheben) und den festen Religionsunterricht verdanken wir den etwas späteren Verträgen mit dem Katholik Hitler.

Kommentar von Blindi56 ,

Richtig. Es wird aber sicher mit der Erhebung von K-steuer zusammenhängen, dass es im Grundgesetz der Bundesrepublik verankert wurde. Nach Hitler!

Kommentar von matmatmat ,

Jup. Soweit ich informiert bin - ich bin aber Biologe, kein Geschichtler - stand schon beim erstellen der Weimarer Verfassung drin, das die Kirchenleistungen (Zahlungen an die Kirchen gab es ja schon vorher) abgeschafft werden sollen, aber die bestehenden Verträge vorläufig übernommen werden. Genau so wird es wohl auch im der Bundesrepublik gelaufen sein, da wollte keiner dieses "Heiße Eisen" anfassen und seit dem werden die ganzen Privilegien immer weiter mitgeschleppt.

Kommentar von Blindi56 ,

Dem stimme ich zu!

Dass Religionsunterricht überhaupt in den Schulen gelandet ist, hängt sicher auch damit zusammen, dass Unterricht früher von Mönchen gegeben wurde, und die Kirche grundsätzlich ihren Einfluss nicht verlieren wollte.

Kommentar von Gilgaesch ,

Schon Bismarck wollte Staat und Kirche trennen und hatte da die Steuer schon erdacht. Erst nach Hitler wurde es aber so umgesetzt wie es heute ist.

Antwort
von danhof, 25

Es ist eine gute Schule für Menschen, sich mit den Gedanken und Weltbildern der Gläubigen zu beschäftigen. Auch wenn man das Christentum vielleicht für einen antiquierten Mythos hält, gehört ein gewissen Wissen darüber durchaus zur Allgemeinbildung, geht es darin doch um Werte, Normen, Ethik und um das eigene Ich im Kontext der gesamten Welt.

Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft und unsere Gesetzgebung sehr stark von Christlichen Werten beeinflusst wurde und wird.

Wer Religion nicht wünscht, kann ja alternativ den Ethikunterricht besuchen.


besonders zur heutigen Zeit, in der viele nicht mehr wirklich Religionsbezogen sind


Über 50% der Menschen in Deutschland gehören der Kirche an.


Kommentar von NkyyNinetyNine ,

Ich gehöre auch der Kirche an.. Viele meiner Freunde gehören der Kirche an, aber nur einer ist wirklich gläubig. 

Kommentar von matmatmat ,

Du siehst ja, wozu das führt. Wer in der Statistik noch Katholisch ist, wird als gläubiger Katholik gewertet. Tretet aus, wenn ihr damit nichts anfangen könnt! Am besten zu Ostern (Hasenfest), da gibt es immer wieder Aktionen die dir die Austrittsgebühr schenken.

Kommentar von danhof ,

Da bin ich knallhart. Das hab ich von den Atheisten gelernt.

Wenn HITLER katholisch gewesen sein soll, weil er nicht aus der Kirche ausgetreten ist (und wir ein paar Millionen Morde einfach mal ignorieren, die dagegen sprächen), DANN stimmen auch die Zahlen auf dem Papier in der Gegenwart.

Und danach sind wir ein überaus christliches Land. Und das ist auch gut so.

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 17

Hallo Nkyy...

hier eine Fleißarbeit für dich - du musst nur die entsprechenden Textstellen aus der BASS eingeben und googeln:

BASS 12 – 05 Nr. 1 Religionsunterricht an Schulen RdErl. d. Ministeriums
für Schule, Jugend und Kinder v. 20. 6. 2003 (ABl. NRW. S. 232)

1. Grundlagen

1.1 Der Religionsunterricht wird als ordentliches Unterrichtsfach an
öffentlichen Schulen in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der
betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt. Er unterliegt der
staatlichen Schulaufsicht. Seine rechtlichen Grundlagen sind in Art. 7 Abs. 3
GG (BASS 0-1), Art. 14 LV. NRW (BASS 0-2), §§ 31-35 SchOG (BASS 1-1) und den Vereinbarungen zwischen dem Land und den Kirchen (BASS 20-52 Nr. 2, BASS 20-53 Nr. 1) geregelt.

