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Warum ist man nach einem Verlust nicht mehr so glücklich wie vor dem Besitz?

gefragt von ► tommmi ◄► tommmi ◄ am 27.06.2007 um 22:29 Uhr

Was ist es, das uns nach einem Verlust nicht mehr so glücklich sein lässt, wie vor dem "Besitz"?


Reply


anonym
beantwortet von Victory not vengeance am 27. Juni 2007 22:43
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Ich kann mich da nicht unbedingt daran anschließen. Besitz, zumindest in materieller Form kann ungemein belasten. Ich hab selbst sehr viel verloren und mich anschließend hinterfragt. Zuerst war ich unglücklich bzgl. des Ansehen anderer. Dennoch spürte ich, und nahm es auch sehr schnell bewusst war, daß weniger, aber wichtiges u.U. wertvoller sein kann. Besitz kann auch belasten


Moench123
beantwortet von Moench123 am 27. Juni 2007 22:58
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Es ist, wie "paradies" sagte: wenn man erst einmal etwas hatte, was man vorher nicht kannte, und man bekommt es dann wieder "weggenommen", dann fehlt es einem. Zuvor konnte es einem nicht fehlen, da man ja garnicht wußte, wie es ist. Man bewertet also auch im Nachhinein, dass es vorher nicht so schön war (man erkennt den Wert dessen, was davor war, nicht mehr) und man nun ohne das, was man verloren hat, scheinbar nicht mehr in gleicher Weise glücklich sein kann (hier sieht man dann oft nur die Vorteile, dessen, was man verloren hat - nicht aber mehr die Nachteile). Das Ganze ändert sich jedoch in dem Moment, wo man einen geeigneten "Ersatz" erhält, der einen womöglich noch mehr erfreut, als das, was man verloren hat. Dann rutscht das "Neue" auf die Stelle des "Alten" - vielleicht war der Verlust des "Alten" sogar notwendig, um das Neue zu finden - und der Mensch ist wieder (oder sogar noch mehr) glücklich, als vorher. So läuft es im Grunde das ganze Leben lang. Es mag auch daran liegen, dass der Mensch im Grunde schwach ist und in seinem Glücksempfinden beeinflussbar. Er definiert sein Glück meist über Äußerlichkeiten (Erfolg, Liebe, Schönheit).Ein "in sich" und in jeder Lebenssituation glücklicher Mensch ist immer glücklich - egal, was ihm widerfährt (aber wer kann das schon?). Ein anderer aber, der z.B. früher als Bettler zufrieden war und durch Zufall zu Reichtum gelangt ist, wird mit anschließender Armut nicht mehr zufrieden leben können, da er nun gemerkt hat, wie schön Reichtum sein kann und er wird mit seinem Verlust hadern.Und eines kommt noch dazu: der Mensch braucht sogar diese Unzufriedenheit, denn nur ein unzufriedener Mensch strebt und entwickelt sich weiter, da er seinen Zustand wieder optimieren möchte - ein durch und durch zufriedener Mensch bleibt statisch (oder wäre esoterisch betrachtet am Ziel angelangt). Die bewußte "Weiter-Entwicklung" ist eines der wesentlichen Dinge, die den Menschen vom einfachen Tier unterscheiden und führt z.T. zu unglaublichen Ergebnissen. (Größte Erfindungen sind z.T. in tiefsten menschlichen Kriesen entstanden). Also Fazit: nicht das "Glücklichsein" verändert sich, sondern wir definieren unsere Bedingungen für Glück nur jedes Mal neu!

Kommentar von Simple_avatar10smallPassenger am 27. Juni 2007 23:42

Ein grosser Block zu lesen - aber absolut wahr ! Schliesse mich Dir an !

Kommentar von 0be3f38dc2e1d93bdb932d581b9a02easmallXy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 28. Juni 2007 00:21

super, schön geschrieben!

Kommentar von Simple_avatar10small Moench123 am 28. Juni 2007 16:31

Danke für die Blumen!

Kommentar von E8636ea013e682faf61f56ce1cb1ab5csmallOskar Momo am 28. Juni 2007 19:04

dafür gibts nur drei Buchstaben

W O W

Kommentar von Simple_avatar10small Moench123 am 28. Juni 2007 21:28

Danke für diese wunderbaren Zeilen! Das ist genau DIE Antwort auf meine Frage! Bin begeistert. Weiter so. Deine Beiträge sind so wertvoll für gutefrage.net

Kommentar von Simple_avatar10small Moench123 am 28. Juni 2007 23:01

Oh je...diese Kinder...sorry - vor lauter lauter bin ich mit meinem Kommentar total auf die falsche Frage verrutscht und habe mich gerade selbst kommentiert...wie ging jetzt das?...oh sorry für die Verwirrung...man sollte eben gewisse Dinge nicht mit Kindern im Nacken tun....nein, ich bin (noch nicht) übergeschnappt.

Kommentar von Simple_avatar10small Moench123 am 28. Juni 2007 21:28

Kommentar von Simple_avatar10small Moench123 am 28. Juni 2007 21:29

 


paradies
beantwortet von paradies am 27. Juni 2007 22:32
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Das Wissen, wie es war, als man es hatte. Vor dem Besitz wußte man noch nicht, wie es sein würde, es zu haben.


Eastside
beantwortet von Eastside am 27. Juni 2007 22:39
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Weil Vorfreude, die schönste Freude ist ;-)


schurke
beantwortet von schurke am 27. Juni 2007 22:40
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Weil man vor dem "Besitz" keine Ahnung hat, was er einem "bringen" würde. Auf Menschen bezogen, bevor ich jemand kannte, konnte ich ihn ja schlecht lieben, bzw. wenn ich mit jemanden glücklich bin, male ich mir ja nicht aus, wie es ohne sein wird. Und vorher konnte ich nicht ahnen wie es mit ist.





anonym
beantwortet von Peterle am 27. Juni 2007 22:44
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Wenn der Besitz (von was auch immer, materiell oder nicht) eine Bereicherung war, konnte man sich das vorher nicht so vorstellen. Insofern war man zuvor zufrieden mit dem, was man hatte. Hat man die Bereicherung erfahren, merkte man vielleicht, was einem gefehlt hatte. Diesen Verlust spürt man dann nachher, weil man nun weiß, dass das Bedürfnis da ist, dessen Befriedigung nun aber nicht mehr.


anonym
beantwortet von kiramarie am 27. Juni 2007 22:32
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Könntest du deine Frage vielleicht etwas präziser stellen?


Patron
beantwortet von Patron am 28. Juni 2007 00:33
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klingt nach verklausulierter mitteilung von liebeskummer. warum nicht direkt gesagt? und ist der kummer vielleicht deshalb so groß, weil du irrtümlich gedacht hast, ein mensch sei dein besitz?


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