Warum ist Politik kein Pflichtfach in der Oberstufe? [NRW]
So viele junge Menschen haben keine Ahnung von Politik. Den Parteien würde es auch etwas bringen, wenn jungen Menschen Politik nahegelegt würde. Man könnte doch wenigstens mal die Grundzüge der Politik erklären und die einzelnen Parteien durchnehmen. Mit "Gründzüge erklären" meine ich nicht bloß so eine Grafik, die das politische System darstellt, und die Behandlung der Frage "Wer darf wählen?" in der 8. Klasse. Dass man nicht erwarten kann, dass Schüler zu kritischem Denken angeregt werden, ist klar, aber bei ein paar Erklärungen müssten die Politiker nicht bangen. Es kann doch nicht sein, dass man sich über ein so wichtiges Thema alles selber beibringen muss, dafür aber berechnen soll, wie viel K.acke Bauer X für sein Feld braucht.
Warum ist Politik kein Pflichtfach in der Oberstufe? Hätte irgendjemand etwas zu verlieren?
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Dumm regiert sich leicht.
Daher haben Konservative von jeher versucht, in Schulen reine Wissensbildung zu betreiben, aber das Verstehen, oder wie du schreibst "kritische Denken" möglichst nicht zu fördern. Damit kamen sie dem Wunsch vieler Lehrer nach, die oft nicht die Persönlichkeit oder auch das Wissen hatten, mit kritischen Beiträgen der Schüler angemessen umzugehen. Schließlich sind auch viele Eltern nicht traurig, wenn ihre Kinder ihre Entscheidungen nicht hinterfragen oder in Zweifel stellen.
Daher gabe es bereits Anfang des 19-ten Jahrhunderts eine Aufklärungsbewegung, die bis heute ihr Ziel noch nicht erreicht hat, wenngleich es natürlich schon einige bemerkenswerte Fortschritte gab.
Daher wird in Schulen bestenfalls der Mechanismus der Politik gelehrt, nicht aber Politik zu praktizieren oder zu hinterfragen. Das gehört dann in den Privatbereich der eigenen Meinungsbildung.
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Du sprichst einen riesigen bildungspolitischen Skandal an, der in den Medien überhaupt, in den Universitäten aber sehr wohl diskutiert wird. Nicht nur, dass Politik kein eigenständiges Pflichtfach in der Oberstufe ist; In vielen Ländern findet er auch vorher kaum statt. In machen Bundesländern gibt es erst ab der neunten Klasse Politikunterricht, zweistündig. Diese Menschen gehen dann total ahnungslos von der Schule und sollen das Souverän eines Staates sein. Gleichzeitig hatten sie von der fünften bis zur neunten durchgängig 2 Stunden pro Woche Religion. Im Verhältniss könnten sie also auch eine Kirche leiten.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob diese Missstände gewollt sind.Auf jeden Fall liegt aber ein großes Systemfehler darin, dass Schüler als gut Schüler gelten, wenn sie Wissen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften vorweisen können. Das ist, was in PISA z.B. gemessen wird. Politik spielt da keine Rolle. Von daher wird da auch im Moment nicht groß reformiert.
Zweitens haben leider viel zu viele Lobbyverbände ihre Hände in der Schule. Hier sind zum Beispiel die Krichen zu nennen, die mit viel Druck am Religionsunterricht festhalten lassen.
Wie gesagt, insgesamt ein riesen Skandal. Ich bin mir sicher, dass es Deutschland besser ginge, wenn die Bevölkerung adäquat politisch gebildet werden würde, nicht nur in der Oberstufe. Leider ist diese Diskussion noch nicht in die Medien vorgedrungen. Ich hoffe weiterhin dass sie es tut und setze mich persönlich so gut es geht dafür ein.
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Außer dem Wählen hat der Ottonormalverbraucher wenig zu tun mit Politik. Wieviele Sitze wer wann wo bekommt ist einfach unwichtig. Die einzigen Einflussfaktoren sind die wenigen Kreuze, die man alle Jubeljahre machen kann oder man geht selber in die Politik.
Das Wissen um das System, wie die Politik funktioniert bringt erstmal wenigen Menschen etwas. Die, die sich für den Inhalt interessieren, brauchen die Schule nicht dafür, denn die aktuellen Infos können sie den Nachrichten entnehmen.
Das eigentliche Problem ist, dass man niemanden zwingen kann, sich für etwas zu interessieren und die "Lockmittel" sind nicht gerade, wie soll ich sagen, umfangreich, geschweigedenn verführerisch.
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Wahrscheinlich wird meine Antwort schnell gelöscht, aber die Politik, da die Leute, welche diese betreiben wollen keine schlauen Wähler, schon garkeine solchen Erstwähler.
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Das ist der Unterschied zwischen Sonntagsreden und der Realität.
Die Leute sollen erst in den Parteien oder bestenfalls in der Familie "auf den richtigen Weg " gebracht werden.
Da ist politische Bildung in der Schule, die wohlmöglich noch von eher linken Lehrern verabreicht wird, nicht gewünscht.
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das ist nicht im sinne der machthaber
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Die Themen kommen schon in der Schule vor, nur hört da keiner zu weil es einfach zu langweilig ist.
Viel wichtiger wäre ein Fach "Schönschreiben". Ein kreuz machen kann ja jeder, aber einen richtigen Brief mit der Hand schreiben, das kann heute fast kein Jugendlicher mehr!
Kommentar von ButzelbaerButzelbaer 25.08.2011ja unglaublich wichtig, schönschreiben
wirklich wichtig, nein echt
Kommentar von Commodore64Commodore64 25.08.2011Ich hasse es wenn mir jemand einen Zettel hinterlässt und ich damit zur Apotheke gehen muß weil ich das nicht lesen kann.
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Sozialwissenschaften isn Pflichtfach, da kommt das drin vor. Ansonsten kann man auch erwarten dass die Eltern wohl was machen.
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mich interessierts einfach nicht ... wählen gehe ich später eh nicht
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Er fliegt eine Krähe Rückwärts bevor sowas gewollt ist
Bei den großen Parteien könnte ich das noch verstehen. Klar wollen die CDU und SPD usw. junge Wähler, die sich in ihrem Umkreis umhören, was da so gewählt wird, damit sie genauso wählen.
Es muss an den kleineren Parteien liegen, mehr dafür zu tun, die Bevölkerung in Sachen Politik aufzuklären. Die müssen laut "schreien", was schief läuft und warum es so nicht weiter gehen kann und was wie geändert werden muss.
Die kleinen Parteien benötigen jene "schlauen Wähler", von denen Sie sprechen.