Antwort
von Gilgaesch, 57

Erstmal Religionslehrer sind richtige Lehrer die mussten Studieren dafür.

Zweitens, aber Literatur ist ein richtiges Fach oder Politik oder Geschichte oder Musik. Alles Fächer die man nicht unbedingt brauch aber man sollte schon eine gewisse allgemeinbildung haben wenn man Abi machen will. 

Die Religion ist Teil der Kultur und auch Leute die nicht an sie glauben ( wie ich) leben sie bewusst oder unbewusst aus.

Kommentar von NkyyNinetyNine ,

Musik und Kunst sehe ich auch als fragwürdig an ;). Geschichte und Politik tragen viel zur Allgemeinbildung bei, und außerdem sind Religionen z.T. in Politik mit einbezogen, wenn man auf die Flüchtlingskrise und den IS eingeht. In Geschichte sowieso.

Kommentar von Gilgaesch ,

Kunst ist aber auch wieder für Geschichte wichtig genau wie Musik ;)

Kommentar von matmatmat ,

Sehr wenig von unserer Kultur, Normen, Werten, Umgang miteinander ist "christlich". Ich empfehle mal noch ein Buch: "Die Legende vom Christlichen Abendland". Analysiert gut, was wirklich christlich ist und was wir z.B. von den Muslimen oder den alten Griechen übernommen haben.

Kommentar von Gilgaesch ,

Und die Muslime haben es von den Juden übernommen und die Juden von einer Anderen Glaubensgruppe.

Doch im Christentum sind auch Germanische Bräuche enthalten. Sie nur Weinachten. 

Ich finde die Religion bildet das Ethische Grubdverständniss welches sich aufgebaut hat. Deswegen sollte man es lernen.

Kommentar von matmatmat ,

Ein gemeinsames Kulturverständnis könnte man sagen, ja. Man muß was über Religionen lernen, um Lieder, Gemälde, Bauwerke zu begreifen die um uns herum sind. Man muß was drüber wissen, um die Geschichte (und einige der größten Gräultaten) zu verstehen. Das kann ein anderer, unvoreingenommener Unterricht auch leisten. Vermutlich sogar besser.

Ethisch aber, also als Entscheidungsgrundlage für unser Handeln sind Religionen Grundweg abzulehnen. Nicht in allen Ländern sind die "Auslegungen und Deutungen" dieser Werke so mild und aufgeklärt wie in Europa. In all diesen Büchern findet man gründe für Haß, Diskriminierung, und schlimmeres. Man schaue sich nur an, was ein Martin Luther (z.B. in seinem Werk "von den Juden und ihren Lügen") so rausgelesen hat und was der Christ Adolf Hitler dann damit gemacht hat.

Auch heute brennen auf Grund dieser alten Regeln nicht nur Kirchen und Moscheen (je nach dem wer gerade meint die Oberhand zu haben) sondern auch Abtreibungskliniken und historische Tempelbauten. Vergewaltigungsopfern wird in "christlichen" Kliniken, bezahlt vom Staat die Hilfe verwehrt? Das kann doch nicht Zeitgemäß sein. Wir brauchen dringend neue Grundlagen, was unsere Werte angeht.

Kommentar von Gilgaesch ,

An sich sind deine Angaben was die Menschen daraus gemacht haben richtig. Das ist es aber auch.

Menschen missbrauchen diese alten Dinge für ihre Zwecke. Das heißt aber nicht, dass Religion grunsätzlich schlechte Dinge vermittelt. Solltest du etwas neues als Grundlage nehmen, wird dies ebenso missbraucht werden. 

Die Religionen vermitteln in erster Linie nur Wissen und ebenso wie jedes Wissen kann dieses ebenso missbraucht werden.

