Frage von witchfynde, 56

Warum ist opportunistische Politik heute so sehr in Deutschland angekommen?

Warum macht dagegen kaum ein Wähler mehr was gegen Opportunismus und Machtmissbrauch obwohl es auf der Hand liegt das die meisten Politiker kein Rückgrat haben und ehrlich zu etwas stehen. Sobald sie in der Kritik stehen wird alles von sich gewiesen und dementiert. Es werden sich die verlogensten Schlupflöcher gesucht. Sowie Meinungswechsel, die für Normalsterbliche nicht nachvollziehbar sind. Die einzigen ehrlichen sind Meiner Meinung die Linke. Sie waren schon immer klar positioniert.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 16

Da die Regierung keine positiven Ziele für das Gros der Bevölkerung anvisiert, bleibt halt nur noch ein bloßer Opportunismus übrig. die fehlende Aufbruchstimmung in der Gesellschaft unterstützt all das.


Kommentar von voayager ,

Danke

Antwort
von Sonja66, 29

Eine sehr pauschale Aussage, aber ich denke, viele sehen das so in diese Richtung. Einer muss ja der Sündenbock sein ;-))

Vielleicht, weil wir selbst, im Kleinen halt dann, ganz genauso sind. Wir sind vielleicht selbst gar nicht so viel besser, als unsere Politiker. An ihnen fällt es uns vielleicht viieel leichter auf, als an uns selbst  ;-))))

Auch uns selbst fehlt es immer wieder mal in gewissen Situationen an Rückgrat, an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Standhaftigkeit.....

Warum ist opportunistische Politik heute so sehr in Deutschland angekommen?

Liegt das Ankommen davon wirklich nur an den bösen Anderen oder hat es doch auch etwas mit uns selbst zu tun?

Zeigt man mit dem Finger auf andere, sollte man nicht übersehen, dass drei dabei auf einen selbst zeigen!  ;-))))

Kommentar von witchfynde ,

Mag stimmen. Natürlich ist das ein menschliches Problem das kaum einer behaupten kann das er was er will. Es gibt auch kaum Menschen, die behaupten können das sie Hundert Prozent mit sich selbst im reinen sind oder die Frage des "seins" oder Sinn des Lebens beantworten können. Ich selbst kann das natürlich auch nicht, das gebe ich gerne zu. Trotzdem entschuldigt das nicht den Opportunismus. Man hat manchmal das Gefühl das die Demokratie nichts bringt wenn wenige Menschen zu viel Macht haben oder die Macht ungerecht aufgeteilt ist.

Kommentar von Sonja66 ,

Trotzdem entschuldigt das nicht den Opportunismus

Nein, an eine Entschuldigung dachte ich auch gar nicht, sondern vielmehr an Gleichheit. Sobald man also, nachdem man bei anderen störende Eigenschaften erkannt, auch bei sich selbst schaut und erkennt, wird man (wohl oder übel ;-) toleranter.

Opportunismus ist zum Ko `'tzen, aber er ist kein Monopol der Politiker. (Helmut Schmidt)

Zweckmäßig Anpassen tun wir uns vielleicht ja alle mal. Es ist eine Eigenschaft im Leben, die vielleicht keiner vermag zu löschen. Das sollte jedem mal erlaubt sein. Ich möchte sagen, man sollte vielleicht nicht gänzlich nein dazu sagen (....ist halt auch ein Teil vom Leben....)

Ein Opportunist ist ein „Jenachdemer“. (Wilhelm Busch)

Man hat manchmal das Gefühl das die Demokratie nichts bringt wenn wenige
Menschen zu viel Macht haben oder die Macht ungerecht aufgeteilt ist. 

Da gebe ich dir natürlich recht damit. Und genau nach dieser Erkenntnis wäre es vielleicht besonders notwendig, die eigene Macht und die eigenen Gedanken zu dieser eigenen Macht zu überprüfen, um einen gesunden Ausgleich damit zu erwirken.

Man sollte weder die eigene Macht, noch die anderer zu stark abwerten.
Und wenn es in Sachen Macht(miss'' brauch) ein Ungleichgewicht gibt, kann sicherlich jeder Einzelne ausgleichend dazu beitragen, wie ich meine.

Opportunismus ist die Kunst, mit dem Winde zu segeln, den andere machen. (Alessandro Manzoni)

Also wenn es dir halt so auffällt, dann wäre es vielleicht gut, selbst damit ins Gleichgewicht zu kommen.

Zuletzt lässt übermäßiges Anpassen und Augen-zu-machen wohl auf Ängste, Mutlosigkeit, Hilflosigkeit schließen.

Antwort
von Ifosil, 34

So einfach ist es leider nicht, aus der Opposition heraus ist es immer leicht eine Position zu vertreten und zu kritisieren. Doch wenn man selbst regiert, sieht es ganz anders aus.

Klar Gysi schätzen viele, aber weist du genau was in den tiefen dieser Partei vorgeht? 

Antwort
von Snanifo, 23

Politik nach dem Charakter der Politiker zu beurteilen halte ich nicht für weiterbringend. Und ob die Politiker einfach Versprechen nicht halten, weil sie sie guten Gewissens nicht erfüllen können (zu wenig Geld da, andere "Versprechungen" oder Maßnahmen sind wichtiger...) oder es nicht wollen, ist nun mal nicht so einfach zu unterscheiden.
Genau diese Art der Entscheidung durch die Politiker ist im Grundgesetz Artikel 38 "an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen", festgelegt als Unabhängigkeit der Abgeordneten, allgemein der Politiker. Sie sind deshalb auch nicht an Aufträge oder und Weisungen, ich lese daraus auch nicht an Versprechungen gebunden. Sie dienen dem "ganzen deutschen Volke", was immer das politisch auch heißt. 


Antwort
von tryanswer, 26

Die Linke kann auch fordern was sie will, da sie genau weiß, daß sie sich nicht in der Regierungsverantwortung beweisen muß. 

Antwort
von DODOsBACK, 29

Die einzig "Ehrlichen" sind die, die nie genug Stimmen kriegen, um ihre Versprechen auch erfüllen zu müssen...

Antwort
von frischling15, 28

Wie definierst denn Du Opportunismus ? Diese pauschal abgefasste Politikerschimpfe, weist für den Leser nur in eine Richtung ....

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