Frage von BlackWinterx3, 106

Warum ist meine hündin so aggressiv geworden?:(?

Hallo, ich habe eine Frage zu meiner Hündin. Seit etwa einem Jahr ist sie gegenüber bestimmten Rassen (nur kleinere Hunde und vorallem Terrier) total aggressiv. Wenn Sie an der Leine ist flippt sie regelrecht aus und schnappt in ihrem Wahnsinn dann auch nach uns oder unserem 2. Hund. Wenn Sie ohne Leine ist geht sie volle Kanne auf den anderen Hund los und beißt auch zu. Gott sei dank ist noch nie etwas ernstes passiert weil wir immer eingreifen konnten und sie auch nicht mehr von der Leine kommt. Hunde die sie kennt geht sie nicht so an. Sie ist eigentlich der liebste hund der Welt. Wir haben sie schon durchchecken lassen beim Tierarzt, sie ist gesundheitlich topfit. Mit ca 4 Monaten hat sie mal eine schlechte Erfahrung mit einem Schäferhund gemacht der sie gebissen hat. Zu großen Hunden ist sie aber absolut lieb. Manchmal habe ich auch das Gefühl es macht ihr regelrecht spass andere Hunde anzugehen.. Wenn jemand in der nähe ist mit einem kleineren hund der offensichtlich keine Chance hat prescht sie gleich auf ihn los wenn sie ohne Leine ist und greift ihn an.. Ich weiss nicht was ich noch machen soll, wir haben ein halsband welches einen "piepton" von sich gibt welcher wohl unangenehm ist. Wenn Sie diesen hört ist sie direkt still und inzwischen auch super lieb zu kleinen Hunden wenn sie das halsband um hat, aber sie trägt es nicht immer.. Und wenn sie es nicht um hat lässt sie die Bestie raus, hat jemand eine Idee was mein hund für ein Problem haben könnte ? 😕 sie ist eine Hündin, 2 Jahre alt,nicht sterilisiert und ein husky-labi Mischling.

Antwort
von douschka, 23

An Erziehungshalbänder gewöhnen sich Hunde schnell, aber wehe wenn mal nicht dran. Ich vergleiche das gern mit Pflaster über die rote Warnlampe im Auto zu kleben. Dann sieht man ein größeres Problem nicht mehr und fährt weiter. Das Problem wird unterdrückt, aber nicht behoben und macht es noch schlimmer.

Schön wäre die Ursache des Verhaltens zu wissen, denn aus dem Nichts kann nichts kommen. Also geht man neutral mit Umkonditionierung vor. Übe allein mit ihr ohne Zweithund Grundgehorsam. Zeige und benenne was du toll findest mit zwei Worten (z.B. "schau Freund" und es ist nur ein Baum) und bestärke mit Belohnung bei positiver Reaktion. Das funktioniert, wenn du es positiv vermittelst. Gehe auf sichere Distanz (mind. 20 m) zum "Feind" und wiederhole was mit dem Baum klappt. Es soll auf diese Weise erreicht werden, dass du es gut findest und dein Hund auch. Mit Grundübungen im Angesicht des "Feindes"- auf Distanz achten, wird die Sache selbstverständlicher. Am Ende soll herauskommen, dass ein "Feind" nicht schlimm ist und es lockende  Alternativen zum Angriff  gibt. Somit wird "Feind" positiv belegt.

Versetze dich in deinen Hund. Irgenwann hat ihn irgendwas durch einen anderen Hund gepiesackt und verunsichert Leinenruck, Geschimpfe Erziehungshalsband - alles was unangenehm ist, bezieht er auf die eh schon unangenehme Begegnung und verstärkt die Aggression. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der unterbrochen werden muss.

Die Beendigung des Dilemmas dauert so lange, wie es Zeit zur Entstehung brauchte. Also richte dich auf mindestens ein Jahr intensives Training ein.

Meine übernommene Hündin brauchte zwei Jahre und kann jetzt mit vielen Hunden, was mal undenkbar war. Beim Erzfeind Nr. 1 wird abgelenkt und so kommen wir alle heil vorbei. 

Antwort
von Virgilia, 43

Damit solltet ihr unbedingt in eine gute gewaltfrei arbeitende Hundeschule oder euch einen Trainer suchen! 

Hat die Hündin schlechte Erfahrungen mit Terriern gemacht? Wurde sie angepöbelt, unterworfen oder bedrängt? Manche Hunde sammeln erst Erfahrungen mit Hunden und werden dann "plötzlich" aggressiv, obwohl sie sich sonst immer unterworfen haben oder weggelaufen sind. 

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Ja sie wurde früher dauernd angepöbelt von den Terriern hier und den kleinen Hunden, damals war sie ganz anders und hat sich immer direkt hingelegt und unterworfen

Antwort
von annablanka, 29

Also hat es ungefähr mit 1 Jahr bei ihr angefangen. Da gibt es viele Fragen die offen sind, wie zB. Wie sie sich bei euch zuhause verhält? darf sie dort alles (also ist quasi die Queen) wie auf die Couch etc.? Wer geht vorne beim Gassi: Sie oder ihr? Springt sie an Menschen hoch? Hechelt sie viel und zieht die Mundwinkel hoch, was wir als "Grinsen" interpretieren? Wo schläft sie? Auf wen hört sie? Auf wen hört sie gar nicht? Gibt es ihr gegenüber Gewissenskonflikte in der Familie (evtl. wegen dem Schäferhundangriff)? Wie sieht ihr Tagesablauf aus?
Das und noch viel mehr wären Fragen die relevant für den Erziehungsansatz sind (wenn man eine Ferndiagnose machen wollen würde, wohl gemerkt ☝️). Aber im Endeffekt kommt ihr an einer Hundeschule nicht vorbei. Aber geht bitte zu einer guten, die nicht nach Schema-F arbeitet.
Viel Glück mit der Kleinen ✊🍀💖