Kommentar von matmatmat ,

Sehe ich nicht so. Da steht ja wörtlich in den Texten der Aufruf zu Gewalt und Haß drin. Das wir das (hier in Europa) friedlicher Auslegen als anderswo ist historisch Bedingt und den Religionskriegen und den Gedanken der Aufklärung geschuldet, nicht dem Text selbst. Ich würde es nicht Mißbrauch nennen, nur weil es nicht meiner persönlichen Auslegung der Textstellen entspricht. Das meiste Wissen, das dort vermittelt wird ist nun mal leider überholt.

Kommentar von Gilgaesch ,

Ich habe sowohl die Bibel, als auch den Koran gelesen und nirgendwo steht etwas darüber Leute zu Hassen. Ich habe sie nicht ausgelegt, sondern nur die Texte gelesen. Die Texte an sich sprechen davon miteinander zu leben.

Natürlich werden Texte immer anders ausgelegt und durch die Aufklärung wird sie bei uns moderner Ausgelegt. Viele denken einfach nicht nach und nehmen es einfach so hin und gerade deswegen ist es wichtig, es zu lernen, damit man selbst die Schwächen erkennt und nicht dumm einer Doktrien folgt.

PS: Der Hass ist einfach ein Teil des Menschen, den sie leicht in solchen Sachen wie Religion kanalisieren können. Das macht aber die Religion nicht zum Schuldigen des Hasses, sondern nur zum Werkzeug. Hass wird schon rein Biologisch immer existieren also wird es immer ein solches Werkzeug geben.

Antwort
von schelm1, 45

Die Grundlage bildet ein Ministererlaß der aufgrund der Gesetzgebung unseres Landes herausgegeben wurde!

Kommt die demokratisch entscheidende Regierung zu einer anderen Beschlußlage, könnte ein solcher Erlaß aufgehoben werden.

näheres dazu findest Du hier:

http://www.schuleunderziehung.de/870-Religions-unterricht/915-Rechtsgrundlagen/9...

Kommentar von Blindi56 ,

Die Grundlage ist kein "Ministererlass", sondern das Grundgesetz!

Dieser Ministererlass hat es nur für die Schulen umgesetzt.

Kommentar von schelm1 ,

Das ist vollkommen richtig! Der Erlaß geht mehr ins Detail.

Antwort
von Joergi666, 47

Also Pflicht ist die Teilnahme am Unterricht ja nicht- man kann sich auch abmelden. Und deine Frage verstehe ich widerrum nicht so ganz - unser gesamtes Staatswesen ist ja mit der Religion verknüpft- ich würde mir auch übergeordnet generell eine strikte Trennung von Staat und Religion wünschen- wobei ich die allgemeine Religionsfreiheit absolut befürworte.

Kommentar von matmatmat ,

Genau, der Staat sollte da neutral sein. Buch zu dem Thema: "Kirchenrepublik Deutschland". Ist alles sogar viel schlimmer verflochten als ich dachte :-(

Kommentar von Gilgaesch ,

In Deutschland ist es sogar noch am wenigsten verflochten, sie dir mal andere Staaten an.

Kommentar von matmatmat ,

Frankreich? ;)

Kommentar von schelm1 ,

Heiden halt!

Antwort
von TUrabbIT, 40

Religion spielt für viele Menschen eine große Rolle und viele der Werte und Gesetze basieren auf Werten die das Christentum prägte. Auch historisch ist Religion sehr relevant. Daher wirst du früher oder später auf religiöse Themen und Gläubige Menschen treffen.

Im Religionsunterricht geht es nicht darum (oder sollte nicht) dich von einer Religion zu überzeugen, sondern sich mit dem Thema und den Inhalten auseinander zu setzen und Kompetenzen zur kritischen Auseinandersetzung mit Religion zu erlernen.

Es geht darum dich auf den Kontakt mit Religionen vorzubereiten und dir zumindest Grundlagen über die jeweiligen Religionen oder Religion überhaupt zu vermitteln damit du eine Basis hast auf der du ggf Entscheidungen und Wertungen treffen kannst.

