Frage von RedVelvet76, 55

Warum ist nie jmd da , wenn man ihn wirklich braucht?

Guten Abend , Zu meiner Frage : ich habe momentan wirklich eine schwere Lebensphase, und würde gerade wirklich jmd zu reden benötigen . Ich bin kein Mensch , der sich aufdrängt oder jedes Mal gleich um Hilfe fragt , weil ich vieles mit mir allein oder in einer Therapie kläre . Das jmd gerade da wäre bzw dagewesen wäre , hätte mir sehr geholfen. für andere würde ich in so einer Situation alles stehen und liegen lassen , wenn man sich nicht unbekannt ist bzw es gute Bekanntschaften über Jahre wären. Mir ist das nun aber in den letzten Jahren schon öfter aufgefallen , dass einfach nie jmd für mich da ist. Ich habe wirklich keinen zum Reden. Durch die Erfahrungen nenn ich diese Menschen bekannte und keine Freunde :/ Kennt ihr das auch ? Würdet ihr , wenn ihr wüsstet, dass der Mensch am Abgrund seines Lebens steht , auch in dem Moment lieber ins Kino gehen,PlayStation spielen oder lieber zu Hause mit nem Freund weiter Fernseh schauen?oder würdet ihr da sein? Ich komm mir gerade sehr bedeutungslos vor :( weiß auch nicht mehr wie ich mich den Leuten gegenüber verhalten soll, die nicht da sind. so langsam fühle ich nichts mehr.

Antwort
von Spockyle, 13

Das Gefühl, das du grade beschreibst, kennt jeder Mensch. Grade Jugendliche leiden da sehr drunter, weil sie das Gefühl haben, dass anderen alles andere wichtiger ist als sie.

Das Problem dabei ist, dass andere die Problematik die schnuppern können und man selber, der man grad in der Situation steckt, ist für Hilfsangebote einfach nicht offen, weil man grad zu sehr mit sich selber beschäftigt ist. Du beschreibst das Problem ja selber:

Ich bin kein Mensch , der sich aufdrängt oder jedes Mal gleich um Hilfe fragt , weil ich vieles mit mir allein oder in einer Therapie kläre

Damit machst du's Helfern nicht unbedingt einfacher, indem du dich drauf verlässt: "Die müssen das doch sehen!" Können sie halt nicht. Das geht dir aber genauso, ich bin mir sicher, dass du auch schon eine traurige Person im Freundeskreis übersehen hast, das ist einfach menschlich.

Mir geht es zwischendrin auch so wie dir, ich habe das Gefühl, ich kann keinen ansprechen darauf, ich habe keinen, keiner hat Zeit für mich. Wenn ich dann aber mal anfrage: "Hey, wie schaut's aus? Ich brauch grad wen, hast du Zeit?" findet sich immer jemand, zu dem ich kommen kann. Klar eignet sich nicht jeder Bekannte für jedes Gespräch, da musst du einfach deine Leute kennen ;)

Therapie ist auch wichtig, das machst du schon richtig. Aber trau dich ruhig mal, wenn du im finsteren Tal sitzt und kein Licht siehst, zum Handy zu greifen, jemanden anzurufen oder zu deinen Eltern zu gehen und zu sagen: "Mir geht es nicht gut, nimm dir bitte 15 Minuten Zeit für mich." Das ist kein Zeichen von Schwäche, das ist mutig und macht es deiner Umgebung viel leichter :)

Kommentar von RedVelvet76 ,

Das hab ich gemacht . Ich habe zum Handy gegriffen ,und habe direkt gesagt ich brauche gerade dringend jemanden . Auch wenn es sonst nicht meine Art ist . Denn ich wollte sagen , dass wenn ich ein Mensch wäre, der denn bei jeder Kleinigkeit gleich anrufen würde, ich das sitzen gelassen werden evtl mal nachempfinden könnte, aber so ist es ja nicht. Mir hätte schon gereicht , wenn jmd da gewesen wäre . Wenn derjenige nicht gut ist in solchen Gesprächen , so hätte mir die Anwesenheit einen Schub nach vorne gegeben . Sie sagen jedes Mal sie sind für einen da und jedes Mal(und es kommt selten vor, dass ich dringend frage ) heißt es "aber ich spiele gerade PlayStation","ich wollte nachher aber noch ins Kino ", " geht nicht , n Kumpel ist zum Film gucken da " Nja , denn kann man sich doch son " ich bin da , wenn es hart auf hart kommt- gequatsche " doch Sparen ? Ich bin jetzt 24, ich habe sogar denjenigen schon mal gesagt , wenn ich wirklich mal Bescheid sage wegen Hilfe , denn kann man davon ausgehen , dass es sehr schlimm sein muss . Wie würdest du dich da noch verhalten ? 

Kommentar von RedVelvet76 ,

Einem hab ich noch anvertraut und er wusste , das ich mich suizidal verhalten habe und ihm war was belangloses Trz wichtiger und hat sich nicht mehr gemeldet , obwohl ich nochmal geschrieben habe , dass ich nicht mehr kann, wenn ich jetzt alleine bleibe . ich musste tatsächlich denn ins Krankenhaus und musste genäht werden und alles.und als ich denn wieder nach Hause kam und auf mein Handy geschaut habe nach Tagen und noch Tage denn dadurch auch nicht gemeldet habe , war auch kein Anzeichen zu sehen , das jmd sich wirklich Sorgen gemacht hat. ich habe den Kontakt abgebrochen , weil mir das so weh tat, ich kam nach Hause und hatte das Gefühl es gab keinen Grund , dass ich überlebt habe . Das war nur ein Beispiel der letzten Woche , und nun wieder ...

Antwort
von superlolly, 37

Hey:) Kopf hoch.

Ich weiß wie du dich fühlst,weil so wie du es beschrieben hast...es geht mir ähnlich.Ich kann dir nur sagen:bleib stark! Und sei für andere trotzdem noch da,auch wenn sie es für dich grade nicht sind.Irgendwann wirst du das zurück bekommen.

Ich hoffe dir geht es bald besser mit allem!!!

Kommentar von RedVelvet76 ,

Danke für deine schnelle Antwort . Ich neige in den Momenten dazu mir zu schwören, dass ich für keinen einzigen mehr da bin. Manchmal spiele ich denn sogar mit den Gedanken den Kontakt abzubrechen. Aber an sich hast du recht. Es mit der selben Haltung zu vergelten ist Vllt nicht das wahre . Aber wenn es drauf an kommt , tut es mir wie jetzt gerade schon ziemlich weh :(

Kommentar von superlolly ,

Gerne(: und ja das kann weh tun na klar.... ich hoffe du kommst trotzdem irgendwie zurecht! :/

Kommentar von RedVelvet76 ,

Danke für deine Anfrage.Ich komm damit denn zurecht , aber auf eine sehr seibstschadende Art und weise :(

Kommentar von superlolly ,

:( 

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