Frage von moobi77, 27

Warum ist O + E = ö? (Ernst gemeint) wie kommt man auf E?

Antwort
von GanMar, 12

Darstellung von Umlauten

Entstehung der Umlautpunkte am Beispiel des ä

In Frakturschriften wurden die Umlaute durch ein nachgestelltes oder über den Buchstaben gestelltes kleines „e“ geformt (Beispiel: ae → aͤ ). Die Konvention, Umlaute mit zwei Punkten über dem Buchstaben auszuzeichnen, entwickelte sich im Deutschen aus einer vertikalen Ligatur von Vokal und einem darüber angedeuteten Kurrent-e, das wie zwei verbundene Aufstriche (etwa wie 11) geschrieben wurde. In einigen Frakturschriften ist das übergeschriebene „e“ auch heute noch zu finden. Die Darstellung eines Umlauts mit nachfolgendem „e“ blieb noch lange bei den Großbuchstaben bestehen (daher noch heute in manchen Ortsnamen wie zum Beispiel Uelzen), ist inzwischen bis auf wenige Ausnahmen aber nur noch üblich, wenn der verwendete Zeichensatz keine entsprechenden Buchstaben zur Verfügung stellt (Beispiele: ä → ae, Ä → AE oder Ae). In deutschsprachigen Kreuzworträtseln werden Umlaute dagegen meistens als AE, OE und UE geschrieben.

In der Schreibschrift gibt es neben den zwei übergestellten Punkten auch noch andere Schreibweisen (allographische Varianten). Die beiden häufigsten Varianten sind a) zwei kurze vertikale Striche anstelle der Punkte (daher ist in Österreich, wo diese Schreibweise bevorzugt wird, auch von ü-/ä-/ö-Stricherl
die Rede), b) ein horizontaler Strich über dem Buchstaben, der gerade
oder leicht nach unten durchgebogen ist. Letztere Schreibweise hat den
Nachteil, dass sie dem u-Strich ähnelt, mit dem manche in der
Schreibschrift den Kleinbuchstaben u versehen, um ihn vom Buchstaben n
zu unterscheiden. Somit besteht bei dieser Schreibweise eine
Verwechselungsgefahr zwischen u und ü.

In der Werbegraphik und bei stilisierter Schrift werden die
Umlautpunkte oft verfremdet; z. B. werden stattdessen einzelne Punkte,
Striche gesetzt oder andere graphische Merkmale, die origineller wirken
und den Umlaut trotzdem unterscheiden sollen (vgl. etwa die Logos
österreichischer Parteien).

Im Ungarischen sind dagegen zwei Formen der Umlautkennzeichnung jeweils als graphematisches Merkmal zu werten, d. h. sie haben bedeutungsunterscheidende Funktion. Von den Punkten (Trema) zu unterscheiden ist der so genannte Doppelakut (zwei nebeneinanderstehende Akut-Akzente), der wie der einfache Akut-Akzent auf anderen Vokalbuchstaben der Kennzeichnung der langen Aussprache dient.

Im Finnischen können auch Akzentzeichen (Á, Ó) anstelle der Umlautpunkte verwendet werden. Diese Schreibweise gilt aber als veraltet und wird nur noch
selten in handschriftlichen Texten, sowie in der Werbung (v. a. Lichtreklame) verwendet.

Im Nauruischen werden die Umlaute mit einer Tilde dargestellt (ä=ã, ö=õ, ü=ũ). Die Schreibung der Tilden ist heutzutage jedoch nicht mehr üblich, sodass Wörter mit Umlauten in der Regel ohne Tilden geschrieben werden.

(aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Umlaut)

Antwort
von bikerin99, 13

Bei allen Selbstlauten mit 2 Punkten wird ein E gemacht. Habe das noch nie hinterfragt, sondern als Tatsache gewertet. Die historische Ableitung ist mir leider unbekannt.

Antwort
von david23x, 25

Ich denke, es liegt daran, dass das Ä wie eine Mischung aus A und E klingt und dass einfach auf die anderen Umlaute übertragen wurde.

Antwort
von padalica, 21

Das war die damalige Schreibweise für ein Ö , auch wird heute noch z.b. bei einer E-Mail keine Umlaute verwendet sondern eben OE geschrieben, gemeint ist trotzdem ein Ö

Antwort
von augsburgchris, 27

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