Kommentar von matmatmat ,

Auf welchen Christlichen Werten basieren denn unsere Gesetze und Werte heute? Hast Du da mal ein Beispiel für Werte die es vor dem Christentum so nicht gab und die heute wichtig sind?

Allgemeine Menschenrechte, Kinderrechte, Gleichberechtigung von Mann & Frau, Rede-, Denk- und Glaubensfreiheit sowie Demokratie sind es schon mal nicht...?

Wie kann man sich im Religionsunterricht kritisch mit dem Glauben auseinandersetzen, wenn schon der Lehrer ein Fach studiert hat das nur auf der Grundanahme, daß es Gott gibt überhaupt existieren kann?

Dich auf den Kontakt mit (anderen) Religionen vorbereiten kann doch ein unvoreingenommener Ethik/Werte-Unterricht viel besser?

Kommentar von Gilgaesch ,

Und du solltest mal darüber nachdenken was Religion eigentlich sein sollen. Sie waren das ethische Gerüst der Gesellschaft und sind es noch immer. 

Egal welche Religion du raussuchst alle haben den selben Sinn. Deswegen kann man Religion mehr als Ethische Lehre sehen. Deswegen basiert er eben nicht auf dem Glauben an Gott sondern auf der Menschlichkeit.

Kommentar von matmatmat ,

Egal ob ich den Koran (ich habe nur eine Übersetzung), die Bibel, das Buch Mormon oder ähnlichen Krempel in die Hand nehme: Ich erkenne darin den (damals zeitgemäßen) Versuch, sich die Welt in der wir leben zu erklären und Regeln einzuführen für das Zusammenleben. Das ganze zusammengekittet von einem allmächtigen Wesen, das erklären kann, was man damals nicht erklären konnte und das für die Einhaltung der Regeln einsteht.

Nichts von den (damals durchaus fortschrittlichen) Regeln und Erklärungsansätzen ist heute noch Zeitgemäß, vieles sogar gerade heraus lächerlich. Ich trage Mischgewebe, bin mit Homosexuellen sogar befreundet statt sie zu Steinigen und denke das alle Menschen gleich viel Wert sind, egal z.B. welches Geschlecht sie haben. Und das alles, ohne daß mich der Blitz trifft oder es auf meinen Wohnort Feuer regnet.

Du hast schon Recht, unsere Grundlagen sind die Menschlichkeit und das menschliche Ethikempfinden das schon jüngste Kinder haben. Aber gerade das ist doch ein Zeichen, daß es ohne Religion geht, wahrscheinlich sogar besser.

Du lenkst aber ab... was sind denn jetzt zeitgemäße "Christliche Werte" ohne die unsere Gesellschaft nicht kann?

Kommentar von MarkusPK ,

Mir fallen dazu Nächstenliebe (Stichwort Toleranz), Gewaltverzicht, Traditionsbewusstsein, Gemeinschaftsgefühl und Barmherzigkeit ein. Klar, kann man alles auch ohne religiös zu sein leben - aber MIT Religion setzt man sich in eine altehrwürdige Tradition.

Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass mir dieses Traditionsargument angesichts all der Grausamkeiten, welche im Namen anderer "christlicher" Werte verübt worden sind, um die Ohren fliegen kann. Ich stelle mal die nicht zu gewagte These auf, dass das, was Jesus und die Bibel uns lehren, mit der Geschichte der Kirche nicht in Einklang zu bringen ist. Aber Religion heißt nicht automatisch Kirche. Religionsunterricht heißt nicht automatisch Kirchenunterricht. Darf es auch gar nicht heißen, da wir in einem Staat mit Säkularitätsprinzip leben.

Kommentar von matmatmat ,

Nächstenliebe ist nicht Toleranz. Sonst hätten nicht so viele religiöse Menschen ein Problem mit homosexuellen, Ungläubigen, etc. und Gewaltverzicht hat man nicht mal im Christentum in allen Traditionen, ein Teil der texte ruft ganz klar zur Gewalt auf und je nach dem wer die Deutungshoheit hat. Sicher kein Christlicher Wert, Ghandi war kein Christ und die Wurzeln des Pazifismus führen uns ins Antike Griechenland und zu fernöstlichen Philosophen wie Laotse und Konfuzius.