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Ja ich muss mich hier mal umschauen, soviele haben wir hier gar nicht und ich habe auch kein Auto 😖 Ansonsten darf sie auf die Couch und auch in alle Räume, sie schläft neben meinem Bett auf dem Boden. Behandelt wird sie schon wie ein Prinzesschen. 😅 Allerdings hat sie eigentlich einen guten gehorsam und zieht nicht an der Leine sondern geht immer neben mir her. Springen tut sie nicht an Menschen hoch und raus kommt sie etwa 5-6 Std am Tag an denen wir meist durch den Wald oder die Felder gehen. Ich muss dazu auch sagen das sie nicht zu jedem kleinen Hund von Grund auf negativ gestimmt es sondern es hauptsächlich die Hunde sind die bei uns in der nähe wohnen,welche sie schon kennt und welche sie andauernd anbellen. Wenn Sie dann einen Hund sieht der aussieht wie einer derer die sie anbellen scheint sie diese wohl auch zu verwechseln ? Es gibt aber auch eine handvoll kleine Hunde die die gerne hat.

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Sie ist zb auch meiner Nachbarin gegenüber total aggressiv. Die hatte mal einen kleinen Dackel welcher unsere immer anbellte und auch beißen wollte. Die beiden haben sich kein bisschen verstanden. Der Hund ist vor ein paar Monaten verstorben und jetzt ist sie trotzdem immernoch total aggressiv wenn sie unsere Nachbarin draußen hört und verwechselt auch manchmal die Dame mit anderen älteren Leuten. Sie rennt dann total aufgebracht an das Fenster wenn sie unsere Nachbarin hört und bellt direkt drauf los,sträubt das nackenfell und macht sich total groß 🤔

Kommentar von annablanka ,

Es ist schwer eine "Diagnose" zu stellen ohne es zu sehen wie ihr beiden miteinander agiert. Gibt es noch weitere Personen die mit ihr Gassi gehen, oder seid ihr zu zweit? Wie reagierst du wenn sie die Ausraster bekommt?
Wenn du ihr einen Napf hinstellst und ihr den beim Fressen wegnimmst, wie reagiert sie? Und wie hast du(oder ihr) dich damals verhalten als das mit dem Schäferhund passiert ist?

Antwort
von Hachiko, 30

Ich kann mich den vorherigen antworten nur anschließen.

Ihr habt zwei Hunde. Werden beide gleich behandelt. Oft spielt das auch eine Rolle. Installiere zur Not Kameras zu hause um beide Hunde zu beobachten wie sie sich verhalten wenn sie alleine sind. 

Aber lasse es von einem potenziellen Hundetrainer genauer unter der Lupe nehmen , der auch auf aggressive Hunde spezialisiert ist.

Eine ernst gemeinte frage an dich. Hast du Angst, dass die Hündin andere Hunde oder dich selbst beißen könnte / würde?

Dann musst du unbedingt deine angst abstellen, denn das riechen die Hunde förmlich.

Viel Erfolg 

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Also die beiden werden absolut gleich behandelt und sind ein Herz und eine Seele. Das mit dem Alleinsein ist schwer weil immer jemand bei uns daheim ist und die Hunde überall rein dürfen. Ich habe an sich keine angst das sie mich beisst eher hab ich sorgen um den anderen Hund, aber auch nur dann wenn sie ihn wirklich angreifen kann, wenn sie abgeleint ist hab kann sie dem anderen ja nichts tun.

Kommentar von BlackWinterx3 ,

wenn sie abgeleint ist kann sie dem anderen nichts tun*

Kommentar von BlackWinterx3 ,

oh man, angeleint. Diese doofe Autokorrektur

Antwort
von brandon, 44

An Deiner Stelle würde ich eine Hundeschule oder einen Hundeverein besuchen wo Du lernen kannst wie Du Deinen Hund in den Griff bekommst.

Ich habe dort mit meiner ersten Hündin viel gelernt.

LG

Antwort
von DerBeste07, 58

Bring sie dringend in die Hundeschule, ohne Witz, du schaffst das nicht alleine die wieder gerade zu biegen.

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Ja daran habe ich schon gedacht. Ich denke das sollte ich auch mal in Angriff nehmen, aber ich frage mich einfach warum sie so ist, damals war sie total lieb zu allen .. Und jetzt tickt sie vollkommen ab bei kleinen Hunden 😑

Kommentar von DerBeste07 ,

Naja erstens weil du es zulässt und weil sie ein falsches Bild von den kleinen Hunden hat. Ein Tiertrainer würde mit ihr die Situationen nochmal nachspielen und ihr so zeigen das keine Gefahr oder Bedrohung von diesen Tieren für sie ausgeht. Eine Dominantes auftreten des Hundehalters, also auch die richtige Körperhaltung des Herrchens und die richtige Leinenhaltung sind genauso wichtig. Um dem Hund genau klar zu machen, das man selber der Chef ist und alles unter Kontrolle hat. Vielleicht findest du auch so folgen von Hundeprofis im Internet da gab es mal solche Folgen auf Vox wo Hundetrsiner eben genau bei solchen Fällen wie bei dir helfen konnten.

Weil ich habe keinen Hund und kenne das nur so aus dem Fernsehen.

Kommentar von BlackWinterx3 ,

Okay ich schau mich mal um. Danke:)

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 10

bitte nehmt kontakt zu einem guten gealtfrei erziehneden hundetrainer auf.

man muss den hund und ure handeln sehen um massnahmen ergreifen zu koennen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community