Traditionsbewußtsein ist ein Wert? Das ist mir neu.

Gemeinschaftsgefühl gibt es, seit es Menschen gibt (und vermutlich schon davor im Säugetierrudel). Ja, Religion ist eine Möglichkeit, eine Gemeinschaft zu definieren, aber das hat nun wirklich nicht das Christentum erfunden.

Barmherzigkeit? Hm. Gott ist ein barmherziger Gott. Buch Mose, also auch Teil des Judentums. Im Buddhismus nennt sich das Mitgefühl. Also auch kein Christlicher Wert.

Auch als Atheist kann man ein guter Mensch sein, Humanist, frei von den Vorgaben einer Religion aber mit Herz und Hand dabei. Auch damit befindet man sich in einer langen Tradition die in die Antike zurück reicht. Vielleicht nicht besser als die gleichen Handlungen aus religiöser Motivation zu begehen, aber eben frei von den negativen Seiten.

Kommentar von Zicke52 ,

@MarkusPK: 

Toleranz ist kein Ding der Religionen. Andersgläubige werden als Lügner, Heuchler, Übeltäter beschimpft (selbst im NT, das ich ansonsten eher positiv bewerte).

Gewaltverzicht: kommt auf die Religion an. NT ja, AT (zum Glück nehmen die Juden das nicht wörtlich) und Islam: nein.

Traditionsbewusstsein: ?

Gemeinschaftsgefühl: nur innerhalb seiner eigenen religiösen Gemeinde. Dafür grenzt man sich umso schärfer von allen anderen Menschen ab.

Barmherzigkeit: kommt auf die Religion/den Gott an. Siehe Toleranz.

Kommentar von Zicke52 ,

Korrektur: Zu meinem letzten Punkt - Barmherzigkeit - wollte ich schreiben ..."siehe Gewaltverzicht" (nicht Toleranz).

Kommentar von Zicke52 ,

@TUrabbIT: Wenn es im Religionsunterricht nicht um Überzeugen, sondern um Wissensvermittlung über den Inhalt von Religionen ginge, gäbe es aber keinen Grund, eine Abmeldung oder ein Ausweichen auf Ethik anzubieten. Schliesslich haben auch Anders- und Ungläubige keinen Grund, Wissensvermittlung abzulehnen. Überzeugte Atheisten wie Hitchens oder Dawkins besaßen/besitzen sehr viel Wissen über Religionen.

Antwort
von thetee99, 15

Theologie ist natürlich keine Naturwissenschaft, aber eine Geisteswissenschaft. Natürlich ist der Religionsunterricht oder Schulgottesdienst zum Einen noch ein Relikt auf früheren Zeiten, zum Anderen wird den Schülern dadurch aber auch das Recht eingeräumt, sich über Ihre Konfession zu informieren und schließlich auch mit 14 eine andere Religionszugehörigkeit zu wählen. Außerdem werden in einem guten Religionsunterricht nicht einfach nur Stoff aus der Bibel rezitiert, sondern auch zum Nachdenken angeregt und philosophische und ethische Problemstellungen diskutiert. Ich würde das nicht einfach als sinnlos einstufen. Genau so gut könntest du Algebra aus dem Mathematikunterrricht als sinnlos bezeichnen, weil du es vermutlich nach der Schulzeit auch nicht mehr bewusst anwenden wirst...

Kommentar von matmatmat ,

Theologie nennt sich gerne Wissenschaft, hier an der Uni hat man das sogar so nötig, das man sich wissenschaftlich-theologische Fakultät nennt. Ist aber - nicht nur meiner Einzelmeinung nach - keine Wissenschaft:

http://hpd.de/artikel/warum-theologie-keine-wissenschaft-13057

Über die Religionen zu informieren... das macht doch auch Ethik ganz gut? Schlechter Ethikunterricht macht manchmal sogar nur das...

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 16

Hallo NKyy..

nur zu einem Punkt:

Die Lehrer, die Religion unterrichten, sind richtige Lehrer, haben  eine universitäre Lehrerausbildung, eine erste und zweite Staatsprüfung, ein spezielles Fachstudium mit Prüfung in Religion (keine Volltheologen), eine Beauftragung durch die Kirche (kath. Missio/ ev. Vokatio).

Religionslehrer der Kirche (Geistliche, Katecheten mit Fachausbildung, Gemeindereferenten, Pastoralreferenten) werden nur eingesetzt, wenn die Schule den Religionsunterricht aus Mangel an regulären Kräften nicht erteilen kann, was aber selten ist.

Aber auch hier haben Geistliche und Pastoralreferenten ein Universitätsstudium.

Antwort
von anniii20, 23

Theoritisch kann man religion ja auch am gymnasium schon relativ früh abwählen aber okay
Ich finde das fach ist gar nicht mal so unwichtig. Ich bin zwar null gläubig, aber teilweise beinhaltet die religion ja auch wichtige geschichtliche sachen und man lernt zudem über kukturen. Du musst akzeptieren, deutschland ist halt ein gläubiges land

Kommentar von matmatmat ,

Über Kulturen kannst Du auch in Geschichte, Gemeinschaftskunde und im Werte/Ethik-Unterricht lernen. Sogar besser und unvoreingenommen. Die staatlich geförderte Indoktrination, welche auschließlich die zwei Großkirchen durchführen dürfen, gehört abgeschafft.

Antwort
von Marc8chick, 7

Im Religionsunterricht geht es ja oft nicht nur um die Religion sondern auch in gesellschaftliche Themen und die Lehrer haben im Gegensatz zu ethiklehrern keinen so strengen Lehrplan.

Antwort
von hdrohelper123, 44

Natürlich sind Religionslehrer richtige studierte Lehrer auf Lehramt? Und dann könntest du genauso sagen, warum Mathe noch im Schulsystem inbegriffen ist. Man hat in der Oberstufe den ganzen mist den man dort lernt noch weniger Bezug zu, als zu einer Religion

Kommentar von NkyyNinetyNine ,

Mein Mathelehrer hat da mal was ganz tolles dazu gesagt: "Man sollte bei Mathe nicht auf den Inhalt schauen, sondern als Mittel zum Zweck für logisches Denken usw." Seitdem versteh ich das :).

Kommentar von Blindi56 ,

Religionsunterricht darf auch von nicht studierten Lehrern ausgeübt werden, dann von Angehörigen der entsprechenden Kirche. Inhalte des Reli-Unterrichtes unterliegen den Kirchen.

Antwort
von Zicke52, 22

Ich habe lange so gedacht wie du. Ich fand z.B. das französische System ideal, in dem Religion Privatsache ist und in öffentlichen Schulen nicht unterrichtet wird.

Angesichts der schrecklichen, auf religiösem Fanatismus basierenden Ereignisse in den letzten Jahren in Europa habe ich meine Meinung aber revidiert. Überlässt man den Religionsunterricht völlig dem privaten Bereich, ist er ausserhalb jeder Kontrolle und kann ungehindert die Köpfe der Kinder verschmutzen.

Deshalb finde ich, Religion sollte durchaus in Schulen unterrichtet werden, allerdings nicht indokrinal, sondern neutral, geschichts- und faktenorientiert. Und NICHT vom Personal der jeweiligen Religionsgemeinschaften. Also in Form von Wissensvermittlung über die Entstehung der Religionen im Allgemeinen, und näheres Eingehen auf die heute relevanten Weltreligionen: ihre Inhalte, Aufschlüsselung in gesicherte Fakten (Funde, unabhängige historische Quellen), nicht gesicherte Hypothesen und gesicherte Falschbehauptungen. Kritische Betrachtung der Religionsgründer. Philosophische Betrachtungen über Vor- und Nachteile der Religionen.

So ein Unterricht böte Kindern den bestmöglichen Schutz gegen private Indoktrination, die in den Familien und religiösen Gemeinden stattfindet und die man ohnehin nicht verhindern kann.

Kommentar von matmatmat ,

Da stimme ich mal 90% zu. Ich finde aber das die beste Prophylaxe ein gemeinsamer Werteunterricht für alle ist. Das fördert das "wir sind doch alle Menschen" Gefühl, verbindet, bildet und beugt der Religiösen Indoktrination im privaten vor mindestens genauso vor.

Kommentar von Zicke52 ,

@matmatmat: Der Religionsunterricht, wie ich ihn mir vorstelle, ist ja allgemein gehalten und konfessionsuebergreifend. Natürlich ist Wertevermittlung wichtig und soll auch stattfinden (Philosophie, Ethik?). Aber Religion ist halt ein eigenes Thema, auf das konkret eingegangen werden sollte. Indem man die von ihr vermittelten Werte ihres mythischen Zaubers entledigt und sie einer kritischen Analyse unterzieht wie alle anderen Werte. Und auch die Historizität der Religionsgründer, ihre "Moral" usw. im Lichte unseres heutigen Wissens und Werte (Menschenrechte) analysiert.

Wenn nur allgemeine Wertevermittlung stattfindet und kein Wissen über Religionen vermittelt wird, ist das Kind nicht gegen Behauptungen seines privaten Umfeldes gewappnet, dass ein übernatürliches Wesen existiert und nur dessen Wort gilt. Da können die in der Schule vermittelten "menschlichen" Werte natürlich nicht mithalten. Wenn das Kind aber in der Schule gelernt hat, wie Religionen entstanden sind und dass es viele solcher übernatürlicher Wesen gibt, die sich widersprechen, hat es den rein auf Glauben basierten Behauptungen etwas entgegenzusetzen.

Kommentar von matmatmat ,

Natürlich können wir Religion nicht aus der Bildung ausblenden, sie ist ja wichtig um die Geschichte zu verstehen, Kunstwerke zu interpretieren, etc. und auch um Leute zu verstehen die eine (andere) Religion haben. Das sollte man in den entsprechenden Fächern ansprechen und natürlich auch in einem Ethikunterricht vermitteln. Zusammen mit den Grundlagen von Philosophie, rationalem Denken und modernen ethischen Ansätzen. Nur ist es eben so, wie Du es dir vorstellst kein Religionsunterricht (im Sinne einer Unterweisung durch von Kirchen ausgebildeten Mitarbeitern in der jeweiligen Religion) mehr. Ethik / Werteunterricht... ich denke bis auf den Titel sind wir uns einig :)

Kommentar von Zicke52 ,

@matmatmat: Ja, ich glaube, im Prinzip sind wir uns einig, es geht nur um die Form.

Ich habe auch nichts dagegen, wenn Religionsunterricht in einen grösseren Rahmen eingebettet wird - Philosophie, Geschichte -, mir kommt es nur darauf an, dass ihm ausreichend Platz gegeben wird und er ausführlich und sachlich behandelt wird. Vielleicht ist das ja im Ethikunterricht der Fall, aber ich weiss nicht, ob das so ist. Sollte Religion im Ethikunterricht in der von mir beschriebenen Weise behandelt werden, wäre ich allerdings dafür, dass Ethik Pflichtfach wird und den konfessiongebundenen Religionsunterricht komplett ersetzt. Denn entweder wird Religion neutral unterrichtet, das würde dann in Ethik gemacht. Oder Religion wird missionarisch unterrichtet, dann hat es an der Schule nichts zu suchen. Denn die Aufgabe der Schule ist Vermitteln von Wissen, nicht Missionnierung.

Antwort
von Giustolisi, 12

Religion in der Schule ist wie ein wissenschaftlicher Vortrag in der Kirche, vollkommen absurd.

Antwort
von flunra39, 4

bei den Islam-Ländern regen sich unsere christlichen Parteien darübe auf, dass Staat und Religion dort nicht getrennt sind.

Aber bei uns haben sie die Kirchen immer gern dabei: Grundgesetzwidrig !

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